Dienstag, 21. März 2017

Das Essen und die deutsche Sprache





Da ich gehbehindert bin und deshalb an das Haus gefesselt, erledigt eine meiner ehemaligen Nachhilfeschülerinnen meine Einkäufe.
Vor einiger Zeit hatte ich große Lust auf Negerküsse oder auch Mohrenköpfe genannt, doch dann fiel mir ein, dass diese Namen ja verboten sind. Was sollte ich also auf meinen Einkaufszettel schreiben.
Inzwischen weiß ich, dass diese Süßigkeit Schaumküsse heißt. Naja.
Nun das Wort Neger wurde also aus unserem Sprachschatz gestrichen. Ich weiß zwar nicht warum, niemals kann ich mich erinnern, dass, als wir das Lied von den zehn kleinen Negerlein sangen andere als fröhliche Gedanken hatten. Und Negerküsse und Mohrenküsse auch der Sarotti erinnern doch nur an eine köstliche Schokolade. Gut ich habe gelernt, das zu akzeptieren.
Aber warum gibt es auf der Speiskarte kein Zigeunerschnitzel mehr. Es ist ja nicht so, dass ein Zigeuner für dieses Gericht sein Leben lassen musste. Es handelt sich vielmehr um ein pikantes leckeres Schnitzel, das nach Art der Zigeuner zubereitet wird. Und das ist doch ein Kompliment.
Wenn ich nun schon mal im Grübeln war, dachte ich:
Warum wird das Wiener Schnitzel, das Frankfurter Würstchen oder der Berliner Pfannkuchen nicht verboten.
(schmunzeln)
Vielleicht bin ich immer noch nicht alt genug, um zu verstehen, was in den Köpfen mancher Menschen so vorgeht.
Ich wünsche euch einen schönen Tag, gestern war ja Frühlingsanfang und ich kann sagen bei uns zeigt er sich wirklich von seiner besten Seite.

Mittwoch, 15. März 2017

Frühlingszauber - Reizwortgedicht

Obwohl diese Wörter sich wirklich für ein schönes Märchen anbieten, ich schaffte es diesmal nur zu einem Gedicht.

Reizwörter:
Blütenkelch – Langschläfer – garstig – unbarmherzig – wirbeln 

Ich wünsche euch einen schönen Frühlingstag 








Frühlingszauber

Ein schöner Jüngling schwebt über das Land
Als Frühling ist er überall bekannt
Wo vor kurzem noch wirbelten die
Schneeflocken
Gelingt es ihm mit frohem Lied die Blütenkelche hervor zu locken
Welch eine Pracht, der Farben bunter Reigen
Dazu spielt der Wind mit seinen Geigen
Die Sonne sie strahlt vom wolkenlosen Firmament
Eine Elfe tanzt selbstvergessen nach einer Melodie, die nur sie kennt
Die Vögel zwitschern voll Übermut
Ja, die Sonne ist für alle gut
Kein Langschläfer will jetzt mehr länger im Bette bleiben.
Sich lieber in der Natur die Zeit vertreiben
Tief einatmen den herrliche Duft
Von Blüten und Frühling geschwängerter Luft
Unbarmherzig und garstig kann heute keiner sein
Da wäre man wohl gänzlich allein
Der Frühling bereitet mit kundiger Hand
Über die Herzen sein wundersames fröhliches Band
Nun atmet auch ihr meine Lieben tief ein
Und denkt daran dieses Jahr kann nur einmal Frühling sein

© Lore Platz




Donnerstag, 9. März 2017

Heute vor 178 wurde in Preußen die Kinderarbeit verboten.





Wie oft klagen doch Kinder in der heutigen Zeit, die alles haben, mir ist sooo langweilig.
Oder sie sind zu faul zum Lernen und dann denke ich, dass früher Schulbildung gar nicht so selbstverständlich war und heute in vielen Ländern immer noch ist.
Kinder ab vier, sechs und acht mussten früher als Dienstboten arbeiten, oder im Bergwerk. Auch wurden sie in die heißen Kamine hinauf gejagt und hatten oft verbrannte verkrüppelte Füße.
Die Kinderarbeit war für die sehr armen Familien ein zusätzliches Einkommen. Und die Unternehmer fühlten sich als Wohltäter, dabei beuteten sie die Kinder aus und zahlten ihnen nur einen geringen Lohn.
Man kann sich eben alles schön reden.
Waisenkinder wurden oft auch im ländlichen Gebiet an Bauern verdingt. In dem Dorf in dem ich wohnte war ein alter Mann, der erzählte uns oft, dass er als achtjähriges Waisenkind zu einem Bauern kam. Sein Leben bestand aus Hunger, Schlägen und Arbeit bis zum Umfallen.Und das ist noch keine hundert Jahre her.
 
Am 9.3. 1839 wurde in Preußen die Kinderarbeit verboten
Das Mindestalter arbeitender Kinder wurde auf neun Jahre festgesetzt, die Arbeitszeit der unter 16jährigen auf zehn Stunden täglich beschränkt sowie ihr Einsatz für Nacht- und Sonntagsarbeit verboten.
Aber das war nicht wegen dem Mitleid mit den Kindern.
1828 machte der königlich preußische Generalleutnant Heinrich von Horn den preußischen König darauf aufmerksam, dass er wegen der in der Industrie verbreiteten Kinderarbeit und der gesundheitlicher Folgen, nicht mehr das erforderlich Truppenkontingent aufbringen könne.
In vielen Ländern gibt es immer noch Ausbeutung und Kinderarbeit und soziale Ungerechtigkeit.
Die wird es geben solange die Menschheit besteht, aber solange es Menschen gibt, die dagegen ankämpfen besteht auch Hoffnung.
Heute spricht man soviel von Kinderarmut und Altersarmut.


Aber wo fängt die Armut an?

Nun wünsche ich euch einen schönen Tag, auch wenn es bei uns trüb und regnerisch ist.
Und denkt daran ein liebevolles Herz ist niemals arm. 

Dienstag, 7. März 2017

Dankeschön





Nun möchte ich ein großes Dankeschön sagen für die vielen Klicks.
Vor Weihnachten waren es noch 78 000 und nun sind es bereits 
103 000. Es freut mich sehr, dass meine Geschichten euch gefallen und will versuchen für euch weiter meine Fantasie spielen zu lassen.

Das Wetter spielt im Moment ja verrückt. Drei Tage war es nun Frühling und nun kommt der Winter wieder mit Schneeregen.
Der alte Geselle macht doch jedes Jahr so ein Getue. Erst will er nicht kommen und dann nicht gehen.
Ganz schön launisch der alte Herr!
Aber wir lassen uns die Laune deshalb nicht verderben. 
Auf den Flügeln der Fantasie wollen wir heute den Tag für uns schön gestalten.

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

Konrad Adenauer





Lasst unseren Horizont die Fantasie sein, denn sie bringt  uns die schönsten Augenblicke.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Tag

Mittwoch, 1. März 2017

Die schlafenden Blumen Reizwortgeschichte

Wie schnell die Zeit doch vergeht, schon haben wir wieder Reizwortgeschichtentag.
Ich hoffe ihr habt den Fasching alle unbeschadet überstanden und wünsche euch viel Spaß beim Lesen!


Reizwörter:


 Pflanzen, Erde, kritisch, freuen, nerven







Die schlafenden Blumen


Betrübt lugte Sternchen die kleine Blumenelfe durch die Wurzeln ihres Winterquartiers.
Es war schon Mitte März, der Winter hielt längst seinen wohl verdienten Schlaf und die Natur sollte zu blühen beginnen.
Doch die Pflanzen schliefen noch, keine Blume streckte ihr Köpfchen aus der Erde.
Sternchen schlüpfte aus ihrer Höhle nach draußen und betrachtete kritisch die große Blumenwiese ringsum, die noch genauso, wie der Winter sie verlassen hatte, aussah.
Der Schnee war durch die warmen Strahlen der Sonne weg geschmolzen und hatte eine braune trostlose Erde zurück gelassen.
Kein Grashalm, ja nicht mal ein Schneeglöckchen, die doch die ersten Boten des Frühlings sind, waren zu sehen.
Hallo, Sternchen, komm mit uns. Die Elfenkönigin will uns sprechen.“
Sternchen blickte nach oben zu ihrer Elfenfreundin Butterblume, die ihr auffordernd winkte und schloss sich den Elfen, die zum Palast der Königin schwirrten, an.
Der große Beratungssaal füllte sich mit kleinen und
großen Elfen und Butterblume und Sternchen fanden gerade noch ein freies Eckchen.
Das Gemurmel, Wispern und gelegentliches Kichern verstummte, als die Elfenkönigin den Raum betrat.
Mit ernstem Gesicht schritt diese zu ihrem Thron.
Sicher habt ihr bereits bemerkt, dass obwohl der Winter sich bereits zur Ruhe begeben hat, noch keine Pflanze zum Leben erwacht ist. Ich habe Rittersporn zu Mutter Erde gesandt, er müsste jeden Moment zurück kommen.“
Unruhe entstand am Eingang und der Elf Rittersporn kam mit schnellen Schritten auf die Königin zu.
Er verneigte sich ehrfurchtsvoll, dann berichtete er, dass die Flöte des Frühlings während er schlief gestohlen wurde. Mutter Erde und auch der Frühling haben sich bereits auf die Suche begeben.
Das war nun eine Aufregung!
Die Königin aber befahl nun, dass auch die Elfen sich auf die Suche machen sollten.
Sternchen und Butterblume saßen auf dem untersten Ast der noch kahlen Birke und überlegten, wer wohl Interesse hätte, das Blühen der Blumen zu verhindern, indem er die magische Flöte es Frühlings stahl.
Doch es fiel ihnen niemand ein. Mutlos erhoben sie sich in die Luft und überflogen das Land.
Etwas blinkte im Sonnenschein und sie sahen unter sich den unfreundlichen Kobold Garstig, der sich immer wieder lauernd umsah, bevor er in seiner Höhle verschwand.
Vorsichtig folgten die Elfen ihm in die Höhle. Als der Kobold sie sah, kam er mit grimmigen Gesicht auf sie zu.
Verschwindet ihr dummen Puten, was habt ihr hier verloren!“
Wir wollten nur nachsehen, was du in deine Höhle geschleppt hast.“
Das geht euch gar nichts an, ihr nervt mich, haut ab.“
Doch Sternchen hatte die Flöte des Frühlings bereits entdeckt.
Strafend sah sie den Kobold an.
Was willst du damit, das ist die Flöte des Frühlings!“
Geht dich nichts an, jetzt gehört sie mir, sie glänzt so schön und ich habe noch nie so etwas schönes gehabt.“
Du hast sie gestohlen!“ rief Butterblume empört.
Nun wird der Kobold verlegen.
Ich habe sie mir nur ausgeborgt, weil sie doch so schön ist und außerdem der Frühling schläft, der braucht sie doch gar nicht.“
Aber er ist bereits aufgewacht und sucht seine Flöte, denn damit muss er die Blumen wecken, damit sie blühen können.“
Was interessiert mich, ob die Blumen blühen!“ brummte Garstig trotzig.
Sternchen grinste.
Die Blumen vielleicht nicht, aber wenn die Walderdbeeren nicht blühen, dann gibt es auch keine Beeren und die isst du doch so gerne.“
Ooooh“ betroffen sah der Kobold die Elfen an, dann
hob er die Flöte auf und zu dritt gingen sie zum Frühling.
Dieser aber spielte seine liebliche Melodie und die Blumen und Pflanzen erwachten und streckten ihre Köpfe der Sonne entgegen.
Garstig wurde nicht bestraft, denn alle freuten sich viel zu sehr, dass die Blumen wieder blühten.


© Lore Platz