Sonntag, 15. Oktober 2017

Rena und die lustigen Wörter






Heute ist Sonntag und das herrlichste Wetter. Ein sprichwörtlich goldener Oktober und es ist Reizwortgeschichten Tag.

Die Reizwörter: Brimborium, Film, wichtig, ärgern, versprechen
sind unterzubringen. 





Rena und die lustigen Wörter



Die alte Frau betritt das Wohnzimmer und sieht lächelnd auf das friedliche Bild.
Ihre Enkelin kuschelt in der Sofaecke, ein Buch vor der Nase, auf ihren Füßen liegt eingerollt der dicke Kater Mohrle.
Die junge Frau hebt den Kopf und lächelt ihr zu.
Was liest du denn da?“
Ich habe das Buch auf dem Speicher gefunden und es ist ja so lustig.
Die Schriftstellerin heißt Hedwig Courths Mahler“
Die Oma runzelt die Stirn.
Als junges Mädchen habe ich diese Bücher verschlungen, obwohl sie im Internat nicht erlaubt waren. Doch irgendwie ist es einem der Mädchen immer gelungen sie einzuschmuggeln.
Und dann saßen wir auf dem Bett mit hochroten Wangen und Tränen in den Augen und lasen die herzzerreißenden Geschichten. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ein lustiges Buch dabei war.“
Rena kichert.
Die Geschichte ist immer noch voller Herzschmerz, aber nicht nur der Stil ist lustig, auch einige Wörter die vorkommen.
'Erlaucht' das Wort habe ich noch nie gehört, wer spricht heute noch jemanden so an.“
Die Oma lächelt.
Nach dem ersten Weltkrieg hat der Adel ja auch seine Bedeutung verloren.“
Ihre Enkelin grinst.
Und hier, der Notar öffnet mit wichtigem Blick das Testament des 'Erblassers,' als ich dieses Wort das erste Mal sah, las ich Er-blasser, obwohl so ein Erb-lasser ist ja wohl auch sehr blass.“
Rena will sich ausschütten vor Lachen und Mohrle maunzt verärgert, streckt sich und rollt sich auf der gegenüberliegenden Sofaecke zusammen.
Frau Baumeister schüttelt den Kopf.
Alte Spottdrossel!“
Rena grinst nur.
Da gibt es noch mehr so komische Wörter.
Der Graf möchte eine schlichte einfache Hochzeit ohne Brimborium und sein Schwiegervater gibt seiner Tochter das Anwesen als Morgengabe.“
Nun das ist nichts anders als die Mitgift, die Bräute mit in die Ehe bringen,“ erklärt ihre Oma, was bei Rena einen erneuten Lachanfall auslöst.
Das ist auch so ein Wort. Die Braut bekommt das Gift gleich mit, wenn ihr der Ehemann mal auf den Wecker fällt.“
Die alte Frau schüttelt den Kopf, dann muss sie mitlachen.
Naja die Sprache hat sich im Laufe der Jahre verändert.“
Rena wirkt nachdenklich.
Du weißt ja, dass ich als Kind die Bücher von Karl May verschlungen habe und da waren vielee französische Wörter.“
Nun in der Zeit, in der Karl May lebte, waren ja auch die deutsch-französischen Kriege und das schlägt sich auch in der Sprache nieder.
So wie wir nach dem zweiten Weltkrieg unter amerikanischem Einfluss sind und die englischen Wörter unsere Sprache unterwandern.“
Rena überlegt einem Moment, dann lacht sie wieder.
Um nochmal auf das Buch zurückzukommen.
Die Menschen darin sind ja so was von steif. Die Männer so wohlerzogen und höflich, nach dem Motto 'errötend folgt er ihren Spuren'.
Und die Mädchen so schüchtern und sie leiden mit niedergeschlagenen Augen, brrrrr.“
Das Mädchen schüttelt sich.
Frau Baumeister lacht.
Nun die Geschichten spielen um die Jahrhundertwende und spiegeln diesen Zeitgeist und die Erziehung wider.“
Dann bin aber froh, dass ich im Jahr 2017 lebe! Stell dir vor Omi, wenn wir damals gelebt hätten, dann müsste ich dir jedes-mal, wenn ich dich besuche und begrüße ehrfürchtig die Hand küssen, statt dich in die Arme zu nehmen und liebevoll zu knuddeln. Und mit Uli müsste ich ins Theater gehen, wo wir steif nebeneinandersitzen müssen und nicht mal Händchen halten dürfen, denn es gab ja kein Kino.“
Wie elektrisiert springt sie auf.
Kino! gleich kommt Uli. Er hat versprochen mit mir in den Film 'Es' von Stephen King zu gehen. Ich muss mich fertig machen!“
Später, als Rena von ihrem Freund abgeholt worden ist, geht Frau Baumeister ins Wohnzimmer.
Sie nimmt das alte Buch in die Hand, betrachtet es versonnen, setzt sich auf ihren Lesesessel, nimmt ihre Lesebrille und beginnt zu lesen.
Mohrle verlässt das Sofa, springt der alten Dame auf den Schoß, rollt sich umständlich zusammen und beginnt zu schnurren.

© Lore Platz



Regina
Martina 
Christine

Sonntag, 8. Oktober 2017

Nostalgie




Vor einigen Tag las ich  in einem Forum von einem alten Cafe in dem es noch emailierte weiße Blechtassen gab. Als ich das Foto betrachtete und den blauen Rand der Tasse sah, kam mir wie ein Blitz eine Erinnerung aus der Kindheit.
Ich lebe ja im Herzen der Hallertau und hier bestimmen die langen Hopfenstangen nicht nur die Landschaft sondern sie sorgen auch für die Existenz unserer Bauern.
Früher gab es noch keine Maschinen und die Hopfenzupfer, wie man sie nannte, kamen aus allen Teilen Deutschland um hier in ihrem Urlaub Geld zu verdienen.
Sie wurden in großen Schuppen untergebracht und in der Früh auf Pritschenwagen auf die Hopfenfelder gefahren, wo sie dann in große Körbe (Metzen) die Dolden von der langen Hopfenstaude zupften.
Am Mittag kam dann ein Pritschenwagen mit dem Mittagessen, in große Behältern gefüllt, und in Thermoskannen der Kaffee. Und dann wurden weiße emailierte halbhohe Schüsseln mit blauem Rand verteilt und ebensolche Tassen zusammen mit dem Besteck. Die Hopfenzupfer traten nun einer nach dem anderen an den Wagen und bekamen ihr Geschirr gefüllt und und setzen sich an den Rand um zu essen. Es war eine tolle Stimmung.
 
Warum mir das Geschirr in Erinnerung blieb.
Als vierjährige durfte ich einmal die ganze Hopfensaison auf einem Bauernhof verbringen.

Da mein Vater als Polizeibeamter nicht viel verdiente, suchte meine Mutter immer noch nebenbei etwas mitzuverdienen.
Sie nähte gut und nutzte dies und sie konnte wunderbar kochen.
So kochte sie während der Saison auf einem Bauernhof für die vielen Menschen und so gut, dass sogar der Bauer sie lobte, er hätte noch nie so gut gegessen.
Leider war die Bäuerin eine geizige Frau und verbot meiner Mutter, dass sie mich mitnehmen durfte, da ich nur ein unnützer Esser wäre.
Meine große zehnjährige Schwester konnte meine Mutter zuhause lassen, da sie ja abends nach Hause kam, aber die Verantwortung für mich wollte sie ihr nicht aufbürden.
Da bot ihr eine befreundete Bäuerin, die auch in dieser Zeit viel Arbeit hatte, trotzdem an, mich aufzunehmen, denn ihr gleichaltriger Sohn und ich spielten öfter zusammen. Ich könnte bei ihrer älteren Tochter schlafen und ein Kind kann immer mitlaufen. Hier war ich also kein unnützer Esser!
Was das eine schöne Zeit. 
Mit meinem kleinen Freund lief ich über den Hof, der ein großer Spielplatz war, durfte helfen die Kühe füttern und auch die Hühner. Und mittags fuhren wir auf dem Pritschenwagen mit, halfen das Geschirr zu verteilen und bekamen auch zu essen und anschließend gings dann wieder auf den Bauerhof zurück.
War eine schöne Zeit und ich hatte es vollkommen vergessen.


Aber ist unser Hirn nicht ein bewundernswertes Organ? Durch ein Foto kam eine mehr als sechzig Jahre alte Erinnerung, die wohl verschüttet war, wieder zum Vorschein.

© Lore Platz




Freitag, 6. Oktober 2017

Ich lade gern mir Gäste ein - die Sache mit dem Kopftuch

Ich habe ja schon mal berichtet, dass ich mehr als zwanzig Jahre türkischen und arabischen Kindern Nachhilfe gegeben habe  und ich lernte die Kinder lieben und ihre Familien schätzen.
Ich habe durch Gespräche viel gelernt über die für mich fremde Kultur und konnte auch manches Vorurteil abbauen.
Gerade jetzt, da das Land durch die Flüchtlingskrise gespalten ist,denke ich oft, warum lernt ihr nicht die Menschen kennen und habt ein offenes Ohr für ihre Kultur.
Ich habe immer zu meinen "Kindern" gesagt, für mich gibt es keine verschiedenen Nationalitäten, sondern nur gute und böse Menschen.
Wenn ich in jüngster Vergangenheit wieder hörte, dass ein Asylantenheim brannte, dann dachte ich :
"Die armen Menschen nun sind vor dem Grauen geflohen, um hier wieder das Grauen zu erleben."

Nun habe ich im Internet eine Frau kennengelernt die einen interessanten Artikel über das Kopftuch geschrieben hat und sie hat mir erlaubt, diesen hier für euch einzusetzen.





Das Kopftuch

3. Oktober 2017 Tag der deutschen Einheit.
Traditionell der Tag der offenen Moschee in der Neuwieder Ahmadiyya Gemeinde, die seit einigen Jahren ihr Gotteshaus in der Vorstadt hat.
Bei der Einweihung und auch später war ich schon mal hier gewesen. 
Aber irgendwie mochte ich mich damals, als alleinige Nichtkopftuchträgerin nicht ins Frauenzelt zu Kaffee und Kuchen setzen.Jetzt allerdings war es anders . Ich treffe im Eingang Quesra, die fast voll verschleiert, aber zu meinem Erstaunen sich dabei außergewöhnlich gesprächig zeigt. 
Quesra nimmt mich dann mit ins Frauenzelt , wo Frauen aller Altersstufen sitzen und sich auf meine Frage hin über das Thema Kopftuch austauschen.
Besonders die Erzählungen der jungen Frauen und Mädels schafften es, binnen kurzer Zeit meine Meinung über die umstrittene Kopfbedeckung zu revidieren. 
Das Kopftuch, das nicht nur von mir als religiösen Zwang eingestuft wird , bekommt eine ganz andere Wertigkeit. 
Aber zurück zu Quesra, die jetzt neben mir sitzt und sich von einer jungen Künstlerin ein Henna Tattoo auf den Handrücken zeichnen lässt. Eine Tradition aus ihrer Heimat Pakistan. Die meisten Ahmadis hier in der Region sind aus Pakistan geflüchtet ,wo die Anhänger eines reformierten Islam , von anderen Muslimen wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Quesra die Siebenundfünfzig Jährige Mutter von 6 Kindern ist vor 24 Jahren an den Mittelrhein gekommen. Drei der Kinder zwischen 19 und 35 haben sie und ihr Mann mitgebracht.
Die letzten sind in Deutschland geboren und aufgewachsen. 
Seit das Haus leerer geworden ist, hat Quesra dort Flüchtlinge aufgenommen. Probleme mit ihren deutschen Nachbarn und beim Einkaufen in der Stadt hat sie nie gehabt. 
Sie lebt genau wie ihre Mutter und Großmutter nach dem Koran, der ihr gebietet Tücher über Körper und Gesicht zu ziehen, damit sie ihre Reize vor Männern verbergen kann. Daheim und im Kreis von Frauen zeigt sie sich ohne Kopfbedeckung. 
Das Kopftuch bedeutet für sie selbst eine gewählte Freiheit. Eine Frau muss sich mit ihrer Kleidung und ihrem Gesicht nicht Modetrends unterwerfen und nicht immer aussehen wie ein Model. Einer Frau mit Kopftuch wird weder nach gepfiffen noch wird sie angemacht. Das respektvolle Verhalten der Männerwelt, das ihr als Frau entgegen gebracht wird, schätzt sie. 
Dass, das Kopftuch nichts mit Unterdrückung zu tun hat sondern mit Emanzipation, wäre einer christlichen Frau nie eingefallen. 
Sich für das Kopftuch als Zeichen einer Religionsgemeinschaft zugehörig zu zeigen, bedeute einerseits Selbstbewusstsein, anderseits eine Botschaft.
Mit dem Eintreten der Pubertät hat sie ihre Reize verhüllt.
Was in gewisser Weise manchmal als Nachteil zum Beispiel bei der Berufswahl dargestellt wird, wischen die gut ausgebildeten Frauen in der Runde, die mit Kopftuch als Steuerberaterin und It-kauffrau arbeiten vom Tisch. 
Ihr Argument; „Kopftuch ist ein Kleidungsstück was Frau auf dem Kopf und nicht im Gehirn hat.“
Wer als studierte Frau etwas kann, findet durchaus auch einen Job als Führungskraft mit Kopftuch, ist ihre persönliche Erfahrung. 
Im Zweifelsfall würden sie gegen den Job entscheiden und man verlange ja auch nicht, das Männer ohne Hose zur Arbeit gehen.
Zum Thema Arbeit sagt der Koran : “Eine Frau darf arbeiten und muss sogar ihrem Mann nichts vom Verdienst abgeben.“ Der Mann allerdings muss arbeiten und seine Familie ernähren. 
Die meisten Frauen in der Runde bekamen übrigens ihre Männer von ihren Eltern ausgesucht. Wenn sich die Eltern einig waren, lernten sich die Brautleute kennen.Wenn nach einem Jahr Verlobungszeit die Frauen sich anders-entscheiden, kann das Paar sich trennen. Es muss nicht zwingend die Ehe folgen. Auch an Scheidungen hat der Prophet vor Jahrhunderten schon gedacht. 
Hier darf eine Frau ihren gewalttätigen Mann mit dem Recht auf ihrer Seite verlassen .Allerdings geht es bei den Ahmadis in der Regel friedlich zu. 
Etwas Sorge macht die aufkeimende Islamfeindlichkeit und der neuerliche Zuwachs der Rechtsextremen Parteien. Vor dem 11 September in New York war das kein Thema. 
Zum Leidwesen vieler in Deutschland lebender Muslime,wird der Islam, mit dem IS in einen Topf geworfen. 
Da hilft nur Aufklärung. Aber wie will eine Religionsgemeinschaft, selbst wenn sie ihr Gebetshaus am Tag der Offenen Tür jedermann zugänglich macht, die Menschen im Land erreichen. Viele waren am 3. Oktober in die Moschee eingeladen aber nur wenige sind wirklich an der Tür hereinspaziert und haben sich informiert.
Die einen vielleicht aus Angst missioniert zu werden, die anderen aus Desinteresse und wieder andere aus Sorge vor Überfremdung und Radikalisierung. 
Es gibt viele Gründe der Einladung nicht zu folgen. Wir fahren in fremde Länder um andere Kulturen kennen zu lernen. Warum sind wir dann nicht offen für anderen Kulturen in unserem Land. Wir essen gerne beim Griechen, Chinesen und Türken.Viele oft sehr fleißige Einwanderer, aus welchen Gründen sie auch immer hierhergekommen sind, haben inzwischen die Deutsche Staatsangehörigkeit und betrachten Deutschland als ihre Heimat. 
Wir alle sind Deutschland hat die Landesmutter Malu Dreyer auf dem Landesfest in Mainz gesagt.
Davon, dass die Römer einst nach Köln und die Franzosen nach Koblenz gekommen sind redet heute niemand mehr. Alle haben eine neue Heimat gefunden auch wenn in Glaubensdingen längst nicht alles auf Verständnis stößt, war und ist kulturelle Vielfalt noch nie ein Nachteil für unser Land gewesen.

© Marlies





Sonntag, 1. Oktober 2017

Hermann und Herminchen ziehen um

Heute erfahrt ihr wieder einmal wie es Herminchen und Hermann geht und die Reizwörter habe ich auch untergebracht.
Viel Spaß beim Lesen!

Rettung, Buch, ungenau, verstehen, reden


Hermann und Herminchen ziehen um



Langsam kriecht die Dämmerung herauf.
Hermann beugt sich über Herminchen und schüttelt sie leicht an der Schulter.
Unwillig öffnet diese die Augen, „was willst du mitten in der Nacht.“
Hermann lacht. „Sieh doch hinaus, es wird Tag!“
Ja, aber die Menschen schlafen noch und bis zum Frühstück dauert es noch.“
Ach Frühstück ist unwichtig, ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, lass uns unsere neue Heimat besuchen.“
Wenig später verlassen sie den Schuppen, schleichen leise am Haus vorbei, das noch im Dunkel liegt und dann laufen sie los.
Es dauert nicht lange bis sie den Wald, der dem Mann ohne Haare gehört, erreicht haben.
Andächtig schreiten sie über das taufrische Moos und wandern von einem Baum zum anderen.
Sieh doch !“ ruft Herminchen, „ dieser Baum wäre wunderbar für unsere Wohnung. Er ist sehr groß, dick und die Wurzeln reichen ziemlich tief.“
Nachdenklich umrundet Hermann den Baum und nickt.
Herminchen aber ist weiter gelaufen und ruft begeistert.
Sieh doch hier diese dichten Büsche. Das sind Himbeeren und Blaubeeren, und ... “ sie hebt schnuppernd die dicke Knollennase, „ es riecht nach Pilzen.“
Hermann tritt neben seine Freundin, legt seinen Arm um ihre Schultern und glücklich lassen sie ihre Blicke umherschweifen.
Wer sind sie, sie waren doch gestern mit den Menschen hier, sehen aber nicht aus wie Menschen.“
Wir sind Trolle!“ gibt Hermann Antwort und sieht sich suchend um.
Du kannst uns verstehen?“
Vorsichtig lugt ein zuckendes Näschen zwischen dem Gebüsch hervor.
Komm nur heraus, wir tun dir nichts. Wir sind Trolle und verstehen die Sprache der Tiere.“
Ein Hase zwängt sich durch das dichte Gebüsch und zwei andere folgen ihm.
Hallo, ich bin Dami, das sind mein Bruder Ela und meine kleine Schwester Stupsi.“
Ich bin Hermann und das ist meine Freundin Herminchen.“
Wir haben euch gestern gesehen mit den Menschen hier in unserem Wald.“
Ja, das war mein Freund, der Mann ohne Haare und die beiden Langhaare sind seine Enkelinnen.“
Ja, ja, denn Mann haben wir schon mal gesehen, er kommt ab und zu vorbei,“ ruft Ela.
Er musste ab und zu nachsehen, ob alles hier in Ordnung ist, aber nun hat er den Wald geerbt.“
Was ist geerbt?“ fragt Stupsi schüchtern.
Hermann lächelt sie freundlich an.
Wenn jemand stirbt und ihm etwas gehört hat, dann verschenkt er es an einen anderen. Der Mann hat sich immer um den Wald gekümmert und nun darf er ihn behalten und da er unser Freund ist, dürfen wir hier wohnen. Weil in dem anderen Wald unser Baum gefällt wurde und wir unsere Wohnung verloren haben.“
Was ist denn hier los, Ruhe, ich muss schlafen.“
Oweh,“ flüstert Dami, nun habe wir Frau Eule geweckt und sie sie kann sehr ungehalten werden.“
Bedauernd sieht Hermann Herminchen an.
Dann können wir hier nicht wohnen.“
Traurig nickt diese.
Schade, der Baum hat mir so gut gefallen.“
Es gibt noch mehr schöne und größere Bäume, kommt mit. Ich zeige euch den richtigen Baum für euch und die Nachbarschaft ist wirklich nett und vor allem schläft sie nachts.“
Dami grinst und gefolgt von seinen Geschwistern läuft er durch Wald.
Die Trolle können kaum folgen mit ihren kurzen drallen Beine und schließlich bleiben sie schwer atmend stehen.
Stupsi bemerkt als erste, dass die Beiden weit hinten geblieben sind und die drei Hasen kehren um.
Wir sind wohl zu schnell für euch.“ grinst Dami.
Ihr habe ja auch vier Beine, „ brummt Hermann.
Lachend gehen sie nun in gemächlichem Tempo weiter.
Staunend stehen sie wenig später vor einer riesigen Eiche, deren Stamm sie nicht mal zu zweit umfangen können und deren dicke knorrigen Wurzel
tief in der Erde verankert sein.
Strahlend sehen sich die Trolle an, das war der richtige Baum.
Plötzlich ertönt ein lautes Geräusch und die Hasen verschwinden erschrocken im Gebüsch und auch Hermann sieht sich suchend um. Doch als er Herminchens flammend rotes Gesicht sieht, lacht er herzlich.
Ihr Angsthasen könnt wieder heraus kommen, das war nur Herminchens Bauch, sie hat Hunger.“
Nun lachen auch die Hasen.
Wir werden jetzt zurück gehen und erst mal frühstücken, später kommen wir wieder und wollen unser Haus bauen.“
Hermann nimmt Herminchen bei der Hand, verabschiedet sich von den Hasen und sie laufen los.
Sie kommen gerade rechtzeitig als Oma Schinkel gerade den Tee einschenkt und vergnügt erklärt Hermann, dass man sich doch auf Herminchens Bauch verlassen kann, er hätte rechtzeitig gegrummelt.
Das Gelächter ist groß und Herminchen wird etwas rot im Gesicht, aber auch sie lacht vergnügt.
Aufgeregt berichten nun die beiden Trolle von ihrem neuen Haus und wie dick und groß der Baum doch ist.
Nach dem Essen lädt der Mann ohne Haare sein Werkzeug in das Auto.Die Mädchen und die Trolle laufen in die Stube und betrachten sie Möbel.
Diese waren wohl zu groß.
Opa kommt herein und wieder weiß er einen Rat. „Nehmt das Bettzeug und alle Decken, auch die Vorhänge. Wenn wir die Höhle unter dem Baum, die wir graben wollen mit trockenem Moos polstern, dann könnt ihr auf dem Boden schlafen. Und passende kleinere Möbel kann ich euch zimmern. Bretter habe ich schon im Auto.
Susi lauf schnell ins Haus und hole aus der Küchenschublade mein Maßband und frage die Oma, ob sie mitfahren will.“
Die Kleine saust los und bringt das Band.
Oma will hier bleiben. Wir sollen sie abholen wenn alles fertig ist. Sie will inzwischen alles für das Richtfest vorbereiten, was immer das ist.“
Der Opa lacht.
Wenn der Bau so gut wie fertig ist, wird ein Richtfest gefeiert und alle Arbeiter schmausen und trinken.“
Ach ja,“ lacht Susi und reicht Herminchen eine Dose.
Hier sind Rettungskekse drin, wenn dein Magen zwischendurch mal wieder grummelt.“
Alle lachen!
Bald sitzen sie im Auto und die Mädchen singen vergnügt das Lied von den fleißigen Handwerkern.
Der Opa pfeift mit und Hermann und Herminchen halten sich an den Händen und sehen sich verklärt an.
Opa und die Mädchen sind ebenfalls begeistert von dem Baum und nun schaufelt Opa erst mal ein tiefes Loch als Eingang, dann gibt er Hermann die Schaufel, der sich nun unter den Baum durcharbeitet.
Den Sand, den er heraus wirft tragen Herminchen und die Mädchen weg, während Opa runde Öffnungen um den Baum herum bohrt, die er dann mit wasserdichter Klarsichtfolie verklebt.
Das sind die Fenster, damit ihr nicht ganz im Dunkel hausen müsst,“ meint er vergnügt und die Mädchen staunen über ihren klugen Großvater.
Als Hermann fertig ist, laufen die Mädchen und Herminchen los, um trockenes weiches Moos zu suchen.
Opa aber reicht Hermann das Maßband und gibt ihm genaue Angaben wie und was er vermessen muss.
Aber keine ungenauen Maße bitte, sonst bekommen wir Schwierigkeiten beim Einrichten.“
Hermann schlüpft in die Höhle und Opa Schinkel schreibt die Zahlen, die der Troll ihm zuruft, gewissenhaft in sein schwarzes Notizbuch.
Während die Trolle nun den Boden im Inneren mit Moos auslegen, das ihnen von den Mädchen, die vor dem Eingang kauern, gereicht wird, zimmert der Opa einen kleinen Tisch und zwei Stühle, sowie ein Regal.
Susi und Renate kichern, als Hermann und Herminchen sich auf den Moosboden legen und vergnügt mit den Beinen strampeln.
Bald ist das Häuschen eingerichtet und auch an eine Tür hat der Mann ohne Haare gedacht.
Er hat ein Holz in passender Größe mit zwei Lederschlaufen an der großen Wurzel befestigt und innen an der Tür brachte er auch eine Schlaufe an.
Von außen könnt ihr die Tür anheben und von innen dann mit der Schlaufe zu ziehen.“
Alle waren sie glücklich, froh, begeistert und auch zufrieden mit ihrem Werk.
Susi und Renate lugen noch einmal in das hübsch eingerichtete Zimmer und selbst Opa kniet sich hin, doch die Mädchen mussten ihm lachend wieder aufhelfen.
Ich werde jetzt die Oma holen.“
Wenig später ist er wieder da und begeistert wird die Oma begrüßt, die einen großen zugedeckten Korb in den Händen trägt.
Opa bringt zwei Klappstühle für sich und seine Frau und die Mädchen breiten eine Decke aus. Und nun werden die herrlichen Sachen ausgepackt und es geht ans schmausen.
Zufrieden lehnen sich die Mädchen und Trolle zurück und erzählen nun der Oma begeistert von der tollen Wohnung.
Diese ist ein wenig traurig, denn sie hätte gerne auch einen Blick in die schöne Stube geworfen, doch ihr Gelenke lassen das nicht mehr zu.
Doch Susi weiß Rat. Schnell springt sie auf, beugt sich hinunter und hält ihr Handy in die Baumhöhle.
Oma staunt wie hübsch die neue Wohnung der Trolle ist und Opa brummt.
Sind die Dinger doch wenigstens mal zu etwas nutze.“
Doch dann mahnt die alte Dame zum Aufbruch, da es kühler wird.
Schnell wird alles zusammengepackt und im Auto verstaut einschließlich Oma.
Diese reicht den Mädchen einen Korb mit Lebensmittel und meint augenzwinkernd.
Gebt das mal unseren kleinen Freunden, damit Herminchen nicht in der Nacht durch ihren grummelnden Bauch geweckt wir.“
Kichernd greift Renate sich den Korb und läuft zu den Trollen hinüber.
Susi haben starrt geistesabwesend hinüber in das dichte Gebüsch, dann beugt sie sich zu Hermann und flüstert.
Seit wir hier sind werden wir von drei Hasen beobachtet.“
Hermann lacht.
Das sind unser neuen Freunde, Dami, Ela und Stupsi, sie sind ein bisschen scheu euch Menschen gegenüber.“
Glaubst du sie verstehen alles was wir reden und merken, dass wir ihnen nicht böses wollen, vielleicht werden sie ja unsere Freunde.
Renate aber grinst beugt sich nun auch zu den Trollen hinunter und flüstert verschwörerisch.
Vielleicht hilft es ja, wenn wir Morgen einige Möhren und Salat aus Omas Garten mitbringen.“
Alle vier lachen vergnügt. Es raschelt im Gebüsch und Susi meint bedauernd.
Nun haben wir sie verschreckt und sie sind weg.“
Opa, der die ganze Zeit im Kofferraum herum gewühlt hat, kommt nun mit einer altertümlichen viereckigen Lampe wieder.
Hier, die habe ich auf dem Speicher gefunden stammt noch von meinem Großvater, ihr könnt eine Kerze hineinstellen, dann habt ihr auch abends Licht.“
Und er reichte Hermann eine dicke Kerze und Zündhölzer.
Dieser schlüpfte nun schnell in die Baumhöhle, um Korb und Lampe zu verstauen, dann begleiten die beiden Trolle ihre Freunde zum Auto.
Nachdem sie versprochen haben am nächsten Morgen zum Frühstück zu kommen, winken sie so lange bis das Auto nicht mehr zu sehen war.
Glücklich lächelnd sehen sich an, fassen sich an den Händen, schlüpfen in ihre neue Wohnung und ziehen die Tür hinter sich zu.

© Lore Platz





Samstag, 23. September 2017

Knochenarbeit





Als ich Hermann und Herminchen finden eine neue Heimat schrieb, hatte ich auch gleich die Fortsetzung im Kopf und setzte mich gleich am nächsten Tag hin und musste feststellen.
Meine Gedanken haben immer noch Flügel aber mein immer älter werdender Körper kann ihnen nicht mehr folgen.
Habe ich früher eine zehn Seiten lange Geschichte in vier Stunden aufs Papier gebracht, so weigern sich meine Knochen jetzt noch mitzumachen.
Lange sitzen wollen sie nicht mehr und zwingen mich immer wieder aufzustehen, um die steifen Gelenke in Bewegung zu bringen. 
Inzwischen habe ich dreiviertel der Geschichte fertig und musste feststellen, dass in sieben Tagen eine neue Reizwortgeschichte fällig ist und das kann ich nicht schaffen.
Also werde ich versuchen die Reizwörter bei Hermann und seiner Freundin unterzubringen und mich damit abfinden, dass ich nur alle zwei Wochen eine Geschichte schreiben kann.
Denn Geschichten schreiben davon bringen mich auch meine stöhnenden Knochen nicht ab.
Wie gut, dass Regina und ich für unseren neuen Blog die Geschichten nur Häppchenweise schreiben.
Wenn es euch interessiert, die zweite Geschichte ist fertig und ich setzte euch den Link dazu ein.
 
 https://autorenteam.blogspot.de/2017/09/auf-umwegen-zum-gluck.html

 Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und bleibt mir treu!

 

Freitag, 15. September 2017

Hermann und Herminchen finden eine neue Heimat





Es ist wieder mal soweit. 
Reizworttag!  
Und meine Freude am Schreiben ist wieder zurück gekommen und das habe ich vor allem meiner lieben Freundin Regina zu verdanken. Danke!


Folgende Reizwörter waren in der Geschichte unterzubringen:
Herbstzeitlose - Krabbenkutter - zählen - wälzen - ernsthaft.






Hermann und Herminchen finden eine neue Heimat



Zwei Mädchen radeln fröhlich singend den breiten Feldweg entlang am Ufer des breiten Flusses, auf dem ein alter Krabbenkutter langsam tuckert.
Der Kapitän ruft ihnen einen Gruß hinüber und die Mädchen winken lachend.
Sie benutzten den letzten schönen Septembertag, um mit dem Rad von der Stadt zu ihren Großeltern zu fahren.
Vorbei an einer Wiese, auf der in verschwenderischer Pracht sich lila Herbstzeitlosen ausbreiten, biegen sie nun in die Dorfstraße ein.
Ein Stück führt sie der Weg noch durch den Wald und dann haben sie das freundliche kleine Haus von Oma und Opa erreicht.
Oma Schinkel tritt vor die Tür und begrüßt sie überrascht.
Oma wir durften mit dem Rad zu euch fahren und Papa holt uns nach den Herbstferien ab. Wir müssen nur Mama anrufen und ihr sagen, dass wir gut angekommen sind. Du weißt ja sie sorgt sich immer.“ ruft Susanne.
Na , dann bringt mal die Räder in den Schuppen, ihr könnt auch Hermann und Herminchen gleich
begrüßen. Ich will mal eurer Mutter Bescheid sagen.“
Die Mädchen schieben die Räder in den Schuppen, dann klopfen sie an die Tür der Trolle.
Hermann öffnet und strahlt, als er die beiden Langhaare erkennt.
Er bittet sie herein und die Mädchen erzählen, dass sie eine ganze Woche hier bleiben würden und dann viel mit den Trollen unternehmen wollen.
Renate fällt auf, dass Herminchen sich kaum am Gespräch beteiligt und nur traurig aus dem Fenster schaut.
Was ist denn mit Herminchen los,“ fragt sie leise Hermann. Dieser runzelt ärgerlich die Stirn.
Sie will ausziehen!“
Ja, seht euch doch um, seit mein Bett hier ist, hat man kaum noch Platz und ich will nicht, dass Hermann sich wegen mir so einschränken muss. Ich suche mir im Wald einen Baum.“
Die Mädchen sehen sich um, es ist tatsächlich ziemlich eng, beide Betten füllen fast das ganze Zimmer.
Wisst ihr was, wir werden mit Opa darüber sprechen.“
Hermann strahlt, der Mann ohne Haare würde bestimmt einen Ausweg finden.
Die Mädchen laufen ins Haus, wo Oma schon mit Kakao und Zwetschgenkuchen wartet.
Doch immer wieder sehen sie ungeduldig zur Tür.
Wann kommt denn Opa endlich.“ wollen sie wissen.
Das weiß ich nicht, er hat einen Brief vom Amtsgericht bekommen und musste in die Stadt.“
Endlich öffnet sich die Tür und der Opa betritt mit vergnügtem Gesicht die Küche.
Jubelnd hängen sich die Mädchen an seinen Hals.
Opa, Opa wir müssen etwas ganz wichtiges mit dir besprechen.“
Nur langsam Deerns, bringt mich nicht um, ich habe auch etwas tolles zu berichten, aber nun lasst mich erst mal einen Kaffee trinken und Omas leckeren Zwetschgenkuchen versuchen.“
Etwas ungeduldig warten die Mädchen, doch kaum hat Opa die Kuchengabel abgelegt, sprudeln sie schon mit ihrer Neuigkeit heraus.
Soso die Trolle haben es ein bisschen eng, habe ich mir schon gedacht und mir so meine Gedanken gemacht und bevor wir nun Probleme wälzen, lasst mich erst mal erzählen, warum ich im Amtsgericht war.“
Vergnügt sieht er in die erwartungsvollen Gesichter.
Ich habe geerbt!“
Was, du verkohlst uns!“ rufen die Mädchen.
Doch Opa macht nun ein ganz ernsthaftes Gesicht und sieht hinüber zu Oma, die etwas blass aussieht.
Lasst euch berichten. Ein Vetter von mir ist nach dem Krieg nach Amerika ausgewandert. Er hatte hier in der Nähe einen kleinen Bauernhof. Das Gebäude war zerstört, die Felder verwüstet und die Tiere gestohlen. Also verkaufte er das Land und buchte sich damit eine Reise nach Übersee, um dort sein Glück zu versuchen. Das einzige was er behielt waren ein paar Hektar Wald und er bat mich ab und zu danach zu sehen. Wir blieben noch eine Zeitlang in Verbindung, dann hörte ich nichts mehr von ihm.“
Juchhuu und jetzt ist er Millionär und hat dir alles vermacht!“ jubelt Susanne, mit der mal wieder die Fantasie durchgeht.
Nein, meine Kleine,“ lächelt der Großvater, „ Franz blieb sein Leben lang ein armer Mann. Er arbeitete auf einer Ranch bis zu seinem Tod.“
Susanne zieht eine enttäuschte Schnute.
Was hat er dir dann vermacht. Seinen Sattel und Cowboyhut?“
Renate und die Oma tauschen einen strahlenden Blick, sie wissen, was jetzt kommt.
Und schon sagt Opa Schinkel.
Er hat mir das Stück Wald vermacht, das wir jetzt gerade gut gebrauchen können.“
Susanne starrt ihn mit offenen Mund an.“Warum?“
Oma und Renate lachen und auch der Opa schmunzelt.
Mei Deern, errätst du es nicht. Weil Hermann und Herminchen eine neue Heimat haben, aus der sie niemand vertreiben kann.“
Au verflixt, das stimmt. Wollen wir gleich in den Wald gehen?“
Nein, dazu ist es zu spät, es wird bald dunkel und auch den Trollen werden wir nichts davon sagen. Morgen nach dem Frühstück werden wir alle gemeinsam gehen,“ bestimmt der Opa.
Am nächsten Morgen machen sich die Fünf auf den Weg, nur die Oma bleibt zu Hause, weil ihr der Weg zu beschwerlich ist. Aber Opa verspricht ihr, sie mit dem Auto einmal hinzufahren.
Die beiden Trolle sind vollkommen ahnungslos und Susanne presst fest die Lippen zusammen um sich
nicht zu verraten.
Staunend sehen sie sich im Wald um, schön ist es hier, die Büsche sind ein wenig dicht zusammen gewachsen, aber das ist doch gut.
Wie staunen Hermann und Herminchen, als ihnen der Mann ohne Haare erklärt, dass dies ihre neue Heimat ist und da der Wald ihm gehört, sie niemand daraus vertreiben kann und auch keine Bäume gefällt werden. Sie können sich nun jeden Baum aussuchen, der ihnen gefällt und unter dem sie wohnen wollen.
Bewegungslos stehen die Trolle da, doch dann lachen sie plötzlich los, fassen sich an den Händen und laufen durch den Wald.
Lächelnd sehen sich der Opa und die Mädchen an.
Bald kann der Umzug beginnen.

(Lore Platz)

Fortsetzung folgt