Montag, 30. September 2013

Nur ein Lächeln


Am Freitag schickte mir eine ganz liebe Freundin ein Buch mit dem Titel „Ich schenke dir ein Lächeln“.
Und dieses Geschenk zauberte mir sofort ein Lächeln
ins Gesicht und machte mich froh und der Tag erschien mir plötzlich schöner.
Wie oft stehen wir am frühen Morgen auf, mit den Gedanken schon beim Tagesablauf und während der Kaffee durch die Maschine läuft sind unsere Gedanken schon einige Stunden weiter.
Sollten wir uns nicht auf den Moment besinnen, den erwachenden Tag mit einem Lächeln begrüßen, die erste Tasse Kaffee bewusst genießen und dann mit dem Gefühl: „ich schaffe alles“ sich erst dem Tag und seinen Problemen stellen.
Probiert es mal aus und schenkt gleich am Morgen, wenn ihr aufsteht eurem Spiegelbild ein Lächeln.




Wie ansteckend ein Lächeln sein kann, habe ich als junges Mädchen mal erlebt.
Ich musste eine ziemlich weite Strecke vom Bahnhof in München zu meinem Arbeitsplatz laufen.
Meistens begegnete ich um diese frühe Uhrzeit nur Menschen die mit mürrischen Gesichtern an mir vorbei liefen.
Eines morgens aber sah ich ringsum nur freundlich lächelnde Gesichter.
Ich war damals frisch verliebt und ging wie ein Honigkuchenpferd grinsend durch die Straßen.
Und dieses glücklich verliebte Lächeln spiegelt sich in den Gesichtern aller die mir begegneten.
Ein Lächeln kann ein Echo erzeugen.
Nun wünsche ich euch, dass ihr diese Woche mit einem Lächeln beginnt und alles wird leichter, ihr werdet sehen.

Sonntag, 29. September 2013

Abschied vom Sommer

Obwohl uns der Sommer in den letzten Tagen noch mit herrlichem Sonnenschein verwöhnt hat, müssen wir doch langsam an den Abschied denken.
Draußen an der Mauer habe ich schon mehrere rote Blätter entdeckt, die der Herbst bereits mit flotter Hand gefärbt hat.
Aber ich finde jede Jahreszeit hat ihre schönen Seiten, man muss sie nur sehen.
Bevor ich mich mit einem Gedicht von Frau Ammerich verabschiede, möchte ich euch noch einen schönen Sonntag wünschen.







Abschied vom Sommer




Abends schon die Nebel wallen
Und die Rosen sind verblüht
Welke Blätter sachte fallen
                 Wehmut in die Herzen zieht





Und im Schilf rauscht es so leise
Durch die träumerische Nacht
Eine letzte Abschiedsweise
Hat der Wind daher gebracht







Und die schönen Sommertag
                 Ach wie gehn sie schnell vorbei
                 Armes Herz, dann keine Klage
                 Weckt verlorenes Glück aufs neu





Samstag, 28. September 2013

Oktoberfest - Erinnerungsgeschichte

Nun ist mein Mann bereits seit vier Wochen im Himmel und natürlich fehlt er mir an allen Ecken und Enden. Aber zum Glück habe ich wunderbare Freunde, die mir helfen und zur Seite stehen, doch die wirkliche Trauerarbeit muss ich doch alleine machen.
Dabei hilft mir sehr das Schreiben.
Zum Beispiel habe ich ein Trauertagebuch angelegt, in dem ich jeden Tag meine Gedanken niederschreibe und meinem Mann von meinem Alltag ohne ihn berichte.
Ich muss nun den letzten Abschnitt meines Lebens allein gehen und ich weiß dass ich es schaffe, doch im Herzen wird mein Mann mich immer begleiten.
Auch will ich mich mehr auf das Schreiben von Geschichten konzentrieren und habe schon viel vor.
Unter anderem möchte ich für meine Tochter ein Erinnerungsbuch schreiben und bin schon fleißig am Sammeln von kleinen Geschichten. Einige davon habe ich euch ja auch schon vorgestellt.
Heute möchte ich über das Oktoberfest schreiben, dass ja zur Zeit in München stattfindet und weltweit ein großes Ereignis ist.

Habt ihr euch auch schon mal Gedanken gemacht, warum dieses Fest Oktoberfest heißt, obwohl es doch eigentlich im September beginnt.
Mich hat das interessiert und so habe ich mich mal schlau gemacht.

Am 12. Oktober 1810, 4 Jahre nach der Erhebung Bayerns zum Königreich, wurde die Hochzeit des Kronprinzen Ludwig mit der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen gefeiert. Fünf Tage dauerte das Fest und wurde ein richtiges Volksfest und zum Abschluss fand auf der vor den Toren gelegenen Wiese ein Pferderennen statt. Diese Wiese wurde zu Ehren der Prinzessin „Theresienwiese“ genannt.

Nun fanden hier jedes Jahr Pferderennen statt und gleich im ersten Jahr kam auch noch eine landwirtschaftliche Ausstellung dazu.
1818 erhielt Anton Gruber die Lizenz in seiner Bude Speisen und Bier zu verkaufen.
Auch das erste Karussell, zwei Schaukeln und ein Tontauben-Schießstand wurden aufgestellt.
Da im Oktober aber das Wetter schon sehr kalt war und oft bereits Schneestürme wüteten, stellte man den Antrag das Fest um einen Monat vorzuverlegen.
Der Stadtrat lehnte ab, da die Umgebung der „Wiesn“ noch landwirtschaftlich genutzt wurde und erst die Ernte abgewartet werden musste, bevor die Besucher über die Felder trampelten.
Erst als 1872 die Felder ringsum in Bauland umgewandelt wurden, konnte man den Beginn des Oktoberfestes auf den September verlegen.

ERINNERUNGEN AN 1980

Dass das Leben manchmal an einem seidenen Faden hängt musste ich am 26.9.1980 feststellen.
An diesem Tag ging um 22.20 an einem der Eingänge des Festplatzes eine Bombe hoch und tötete vier Menschen und verletzte 140 Menschen, viele mit Spätfolgen.
Unsere Firma machte an diesem Tag einen Betriebsausflug auf die Wiesn.
Ein Lehrmädchen aus unserem Betrieb, das in meiner Nähe wohnte wurde später von ihrem Freund abgeholt und bot mir an,dass ich mit ihnen fahren könnte.
Da sie nicht in unserer Abteilung arbeitete verabredeten wir uns an eben diesem Eingang.
Während wir dem jungen Mann durch einige Seitengassen zu seinem Auto folgten, hörten wir schon die Sirenen.

München ist eine Großstadt und wir dachten uns nichts dabei.
Auch hatte der junge Mann in seinem alten VW keinen Autoradio und so fuhren wir unbeschwert die fast 70 Kilometer nach Hause.
Als ich die Wohnungstür aufschloss ,fand ich meinen Mann total verzweifelt im Wohnzimmer.
Er hatte von dem Attentat in den Nachrichten gehört und machte sich große Sorgen.
Auch meine Mutter hatte schon bei ihm angerufen, denn auch auch sie war voller Angst um mich. Damals gab es ja noch kein Handy!

Zuerst beruhigten wir meine Eltern, dann verfolgte ich die schreckliche Tragödie im Fernsehen.
Kein schöner Abschluss eines fröhlichen Abends.