Mittwoch, 26. Februar 2020

Aschermittwoch






Heute ist Aschermittwoch, er beendete die närrische Zeit und ist der Anfang der 40tägigen Fastenzeit bis Ostern.

Woher aber kommt der Name Aschermittwoch, der sich ja offensichtlich von dem Wort Asche ableitet.
Nun bereits im Alten Testament wurden die Menschen die eine schwere Sünde begangen hatten in ein Bußgewand gehüllt mit Asche bestreut und aus der Kirche vertrieben.
Da zu den damaligen Zeiten die Asche auch als Putzmittel galt, sagte man dieser reinigende Wirkung nach.
Im Laufe der Zeit wurde das öffentlich an den Pranger stellen abgeschafft.
Obwohl ich mir da nicht so sicher bin, die Methoden haben sich nur verfeinert.
Wenn ich beobachte wie heute in den Medien mit manchen Menschen umgegangen wird.

Papst Urban II ordnete im 11. Jahrhundert an, die Asche zu segnen.
Während das Aschenkreuz auf der Stirn des Gläubigen aufgetragen wird spricht der Priester den Segen mit den Worten:
Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurück kehrst.“

Wozu dient die Fastenzeit?
Hauptsächlich als Buße und Besinnung, aber sie sollte auch an das 40tägige Fasten Jesus in der Wüste erinnern.
Während der Fastenzeit sollte man auf einige Dinge verzichten, besonders der Verzehr von blutigem Fleisch war untersagt.
Deshalb aß man Fisch, denn dieser blutet nicht.
Noch heute gibt es in vielen Haushalten mittags Fisch am Aschermittwoch.
Übrigens Bier und Schnaps waren erlaubt, zwecks der Verdauung.
Ein kleiner boshafter Teufel flüstert mir gerade zu, dass damals die Gesetze nur von Männern gemacht wurden.

Ich selbst mochte den Aschermittwoch überhaupt nicht.
Wir gingen gemeinsam mit der ganzen Schulklasse in die Kirche, mussten uns vor dem Altar hinknien und während der Pfarrer irgendwelche lateinische Worte murmelte bekamen wir mit Asche ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet.
Wie ich das hasste und am liebsten hätte ich es sofort weg gewischt, vor allem weil sich immer wieder kleine Teilchen lösten und man befürchten musste sie ins Auge zu bekommen.
Aber es ist gut, dass es noch solche Rituale gibt und uns auch daran erinnern, wie vergänglich unser Leben ist.
Deshalb sollten wir keine Zeit vergeuden und trachten die
Welt ein wenig besser zu machen.


Ich wünsche euch einen besinnlichen Aschermittwoch

Montag, 24. Februar 2020

Karneval in Venedig




Als ich vor kurzem einige wundervolle venezianische Masken sah, war meine Neugier geweckt und ich wollt mehr über diesen Karneval in Venedig erfahren.
Also rein ins Internet.
Übrigens eine feine Sache dieses Internet.
Wenn ich früher bei der Hausaufgabenbetreuung meinen „Kindern“ bei einem Referat half, wie viele Bücher musste ich da wälzen und nun brauche ich nur im Computer eingeben was ich wissen will und sofort habe ich eine Fülle von Informationen.

Aber zurück zum Karneval.
Im Jahr 1094 wurde der „Carnevale di Venezia“
zum ersten Mal von dem Dogen Vitale Falier in einer seiner Schriften erwähnt.
Nach christlicher Auslegung deutet es auf die letzte Nach vor der Fastenzeit hin.
Carne vale = Fleisch lebe wohl“
Ursprünglich aber war es ein Fest zum Einzug des Frühlings.
Erst 1420 bekam es die heutige Bedeutung.
Der damalige Doge ließ zu Ehren des Sieges der Venezianer über das nördliche Aquileia eine Feier abhalten.

Dabei wurde ein Ochse und 12 Schweine, als Symbol für die feindlichen Aquileia geschlachtet.

Diese Feier wurde dann jedes Jahr wiederholt und wurde zu einem wahren Volksfest.
Während der Karnevalstage wurde die strenge Hierarchie der Dogen aufgehoben und jeder Bürger ob arm oder reich war offiziell gleichgestellt.
Unter diese vorgegaukelte Gleichstellung fiel natürlich die Meinungsfreiheit und so entstanden die Straßentheater, wie die „Commedia dell`Arte“.



Im Schutz der Masken wurde das öffentliche Leben auf lustige Art dargestellt und auch kritisiert.
Gaukler, Narren, Quacksalber, Hellseher und Akrobaten traten auf und der Karneval in Venedig war geboren.




Im 18ten Jahrhundert dauert der Karneval oftmals bis zu sechs Monaten und einer der Höhepunkte waren die prachtvollen Gondelumzüge der Adeligen.
Aber wie immer, wenn man die Dinge übertreibt, dann arten sie aus.
Die Sitten wurden immer zügelloser und die Späße im Schutz der Masken immer derber.
Deshalb ließ Napoleon den Karneval verbieten.



Erst 1979 wurde er von findigen Geschäftsleuten wieder entdeckt und sie kurbelten damit die Wirtschaft in Venedig an.
Kostüm- und Maskenhersteller boomten und die Hotels waren zur Karnevalszeit ausgebucht.
Venedig entwickelte sich zur Hochburg des Karnevals in Europa und zieht noch heute viele Besucher an.










Freitag, 21. Februar 2020

Hieronymus Ende



Und wieder vergehen einige Wochen.
Noch immer wissen sie nicht, wo die Puppeninsel liegt.
Niemand hat je von ihr gehört und das Kasperle wird immer mutloser.
Eines Tages gastiert der Zirkus in einer Hafenstadt.
Es ist Nachmittag.
Die Tiere sind versorgt und die Artisten ruhen sich aus, um abends bei der Vorstellung fit zu sein.
Nur Hieronymus findet keine Ruhe.
Allein mit seinen traurigen Gedanken schlendert er durch die Straßen und erreicht schließlich den Hafen.
Dort lehnt er sich an die Kaimauer und sieht sehnsüchtig hinüber zu den Schiffen.
Ach könnte ihn doch eines zu der Puppeninsel bringen.
Eine Möwe trippelt auf langen Beinen eilig die Mauer entlang und pickt sich ihr Futter aus den Ritzen.
He! Warum guckst du so traurig,“ fragt sie und betrachtet ihn mit schief geneigtem Kopf.
Ich hab soooo großen Kummer,“ jammert das Kasperle und dicke Tränen laufen über seine Wangen.
Na, na wird schon nicht so schlimm sein,“ brummt die Möwe und tritt verlegen von einem Bein auf das andere.
Erzähl mir`s doch, vielleicht kann ich dir helfen.“
Das glaube ich nicht,“ lächelt das Kasperle unter Tränen, „ oder weißt du vielleicht wo die Puppeninsel ist?“
Natürlich weiß ich das!
He was machst du denn!“ stammelt der Vogel, denn Hieronymus hat ihn in seiner Aufregung gepackt und schüttelt ihn heftig.
Mit einem kräftigen Schnabelhieb befreit sich die Möwe.
Du verrückter Kerl knickst mir ja die ganzen Federn.“
Tut mir leid, aber ich war so aufgeregt, aber bitte sag mir doch, wo liegt die Puppeninsel!“
Die Möwe zupft an ihren Federn, dabei wirft sie ab und zu einen ärgerlichen Blick auf das Kasperle, dann muss sie doch lachen.
Du bist schon ein komisches Kerlchen, aber
wo die Puppeninsel liegt, kann ich dir schlecht erklären, das müsste ich dir schon zeigen. Versuche ein Schiff zu finden, das dich mitnimmt und komme morgen wieder hierher, ich werde dich dann begleiten.“
Kasperle aber rennt zurück zum Zirkus und stürmt in die Manege.
Angela wäre vor Schreck beinahe vom Seil gefallen.
Bist du verrückt geworden!“
Unsinn, tut mir leid, aber stell dir vor ich habe jemanden getroffen, der die Puppeninsel kennt.“
Angela schwingt sich vom Seil.
Das ist ja prima, erzähl doch!“
Nein, nein, ich muss erst Fridolin suchen.
Wir treffen uns nachher alle in Kasimirs Wagen.
Wenig später sitzen die Freunde alle zusammen im Wohnwagen und Kasperle erzählt ihnen von der Möwe.
Wie aber willst du denn auf die Insel kommen?“ fragt Don Fernando.
Heute Abend nach der Vorstellung werde ich zum Hafen in die Kneipen gehen, vielleicht finde ich dort einen Kapitän der mich mitnimmt,“ meint Hieronymus
hoffnungsvoll.
Aber sei vorsichtig, es gibt auch Spelunken im Hafen, in denen sich allerlei Gesindel herum treibt,“ warnt Kasimir, der schon einmal hier war.
Ein heftiges Pochen an der Tür stört die Versammlung und Samson steckt den Kopf durch den Türspalt.
Hallo, ihr Trödler, beeilt euch die Vorstellung beginnt gleich.“
Nun beginnt ein hektisches Gerenne.
Wie immer verläuft die Vorstellung reibungslos und die begeisterten Zuschauer
applaudieren heftig.
Nach der Vorstellung begleiten der Direktor und alle Artisten das Kasperle zum Hafen und sie finden tatsächlich einen Kapitän, der sich bereit erklärt Hieronimus auf die Puppeninsel zu bringen.
Das Geld aber bekommt er von Direktor Quirin als Abschiedsgeschenk.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.



Donnerstag, 20. Februar 2020

Hieronymus Fortsetzung 4





Viele Wochen sind vergangen.
Kasimir, der Clown, hat mit Hieronymus, Gina und Eulenspiegel eine neue Nummer einstudiert, die ein großer Erfolg wird.
Besonders die Kinder sind ein dankbares Publikum und ihr herzliches, fröhliches Lachen erinnert das Kasperle an den Rummelplatz und Meister Martin.
Ach ja, Meister Martin!
Überall wohin sie kamen, hat Hieronymus sich nach seinem lieben alten Freund erkundigt, doch keiner kannte ihn oder hatte ihn gesehen.
Inzwischen ist er ziemlich mutlos geworden.
Auch jetzt sitzt er auf der Holzumrandung in der Manege und malt mit den Zehen Kreise in den Sand.
Angela betritt das Zelt.
Hier also steckst und bläst wieder Trübsal, hast du eigentlich bemerkt, dass draußen die Sonne scheint? Komm, wir wollen uns die Stadt ansehen.“
Lächelnd folgt das Kasperle dem Mädchen.
Muck und Puck und auch Kasimir, der Cäptn Cook auf den Schultern trägt, schließen sich ihnen an.
Königstein ist eine hübsche Kleinstadt, mit
netten sauberen Häusern und freundlichen Menschen.
Dazu scheint noch die Sonne herrlich warm vom Himmel und spiegelt sich in den blank geputzten Fenstern und wirft grün goldene Sprenkel in die Bäume.
Die kleine Gesellschaft bummelt vergnügt durch die Gässchen, bleibt geduldig wartend stehen, wenn Angela ein Schaufenster betrachtet und landet schließlich in einem Straßencafé.
Ein Kellner eilt herbei und fragt nach ihren Wünschen und wird prompt von dem Papagei aufgefordert sich die Füße abzuputzen und kein so dummes Gesicht zu machen.
Mit einem entsetzten Blick auf den Vogel eilt der Kellner zurück ins Café und Cäptn Cook schnarrt:
Warum läuft der dumme Esel nicht!“
Die Zirkusleute lachen immer noch als der Kellner mit ihren Milchshakes zurück kommt.
Hieronymus lehnt sich in seinen Stuhl zurück und betrachtet versonnen die Umgebung, während die anderen sich leise unterhalten und der Papagei neugierig zwischen den Gläsern herum trippelt.
Auf einmal springt das Kasperle auf, dass die anderen erschrocken verstummen und der Papagei laut schimpfende auf einen Ast flattert.
Hieronimus aber stürzt hinaus auf die Straße und fällt einem jungen Mann um den Hals.
Mensch Fridolin alter Junge!“
Hieronymus!“
Die Beiden klopfen sich auf die Schulter und hüpfen wie verrückt im Kreis herum.
Als sie sich wieder beruhigt haben, führt das Kasperle den Freund zu den anderen und stellt ihn vor.
Nachdem auch vor Fridolin ein Milchshake steht, erzählt er ihnen was inzwischen alles geschehen ist:
Als Sandor mit dir verschwunden ist konnte ich mich aus der Kiste befreien und bin sofort zu Meister Martin gelaufen.
Dieser verständigte die Polizei und als Sandor zurück kam wurde er verhaftet, er wurde auch wegen andere Vergehen bereits gesucht.
Doch er hat nie gesagt wohin er dich gebracht hat.
Meister Martin und die Polizei haben die ganze Gegend abgesucht, aber dich nicht
gefunden.
Schließlich hat Meister Martin seine Sachen zusammen gepackt und meinte, ohne dich
hätte es keinen Sinn weiter zu spielen und er würde sich auf die Puppeninsel zurückziehen.“
Hieronymus laufen die Tränen über das Gesicht.
Der arme Meister Martin! Weißt du denn wo die Puppeninsel ist?“
Fridolin hebt hilflos die Schultern.
Aber nun erzähle doch, wie ist es dir denn inzwischen ergangen.“
Schnell von seinem Kummer abgelenkt berichtet ihm nun das Kasperle wie er zum Zirkus gekommen ist.
Als sie später zurück gehen nehmen sie Fridolin mit.
Während der Vorstellung darf er hinter der Bühne zugucken und als Hieronymus fertig ist nimmt er den Freund mit zu Direktor Quirin.
Das Kasperle stürzt in den Wohnwagen und brüllt:
Herr Direktor wissen sie wo die Puppeninsel ist?“
Sachte, sachte, junger Freund, was ist denn los?“
Hieronymus stellt nun Fridolin vor und
erzählt aufgeregt, dass Meister Martin auf
der Puppeninsel ist.
Beruhigend hebt der kleine dicke Direktor die Hand.
Das ist doch kein Grund so zu schreien, wo liegt denn diese Puppeninsel?“
Das Kasperle zieht ein langes Gesicht und lässt sich auf den Stuhl fallen.
Ich dachte, das wüssten sie?“
Von einer Puppeninsel habe ich noch nie gehört,“ bedauert der Direktor.
Er watschelt zum Schrank und holt einen dicken Atlas hervor.
Die nächste Stunde verbringen sie nun damit, den dicken Wälzer nach der Puppeninsel zu durchforschen, doch leider vergebens.
Nichts zu machen, die Insel muss so klein sein, dass sie nicht eingetragen ist,“ seufzt
Direktor Quirin und klappt das Buch zu.
Aber das gibt`s doch nicht,“ flüstert Hieronymus und dicke Tränen kullern aus seinen Augen.
Nun lass den Kopf nicht hängen. Überall wohin wir kommen werden wir nach der Puppeninsel fragen und du wirst sehen, irgend jemand kennt sie ganz sicher,“
tröstet der Direktor und Fridolin legt
kameradschaftlich den Arm um Hieronymus Schulter.
Und es gelingt den Freunden ihn wieder aufzuheitern.

Hieronymus Fortsetzung 3




Hieronymus wandert durch die menschenleeren Straßen.
Langsam erlöschen die Lampen, denn der
Morgen dämmert herauf.
Fritz, der Zeitungsjunge radelt fröhlich pfeifend vorbei und wirft eine Zeitung schwungvoll in einen Garten.
Dabei blickt er sich grinsend um und hätte beinahe ein parkendes Auto gerammt.
Geschickt ausweichend setzt er pfeifend seinen Weg fort.
Hieronymus aber geht gedankenverloren die Straße entlang, bis ihn das schrille Klingeln des Bäckerjungen aufschreckt.
Der Junge lacht und bremst am Randstein.
Na, Kleiner, hab dich wohl erschreckt?“
Er greift hinter sich in den Korb mit frischen Semmeln und reicht eine davon dem Kasperle.
Hier für den Schrecken.“
Grüßend tippt er an sein Käppi und radelt weiter.
Hungrig in die knusprige Semmel beißend marschiert Hieronymus weiter.
Bald hat er das Ortsende erreicht.
Er setzt sich ins Gras direkt unter das gelbe Schild.
Die Sonne ist inzwischen höher geklettert und beleuchtet die saftigen Wiesen, auf denen die braun gefleckten Kühe träge stehen oder liegen.
Weiter entfernt sieht er einen Schäferkarren, neben dem ein Hund liegt und ringsum sich die Schafe ausgebreitet haben.
Hinter den dunkelgrünen Wäldern erheben sich die Berge, deren Spitzen im Sonnenlicht
leuchten.
Hieronymus lässt seinen Blick auf die andere Seite wandern und stutzt.
Dort hinten das ist doch...“
Er hebt die Hand an die Augen und nun kann er es ganz deutlich sehen.
Dort unten in einer Mulde steht ein Zirkuszelt.
Das Kasperle springt auf und jagt den Hang hinunter, sodass die Schafe erschrocken blöken und auch die Kühe erstaunt muhen.
Dort unten ist ein Zirkus und ich werde vielleicht Arbeit finden!“ ruft Hieronymus ihnen zu, stößt einen Jodler aus, schlägt einen Purzelbaum und läuft weiter.
Atemlos hält er inne, als er den Festplatz erreicht.
Als er die Wohnwägen sieht schlägt sein Herz höher.
Es erinnert ihn an seine Heimat, den Jahrmarkt.
Er tritt zu dem größten Wohnwagen und
klopft an.
Die Tür wird aufgerissen und ein lustiges Gesicht mit verschlafenen Kulleraugen guckt heraus.
He, was soll das mitten in der Nacht an die Tür zu donnern!“
Guten Morgen,“ grinst das Kasperle,
ich möchte gerne den Herrn Direktor sprechen.“
Ich bin Direktor Quirin und mir gehört der Zirkus, na dann komm herein, hast mich ja schon aufgeweckt.“
Hieronymus klettert die drei Holzstufen hoch und betritt den gemütlichen Wohnraum.
Der kleine dicke Direktor räumt die Bettdecke beiseite und bittet seinen Gast sich zu setzen.
Er watschelt zum Schrank und holt eine bauchige Kaffeekanne heraus.
Während er einen Topf Wasser auf den Ofen stellt fragt er:
Du willst doch Kaffee?“
Du willst doch Kaffee, du willst doch Kaffee“, ertönt ein krächzende Stimme über Hieronymus Kopf und ein schauerliches Lachen ertönt.
Was ist denn das?“ ruft das Kasperle entsetzt.
Der Direktor grinst und zieht die Decke von einem großen Käfig, in dem ein blau gefiederter Papagei sitzt.
Halt den Schnabel alter Dummkopf, steh gerade, warum läuft der dumme Eseln nicht!“ schnarrt der Vogel den Direktor an,
dessen Bauch vor lauter Lachen wackelt.
Darf ich vorstellen, das ist Cäpt`n Cook.“
kichert der Direktor.
Langsam erscheint auch auf dem Gesicht des Kasperles ein Lächeln.
Er tritt an den Käfig.
Guten Morgen, Cäptn Cook,“ begrüßt er den Vogel, der ihn mit schief geneigtem Kopf misstrauisch mustert.
Steh nicht so krumm, putz dir die Füße ab,
steh gerade, mach kein so dummes Gesicht, halt den Schnabel dummer Vogel,“ schnarrt er plötzlich los.
Hieronymus lacht herzlich.
Er ist immer bei den Proben dabei,“ erklärt Direktor Quirinn,“ aber nun komm, der Kaffee ist fertig.“
Das lässt das Kasperle sich nicht zweimal sagen.
Vergnügt mit beiden Backen kauend, fragt er dann:
Habt ihr Arbeit für mich? Ich mache alles,
Ställe ausmisten, Manege säubern, jede Arbeit, die so anfällt.“
Und mit einem flehenden Blicke, bittet er:
Wenn ich nur mit euch reisen darf.“
Nachdenklich mustert ihn Direktor Quirin.
Warum möchtest du denn unbedingt mit
uns reisen? Wirst du von der Polizei gesucht?“
Hieronymus schüttelt heftig den Kopf und erzählt nun seine Geschichte, und dass er Meister Martin suchen möchte.
Das ist ja eine tolle Geschichte!“ ruft der Direktor, „ natürlich kannst du mit uns kommen. Wir kommen weit im Land herum und vielleicht finden wir deinen Meister Martin.“
Das Kasperle wirft seine rote Zipfelmütze in die Luft und brüllt: „Hurra!“
Sofort erschallte es über ihm.
Halt den Schnabel, dummer Vogel“
Später lernt dann Hieronymus die anderen der Truppe kennen.
Angela, die Seiltänzerin, Don Fernando, den Dressurreiter, Kasimir den Clown, Samson den Kraftmenschen und die Liliputaner Muck und Puck.
Während er sich mit jedem bekannt macht, kommt plötzlich über den Platz ein
behaartes Ding gelaufen, es hat die klauen artigen Hände über den Kopf gehalten, fletscht ein beängstigend großes Gebiss und kreischt, dass Kasperle eine Gänsehaut bekommt.
Vor Schreck fällt er rückwärts in eine Pfütze.




Hinter ihm tönt ein fröhliches „Iaaaah“ und eine weiche Schnauze stößt ihm in den Rücken.
Nachdem das brüllende Gelächter ringsum endlich verstummt ist, wird ihm dann noch Gina, der Schimpanse und der Esel Eulenspiegel vorgestellt.
Hieronymus weiß nicht soll er zornig sein oder lachen, doch als er in die vergnügten Gesichter ringsum blickt, muss auch er lachen.
Kasimir legt ihm kameradschaftlich den Arm um die Schultern.
Komm in meinen Wohnwagen, da kannst du dich umziehen auch kannst du bei mir wohnen.
Sie haben doch nichts dagegen Herr Direktor?“
Nein, das ist eine gute Idee, du bist der Einzige, der noch Platz hat.“
So wird das Kasperle in die große Zirkusfamilie aufgenommen und hat vorerst
einmal eine Heimat.


Habt ihr Eulenspiegel und Gina erkannt?
Sie haben in der Geschichte von "Pension Eulenspiegel" bereits mitgespielt.


Mittwoch, 19. Februar 2020

Hieronimus Fortsetzung 2




Auch in der Puppenstube ist Ruhe
eingekehrt.
Hatschi!“
Hieronymus richtet sich auf.
Gesundheit!“ wünscht er höflich.
Das brauchst du mir gar nicht zu wünschen, denn schließlich bist du schuld,
dass ich mich erkältet habe,“ meint die Puppe Marion schnippisch.
Wieso bin ich schuld?“ will das Kasperle wissen, das jetzt hellwach ist.
Deinetwegen hat Vanessa mich auf den kalten Boden gesetzt, wo ich doch sooo empfindlich bin, hatschi!“
Marion zieht eine beleidigte Schnute.




Nun habe dich nicht so,“ brummt Teddy, der nun auch aufgewacht ist.
Du sei ganz ruhig, du ungehobelter Klotz.
Du weißt ja gar nicht, wie man sich einer Dame gegenüber benimmt!“ zischt die Puppe.
Dame, Zimperliese würde besser passen,“ brummt der Teddy ungerührt.
Hach! Egon! Hast du das gehört!“
Marion kneift den feinen Puppenmann in den Arm.
Schlaftrunken richtet sich dieser auf.
Was ist denn los?“ murmelt er und reibt sich verschlafen die Augen.
Man hat mich beleidigt und du schläfst!“ zetert die Puppe.
Wer, was, der soll nur herkommen, ich mache Kleinholz aus ihm!“ protzt Egon.
Ich war es,“ meldet sich Teddy.
Aber an mich wagst du dich ja nicht ran,“
spottet er gutmütig.
Ach du Teddy, ja, ich hm, tu das nie wieder.“
Der Bär lacht dröhnend.
Du Feigling!“ faucht die Puppe verächtlich.
Was ist denn hier los?“




Agatha, die Schildkröte schiebt sich näher.
Sie lässt ihren schmalen langen Kopf von einer Seite zur anderen pendeln und betrachtet die Bewohner der Puppenstube einen nach dem anderen.
Wer ist denn das!“
Sie deutet auf das Kasperle.
Das ist Hieronymus,“ antwortet der Plüschbär.
Vanessa hat ihn für heute Nacht hier einquartiert, was Marion wohl nicht gefällt!“
Agatha schüttelt den Kopf.
Diese Marion ist doch ein selten egoistisches Ding und dabei noch dumm wie Bohnenstroh,“ brummt sie.



Hach Egon, hast du das gehört! Man war
schon wieder unverschämt zu mir!“ kreischt die Puppe.
Die Schildkröte wirft ihr einen verächtlichen Blick zu, zieht Kopf und Beine unter ihren Panzer und ist nicht mehr zu sprechen.
Lasst uns wieder schlafen,“ brummt Teddy,
zieht sich die Decke über den Kopf und bald hört man sein zufriedenes Schnarchen.
Egon redet noch eine Weile beruhigend auf Marion ein, dann schlafen auch diese Beiden.
Hieronymus aber ist nicht mehr müde.
Er zieht die Beine an, schlingt die Arme um die Knie und wartet sehnsüchtig auf die ersten Sonnenstrahlen, um flugs aus dem Fenster zu klettern.
Die Kinder sind etwas enttäuscht, als sie am nächsten Morgen in die Puppenstube stürmen und das Kasperle nicht mehr vorfinden.
Doch sie verstehen, dass er so schnell wie möglich mit seiner Suche nach Meister Martin beginnen möchte.


Dienstag, 18. Februar 2020

Hieronimus Fortsetzung 1







Er verstaut den Erste Hilfe Kasten im Wagen und
einträchtig verlassen sie den Garten.
Vanessa, Peter wohin wollt ihr denn, um zwei Uhr gibt es Mittagessen!“ ruft die Mutter, die sie aus dem Fenster beobachtet hat.
Bis dahin sind wir zurück,“ verspricht Peter,
Und deine Hausaufgaben?“
Mache ich später!“
Schnell gehen sie weiter, bevor der Mutter noch etwas einfällt.
Der Obsthändler Apfelkern steht vor seinem Geschäft, die Hände über der grünen Schürze gefaltet, ein freundliches Lächeln auf seinem rotbackigen Gesicht.
Schmunzelnd betrachtet er die Katze, die es sich im Puppenwagen bequem gemacht habt.
Das ist ja mal eine besonders schöne Puppe,“ lacht er gemütlich, „ na ihr zwei, wollt ihr einen Apfel?“
Vanessa sagt höflich: „Nein danke!“
Doch Peter stößt sie in die Seite und ruft eifrig:
Gerne und die Vanessa will auch einen.“
Herr Apfelkern lacht, dass es die Straße hinauf und hinunter dröhnt.
Hahahaaaa! Die Vanessa will keinen Apfel,
aber der Peter gleich zwei.“
Noch immer lachend zaubert er aus seiner Schürze eine braune Tüte und füllt sie mit Obst und reicht sie Peter.
Genügt das?“ fragt er schmunzelnd.
Peter nickt und bedankt sich.
Seine Schwester schimpft ärgerlich,
nachdem er die Tüte im Puppenwagen verstaut hat.
Nun müssen wir auch noch das ganze Obst mitschleppen und das Männlein wird keinen Platz mehr haben.“
Aber gerade wegen dem Männlein habe ich das Obst genommen, es wir sicher Hunger haben, wenn es solange schon dort draußen liegt,“ verteidigt sich Peter hitzig.
Hm!“ macht Vanessa nur und schweigend marschieren sie weiter.
Flocki kommt ihnen schon entgegen gelaufen und sie folgen ihm zu dem Verschütteten.
Während Peter das Kasperle ausgräbt, fährt Vanessa den Puppenwagen zu dem Sofa.
Sie nimmt die Tüte heraus, öffnet den Verbandskasten und schüttelt die Kissen auf.
Es dauert nicht lange bis Peter mit Hieronimus, voran Flocki und Maunz über den Platz kommen.
Als sie näher treten hält das Mädchen die Luft.
Du stinkst!“ ruft sie entsetzt.
Das Kasperle lächelt kläglich.
Ich weiß, ich liege ja schon zwei Tage unter dem Abfall. Gibt es hier in der Nähe keinen Bach?“
Doch drüben im Wäldchen.“ meint Peter
und weist mit der Hand hinüber zum Kiefernwald.
Bald planscht das Kasperle im Wasser und freut sich  den ganzen Dreck loszuwerden.
Vanessa wäscht seine Kleider und breitet sie in der Sonne aus.
Hieronimus trocknet sich mit einem Büschel Gras ab und Peter hat inzwischen ein großes Pflaster zurecht geschnitten und klebt es auf den verletzten Arm des Kasperles.
Vanessa kommt mit den noch feuchten Kleider herüber.
Sie sind leider noch nicht trocken, aber wir müssen nach Hause.“
Warum hast du es denn so eilig,“fragt Peter ungeduldig.
Seine Schwester deutet auf den Kirchturm, der etwas entfernt noch zu sehen ist.
Die Uhr war aber deutlich zu erkennen.
Es ist bald zwei Uhr und Papa kommt aus der Klinik und du weißt, er mag es nicht wenn wir unpünktlich zum Essen kommen.“
Peter nickt und hilft dem Kasperle in die feuchten Kleider.
Im Garten angekommen führen sie
Hieronymus zu der Bank unter dem Birnbaum und drücken ihm die Tüte mit Obst in die Hand und laufen ins Haus.
Na, das war aber höchste Zeit, die Suppe steht schon auf dem Tisch,“ werden sie von Verena empfangen.
Vanessa schmiegt sich an die Mutter.
Aber wir sind doch nur ein klitzekleines Stückchen zu spät gekommen.“
Verena gibt ihr einen Klaps.
Alte Schmeichelkatze!“
Aber nun wascht euch die Hände!“
Die Kinder haben es heute eilig mit dem Essen.
Immer wieder schauen sie ungeduldig zu ihrem Vater, der langsam und bedächtig isst und immer als letzter fertig wird.
Endlich dürfen sie aufstehen!
Hieronymus hat das Obst gegessen und sitzt nun träge und zufrieden auf der Bank.
Die Kinder setzen sich neben ihn.
Glücklich bedankt sich das Kasperle, doch Peter winkt ab und späht neugierig in die Tüte.
Hast du alles gegessen?“
Nein, hier ist noch ein Apfel.“
Peter beißt herzhaft in die Frucht.
Vanessa hat nachdenklich die Stirn gekraust und kaut an der Unterlippe.
Du Hieronymus?“ beginnt sie zögernd,
wie bist du eigentlich auf den Müll gekommen?“
Das eben noch lachende Gesicht des Kasperles wird ganz traurig und dicke Tränen kullern über sein Gesicht.
Das Mädchen springt erschrocken auf.
Bitte, bitte, wenn es dir so weh tut, will ich es gar nicht wissen.“
Hieronymus schüttelt den Kopf, wischt sich die Tränen ab, schnieft noch ein wenig, dann erzählt er ihnen von Meister Martin, dem bösen Sandor und Fridolin.
Die Kinder sind sehr nachdenklich und Vanessa seufzt.
Wie es wohl dem armen Fridolin ergangen ist?“
Bestimmt nicht gut,“ meint Hieronymus traurig.
Peter wirft den Apfelbutzen auf den Kompost
neben dem Erdbeerbeet und Flocki, der das für ein Spiel hält, springt auf und hechtet japsend hinterher.
Maunz schüttelt den Kopf und schmiegt sich an Peters Knie.
Gedankenverloren krault der Junge die zufrieden schnurrende Katze.
Was willst du nun unternehmen?“ fragt er aus seinen Gedanken heraus.
Natürlich werde ich Meister Martin suchen.“
Du wirst ihn bestimmt finden,“ tröstet Vanessa, „ aber nun lasst uns spielen.“
Der Nachmittag vergeht schnell und als die Dämmerung ihre grauen Schleier über das Land breitet, ruft Verena die Kinder herein.
Komm mit Hieronymus, du kannst im Puppenbett schlafen.“
Vanessa nimmt das Kasperle an der Hand und gemeinsam laufen sie ins Haus.
Die Sonne verschwindet langsam hinter den Bäumen und überlässt dem Mond ihren Platz.
Die Vögel hören auf zu zwitschern und kuscheln sich in ihre Nester und schließen die Augen.
Der kleine Igel kommt aus seinem Versteck und huscht schnüffelnd durch das Gras.


Montag, 17. Februar 2020

Hieronymus


In Neuseeland, Australien, Israel, Indien und in der EU sind Tierversuche für Kosmetik verboten.





In einigen Wochen möchte ich euch auf eine abenteuerliche Ballonreise mitnehmen. 
Doch bevor wir den Ballon besteigen möchte ich euch einige der Mitfahrer vorstellen.
Vanessa und ihren Bruder Peter kennt ihr ja schon.
Heute möchte ich euch mit Hieronymus dem frechen Kasperl bekannt machen.







Die außerhalb von Burghausen liegende Mülldeponie ist für Maunz die getigerte Katze ein beliebter Ausflugsort.
Auch jetzt liegt sie auf einem ausrangierten Sofa und lässt sich die warme Sonne auf den Pelz brennen.
Doch die Ruhe währt nicht lange.
Flocki, der schneeweiße Malteser jagt in langen Sätzen aufgeregt bellend über den Platz.
Zornig springt Maunz in die Höhe und krümmt fauchend den Rücken.
Du dummer Hund, kannst du mich nicht schlafen lassen!“
Entschuldige Maunz, aber ich habe etwas entdeckt, dass muss ich dir unbedingt zeigen.“
Die Katze ist schnell wieder besänftigt.
Was ist es denn?“
Flocki macht ein wichtiges Gesicht.
Ein Männchen aus Holz, ulkig sieht es aus und sprechen kann es auch.“
Der Hund dreht sich um und läuft davon.
Maunz folgt auf seidenweichen Pfoten, den
Schwanz gestellt und voller Neugier.
Unter Abfällen begraben, nur noch der Kopf ist zu sehen, liegt Hieronymus.
Als er die Tiere erblickt beginnt er laut zu
jammern.
Maunz weicht erschrocken zurück, doch dann siegt ihre Neugier.
Sie gleitet vorsichtig näher und beschnuppert das seltsame Ding, das nun wieder zu jammern beginnt.
Ach ojemine, seit zwei Tagen liege ich schon hier und kann mich nicht bewegen.
Könnt ihr mir nicht helfen?“
Flocki schüttelt den Kopf.
Er hat sich die Sache gründlich angesehen.
Nein, hölzernes Männchen, das ist alles viel zu schwer, wir können dich nicht befreien.“
Dann muss ich hier sterben,“ heult das Kasperle laut und dicke Tränen kullern aus seinen Augen.“
Nun stell dich nicht so an, ich werde Hilfe holen!“
Maunz dreht sich um und verlässt die Müllhalde.

Bald hat sie das Städtchen Burghausen erreicht.
Mit einem Sprung setzt sie über den Bretterzaun zu Meyers Kohlenhandlung und saust ohne rechts und links zu schauen über die Straße.
Bremsen quietschen.
Dummes Katzenvieh!“ brüllt der erboste
Autofahrer.
Erschrocken schmiegt sich Maunz an die Hausmauer.
Ihr kleines Herz klopft heftig und ihre grünen Augen sind rund und groß vor Schrecken.
Chip, chip, das war aber knapp.“
Ein kleiner graubrauner Spatz hüpft neugierig näher.
Warum hast du es denn so eilig?“
Flocki und ich haben ein hölzernes Männchen gefunden, das Hilfe braucht und deshalb muss ich zu Vanessa und Peter,“ antwortet die Katze und vergisst, dass sie Spatzen eigentlich gar nicht leiden kann.
Der freche kleine Vogel möchte noch mehr wissen, doch Maunz wird nun ungeduldig und schlägt mit der Pfote nach dem Quälgeist und empört schimpfend fliegt dieser davon.
Maunz eilt nun in großen Sprüngen weiter und ist bald in dem Garten der Familie Braun.
Die vierjährige Vanessa ist bereits aus dem Kindergarten zurück und spielt nun mit Ihrer Puppe Marion.
Sie erschrickt ein wenig, als die Katze plötzlich neben ihr auftaucht.
Musst du dich immer so anschleichen?“
schimpft sie vorwurfsvoll.
Maunz schlägt ungeduldig mit Schwanz.
Nun hab dich mal nicht so, hör lieber zu, ich brauche eure Hilfe.“
Und sie erzählt von ihrem Fund.
Vanessa eilt ins Haus, um ihren Bruder zu holen.
Der Erstklässler sitzt gerade mit gerunzelter Stirn am Tische und versucht lauter „!I“ in sein Helft zu kritzeln, die aber immer wieder schief werden.
So ist er heilfroh, als seine Schwester ihn unterbricht und er ist auch gleich bereit zu helfen.
Maunz setzt sich auf die Hinterpfoten und während sie auf die Kinder wartet, säubert sie mit ihrer rauen Zunge das Fell.





Ein Geräusch lässt sie plötzlich die Ohren spitzen.
Reglos mit schmalen Augen beobachtet sie das Häufchen Laub, in dem es raschelt und rumort.
Geduckt schleicht die Katze hinüber und setzt zum Sprung an....
Die Blätter fallen auseinander und heraus kommt ein kleiner putziger Igel, hebt neugierig das spitze Näschen und trippelt
auf seinen kurzen Beinchen davon.
Enttäuscht läuft Maunz zu den Kinder, die eben aus dem Haus kommen.
Vanessa hebt die Puppe Marion aus dem Puppenwagen und setzt sie unter den Kirschbaum.




Marion verzieht beleidigt das Gesicht.
Eine Frechheit war das! Bestimmt würden Grasflecken ihr hübsches Kleid beschmutzen.
Aber auch Peter meutert:
Warum willst du dieses Ding da mitschleppen!“
Vanessa schenkt ihm ein überlegenes Lächeln.
Denke doch mal nach, das Männchen ist verletzt, vielleicht kann es ja nicht mehr
laufen, dann können wir es im Puppenwagen transportieren.“
Ihr Bruder muss ihr Recht geben.