Sonntag, 5. April 2020

Die abenteuerliche Reise im Ballon Fortsetzung 17



Sie fragen im Obdachlosenheim, im Krankenhaus, im Pfarrhof, doch niemand kann sich an den alten Mann erinnern.
Auf dem Fischmarkt holen sie sich Matjesbrötchen und schlendern hinunter zum Strand und ruhen sich in den Strandkörben aus.
Fridolin füttert den Papagei mit einigen der Körnchen, die sie aus der Zoohandlung mitgebracht haben.
Hieronymus beißt lustlos in sein Brötchen, dann verfüttert er den Rest an eine Möwe, die
in der Nähe herumlungert.
Peter malt Kreise mit dem Fuß in den Sand und auch die beiden Mädchen sitzen still und traurig da.
Ein leichter Wind lässt das Meer kräuseln und den Sand zu ihren Füßen aufwirbeln, dann steht Luftikus vor ihnen.
Ihr seht nicht sehr glücklich aus?“
Wir wissen nicht mehr, wo wir noch suchen sollen. Es kommt uns vor, als hätten wir die Stadt bereits zweimal durchforscht.
Wir sind am Ende unserer Weisheit,“ meint Vanessa und in ihren Augen blinken Tränen der Erschöpfung.
Luftikus nickt ernst.
Ruht euch aus, ich werde mir mal die Stadt ansehen.“
Und weg ist er!
Als wenn er mehr erreicht, als wir,“ brummt Peter.
Vanessa knufft ihren Bruder in die Seite.
Nun sei nicht ungerecht. Luftikus ist schneller wie wir und kann von oben die Straßen besser überschauen. Vielleicht hat er Glück.“
Peter grinst.
Eigentlich ist er ja gar nicht so übel und lustig ist er auch.“
Ein Windstoß fährt durch sein Haar, ein leises
Lachen ertönt und Luftikus steht wieder vor
ihnen.
Er grinst Peter freundlich an.
Sind wir endlich Freunde?“
Meinetwegen, wenn du in Zukunft meine Haare in Ruhe lässt,“ brummt Peter, muss aber grinsen.
Fällt mir schwer, aber abgemacht,“ lacht der Wind, doch dann wird er ernst.
Ich habe euren Freund gefunden. Es geht ihm sehr schlecht.“
Sie beschließen, dass Angelina und Fridolin mit dem Papagei hier in den Strandkörben auf sie warten und nur die Kinder und das Kasperle dem Wind folgen.
Luftikus führt sie durch mehrere Straßen und dann hören sie schon jemanden entsetzlich husten und eine kreischende Frauenstimme schimpfen.
Als sie in die Straße einbiegen sehen sie einen alten ärmlich gekleideten Mann, der in der Ecke einer Treppe kauert und von einem schrecklichen Hustenanfall geschüttelt wird.
Eine ältere Frau kehrt die Straße und den Staub direkt in die Richtung des Mannes, was seinen Husten noch mehr verschlimmert.
Die Kinder beginnen zu laufen und Peter stellt sich zwischen den Mann und den Besen.
Sehen sie denn nicht, dass der Staub den
armen Mann zum Husten bringt?“
Ich muss schließlich die Straße kehren und der Penner hier soll verschwinden!“ keift die Frau.
Vanessa und Hieronymus knien voller Mitleid neben dem Mann, der immer noch von einem schlimmen Husten geschüttelt wird.
Nur langsam wird es besser und als er jetzt den Kopf hebt und sie aus fiebrig glänzenden Augen anschaut, ruft das Kasperle:
Direktor Quirin!“
Peter dreht sich um und dann kniet auch er neben dem Mann.
Hieronymus umfängt mit beiden Händen das fieberheiße Gesicht seines alten Freundes und während dicke Tränen über seine Wangen kullern, flüstert er:
Bitte mach die Augen auf, liebes Direktorchen, du darfst nicht sterben.“
Die Frau betrachtet auf den Besen gestützt aus zusammengekniffenen Augen die Szene.
Ihr kennt also den alten Landstreicher, dann sorgt gefälligst dafür, dass er vor meiner Haustür verschwindet.
Überall stolpert man über diese Penner, arbeiten nichts und fallen dem Steuerzahler nur zur Last. Eine Schande ist das!“
Sie bekommt keine Antwort.
Nun richtet sie ihr Augenmerk auf das
Kasperle.
Du siehst ja recht komisch aus Kleiner.
Aus welchem Land kommst du denn?
Gehörst wohl auch zu dem Gesindel, das unsere Straßen unsicher macht.“
Nun platzt aber Hieronymus der Kragen.
Mit einem Sprung setzt er über die Beine
seines Freundes und stürmt auf die unfreundliche Frau zu, wobei er die wildesten und fürchterlichsten Grimassen schneidet.
Diese lässt entsetzt den Besen fallen, kreischt:
Hilfe! Überfall!“ und stürmt die Stufen hinauf.
Krachend fällt die Tür hinter ihr zu.
Die Kinder und das Kasperle widmen sich wieder Quirin.
Hieronymus streichelt seine Wange.
Als hätte der Kranke ihn gehört, öffnet er die fiebrig glänzenden Augen und murmelt: „Hieronymus“.
Dann verliert er das Bewusstsein.
Was ist denn hier los?“ ertönt eine sonore Stimme.
Ein junger Mann mit einer braunen Ledertasche steht hinter ihnen.
Mit einem kurzen Blick hat er die Lage erfasst.
Geht bitte zur Seite, ich bin Arzt.“
Er kniet neben dem alten Mann und meint dann.
Der Mann ist schwer krank, ich nehme ihn mit in meine Praxis.“
Ein Polizeiauto biegt in die Straße ein und hält direkt bei ihnen.
Zwei Beamte steigen aus und kommen mit grimmigen Gesichtern auf sie zu.
Dann erkennen sie den Arzt und ihre Gesichter werden freundlicher.
Guten Tag, Dr. Waller! Frau Neumeier hat uns angerufen, sie wäre überfallen worden.
Haben sie etwas Verdächtiges bemerkt?“
Ein Fenster öffnet sich und die griesgrämige Alte steckt ihren Kopf heraus.
Verhaften sie das Gesindel, die haben mich angegriffen!“ keift sie
Hier ist nur ein kranker alter Mann und einige Kinder. Ich denke nicht, dass von denen große Gefahr ausgeht,“ meint der eine Polizist, während der andere leise zu Dr. Waller sagt:
Diese Frau ist fürchterlich, ständig ruft sie bei uns an und beschwert sich. Leider müssen wir jedem Anruf nachgehen.“
Es ist gut, dass sie hier sind. Sie können mir helfen den Mann in meine Praxis zu bringen.“
Die beiden Polizisten nehmen den alten Mann zwischen sich und folgen dem Arzt, während die Kinder und das Kasperle mit gesenkten Köpfen hinterher trotten.
Hinter sich hören sie die keifende Stimme von Frau Neumeier.
Ja, nehmt nur das elende Pack mit und sorgen sie dafür, dass sie sich nie wieder hier blicken lassen!“
Plötzlich kommt ein heftiger Wind auf, bauscht die Vorhänge und legt sie um den Hals der Frau
Während sie noch mit den Gardinen kämpft, wirbelt der Staub von der Straße durch die Luft und fliegt ihr mitten ins Gesicht.
Hustend und prustend schlägt die alte Vettel das Fenster zu, dass die Scheiben klirren.
Vanessa kichert und stößt Peter in die Seite.
Das war bestimmt Luftikus!“
Peter grinst zustimmend.
Neben ihnen ertönt ein leises Lachen, dann ist plötzlich wieder Windstille.
Sie haben ein hübsches Haus inmitten eines großen Gartens erreicht.
Eine junge Frau öffnet die Tür.
Sofort hat sie die Lage erfasst.
Schwester Edeltraud ist noch im Behandlungszimmer,“ erklärt sie ihrem Mann.
Die beiden Polizisten mit dem Patienten folgen dem jungen Arzt und die junge Frau wendet sich an die Kinder.
Habt keine Angst, mein Mann wird alles für
euren Freund tun, was möglich ist. Kommt
doch mit in die Küche.“


Samstag, 4. April 2020

Die abenteuerliche Reise im Ballon Fortsetzung 16





Und los geht die Fahrt.
Die Freunde kreischen entsetzt auf und klammern sich mit beiden Händen am Auto fest.
Der Osterhase fährt nämlich mit Lichtgeschwindigkeit und ist deshalb auch für das menschliche Auge kaum zu sehen.
Wie der Blitz saust er durch das Hasenland und quer durch Deutschland und gerade als die Sonne aufgeht erreichen sie die kleine Hafenstadt.
Stummelschwänzchen lässt sie aussteigen. „Hier müsst ihr alleine weiter.“
Er winkt ihnen noch einmal zu und dann ist nur noch ein ein Lichtstrahl zu sehen.
Nun sind sie wieder allein und auch etwas ratlos, denn sie wissen nicht, wo sie eigentlich mit der Suche beginnen sollen.
Es ist wieder Kasperles „großes Loch im Bauch,“ das sie daran erinnert, dass sie ohne Frühstück losgefahren sind.
Sie finden eine Bäckerei, die um diese Zeit schon offen hat und in der man auch frühstücken kann.
Nachdem sie sich gesättigt und beraten haben, verlassen sie die Bäckerei und suchen nach der Kneipe, in der Direktor Quirin zuletzt gearbeitet
hat.
Es dauert lange, bis sie im Hafenviertel die Spelunke gefunden haben.
Doch um diese Zeit ist sie geschlossen und sie finden in dem schmutzigen Hinterhof nur einen alten Mann, der in den Mülltonnen wühlt und erschrocken aufschaut, als sie den Hof betreten.
Ängstlich weicht er zurück und stammelt.
Ich, ich, ich habe nichts böses getan.“
Keine Angst, wir wollen ihnen nichts tun,“
beschwichtigt Peter.
Wir suchen nur einen alten Freund.“
Sie beschreiben nun den Direktor, doch erst als sie Cäpt`n Cook erwähnen, geht ein Leuchten über das Gesicht des Alten.
Der alte Quirin, ein lieber Mensch. Er hat mir heimlich immer Essensreste zugesteckt.
Vor einigen Tagen hat ihn der alte Geizknüppel von Wirt hinaus geworfen, weil er zu krank zum arbeiten war.
Den Papagei aber wollte er behalten, weil der seine Gäste so schön unterhält.
Aber der Vogel hat ihn kräftig in die Backe gebissen und ist seinem Herrn nachgeflogen.“
Der alte Mann kichert schadenfroh bei der Erinnerung.
Wissen sie, wo der Direktor jetzt ist?“
Der Alte schüttelt den Kopf.
Habe ihn nur noch einmal getroffen. Er hatte Fieber und einen bösen Husten und meinte, er wolle den Papagei in der Zoohandlung verkaufen.
Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen.“
Die Freunde bedanken sich.
Peter greift in den Beutel, zieht einen größeren Geldbetrag heraus und drückt sie dem Mann in die Hand, dann verlassen sie den Hof.
Der Alte aber öffnet die Hand und starrt auf das Geld.
Dann grinst er, wobei seine Zahnlücken sichtbar werden, blickt sich schnell um, bückt sich und stopft seinen Reichtum in den Stiefel.
Dann humpelt er davon.
Die kleine Gesellschaft aber sucht nun die Zoohandlung.
Bevor sie in die Straße einbiegen, in der das Zoogeschäft liegen soll, hören sie eine krächzende Stimme:
Putz dir die Schuhe ab, potz blitz, alter Seeräuber, steh gerade dummer Kerl!“
Brüllendes Gelächter war zu hören.
Worauf die Stimme wieder krächzte:
Lacht nicht so blöd, ihr ollen Dösköppe!“
Noch mehr Gelächter ertönt.
Hieronymus drängt sich gefolgt von den
Anderen durch Menge und betritt die Zoohandlung.
Das Geschäft ist leer und der Besitzer sieht nicht sehr glücklich hinaus auf die Straße.
Als die Fünf den Laden betreten leuchtet sein Gesicht auf.
Was wollt ihr? Ich habe gerade junge Schildkröten bekommen, auch putzige Hamster oder Meerschweinchen oder einen Kanarienvogel?
Ich habe einen hier, der trillert wie eine Opernsängerin!“
Peter tritt an die Verkaufstheke.
Wir möchten gern den Papagei, der draußen vor der Tür sitzt, kaufen.“
Dann Mann ist etwas unschlüssig.
Er ist eine gute Reklame für das Geschäft,“
meint er zögernd.
Ich zahle ihnen das doppelte, was er wert ist!“
meint Peter und hofft, dass der Beutel einverstanden ist.
Bald sind sie sich handelseinig und der Ladenbesitzer reicht ihm das kleine Schlüsselchen für das Fußkettchen des Papageis.
Leider kann er ihnen keine Auskunft über den Besitzer des Vogels geben, nur dass er sehr krank war und einen guten Platz für den Vogel
gesucht hat.
Wenigstens wussten sie, dass Quirin noch in der Stadt war, denn der Verkauf fand gestern Nachmittag statt.
Sie verlassen die Zoohandlung und treten zu der Stange auf der der Papagei sitzt.
Dieser legt den Kopf schief und schreit plötzlich mit der Stimme vom Kasperle:
Ich habe so ein großes Loch im Bauch!“
Schallendes Gelächter ringsum und auch unsere Freunde müssen grinsen.
Fridolin öffnet das Fußkettchen, setzt den Papagei auf seine Schulter und begleitet von den enttäuschten Rufen der Umstehenden
machen sie sich weiter auf die Suche.

Freitag, 3. April 2020

Die abenteuerliche Reise im Ballon Fortsetzung 15



Ausgeruht und gut gelaunt erscheint die kleine Gesellschaft am nächsten Morgen im Esszimmer.
Rosalinde schläft noch, worüber sich besonders
Hieronymus freut, der noch immer etwas Angst
vor der rosa Hexe hat.
Unter fröhlichem Gelächter wird gefrühstückt, bis Ernesto erscheint und verkündet, dass die Einhörner bereit stehen.
Nun gibt es kein Halten mehr.
Sie stürmen hinaus.
Allen voran das Kasperle, das auch als Erstes auf ein Einhorn springt, das erschrocken auf wiehert und mit den Flügeln schlägt.
Brüllito und Grummelito können es kaum beruhigen und werfen Hieronymus einen bitterbösen Blick zu, den dieser aber nicht beachtet.
Ungeduldig wartet er, dass die Anderen endlich aufsteigen.
Viola reicht Peter einen alten Lederbeutel.
Ihr werdet Geld brauchen in der Menschenwelt. Wenn du hinein fasst, dann wird immer die Summe vorhanden sein, die du gerade benötigst. Pass gut auf ihn auf.“
Der Junge hängt sich den braunen Beutel um den Hals und versteckt ihn unter seinem Hemd.
Viola hat sich inzwischen an Angelina gewandt.
Das Amulett deiner Mutter wird dich und deine
Freunde beschützen und sollte jemand verletzt werden, so hat es heilende Kräfte.
Leb wohl mein Kind und denke daran, deine Mutter wird über dich wachen.“
Liebevoll umarmt sie das Mädchen und hilft ihr auf das wartende Einhorn.
Sie wendet sich an die kleine Gesellschaft.
Ich wünsche Euch viel Glück bei eurer Suche nach eurem Freund. Luftikus wird immer in eurer Nähe bleiben, auch wenn ihr ihn nicht sehen könnt.“
Pah, der!“ schnaubt Peter verächtlich, „ der hofft ja bloß, dass wir Tante Lilofee erzählen, was für ein toller Kerl er doch ist.“
Ein Windstoß fährt ihm durch das Haar und ein leises Lachen ertönt.
Bevor Peter sich noch ärgern kann, fliegen die Einhörner los.
Leicht segeln sie durch die Lüfte hinauf in den Wolkenlosen Himmel.
Leise rauschen die weißen gefiederten Flügel und die goldenen Hörner blitzen im Sonnenschein.
Die Reisenden sind fast enttäuscht, als die geflügelten Pferde auf einer großen Wiese aufsetzen.
Sie lassen ihre Reiter absitzen, verneigen sich und erheben sich wieder in die Lüfte.
Lange sehen die Freunde ihnen nach und fühlen sich auf einmal so allein.
Aus einem eiförmigen Häuschen kommt mit langen Schritten eine Hasenfrau auf sie zu.
Das waren doch die Einhörner von Viola?“
Dann stutzt sie und lächelt strahlend.
Vanessa, Peter, wie schön euch wieder zu sehen!“
Sie drückt die beiden liebevoll an ihr mütterliches Herz.
Kommt, kommt, wie werden sich Stummelschwänzchen und Schnucki freuen.“
Sie zieht die Kinder mit sich und die Anderen folgen achselzuckend.
An einem riesigen Tisch sitzen viele Hasen und fröhliches Gelächter und Geplauder erfüllt den Raum, das aber verstummt, als sie eintreten.
Mama Langohr lacht vergnügt.
Schnucki, Stummelschwänzchen seht doch mal, wen ich mitgebracht habe.“
Ein Stuhl stürzt um und ein großer langer Hase eilt zu den Kinder und zerquetscht sie fast in einer liebevollen Umarmung.
Eine junge Hasendame schubst ihn zur Seite.
Lass mich auch mal!“
Und wieder werden die Kinder liebevoll gedrückt.
Stummelschwänzchen, Schnucki?“
Ungläubig betrachten Vanessa und Peter die beiden Hasen.
Stummelschwänzchen lacht.
Hasen werden schneller erwachsen, als Menschen. Darf ich euch meine Familie vorstellen?“
Er deutet auf eine Frau, die ein Baby auf dem Arm hat und ein Junge und ein Mädchen kuscheln sich rechts und links an ihre Seite.
Peter und Vanessa grüßen freundlich.
Schnucki kommt herbei und zerrt hinter sich einen Jungen her. „Mein Sohn!“ stellt sie ihn vor.
Nun, da ihr meine Enkelkinder kennengelernt habt, lasst mich euch auch mal drücken!“ poltert Herr Langohr.
Jubelnd werfen sich die Kinder in seine Arme.
Und was ist mit mir?“
Ein grauhaariger Hase taucht neben Herrn Langohr auf.
Peter und Vanessa sind einen Moment verwirrt, dann rufen sie:
Braunfuß, der Bruchpilot!“
Der Hase errötet ein wenig, dann beugt er sich zu den Beiden hinunter und flüstert:
Bitte verratet mich nicht. Ich erzähle meinen Enkeln ständig, was für ein großartiger Pilot und toller Held ich doch war.“
Peter und Vanessa kichern und zwinkern ihm verschwörerisch zu.
Frau Langohr hat inzwischen Fridolin, Angela und Hieronymus, die schüchtern an der Tür stehen geblieben war, herein geholt.
Die Hasen rücken zusammen und es wird erzählt und gelacht.
Besonders das Kasperle ist bald im Mittelpunkt und die Hasenkinder Kringeln sich vor Lachen über seine Grimassen.
Bis spät in die Nacht sitzen sie und das Erzählen will kein Ende nehmen, aber dann sinken sie doch müde in ihre Betten.
Am nächsten Morgen parken vier große Autos
vor dem Häuschen von Familie Langohr.
Stummelschwänzchen wird für den Weg nach Norden eingeteilt, denn er soll die Kinder und ihre Freunde zu der Hafenstadt an der Nordsee bringen, wo sie mit ihrer Suche nach dem Zirkusdirektor beginnen möchten.
Bevor sie los fahren kommt Herr Langohr mit einem großen fest verschlossenem Korb aus dem Schuppen und überreicht ihn augenzwinkernd seinem Sohn, der ihn grinsend auf der Ladefläche verstaut.
Dann schwingt er sich hinter das Steuer.
Seid ihr bereit? Haltet euch fest!“


Dann wünsche ich euch mal einen schönen Tag.
Eure Märchenfee

Donnerstag, 2. April 2020

Die abenteuerliche Reise im Ballon Fortsetzung 14






Viola und die blaumützigen Zwerge kreisen mit den Einhörnern über dem dunklen Wald.
Ein Rauschen geht durch die Blätter und Luftikus steht neben ihnen.
Schnell nehmt meine Hand!“ ruft er, denn schon saust ein riesengroßer Feuerball auf sie zu.
Er umfasst die Hand von Angela und zieht sie alle fünf mit nach oben.
Ein wütender Schrei ertönt und der Feuerball folgt ihnen.
Doch eine freundliche dicke Wolke taucht auf und lässt einen Schwall Wasser auf das Feuer fallen, das zischend erlischt.
Schwarzer, stinkender Rauch hüllt sie ein und reizt sie zum Husten.
Auf einmal wird es hell.
Sie sind dem dunklem Wald und der Feuerhexe entkommen.
Viola nimmt Angela vor sich aufs Pferd und die anderen werden von den Zwergen aufgenommen.
Schnell wie der Wind und doch elegant fliegen die wunderschönen Tiere durch die immer heller werdenden Wolken.
Luftikus begleitet sie noch eine Weile, dann dreht er einen Salto, winkt ihnen fröhlich zu und verschwindet.
Bald sehen sie Violas Insel unter sich.
Mit rauschenden Flügeln landen die Einhörner
auf der Wiese bei einem großen blauen See.
Nachdem sie die Freunde abgesetzt haben, fliegen die Zwerge mit den Einhörner zu den Ställen, um sie vom Ruß zu säubern.
Auch unsere Abenteurer sehen schrecklich aus.
Die Kleider schwarz, teilweise angesengt und stinkend nach Ruß.
Viola bleibt bei ihnen.
Ihr könnt euch im See waschen. Eure Kleider werden wir vernichten. Ernesto wird euch neue bringen.“
Bald tummeln sie übermütig kreischend und lachend im Wasser.
Mit all dem Schmutz und Rauch fällt auch die
Müdigkeit ab, als wäre der See magisch.
Ernesto erwartet sie am Ufer.
Während sie sich fröhlich plaudernd anziehen ertönt ein lautes eigenartig lang gezogenes Grollen.
Sie werden still und sehen sich ängstlich um.
Hieronymus bekommt einen roten Kopf und gesteht beschämt:
Das war ich.“
Dein großes Loch im Bauch!“ rufen die Anderen lachend und selbst Ernesto schmunzelt.
Wenn ihr mir dann folgen würdet,“ meint er dann wieder ganz der ernste Zwerg.
Er führt sie auf eine Lichtung, wo sie bereits von Viola erwartet werden.
Die Zwerge haben auf einer bunten Decke ein herrliches Picknick vorbereitet, bei dessen Anblick sich Kasperles großes Loch im Bauch wieder meldet.
Der Wald hallt von ihrem fröhlichen Gelächter.
Rosalinde trippelt zwischen den Bäumen hervor und klatscht begeistert in die Hände.
Welch lustige Gesellschaft. Darf ich mich zu euch setzen?“
Natürlich Tantchen, vorausgesetzt du verwandelst die Wiese nicht in einen rosa Teppich.“
Rosalinde runzelt überlegend die Stirn.
Ein interessanter Gedanke.“
Tantchen,“ warnt Viola.“
Vergnügt plaudernd schmausen sie, wobei Hieronymus darauf bedacht ist, möglichst weit weg von der rosa Hexe zu sitzen.
Diese erhebt sich nach einer Weile und tänzelt zurück in den Wald.
Gesättigt und müde legen sich Peter, Fridolin und auch Hieronymus ins Gras, kauen an einen Halm und beobachten die ziehenden Wolken.
Die Mädchen unterhalten sich leise mit Viola.
Plötzlich richtet sich das Kasperle auf.
Bei all der Aufregung haben wir Direktor Quirin vergessen.
Und der Ballon ist zerstört, was wird der Professor bloß sagen,“ seufzt Peter.
Wir werden ihm alles erklären,“ tröstet Vanessa.
Das finde ich keine so gute Idee,“ meint ihre Tante,“ oder wie wird er wohl reagieren, wenn ihr ihm von der Feuerhexe, den Einhörner und den sprechenden Winden erzählt?“
Du hast recht, Tante Viola,“ stimmen die Kinder kleinlaut zu.
Nun ist doch egal was ihr dem ollen Schrullig erzählt,“ mault Hieronymus, „ wichtig ist doch, dass wir Quirin finden.“
Ich weiß, wo er sich befindet, wenigstens noch vor ein paar Tagen.“
Alle Augen richten sich auf Viola und dann beginnen alle durcheinander zu reden.
Die junge Hexe hebt die Hand.
Sachte, sachte, beruhigt euch, ich werde euch erzählen, was ich in Erfahrung bringen konnte.“
Viola hatte die Vögel ausgesandt nach dem Direktor zu suchen und erfahren, dass er zuletzt in einer üblen Spelunke als Hausdiener gearbeitet hatte, aber vor kurzem hinaus geworfen wurde, weil er zu schwach und krank war.
Von dort verlor sich dann jede Spur.
Still und betroffen sitzt die kleine Gesellschaft da und über Hieronymus Wangen kullern dicke Tränen.
Er muss hungern, huhuhuuuu, er ist krank, huhuhuuuuu und sie sind gemein und böse zu meinem lieben Direktor, huhuhuuuuu,“ heult der kleine Bengel mit dem großen Herzen.
Viola nickt ernst.
Es ist ihm nicht gut gegangen bei den Menschen, bei denen er gelandet ist. Aber er hat einen guten Freund bei sich, hat man mir berichtet.“
Cäpt`n Cook!“ ruft Fridolin.
Viola lacht bestätigend.
Nun das ist ja alles gut und schön,“ murmelt Peter, „ aber wir wissen immer noch nicht, wie wir von hier wegkommen.“
Dann hellt sich sein Gesicht auf.
Die Einhörner!“
Seine Tante schüttelt bedauernd den Kopf.
Ich kann es nicht riskieren meine Einhörner dieser Gefahr auszusetzen. Nur in der Zauberwelt sind sie sicher.“
Enttäuscht lassen alle die Köpfe sinken.
Nun seid nicht traurig. Ich habe eine Idee,“ tröstet Viola.
Zehn Augenpaare blicken sie voller Hoffnung an.
Übermorgen ist Ostersonntag und der Osterhase muss in die Menschenwelt.
Meine Einhörner werden euch zum Osterhasen bringen und von dort könnt ihr dann weiter reisen.“
Die Kinder jubeln und umarmen ihre Tante stürmisch und Vanessa ruft mit leuchtenden
Augen.
Dann treffen wir sicher auch Stummelschwänzchen, Schnucki und Mama und Papa Langohr wieder!“
Viola lacht. „ Ihr werdet euch wundern, die beiden sind schon erwachsen und haben bereits selber Kinder.“
Hieronymus aber springt plötzlich auf und stürmt los.
Wo willst du denn hin?“ ruft Peter ihm nach.
Zu den Koppeln, wir müssen los!“
Stopp!“ ruft Viola und das Kasperle bleibt mitten im Lauf stehen.
Viola und seine Freunde eilen zu ihm.
Was soll das!“ brüllt Hieronymus und versucht vergebens eine Fuß zu heben.
Zornig funkelt er die junge Hexe an.
Beruhige dich, heute ist es zu spät. Es wird bald dunkel und dann ist es zu riskant für meine Einhörner.
Zu viele böse Geister sind um diese Zeit unterwegs.“
Sie schnippt mit den Fingern und Kasperle kann sich wieder bewegen.
Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu Violas Häuschen.
Hieronymus schmollt noch eine Weile, doch bald lacht er wieder, besonders als sie an einigen pinkfarbenen Bäumen und Sträuchern vorbei kommen.
Viola stöhnt: „ Sie kann`s nicht lassen!“
Es wird noch ein vergnüglicher Abend und als sie alle müde in ihren Betten kuscheln, haben sie das böse Abenteuer fast vergessen.
Viola steht in ihrem Zimmer am offenen
Fenster und blickt auf einen blinkenden Stern am Horizont.
Er sendet einen goldschimmernden Strahl auf die Erde, der vor ihrem Fenster endet.
Das Sandmännchen rutscht darauf herunter und landet vor ihrem Zimmer.
Guten Abend, Viola du hast mich gerufen?“
Ja, liebes Sandmännchen, meine Gäste hatten heute ein schlimmes Erlebnis mit der Feuerhexe. Ich bitte dich, ihnen einen guten Schlaf und schöne beruhigende Träume zu schenken.“
Das Sandmännchen nickt ernst, klettert durch das Fenster und folgt Viola in das Zimmer der Schlafenden.
Es greift in seinen Sack und der schimmernde Sand rieselt über die Betten.
Sie bleiben noch eine Weile stehen und als auf den Gesichtern der Schlafenden ein glückliches Lächeln erscheint, verlassen sie leise das Zimmer.








Mittwoch, 1. April 2020

Die abenteuerliche Reise im Ballon Fortsetzung 13


Sie setzen sich auf den Boden des Korbes und überlegen, wo sie mit ihrer Suche beginnen sollen.
Alle waren sich einige, dass sie in der Hafenkneipe beginnen sollten, in der die Zirkusleute sich von dem Direktor verabschiedet haben.
Das sanfte Schwanken des Luftschiffes macht sie schläfrig, hat doch keiner von ihnen vergangene Nacht besonders gut geschlafen.
Bald liegen sie aneinander gekuschelt und schlafen
So bemerken sie auch nicht die unheildrohende
schwarze Wolke über sich und das bösartig grinsende Gesicht von Taifu.
Sie werden erst wach, als der Ballon wild durch
die Luft schleudert, durch Äste kracht und hart auf den Boden aufschlägt.
Ein böses grausiges Lachen ist zu hören – dann Stille.
Benommen bleiben sie einen Moment liegen, dann klettern sie aus dem Korb.
Sie befinden sich mitten in einem dunklen Wald.
Gruselig ist es hier. Es ist, als würden unheimlich böse Wesen sie beobachten. Selbst die Bäume scheinen Gesichter zu haben und sie böse anzustarren.
Mit einem Zischen fährt ein Feuerball durch die Zweige und verwandelt Ballon und Korb in eine leuchtende rote Kugel, die zusammenfällt und nur noch ein Häufchen schwarze Asche übrig bleibt.
Die Feuerhexe!“ flüstert Angela.
Ängstlich rücken sie zusammen und sehen sich furchtsam um.
Angela umklammert das Amulett ihrer Mutter, das Viola ihr zum Abschied gegeben hat und sie spürt wie die Angst von ihr weicht und sie ganz ruhig wird.
Wir müssen versuchen den Weg aus dem schwarzen Wald zu finden,“ fordert sie ihre Freunde auf und ihre Ruhe überträgt sich auf die anderen.
Wie selbstverständlich übernimmt das junge Mädchen die Führung.
Sie zwängen sich durch dichtes dorniges Gebüsch und zwingen sich die drohend blickenden Augen ringsum nicht zu beachten.
Doch der Wald scheint immer dichter zu werden und sie haben das Gefühl im Kreis zu laufen.
Endlich lichten sich die Bäume und sie laufen schneller, um dann enttäuscht stehen zu bleiben.
Ein düsteres, mächtiges Gebäude ragt vor ihnen auf.
Das Schloss der Feuerhexe.
Sie wollen umkehren, doch ihre Füße versagen ihren Dienst, als wären sie festgewachsen.
Eine leise zarte Stimme wispert:
Nehmt euch bei den Händen und egal was passiert, lasst die Hand des anderen nicht los, dann kann euch die Feuerhexe nichts anhaben.
Das Amulett wird euch schützen.“
Schnell fassen sie sich an den Händen, entschlossen sich gegenseitig nicht los zu lassen.
Das Tor der Burg öffnet sich knarrend und zwei große schwarze Hunde mit Augen wie glühende Kohlen rasen auf sie zu und umkreisen sie knurrend.
Bebend vor Angst, aber die Hände fest miteinander verbunden, warten die Fünf was passieren wird.
Eine Frau mit feuerroten Haaren und glühenden schwarzen Augen schlendert die Stufen herunter lächelt sie freundlich an.
Wen haben wir den da, liebe Gäste. Seid willkommen. Wollt ihr nicht eintreten und euch an meinem Feuer wärmen?“
Peter schüttelt heftig den Kopf und umklammert fest die Hand seiner Schwester, die wiederum Hieronymus an der Hand hält, der Fridolin umfasst und dieser fest Angela gepackt hat.
So bilden die Fünf eine Einheit.
In den Augen der Hexe blitzt es kurz auf und ihre eben noch freundliche Stimme klingt ärgerlich.
Dummköpfe! Warum klammert ihr euch so aneinander. So werdet ihr niemals durch die Tür des Schlosses kommen.“
Angela hebt stolz den Kopf und sieht der Hexe furchtlos ins Gesicht.
Wir verzichten auf eure falsche Gastfreundschaft. Ihr habt meine Mutter getötet aus reiner Bosheit und niemals werden wir euer Haus betreten.“
Die Anderen nicken zustimmend.
Wütend zischt die Hexe.
Du bist genauso frech und vorlaut wie deine Mutter. Die hielt sich immer für etwas besseres diese Kräuterhexe. Hahahaaaa!
Und als sie dann einmal ihr schützendes Amulett vergessen hatte, gehörte sie mir!!!!“
Während sie sprach war sie immer größer geworden und eine blutrote Feuerkugel umgab sie.
Die Hund heulen auf und ducken sich ängstlich und die Freunde rücken enger zusammen.
Angela umklammert mit ihrer freien Hand das Amulett ihrer Mutter und sie spürt, wie ein tiefe
Ruhe sie erfüllt und ihre Furcht verschwindet.
Sie drückt beruhigend Fridolins Hand und wie eine Welle strömt die Furchtlosigkeit durch die verschlungen Hände.
Hieronymus blickt die Hexe keck an und meint spöttisch:
Wen willst du mit deiner Kugel beeindrucken?
Da habe ich im Zirkus schon tollere Kunststücke gesehen!“
Die Feuerkugel verschwindet und die Hexe sieht ihn wütend an.
Ihre Hände sind zu Fäusten geballt und sie bebt vor Zorn.
Du nichtsnutziger kleiner Bengel, weißt du wie
wunderbar du brennen wirst!
Das Holz aus dem du geschnitzt bist ist alt, morsch und verfault!“ giftet sie.
Und du freches Ding einer frechen Mutter,“ wendet sie sich an Angela.
Dein Freund ist auch aus Holz, mal sehen wie wunderbar er brennen wird.“
Sie hebt die Hand und ein Feuerblitz schießt aus ihrem Finger und direkt auf Fridolin zu.
Da kommt aus dem Amulett ein goldener Strahl und wehrt das Feuer ab.
Dieses fährt in den nächsten Baum, der hell wie eine Fackel auflodert und dann zu Asche zerfällt.
Mit einem wütendem Aufschrei verschwindet die Feuerhexe zusammen mit ihren Hunden im Schloss.
Sich fest an den Händen haltend gehen die fünf Freunde im Gänsemarsch zurück, in der Hoffnung aus dem düsteren Wald wieder herauszufinden.
Bange ist ihnen ums Herz und ringsum wispert und zischt es.
Immer wieder lodern kleine Flammen auf und lassen sie entsetzt zurück weichen.
Der Wald scheint sie mit dunklen Händen zu umfassen, als wollte er sie nie mehr loslassen.
Mutlos stolpern sie vorwärts.
Jedes Mal wenn sie denken einen Pfad aus dem Wald gefunden zu haben, schieben sich dichte dornige Büsche zusammen und stellen sich ihnen in den Weg.
Wenn wir nur den Ballon noch hätten,“ murmelt Peter und die anderen nicken.
Sie sind müde, wagen es aber nicht sich zu setzen.
Ihre Hände sind immer noch miteinander verbunden.
Ein heller Lichtstrahl fährt aus dem Amulett und lenkt ihre Blicke nach oben.

Dienstag, 31. März 2020

Die abenteuerliche Reise im Ballon Fortsetzung 12




Der schwarze Hengst wiehert freudig und zerrt an dem Zügel, dass Fridolin, der ihn führt, ins Stolpern gerät.
Das Pferd erkennt seine Heimat und als es los prescht haben unsere Freunde alle Mühe ihm zu folgen.
Sie erreichen eine riesige Weidefläche mit mehreren Koppeln, in dessen Hintergrund sich
ein weißes großes Haus mit mehreren Stallungen erstreckt.
Der Hengst stößt ein lautes triumphierendes Wiehern aus und einige Leute, die an den Koppeln standen, kommen auf sie zu gerannt.
Es sind Don Fernando, Kasimir und Muck und Puck.
Jubelnd läuft Hieronymus ihnen entgegen.
Das Wiedersehen der Zirkusfreunde ist einfach rührend.
Als sie später in der gemütlichen Bauernstube sitzen nimmt das Erzählen kein Ende und manche Träne fließt, als sie über den guten Direktor Quirin sprechen.
Leider wissen auch die wiedergefundenen Freunde nicht, wo sich der Direktor befindet
Ebenso wie Angela und Fridolin haben sie ihn zuletzt in der Hafenkneipe gesehen, als er ihnen das Geld übergab.
Auch was aus Cäptn Cook und Eulenspiegel, sowie Gina geworden ist können sie nicht sagen.
Kasimir seufzt:
Ich habe mich noch einmal umgedreht, als wir hinaus gingen.
Er wirkte so unendlich traurig, verwirrt und verloren.
Am liebsten wäre ich umgekehrt und hätte ihn
mitgenommen. Doch ich weiß, dass er das nicht gewollt hätte.“
Bis tief in die Nacht sitzen die Freunde und erzählen.
Immer wieder kommt das Gespräch auf Direktor Quirin.
Don Fernando und seine Freunde wären gerne mitgefahren, doch sie können ihre Pferde nicht im Stich lassen.
Außerdem wäre im Ballon sowieso kein Platz für sie alle gewesen.

Es war früh am nächsten Morgen als Hieronymus nach einer unruhigen Nacht aufwacht.
Böse Träume hatten ihn gequält.
Als er sein Zimmer verlässt begegnen ihm Fridolin und Angela, die ebenfalls nicht mehr schlafen können.
Nach einem gemeinsamen Frühstück in der großen Küche mit den Freunden, die ebenfalls schon wach sind, wollen sie aufbrechen.
Peter beugt sich zu seiner Schwester und murmelt leise:
Der Ballon steht doch noch bei Viola.“
Doch als sie das Haus verlassen steht der Ballon abflugbereit auf dem Hof und Luftikus lehnt lässig dagegen.
Der schon wieder,“ grollt Peter und schon fährt ihm ein Windstoß durch die Haare.
Die Anderen lachen.
Nach einem herzlichen Abschied und dem Versprechen mit Direktor Quirin wiederzukommen, steigen die fünf Kameraden in den Korb und mit Hilfe von Luftikus fliegen sie bald neuen Abenteuern entgegen.
Nachdem der Windgeist sich verabschiedet hat, nicht ohne Peter noch kräftig die Haare zu strubbeln, segeln sie gemütlich durch den
blauen Himmel.