Donnerstag, 31. Oktober 2013

Halloween Erinnerungsgeschichte



Halloween

Das Wort leitete sich von „All Hallows Eve“ den Tag vor Allerheiligen ab.
Und der Bezug zu dem Totenreich ergibt sich aus dem Fest Allerheiligen und dem darauf folgenden Allerseelen.
Die Bräuche in der Nacht vom 31.10. auf den 1.11. waren vor allem im katholischen Irland verbreitet.
Irische Einwanderer in der USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an ihre Heimat.
Seit 1990 verbreitet sich Halloween auch in Europa aus, hauptsächlich in Frankreich und im süddeutschen Raum.
Der Brauch Kürbisse an diesem Tag aufzustellen stammt auch aus Irland.
Der Sage nach fing der Bösewicht Jack Oldfield mit List den Teufel und ließ ihn nur wieder frei, gegen das Versprechen, dass er ihm Jack Oldfield nicht mehr in die Quere kommt.
Eines Tages aber starb der alte Jack und natürlich kam er nicht in den Himmel, aber auch der Teufel wollte ihn nicht in die Hölle lassen.
Also irrte er zwischen den Welten umher. Schließlich hatte der Teufel Mitleid mit ihm und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit er im Dunkel besser wandern konnte.
Ursprünglich wurde also eine Rübe ausgehöhlt.
Da es in Amerika aber so viele Kürbisse gibt, höhlte man diese aus.
Der Kürbis ist seitdem als Jack O. Lantern bekannt.

An Halloween werden oft Gruselgeschichten erzählt, aber ich möchte euch eine Geschichte erzählen, die tatsächlich wahr ist und mir, als ich sie hörte, die Haare aufstellten.

Wahrsagen eine gute Geschäftsidee (Erinnerungsgeschichte)

Wart ihr schon einmal bei einem Wahrsager?
Für mich ist das nichts, denn ich will meine Zukunft gar nicht wissen und wenn er mir etwas Schlimmes prophezeien würde, dann könnte ich nicht mehr schlafen und alles würde sich nur noch um diese Vorhersage drehen.
Wenn die Zeiten schlechter werden, dann florieren die Geschäfte mit dem Karten legen, den Horoskop und dem Wahrsagen.
Für viele Menschen ist dies der einzige Weg, um mit ihrer Lebensangst fertig zu werden.
Die meisten dieser „Wahrsager“ sind Scharlatane, die durch geschickte Fragen Informationen aus ihren Klienten herauslocken.
Wenn es nicht zu teuer ist und die Hilfesuchenden beruhigt, dann finde ich es in Ordnung.
Aber mit Hellseherei hat es nicht zu tun.
Wir sind ja alle mit dem sechsten Sinn auf die Welt gekommen, nur ist dieser verkümmert, da wir ihn selten benutzen.
Auch glaube ich, dass es irgendwo auf der Welt einige Menschen noch gibt, die die Gabe des zweiten Gesichts haben, aber die werden dies wohl nicht vermarkten, sondern eher darunter leiden.
In der Familie meines Mannes ist etwas geschehen, das mich sehr nachdenklich macht.
Eine Nichte meines Mannes lernte einen jungen Mann kennen und er warb besonders romantisch um sie.
Sie heirateten, bekamen zwei Kinder und waren sehr glücklich.
Doch je näher sein 40igster Geburtstag kam, um so unruhiger wurde der junge Mann.
Schließlich gestand er seiner Frau, dass eine Wahrsagerin im voraus gesagt hätte, er würde keine vierzig Jahre alt.
Seine Frau lachte ihn aus und meinte, er sollte sich doch wegen so einem Unsinn keine Gedanken machen.
Sein Geburtstag wurde groß gefeiert und jeder klopfte ihm lachend auf die Schulter und meinte:
Siehst du Martin, nun bist du doch 40 geworden.“
Und Martin grinste erleichtert.
Wenige Tage später kam er von der Arbeit nach Hause, rutschte auf der steinernen Stufe zu seiner Wohnung aus und stürzte die Treppe hinunter.
Seine Frau und eine Nachbarin halfen ihm hoch und führten ihn ins Bett.
Keine der beiden Frauen aber hatte bemerkt, dass der einen Schädelbruch hatte und kurze Zeit später war er tot.
Als man mir diese Geschichte erzählte, bekam ich eine Gänsehaut.
Zufall?
Ich wage mir hier kein Urteil.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Pilze sammeln Erinnerungsgeschichte



Der Herbst hat viele schöne Dinge für uns bereit.
Denkt nur an die Kastanien, die wir als Kinder so liebten und aus ihnen mit Hilfe von Streichhölzern kleine Figuren bastelten.
In unserer Kindheit gab es ja noch nicht soviel Spielzeug aber die Natur beschenkte uns verschwenderisch und beflügelte unsere Fantasie.
Die Kürbisse, die erst in den letzten Jahren durch das von Amerika herüber kommende Halloween in Mode kamen wurden zu einem schönen Bestandteil unsere Feste .
Und natürlich hat der Herbst etwas ganz Leckeres für uns angerichtet: Die Pilze!
Ich erinnere mich wie viel Spaß ich beim Pilze sammeln immer hatte.
Mein Vater und ich waren die einzigen Frühaufsteher in unserer Familie und so gingen wir morgens um vier schon los und fuhren in den Wald.
Als ausgesprochenes Papakind war ich glücklich in dieser Zeit meinen Vater ganz für mich allein zu haben.
Damals gab es ja noch nicht so viele Autos und auch wir hatten keines.
Aber mein Vater hatte ein Motorrad.
Das war herrlich!
Mein Vater hatte vor sich einen großen Korb und ich saß hinten und klammerte mich wie ein Äffchen an ihm fest.
Dann ging es durch den frischen Morgenwind hinaus in den Wald zum Schwammerl (Pilze) sammeln.
Damals gab es noch viele Recherl(Pfifferlinge) die ja am besten schmecken und heute doch ziemlich teuer sind.
Mein Vater schnitt die Pilze vorsichtig mit einem kleinen Messer ab, säuberte sie ein wenig und ich durfte sie dann ganz vorsichtig in den Korb legen.
Manchmal wenn der Korb voll war und wir einen Hochsitz in der Nähe fanden, kletterten wir hinauf und saßen ganz still und ließen die Majestät des Waldes auf uns wirken.
Und wenn wir ganz großes Glück hatten sahen wir auch

mal ein Reh oder einen Hirsch mit stolzem Geweih auf die
Lichtung treten.
Ich glaube in diesen Momenten ist die tiefe Liebe zum Wald in mir geboren.
Als wir dann zurück fuhren, hatte mein Vater wieder den Korb vor sich und ich hing wie ein Klammeräffchen hinter ihm.
Später saß ich dann am Tisch und sah meiner Mutter zu, wie sie die Pilze säuberte.
Und während ich dies hier schreibe, fühle ich den leicht erdigen Duft der Schwammerl in meiner Nase.







Pilzberatung


Herr Hut war ein Pilzberater
Das war auch schon sein Vater
Zu ihm kamen zur Herbstzeit viele Leut
Holten über Pilze sich bescheid.

Pilze wuchsen im Wald und auf der Wiese
Leute sammeln jene oder auch mal diese
Dann werden sie nach Haus getragen
Und manche lassen sich beraten

Herr Hut ging selbst öfter in den Wald
suchte seine geliebten Pilze bald
Seine Frau schaute dabei nur zu
Und abends gab es dann Pilzragout.

Dann nahm seine Frau den Stopfpilz zur Hand
Wenn sie in den Socken Löcher fand
Herr Huber studierte Pilzylogogy
Glücklich war er dabei nie

Er ließ sich auch nicht in die Suppe spucken
Sein Fußpilz fing auch an zu jucken
Da fühlte er sich richtig krank
Und er einige Pilsner trank

Die Beatles wurden auch Pilzköpfe genannt
Gekommen waren sie aus England
Zu Herrn Hut kamen sie aber nicht
Denn sie mögen kein Pilzgericht

Eine Pilzvergiftung ist auch nicht zum Lachen
Da kann man schnell den Abflug machen
Schaut lieber ins Pilzbuch im Regal
Giftige Pilze isst man nur einmal  

Die Nachtigall


 

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Haben Tiere eine Seele?

Neulich habe ich einen Artikel darüber gelesen und es ist erstaunlich, immer mehr Forscher geben zu, dass Tiere eine Seele haben.
Prof. Ludwig Hubert vom Messerli-Institut in Wien, sagt:
Tiere können denken und fühlen.“
Und Prof. Birger Puppe vom Leibniz Institut in Dummersdorf meint zu diesem Thema:
"Wenn mit Seele gemeint ist, dass Tiere Gefühle haben, dann haben sie eindeutig eine Seele."
Pfarrer Otto Thonhofer aus Ebeleben, weist auf die Schöpfungsgeschichte hin, die berichtet, dass Menschen und Tieren das Leben gleichzeitig eingehaucht wurde.
In dem Artikel werden einige Beispiele genannt.
In einem chinesischem Zoo wurde ein Elefantenbaby von seiner Mutter verstoßen und das erst wenig Stunden alte Baby weinte, da sind sich die Pfleger einig.
In einem Zoo von Illinois stürzte ein dreijähriger Junge in das Gehege der Gorillas und ein Weibchen hat ihn vor ihren Artgenossen geschützt und zu der Eingangstür getragen, wo die Pfleger den Jungen heraus bringen konnten.
Vor der Bucht von San Francisco verfing sich ein Buckelwal in einem Krabbennetz.
Vier Taucher kämpften stundenlang, um das riesige Tier zu befreien.
Der Wal schwamm dann nicht gleich davon, sondern umkreiste seine Retter und stupste jeden einzelnen an, als wollte er sich bedanken.
So gibt es viele Beispiele.
Ob die Ratte, die in einem Pflegeheim in Schleswig Holstein einem demenzkranken, durch Medikamente ruhig gestellten, Mann mehrere Bisswunden zufügte, wohl auch eine Seele hatte?
Oder gibt es auch bei den Tieren gute und böse Seelen?

Wie treu bis über den Tod hinaus ein Hund sein kann, das habe ich vor vielen Jahren erlebt.
Wir wohnten damals in einem kleinem Dorf und ich war Tagesmutter und Pflegemutter, hatte also für viele Leute zu kochen.
Leider war kein Geschäft im Ort und mein Mann arbeitet Schicht, also orderte ich die Firma Eismann.
Zwei Jahre kam der gleiche Fahrer, ein netter sehr sympathischer junger Mann nun alle vier Wochen in unseren Hof gefahren.
Auf dem Beifahrersitz saß sein bester Freund, ein deutscher Schäferhund.
Ein schönes Tier und besonders brav. Er saß aufrecht auf dem Sitz, mit leicht heraus hängender Zunge und beobachtete alles ganz genau.
Eines Tages aber saß am Steuer ein anderer Fahrer.
Nanu, hat Herr … Urlaub?“ fragte ich den Mann.
Doch traurig schüttelte dieser den Kopf und ich erfuhr folgende Geschichte:
Es war ja Winter und der junge Mann ging mit seinem Hund an einen einsam gelegenen See um Schlittschuh zu laufen.
Dann ist er eingebrochen und nicht mehr heraus gekommen.
Am nächsten Morgen fand man den halb erfrorenen Hund bei den Schuhen seines Herrn.
Die ganze eiskalte Nacht hatte der treue Hund ausgeharrt und geduldig auf seinen Herrn gewartet.






 Ein Hundeleben


Im Ort lebte noch ein Junggeselle,
schon erwachsen, nicht ganz helle,
faul wie eine Sau voller Frust,
zu einer Arbeit hat er wenig Lust.

Vor der Glotze liegt er jede Stund
Denkt dabei nicht an sein Hund,
der sehr abgemagert ist,
da er selten Fressen kriegt.

Dieses Tier ist dem Herrn treu ergeben,
teilt mit ihm ein tristes Leben,
er wird täglich nur einmal gesichtet,
wenn er dann sein Geschäft verrichtet.

Er darf da kurze Zeit hinaus,
Gerade mal bis vors Haus,
sein Herr steht nur in der Tür,
hat kenne Zeit für das arme Tier.

Der Hund tut einen Platz sich suchen,
der Herr ist nur am fluchen
der Hund läuft schnell zum Nachbar hin
gerade dort, wo die Blumen sind.

Der andere Nachbar pflegt sein Heim
aber der Hund setzte sich hinein,
und das schöne Blumenkissen,
wurde immer von dem Hund beschissen.

Der Blumenpfleger hatte da einen Groll,
er hatte ja schon lange die Nase voll,
da ging er dieser Sache auf den Grund,
und bemächtigte sich des Nachbars Hund.

Er sperrt ihn ein paar Tage in sein Haus,
führt ihn dann jeden Abend aus,
Der Nachbar freute sich dass er ihn los geworden,
konnte er doch immer vor der Glotze hocken.

Der Hund hatte nun ein schönes Leben,
den Blumen hat er nichts mehr gegeben,
Herr und Hund täglich ausgegangen sind,
Beide freuten sich über den Gewinn.


Die Nachtigall






Mittwoch, 16. Oktober 2013

Die alte Bank - Gedicht





Gestern habe ich aus meinem Fenster einen Baum fotografiert, dessen roten Blätter einmalig sind.
Der Herbst ist eben der beste Maler.
Jede Jahreszeit hat etwas schönes, der Winter hüllt die Landschaft in eine weiße Decke, der Frühling erweckt die Natur zum Leben und erfreut  uns nach dem ewigen Weiß des Winters mit frischen Grün.
Auch der Sommer hat seine Farben, das goldgelb des Getreides, die üppigen Farben von Obst und Gemüse.
Und der Herbst färbt seine Blätter bunt und erfreut uns mit den allerschönsten Farben.


Die alte Bank am Weg

Am Wegrand eine alte Bank
Dort draussen vor der Stadt
Ein Pärchen sitzt da und es staunt
Wie sich die Zeit verändert hat

Wo sind die schönen Gärten hin
Voll Rosenduft und Flieder
Ja Frauchen auch wir werden alt
Die Jugend kehrt nicht wieder

Weißt du noch wie in Heimlichkeit
Wir Küsse hier getauscht
Und auf der Bank voll Seligkeit 
Dem Amselschlag gelauscht

Sie sinnen still im Sonnenschein
Wie lang ist das schon her
Die schöne Zeit, die ist vorbei
Der Herbst steht vor der Tür

Schau Frauchen auch der Herbst ist schön
In seiner bunten Pracht
Die Jahre kommen und vergehn
Eh man es nur gedacht

Und in der Sonne letztem Schein
Sie still nach Hause gehn
Am Wegrand nun die leere Bank
Die bunten Blätter wehn

Es treibt der Wind sein loses Spiel
Bis das letzte Blatt versinkt
Mir ist als ob dort hinterm Zaun
Ein neuer Frühling winkt 

 





 

Freitag, 11. Oktober 2013

Hilfe bringt die Feuerwehr - Erinnerungsgeschichte

Als ich unlängst in meiner Fotokiste kramte, fiel mir ein Bild von einer Gruppe Schäffler aus dem
Jahre 1949, übrigens meinem Geburtsjahr, in die Hände.
Ob mein Vater deshalb diese Gruppe aufgenommen hat?
Der Legende nach wurde der erste Tanz der Schäffler in München im Jahre 1517 während einer Pestepidemie aufgeführt, als sich die Menschen nicht mehr auf die Straße wagten.
Doch erstmals nachgewiesen ist der Schäfflertanz im Jahre 1702.
Die Legende dürfte im 19. Jahrhundert entstanden sein.
Denn ob 1517 in München wirklich eine Pestepidemie war, kann nicht nachgewiesen werden.
In den Sterberegistern dieser Zeit standen keine auffälligen Todesraten.
Die Tanzfiguren der Schäffler bestehen neben den Tänzern, aus dem Vortänzer, dem Fass -Schlager
( Sie schlagen mit dem Hammer auf die Fässer)
und den Reifenschwinger, die einen Holzreifen in dem auf einer kleiner Vertiefung ein volles Weinglas (oder Schnapsglas) steht schwingen, ohne einen Tropfen zu verschütten.
Vergessen darf man auch natürlich den Kasperl nicht, der mit Gstanzl (gesungene Reime) die Leute derblekkt (verspottet)

Das Dreimädelhaus
Einmal war sogar meine große Schwester Karin Ziel ihres gutmütigen Spottes.
Meine Schwester arbeitete im Sommer nebenbei in einem Biergarten als Kellnerin.
Eines nachts, nachdem sie noch abgerechnet hatte setzte sie sich ins Auto und fuhr die etwa
15 Kilometer nach Hause.
Ich kann mich noch erinnern, es war eine hellblauer Opel mit weißem Dach und gehörte meinem Vater.
Zu Hause angekommen stellte meine Schwester fest, dass sie die Schlüssel liegen gelassen hatte.
Wie nun ins Haus kommen, ohne alle rebellisch zu machen.
Sie sammelte einige Kieselsteine und bombardierte mein Fenster.

Aber ich schlief natürlich so tief wie ein Bär im Winter und hörte nichts.
Es war zwar Sommer, aber im Auto schlafen wollte meine Schwester nun doch nicht, auch zurückfahren hatte keinen Sinn.
Denn auch in dem Gasthof würden alle jetzt friedlich schlafen.
Sie schaute sich um, als ein herzhaftes Lachen hinter ihr ertönte.
Über den Dorfplatz kamen zwei Floriansjünger geschlendert, die ihre Bemühungen schon eine
Zeitlang feixend beobachtet hatten.
Karin schilderte kurz ihre blöde Situation.
Dann wollte sie wissen, was die beiden zu so später Stunde noch hier machten.
Die beiden jungen Männer deuteten hinüber zum Sparkassenplatz wo ein wunderschöner Altar aufgebaut worden war und drei weiter Floriansjünger eifrig winkten.
Morgen war nämlich Primiz und die jungen Burschen mussten den Altar bewachen.
Karin schlenderte mit ihnen hinüber und mit großem Hallo wurden sie begrüßt.
Für die Feuerwehrmänner war dies eine willkommene Abwechslung in der langweiligen Nachtwache.
Karin wurde eine Leberkässemmel in die Hand gedrückt und auch aus der kreisenden Bierflasche durfte sie einen Schluck nehmen.
Als die Kirchturmuhr aber dreimal schlug, bekam meine Schwester doch einen Schrecken.
Nun wurde beratschlagt, wie man dem Mädchen helfen konnte und dann kam einer auf die glorreiche Idee das Feuerwehrauto zu holen und Karin sollte dann über die ausgefahrene Leiter in das offen stehende Wohnzimmerfenster im ersten Stock klettern.
Vergnügt machten sich alle auf den Weg zum Spritzenhaus.
Für die Jungs war das eine Riesengaudi.

Unter viel Gelächter wird das große rote
Feuerwehrauto geholt und vor unserer Wohnung dann die Leiter ausgefahren.
Unter den leisen anfeuernden Rufen der jungen Männer kletterte Karin hinauf.
Bevor sie im Zimmer verschwand warf sie ihren freundlichen Kavalieren noch eine Kusshand zu.
Beim nächsten Schäfflertanz wurd diese Geschichte dann als Gstanzl gesungen.
Und erst da haben meine Eltern alles erfahren.
Übrigens sind die Schäffler auch auf dem Rathaus von München zu sehen.






Mittwoch, 9. Oktober 2013

Kleine Geste, große Wirkung - Erinnerungsgeschichte


Früher war alles besser, das sagt man oft, weil man vielleicht auch im Rückblick alles ein wenig verklärter sieht.
Aber ich habe noch eine schöne Erinnerung an den
Tante Emma“ Laden, in den meine Mutter mich immer schickte. Die alte Frau mit der altmodischen Frisur und der großen Schürze war immer freundlich und wenn ich dann den Zettel meiner Mutter hin geschoben habe mit dem abgezählten Geld, dann schenkte sie mir ein freundliches Lächeln.
Während die alte Frau, deren Namen ich leider vergessen habe, alles zusammensuchte ließ ich meinen Blick im Laden herum schweifen.
Es gab soviel zu sehen, all die Dosen, Gläser und geheimnisvolle Päckchen die in den Regalen aufgereiht waren.
Und über allem lag ein wunderbarer Duft.
Eine Mischung aus Gewürzen und frischem Brot.
Wenn ich dann das Einkaufsnetz in die Hand gedrückt bekam, durfte ich noch in das große Glas neben der Kasse greifen und mir ein Bonbon herausangeln.
Am liebsten mochte ich die klebrigen Dinger, die aussahen wie eine rote Himbeere.
Wie auf Wolken schwebte ich dann aus dem Laden.
Und wenn ich einmal zu wenig Geld dabei hatte, durfte ich es am nächsten Tag bringen.
Der Betrag wurde in einem großen Heft dann
eingetragen.
Meist schickte mich meine Mutter aber sofort wieder los, denn sie mochte keine Schulden.

Heute wäre das doch undenkbar.
Stellt euch mal vor, ihr steht in einem großen Supermarkt, eine Schlange hinter euch und stellt beim Bezahlen fest, ihr habt zu wenig Geld dabei.
Dazu möchte ich euch eine kleine Geschichte erzählen.


Kleine Geste, große Wirkung



Gleich nach Schulabschluss fing ich in einer großen Versicherung an zu arbeiten.
Ich kann mich noch genau an meinen ersten Arbeitstag erinnern.
Nachdem ich mich bei meinem neuen Chef vorgestellt hatte, führte er mich in ein Büro mit sechs Schreibtischen und stellte mich meinen zukünftigen Kollegen vor.



Auf einem der Schreibtische stapelten sich die Kontoauszüge, da der ältere Herr, der für die Ablage zuständig war, gerade Urlaub hatte.
Dorthin musste ich mich setzen und die Kontenblätter einzeln in Einhängeordnern ablegen.
Nebenbei wurde ich auch noch von meinen Kollegen als Bürobote eingesetzt und sie schickten mich im ganzen Haus herum.
Da ich extrem schüchtern war und bei der kleinsten Kleinigkeit rot wie eine Tomate wurde, fiel es mir nicht immer leicht und vor allem fehlte mir noch das nötige Sachwissen, wenn ich in einer anderen Abteilung etwas zu klären hatte.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre, wie mein Vater immer zu sagen pflegte.
In der Mittagspause lief ich alleine durch die Straßen, da ich ja niemand kannte und einmal auf dem Rückweg zur Arbeit, ging ich in einen Supermarkt.
Ich reihte mich mit meinem Obst in der Schlange vor der Kasse ein.
Vor mir stand eine ältere Dame und die Kassiererin tippte eifrig die Waren ein.
Die Dame zählte das Geld und stammelte verschämt:
Ich habe eine Mark zu wenig dabei.“
Die Schlange hinter mir scharrte ungeduldig mit den Füßen, die Kassiererin blickte leicht genervt und die alte Dame war furchtbar verlegen.
Spontan öffnete ich meinen Geldbeutel und drückte der völlig verdutzten Frau ein Markstück in die Hand.
Hier nehmen sie bitte!“
Sie sah mich überrascht an, dann lächelte sie strahlend, bedankte sich herzlich und es konnte weiter gehen.



Einen Apfel essend schlenderte ich zurück in die Firma.
Auf meinem Schreibtisch lagen schon wieder einige Akten mit Anweisungen meiner Kollegen.
Ich nahm den Stapel auf den Arm und machte mich auf den Weg durch das sechsstöckige Gebäude.
Doch heute war alles irgendwie anders.
In jedem Zimmer grinsten mich meine Kollegen freundlich an, dass ich schon dachte, mir wäre eine zweite Nase gewachsen.
Erst im sechsten Stock, als ich das Zimmer einer Kollegin betrat, die sehr nett war und mit der ich mich gerne unterhielt, klärte sich die Sache auf.
Die Frau, der ich das Markstück gegeben hatte, war eine langjährige Mitarbeiterin der Firma und kannte mich vom sehen, während ich keine Ahnung hatte.
In Windeseile hatte sich meine spontane Tat in der Firma herum gesprochen und seit dieser Zeit war ich Eine von ihnen.
17 Jahre arbeitet ich in dieser Firma und blieb bis zur Geburt meiner Tochter und arbeitete gerne dort.
Nur als ich später selber Lehrlinge ausbilden durfte, habe ich sie nicht nur als Büroboten benutzt.


Montag, 7. Oktober 2013

Der Zoo Gedicht - Liebesgeschichte


Fast jeder Mensch liebt einen Spaß
Man geht in den Zoo und hat da was
Wenn es nichts zum Lachen gibt
Erfindet man das, was beliebt

Fast alle Tiere dieser Welt
Werden dort ja vorgestellt
Vom Elefanten bis zum Flo
Gibt es zu sehen in dem Zoo


Ein Flusspferd im Gehege
Trabt dort seine Wege
Wie war das herrlich anzusehn
Fast wie Tante Berta so schön



Bei den Affen gab es einen Spaß
Die spritzten uns mit Pi-Pi nass
Und was die noch alles machten
Das fanden wir zum Lachen



Schaurig waren die Krokodile
Die waren alle aus dem Nile
Sie waren grad beim Fressen 
Die Reise zum Nil möchte ich vergessen

Man ging weiter seiner Wege
Und kam in das Felsengehege
Viel Tiere waren dort zu sehen
Staunend blieb man dann dort stehen

Auf einem Schild war da zu lesen
Angegeben waren folgende Wesen
Hier lebt das Murmeltier
Aus den Alpen - nicht weit von hier

Da kam die Kindheit mir in den Sinn
Zum Murmel spielen zog es mich hin
So dacht ich an die schöne Zeit
Liegt weit zurück, so weit, so weit



Bei den Elefanten hatten wir Glück
Die kamen gerade von der Fütterung zurück
Der Eine hielt seinen Rüssel her
Wahrscheinlich wollte er noch mehr



Löwe, Tiger und Giraffen
Vögel, Fische, Menschenaffen
Und noch viele anderen mehr
liefen in dem Zoo umher




Dieser Tag, der schnell verging
Unsere Gedanken an den Tieren hing
Die dort lebten in Gefangenschaft
Man hat sie aus der Freiheit weg gerafft 

Die Nachtigall





 
Beim Durchblättern einer Zeitung stieß ich auf folgende süße Liebesgeschichte, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
In einem Safaripark in der Nähe von Florenz lebte eine Eselin namens Jade. Übrigens ein schöner Name finde ich.
Jade entstammt einer sehr seltenen und alten Rasse toskanischer Bauernesel und sollte eigentlich für den Erhalt dieser Rasse sorgen.
Doch die Liebe kam dazwischen.
Als ein Wanderzirkus pleite ging und niemand wusste wohin mit den Tieren nahm der Safaripark sie auf.
Bei diesen Asylanten war auch der Zebrahengst Martin.
Jade und Martin verliebten sich ineinander und manches sehnsüchtige Wiehern und Iaaaen flog über den Zaun, der die beiden trennte.
Und eines Nachts sprang Martin tollkühn über den Zaun und eilte zu seiner Liebsten.
Und im silbernen Schimmer des Mondes säuselte er ihr all die süßen Worte, die nur Liebende finden, ins Ohr.
Und die Folgen dieses süßen Geplänkels könnt ihr auf den
Fotos sehen.
Happyend einer bezaubernden Liebesgeschichte mit einem süßen Ergebnis.







Sonntag, 6. Oktober 2013

Erlebnis im Zoo Ende


Eine schwarze Nase taucht zwischen dem Blättergewirr auf und eine breite rosa Zunge angelt nach dem Blatt auf dem die Beiden sitzen.
Birkenblüte schlägt mit dem Zauberstab auf die Nase des Ungetüms.


Die Blätter teilen sich und zwei samt braune Augen
blinzeln sie an.
Ach, du bist es Birkenblüte, warum schlägst du mich?“
Weil du großer Dummerjan uns beinahe mit den Blättern verschlungen hättest.“
Verzeihung!“
Guck das nächste Mal, was du frisst, Gerlinde!
Übrigens darf ich dir meine Freundin Ramona vorstellen.“
Guten Tag,“ grüßt das Mädchen schüchtern.
Guten Tag, du bist ein wenig ungewöhnlich angezogen.“
Nun sie ist ja auch ein Menschenkind und sie hat einen großen Wunsch, bei dem du uns helfen kannst.“
Gerne, was wünscht du dir denn Kleine?“
Wieder ist es Birkenblüte, die antwortet, denn Ramona bleibt vor lauter Verlegenheit stumm.
Sie möchte gerne auf deinem Hals hinunter rutschen.“
Gerlinde lacht herzlich.
Was für ein ungewöhnlicher Wunsch, aber bitte ich erfülle ihn dir gerne.“
Gutmütig streckt sie ihre Nase nach vorn und die beiden kleinen Wesen klettern auf ihr entlang bis hinauf zur Stirn.
Zwischen den Ohren setzen sie sich nieder.
Nun los, Ramona, lacht Birkenblüte und die Giraffe macht einen extra langen Hals, damit eine schöne steile Rutschbahn entsteht.
Hurra! War das ein Spaß den langen Hals hinunter zu rutschen. Doch Ramona hat soviel Schwung. Dass sie über den Rücken der Giraffe schlittert und diese ganz schnell den Schwanz hebt, damit das Mädchen nicht zu Boden stürzt.
Birkenblüte taucht neben ihr auf.
Wie war es!“
Wundervoll!“ jubelt Ramona
Doch nun komm, der Zoo wird bald schließen.“
Sie danken Gerlinde, sagen Lebewohl und Ramona wird auf einmal sehr, sehr müde.

Sie hört die Stimme ihre Mutter.
Manfred, Sonja ich habe sie gefunden, beim Giraffenhaus, sie schläft!“
Mühsam öffnet Ramona die Augen, dann lächelt sie ihre Mutter an.
Mama ich hatte einen wunderschönen Traum!“


Samstag, 5. Oktober 2013

Erlebnis im Zoo Fortsetzung 4




Birkenblüte hebt ihren Zauberstab ein goldener Sternenregen fällt auf Ramona herab.
Sie spürt ein Kribbeln und Ziehen in ihren Gliedern und beginnt zu schrumpfen.
Die Elfen schütten sich aus vor Lachen, als das Mädchen in Jeans und T-Shirt und festen Schuhen, aber nicht größer als eine Elfe unter ihnen weilt.



Ramona aber staunt.
Wie anders sieht die Welt aus, wenn man nur daumengroß war. Jeder Grashalm erschien wie
ein Baum. Ein Käfer, der schwerfällig vorbei krabbelt hat die Größe eines Pferdes und ein Regenwurm, der gerade aus seinem Loch krabbelt,kommt ihr vor wie eine Schlange.
Birkenblüte nimmt Ramona an der Hand und fliegt mit ihr über eine Mauer in einen großen wunderschönen Garten voller prächtiger Blumen.
Unter jeder Blume befindet sich ein zierliches hübsches Häuschen und mitten in einem duftendem Rosenbusch liegt ein Schloss.


Wie staunt Ramona, als die Elfenkönigin sie von Zimmer zu Zimmer führt.
Im Arbeitszimmer wird sie dem König vorgestellt und im Salon mit Honigtee und Blumenkuchen bewirtet.
Viel zu schnell vergeht die Zeit, aber Birkenblüte drängt zum Aufbruch, denn bald würde der Zoo schließen.
Mit Ramona an der Hand fliegt die Elfenkönigin über die Mauer zurück zum Zoo.
Bald tauchen unter ihnen die Käfige und Tiergehege auf. Auch die Menschenmassen sind wieder zu sehen und es wird lauter.
Sie landen auf einem Baum.



Freitag, 4. Oktober 2013

Erlebnis im Zoo Forstetzung 3



Petersilie, du Dummchen, das ist ein Menschenkind und sie trägt eine Brille, damit sie besser sehen kann. Weil du sie an der Nase gekitzelt hat, musste sie niesen, „ ließ sich ein feines Stimmchen vernehmen.
Sie gehörte einer wunderschönen Elfe, die etwas größer als die anderen war.




"Hallo, ich bin Birkenblüte, die Königin der Elfen. Herzlich willkommen in unserem Reich und wer bist du?“
Ich bin Ramona und habe mich verlaufen.“
Die Elfenkönigin spreizt ihre Flügel und fliegt auf Ramonas Hand.
Nun werden auch die Blumenelfen zutraulicher.
Sie fliegen auf das Knie, die Schultern, die Arme, ja selbst auf den Kopf des Mädchens und erzählen mit ihren zarten Stimmen vom Elfenreich und ihren Aufgaben die Blumen zu pflegen und zu behüten.
Ramona bekommt richtig Lust das Elfenreich auch einmal zu besuchen und spricht diesen Wunsch auch aus.
Plötzlich verstummt das Gezwitscher der kleinen Leute und es wird mucksmäuschenstill.
Das geht doch nicht. Du würdest mit deinen großen Füßen unsere Häuser zertrampeln!“ ruft eine kleine Elfe und die anderen murmeln zustimmend.


Birkenblüte aber lächelt.
Nun Ramona, wie du sicher weißt hat ein Menschenkind, dem es gelingt das Märchenreich zu betreten, drei Wünsche frei. Ich kann dir deinen Wunsch erfüllen.“
Unwilliges Murren ringsum ertönt.
Birkenblüte hebt die Hand: „Vertraut mir!“
Ramonas Augen aber leuchten.
Du hast noch zwei Wünsche frei.“
Das Mädchen braucht nicht lange zu überlegen.
Ich möchte zu meinen Eltern und meiner Oma zurück!“
Dabei kann ich dir helfen, dein dritter Wunsch?“
Nun wird Ramona etwas verlegen, sie geniert sich den dritten Wunsch auszusprechen.
Aufmunternd lächelt die Elfenkönigin ihr zu.
Ich möchte so gerne vom Hals einer Giraffe rutschen.“
Die kleinen Leute fangen herzlich an zu lachen.
Birkenblüte schmunzelt:
Ein ungewöhnlicher Wunsch, aber ich kann ihn dir erfüllen. Doch nun will ich dir unser Reich zeigen.“





Donnerstag, 3. Oktober 2013

Erlebnis im Zoo Fortsetzung 2

Das hast du nun davon!“ hört sie eine ärgerliche
Stimme piepsen.
Ein daumengroßes pummeliges Wesen steht zu ihren Füßen und sieht ziemlich grimmig drein.
Wer bist denn du?“
Ich? Ich bin Rosalia die Kinderfrau der Elfenkinder, die du mit deinem Geschrei aufgeweckt hast und nun haben meine Mädchen alle Hände voll zu tun die Kleinen wieder zu beruhigen.“
Ramona sieht sich suchend um.
Blumenelfen, wo sind sie denn?“
Wo sie sind!“ ruft das Persönchen vorwurfsvoll.
Versteckt haben sie sich. Sie haben ein feines Gehör und du mit deinem Gebrüll hast sie in Angst und Schrecken versetzt.“
Entschuldige, das wollte ich nicht. Ich war nur so verzweifelt, weil ich mich verlaufen habe,“ meint Ramona und wieder treten Tränen in ihre Augen.
Schon gut, schon gut, fang bloß nicht wieder an.“
Das Mädchen lächelt unter Tränen.
Keine Angst, ich werde nicht mehr laut werden, versprochen.“
Das ist gut,“ seufzt die Kinderfrau erleichtert,
ich werde jetzt die anderen holen.“
Darf ich mit gehen?“
Entsetzt schüttelt Rosalia den Kopf.
Nein, du würdest mit deinen Riesenfüßen womöglich noch ein paar Elfen zertreten. Bleib lieber hier!“
Du kommst auch bestimmt wieder zurück?“
Keine Sorge!“
Die Elfe verschwindet im Gras und Ramona sieht nur wie die Grashalme sich schnell bewegen, als würde der Wind sie streifen.
Es dauert nicht lange, da vibriert die Luft von feinen Schwingen und Ramona sieht eine dunkel Wolke, die auf sie zukommt.
Erst als diese näher kommt, kann sie viele Elfenfrauen und Elfenmänner erkennen.
Sie lassen sich in einem Kreis um das Mädchen im Gras nieder.
Nur ein paar besonders Kecke schwirren um Ramonas Kopf, zupfen sie an den Haaren, streifen ihre Wangen, was das Mädchen zum kichern bringt, weil es kitzelt.
Ein besonders freches Ding setzt sich sogar auf ihre Nase und klopft gegen die Brille.
Ramona muss niesen und das kleine Ding stürzt herunter, schlägt einen Salto in der Luft und landet mit wild schlagenden Flügeln im Gras.
Verdutzt starrt sie auf das Mädchen und fragt Rosalia.
Was ist denn das für ein Wesen?
Es trägt Fenster vor den Augen und prustet wie ein Drache!“