Mittwoch, 30. April 2014

Der Wonnemonat Mai





Kein Monat wird so besungen wie der Mai.
Das bekannteste Lied, dessen Text von Emanuel Geibel (1815 – 1884) stammt ist wohl:

Der Mai ist gekommen
Die Bäume schlagen aus
Da bleibe wer Lust hat
Mit Sorgen zu Haus
Wie die Wolken wandern
Am himmlischen Zelt
So steht auch mir der Sinn
In die weite, weite Welt

Es ist auch ein schöner Monat, der Mai, denn er läutet endgültig den Frühling ein.
Nach den Kapriolen des Aprils sollte das Wetter sonnig und beständig sein.
Und in den Herzen erwacht die Liebe.
Früher sind die jungen Männer in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai in den Wald gegangen, um eine Birke zu schlagen.
Diese stellten sie dann vor das Haus ihrer Liebsten, als Symbol der Fruchtbarkeit.
So entstand wohl der Maibaum.
In Bayern wird ja der erste Mai mit dem Aufstellen des Maibaums gefeiert.
Am 30. April wird noch eine Maiwache aufgestellt, damit die Burschen des Nachbardorfes den schön geschmückten Baum nicht stehlen.
Sollte es diesen mit List und Tücke dann doch gelingen, dann müssen die Verlierer ihn mit sehr viel Bier wieder auslösen.
Ist alles dann glücklich überstanden und der wundervoll
geschmückte Maibaum ist aufgestellt und seht in seiner ganzen Pracht unter dem weiß blauen Himmel, dann wird gefeiert mit Bratwurst und dem würzigen „Maibock“, dass die Stimmung allmählich anheizt.

Die Nordlichter stellen keinen Maibaum auf, sie machen einen Maigang.
Früh am Morgen geht es mit einem Bollerwagen voller hochprozentiger Getränke hinaus ins Grüne.
Während dem Marsch wird der Bollerwagen immer leerer und die lustige Gesellschaft immer voller.

Aber der erste Mai ist auch der „Tag der Arbeit“ .
Ein Feiertag, der seinen Ursprung in der USA hat.
Am 1. Mai 1886 haben die Gewerkschaften einen Generalstreik ausgerufen, denen 400 000 Beschäftigte aus 11 000 Betrieben folgten.
Warum gerade der 1. Mai gewählt wurde ist wohl darauf zurückzuführen, dass an diesem Tag traditionell die neuen Verträge ausgehandelt wurden.
Ziel des Streiks war den zehn Stunden Tag auf acht Stunden zu senken.
1860 war es bereits gelungen den 13 Stunden Tag auf zehn Stunden zu verringern.
Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.
Leider kam es in Chicago zu blutigen Ausschreitungen. Sieben Polizeibeamte starben durch ein Bombe und 4 der Arbeitsführer wurden zum Tod durch den Strang verurteilt.
Auch erschwerte das in Zukunft den Arbeitskampf sehr,
doch wenigstens 20 000 Arbeiter erhielten einen 8 Stunden Tag.
Nun in Amerika ist dieser Tag kein Feiertag, dagegen aber in Europa und auch er wird genutzt zum Arbeitskampf.
Leider geht auch dieser Tag nicht ohne Krawalle vorüber und Morgen werden 700 Polizisten in Berlin in Bereitschaft stehen.






Meine Erinnerungen an den Mai sind sehr schön. Denn das Aufstellen des Maibaums mit den schönen geschnitzten Figuren war für uns Kinder immer aufregend und dann gab es noch die Maiandacht.
Jeden Tag um 19Uhr 30 begann sie und das war herrlich für mich.
Denn sonst musste ich immer um 19Uhr bereits ins Bett.
Fünf Minuten vor 19Uhr kam das Sandmännchen mit einer kleinen Geschichte im Radio und dann ging es ins Bett.
Doch nicht im Mai.
Jeden Tag durfte ich mit meiner großen Schwester zur Kirche gehen.
Dort traf ich meine Schulkameraden und wir tobten um das Kriegerdenkmal, um dann später erschöpft auf der Kirchenbank ausruhend den herrlichen Marienlieder zu lauschen.





Dienstag, 29. April 2014

Reizwortgeschichte: Wie Zwurrli in den Marmeladentopf fiel


Heute ist ja wieder unser gemeinsamer Reizwort-Geschichten- Tag und diesmal sind die Wörter:
Liegestuhl, Marmelade, schwimmen, einsam, rosa
dran und ihr werdet sehen, dass drei wundervolle vollkommen verschiedene Geschichten entstanden sind.
Viel Vergnügen beim Lesen

Übrigens ich selbst habe mich in Zwurrli verliebt und denke, dass es noch mehr von seinen Abenteuern gibt.


  



Wie Zwurrli in den Marmeladentopf fiel



Es war ein schöner sonniger Frühlingstag. Schmetterlinge tanzten vergnügt um die bunten Tulpen im Beet.
Bienen krabbelten summend in die weit geöffneten Narzissen, um dann mit schweren Körbchen wieder herauszukommen.
Auf dem Liegestuhl lag eine Frau, sie war nicht mehr ganz jung, denn die Jahre hatten ihre einst dunklen Haare ergrauen lassen.
Ihre Augen waren geschlossen, doch sie schlief nicht.
Sie ließ ihre Gedanken wandern und genoss das Summen der Bienen und das Zwitschern der Vögel.
Nach langer Zeit fühlte sie sich wieder frei und glücklich.
Lange hatte es gedauert, bis sie den großen Schmerz um den Verlust ihres Mannes überwunden hatte.
Und die erste Zeit fühlte sie sich sehr einsam, sie wusste nichts mit sich selbst anzufangen und oft dachte sie, wie sollte sie nur weiterleben ohne den geliebten Partner an ihrer Seite.
Doch dann hatte ihr Sohn vorgeschlagen, dass sie in die kleine Anliegerwohnung bei ihnen einziehen sollte.
Nun hatte sie eine eigene kleine Wohnung in Parterre mit Familienanschluss.
Und ihre beiden kleinen Enkelinnen Felizitas, genannt Fee und Minerva, kurz Minni genannt sorgten schon dafür, dass sie nicht zu oft ins Grübeln kam.
Sie liebte die beiden Mädchen.
Und als ob ihre Gedanken sie herbei gewünscht hätten, hörte sie leise Schritte und ein Wispern.
Wir dürfen Oma nicht aufwecken,“ mahnte Fee.
Aber sie soll doch sehen, wie toll wir uns verkleidet haben,“ schmollte Minni.
Nun wir setzen uns hier ins Gras neben sie und warten bis sie wach wird“, schlug die vernünftige Fee vor.
Doch das dauerte Minni viel zu lange.
Wenn wir ihr ein Küsschen geben, dann haben wir sie doch nicht aufgeweckt?“
Die Oma unterdrückte ein Schmunzeln, dann spürte sie rechts und links ein feuchtes Küsschen.
Langsam schlug sie die Augen auf und fing an zu lachen.
Die Beiden hatten sich als Damen verkleidet, doch ihre Gesichter sahen wie Clowns aus, denn beim Nachfahren der Lippen mit dem Lippenstift waren sie viel zu weit daneben geraten.
Die Mädchen fielen in ihr Lachen mit ein.
Oma, deine Backen sind ganz rosa!“
Frau Kaspari stutzte.
Sollte die Sonne doch stärker sein, als angenommen.
Sie kramte aus der Tasche neben ihrem Liegestuhl den kleinen Handspiegel heraus und als sie ihr Gesicht sah musste sie wieder lachen.
Zwei große Lippenstiftflecke zierten ihre Wangen.
Ich glaube wir gehen lieber rein und waschen uns,“ schmunzelte sie und einträchtig verließen sie den Garten.

Am Nachmittag saß die Oma mit den Kindern auf der Hollywoodschaukel.
Fee und Minni hatten sich rechts und links an sie gekuschelt und forderten eine Geschichte, denn Oma konnte sich die schönsten ausdenken.
Und diese begann zu erzählen:


Wie Zwurrli in den Marmeladentopf fiel

Es war einmal ein Garten, der sah etwas anders aus wie die üblichen Gärten.
Verwildert nannten ihn die Menschen, die vorüber gingen missbilligend.
Doch das junge Pärchen, das in dem kleinen Holzhaus wohnte zu dem der Garten gehörte, lachte nur.
Ökonomisch sagten sie. Wir wollen keinen Ziergarten, sondern die Pflanzen sollen frei wachsen, damit die Insekten und Käfer sich hier wohlfühlen können.
In diesem Garten stand auch ein riesiger Birnbaum, der schon sehr alt war und sein Wurzelgeflecht sich weit unter der Erde verbreitete und ihn stark machte, damit er jedem Sturm sich widersetzten konnte.
Vor kurzem war in die Wurzeln unter dem Boden eine Wichtelfamilie eingezogen.
Sie gehörten zu den Wurzelwichtel und lebten erst im nahe gelegenen Stadtpark unter einer Eiche.
Doch als diese vom Blitz getroffen und gespaltet wurde, mussten sie fluchtartig ihr Heim verlassen.
Mutter Fuchsia weinte bittere Tränen, denn sie musste alle ihre schönen Möbel, Kissen und Decken zurücklassen, auch konnten sie nur mit den Kleidern auf dem Leib ihre Wohnung verlassen.
Das Eichhörnchen Knusperle erzählte ihnen von den netten jungen Leuten, die nicht einmal eine Ameise zertraten und dem großen Birnbaum mit den vielen unterirdischen Wurzeln.
Sie ließen sich von Fräulein Knusperle zu dem Garten bringen und standen dann wenig später vor dem mächtigen Birnbaum.
Vater Donar und seine Söhne Trollo und Zwurrli begannen
einen Gang in den Boden zu graben, während Fuchsia und ihre Tochter Tauperle Gräser zupften, damit sie heute Nacht ein weiches Lager hatten.
Bald fanden sich viele Tiere ein.
Die Ameisen schleppten Brotkrümmel heran, die sie um den Tisch im Garten gefunden hatten.
Die Bienen brachten Honig und die Schmetterlinge eine Glockenblume voller Tautropfen.
Jeder wollte helfen. Ein Regenwurm erbot sich einen Kamin für den Ofen zu schaffen und der Maulwurf, der nicht weit vom Birnbaum entfernt wohnte, wollte beim Graben der Zimmer helfen.
Dazu waren seine schaufelartigen Klauen bestens geeignet.
Und so dauerte es nicht lange, bis eine schöne große Wohnung unter dem Birnbaum entstand.
Stolz führte Donar seine Fuchsia durch die Zimmer und sie strahlte, war diese Wohnung doch viel größer und schöner als die im Park.
Trotzdem dachte sie wehmütig an ihre schönen Möbel. Donar aber legte ihr den Arm um die Schulter und tröstete, „ich werde dir neue Möbel machen.“
Die Kinder hatten inzwischen schon ihre Zimmer ausgesucht.
Nun wurden die Grasbündel nach unten gebracht und in jedem Zimmer ein provisorisches Lager gerichtet.
Dann gingen sie wieder nach oben und setzten sich mit all ihren neuen Freunden unter den Birnbaum und dann wurde erzählt.
Als die Wichtel die Vögel in der Ferne zwitschern hörten, waren sie besorgt um ihre neuen Freunde, doch Max der Regenwurm deutete nach oben.
Auf dem Ast des Birnbaum lag ein getigerte großer Kater.
Das ist unser Freund Kasper, er wacht über uns,“ erklärte Max.
Kasper der seinen Namen gehört hatte sprang geschmeidig zu Boden und macht sich mit den neuen Bewohnern der Wiese bekannt.
Als es kühler wurde und die Dämmerung ihre Schleier ausbreitete, gingen die neuen Freunde nach Hause.

Auch die Wichtelfamilie kletterte hinunter in ihre Wohnung und bald lag jeder auf seinem Bett aus Gras und müde von den Aufregungen des Tages schliefen sie ein.
Als sie am nächsten Morgen ihren Kopf unter dem Birnbaum hervor streckten, staunten sie.
Alle Wichtel aus dem Park waren hier versammelt und jeder hatte ein Möbelstück oder einen Korb in der Hand.
Graubart ließ einen Korb voller Geschirr auf den Boden plumpsen und erklärte.
Wir haben gestern Nacht noch eure Wohnung ausgeräumt, denn heute soll die Eiche gefällt werden.“
War das eine Freude. Alle halfen nun die Möbel hinunter zu schaffen und dann wurde noch gefeiert, bevor die Wichtel wieder zurück in den Park gingen.
Am nächsten Tag schlüpfte Zwurrli leise aus der Wohnung, alle schliefen noch, aber er wollte seine neue Heimat erkunden.
Vergnügt lief er durch das hohe Gras und stieß gegen einen Holzstamm.
Er rieb sich die Stirn und sah nach oben. Das war kein Baum sondern sah aus wie ein Tisch.
Er kletterte empor und zog sich an der Kante nach oben.
Neugierig sah er sich um. Da stand eine geblümte Tasse mit einer dunkelbraunen Brühe.
Vorsichtig beugte sich Zwurrli drüber und steckte die Zunge in die Brühe.
Pfui war das bitter!
Entsetzt fuhr er zurück und stieß mit dem Rücken an ein Glas.
Er drehte sich um und erblickte eine rote Masse und ein Teil davon rann außen am Glas herab.
Klüger geworden kostete er nicht mit der Zunge, sondern steckte seinen Finger in das rote klebrige Gerinnsel und leckte vorsichtig mit der Zunge daran.
Hmmm!, schmeckte das lecker, wie Erdbeeren.
Davon wollte er mehr. Er sprang in die Höhe, doch er verfehlte den Rand des Glases.
Suchend sah er sich um, denn er brauchte etwas worauf er sich stellen konnte.
In einem Glas lagen viereckige weiße Felsbrocken. Vorsichtig hob er einen an.
So schwer war er gar nicht.
Er schleppte den Würfelzucker zu dem Glas und stellte sich darauf.
Immer noch zu kurz.
Erst als er mühsam ein zweites Stück auf den anderen gesetzt hatte, konnte er mit den Fingerspitzen das Marmeladenglas erreichen.
Er sprang hoch und der Würfelzucker unter im kippte um und kullerte über den Tisch.
Doch Zwurrli zog sich empor und setzte sich auf den Rand des Glases.
Er beugte sich hinunter um mit den Fingern das köstliche süße Erdbeergemisch zu erreichen, da verlor er das Gleichgewicht und stürzte in die Marmelade.
Verzweifelt ruderte er mit Händen und Füßen, als wollte er
schwimmen.
Doch je mehr er strampelte, um so tiefer zog ihn die schwere klebrige Masse nach unten.
Auf einmal erschien ein Gesicht über dem Marmeladenglas und jemand sagte:
Nanu wen haben wir denn da?“
Zwei Finger erschienen und zogen ihn heraus.
Zwurrli sah in das Gesicht einer jungen Frau, doch das war so freundlich, dass er gar keine Angst hatte.
Sie setzte ihn auf dem Tisch ab und der Wichtel schenkte ihr ein strahlendes Grinsen und begann eifrig die Marmelade von seinen Kleidern ab zu schlecken.
Du bist mir ja ein Leckermäulchen, aber ich ich denke ich
sollte dich lieber waschen!“
Sie nahm ihn vorsichtig auf die Hand und während sie ins
Haus ging, murmelte sie:
In unserem Garten wohnen sogar Wichtel, wenn ich das Ricky erzähle, der wird staunen.
Nachdem sie den kleinen Dreckspatzen gesäubert hatte, setzte sie ihn vorsichtig im Gras ab und Zwurrli lief los.
Dann drehte er sich noch einmal um und winkte ihr fröhlich
zu.“

Nun hat euch die Geschichte gefallen?“ fragte die Oma und die Mädchen nickten begeistert.
Fee aber sah sich nachdenklich in ihrem Garten um und meinte:
Unser Garten ist aber nicht Ökonomisch, der ist viel zu ordentlich. Könnten wir denn nicht auch etwas für die Insekten und Käfer tun?“
Frau Kaspari erschrak.
Da hatte sie ja etwas angerichtet, denn ihre Schwiegertochter war viel zu konservativ und gab viel auf die Meinung der Anderen.
Niemals würde sie dem zustimmen.
Dann fiel ihr Blick auf den Komposthaufen und das darum brach liegende Land.
Vielleicht wäre dort hinten in der Ecke ja was zu machen.
Sie beschloss zuerst einmal mit ihrem Sohn darüber zu reden.


Eva hat sich uns angeschlossen und wir jetzt jeden Dienstag mit dabei sein. Schaut doch bitte auch in ihr Bloghaus!

EVAS GESCHICHTE



Freitag, 25. April 2014

Mein Freund die Amsel

Vor einiger Zeit habe ich euch ja von der Begegnung mit einer Amsel in meinem Garten erzählt.
Nun hat sie doch tatsächlich einen Rivalen bekommen.
Als meine Tochter und ich am Ostermontag beim Frühstück saßen, konnten wir beobachten wie eine Amseldame in ihrem braunen Hauskleid immer wieder über das Dach des Fahrradschuppen lief.
Dann entdeckten wir sie, die beiden Herren in ihrem schwarzen Sonntagsfrack.
Und nun begann eine wilde Jagd über das Dach, hin und her. Fräulein Amsel machte es den Beiden nicht leicht.
Doch dann saß einer der Freier plötzlich ganz traurig im abseits und das Pärchen flog davon.
Ich denke mal, dass mein frecher Freund der Gewinner war.





Eine Amsel

Eine Amsel auf dem Zaunfeld sitzt
Der Schnabel sagt, dass es ein Männchen ist
Das Federkleid schwarz, der Schnabel gelb
Und doch die Stimme so schön hell

Ihre Stimme schmeichelt meinem Ohr
Ich weiß, sie singt mir etwas vor
Es geht nun schon Tag für Tag
Mir ist als wenn sie mir etwas sagt

Sie möchte wohl gern Futter haben
Im Winter bekam sie viele Gaben
Ein Stückchen Apfel legte ich ihr aufs Fensterbrett
Schwupps war er schon weg

Später kam sie wieder mit ihrem Gesang
Oft ging das stundenlang
Zärtlich streichelt die Sonne ihr Federkleid
Fliegt mal weg, aber niemals weit

Stolziert im Garten dann umher
Gerade, als ob es ihrer wär
Sie ist aber auch ein Wetterprophet
Berichte es gleich, wie ihr seht

Ist hoch oben im Baumwipfel ihr Gesang
So zeigt sie uns Sonne und schön Wetter an
Singt sie drin in Baumes Geäst
Der Regen die ganze Erde nässt

Jeden Morgen ist die Amsel hier
Ist doch klar, ist ihr Revier
Ich will mich nicht beklagen
Und werde sie nicht verjagen

Die Nachtigall
 
 
 





Dienstag, 22. April 2014

Reizwort-Geschichte: Ein Tag ohne Strom

Ich hoffe, ihr hattet auch so wunderschöne Ostern wie ich. Das Wetter war doch einfach herrlich und meine Tochter und ihr Lebensgefährte waren aus Berlin gekommen.




 Heute ist ja wieder Reizwort-Geschichten-Tag und dieses Mal galt es die Wörter:
Stromausfall, Gerücht, garstig, verkriechen und besiegeln,
unterzubringen.Diesmal hat mir das Wort garstig etwas Kopfzerbrechen gemacht, aber ich habe es dann doch gelöst.
Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen.



Ein Tag ohne Strom


Doch keiner glaubte das garstige Gerücht!“ diktierte der Lehrer.
Tim schloss aufatmend das Heft und reichte es Lukas, der die Diktate einsammelte.
Die nächste Stunde hatten sie bei Frau Streit.
Tim mochte sie, denn sie machte aus dem langweiligsten Thema eine spannende Sache.
Zur Zeit nahmen sie den Strom durch.
Es war schon interessant, dass der deutsche Mechaniker Heinrich Goebel bereits 1854 mit einer Bambusfaser- Glühbirne seine Werkstatt erleuchtete.
Leider gab es damals noch keine zuverlässige Stromquelle,
um dies zu vermarkten.
Auch war nicht Edison der absolute Erfinder der Glühbirne, denn 1878, zehn Monate vorher, brachte der Engländer Josef Swan die erste brauchbare Glühbirne heraus.
Warum Edison trotzdem als Erfinder der Glühbirne galt, lag wohl an seinem Durchsetzungsvermögen und Geschäftssinn.
Nachdem sich Swan und Edison jahrelang bekriegt hatten, arrangierten sie sich und gründeten die Edison & Swan Electric Light Company und die Deutsche Edison Gesellschaft, die spätere AEG.
Wie wichtig der Strom heute überhaupt war und aus unserem täglichen Leben gar nicht mehr wegzudenken wäre, erklärte ihnen Frau Streit und erzählte von dem größten Stromausfall, der 1977 für 25 Stunden New York
lahm legte.
Tausende mussten aus Aufzügen gerettet werden. Flughäfen und Bahnhöfe waren lahm gelegt.
Laternen, Ampeln und Klimaanlagen funktionierten nicht mehr.
Die Menschen verkrochen sich in ihren Häusern
Über 16oo Geschäfte wurden geplündert, der Schaden ging in die Milliarden.
Im Bellevue Hospital funktionierten nicht einmal die
Notstromaggregate mehr und das Personal betätige die Beatmungsgeräte mit der Hand, um die Patienten am Leben zu erhalten.
Am Schluss forderte Frau Streit die Kinder auf, sich einmal zu überlegen, was zuhause alles vom Strom abhängig war.
Tim grübelte auf dem Nachhauseweg darüber nach und dann hatte er eine Idee.
Als die Familie dann alle gemeinsam beim Abendessen saßen, machte er ihnen den Vorschlag morgen doch einmal ohne Strom zu leben.
Sein Vater war sofort begeistert, er liebte Experimente, doch die Mutter und seine Schwester Lena wollten nicht und sein kleiner Bruder Ricky maulte: „ Martin hat mir sein neues Playstationspiel ausgeliehen, das wollte ich ausprobieren.“
Das kannst du auch am Sonntag noch, nun kommt, das macht bestimmt Spaß, einen Tag ohne Strom.“
Endlich waren alle einverstanden und Herr Brandl und Tim besiegelten dies mit einem Hand abklatschen.
Als Frau Brandl am nächsten Tag in die Küche kam stand ihr Mann am Herd und füllte heißes Wasser in den uralten Kaffeefilter, der noch von ihrer Mutter war.
Der köstliche Duft des Kaffees weckte ihre Lebensgeister.
Komm setz dich Mama, heute machen Papa und ich das Frühstück,“ forderte sie Tim auf.
Alex Brandl strahlte seine Frau an. „ Und das ganz ohne Strom, ich habe den alten Spirituskocher, den wir immer
beim Campen dabei hatten aus dem Keller geholt. Es gibt
sogar Frühstückseier.“
Ein Poltern ist auf der Treppe zu hören und Lena stürzte in die Küche mit nassen Haaren.
Warum ist das Wasser in der Dusche kalt!“
Ihr Vater grinste: „ Weil ich im ganzen Haus die Sicherungen ausgedreht habe, außer in der Küche und das nur wegen dem Kühlschrank.“
Lena ließ sich auf den Stuhl fallen und stöhnte: „Richtig heute ist ja der bescheuerte „ein Tag ohne Strom“ !“
Nun maule nicht, das wird bestimmt Spaß machen.“
Ricky kam in die Küche, noch halb verschlafen und krabbelte auf seinen Stuhl.
Das nur auf einem Spirituskocher zubereitet Frühstück war nicht schlecht.
Der mit der Hand gefilterte Kaffee entfaltete sein duftendes Aroma. Die Eier waren wie sie sein sollten, und Tee und Kakao waren auch warm.
Nur gab es Vollkornbrot, da weder Brötchen noch Toast ohne elektrischen Strom zubereitet werden konnten.
Zufrieden lehnte sich Herr Brandl zurück. „ Das war doch mal ein guter Anfang.“
Listig sah er seine Frau an: „Übrigens Helga, wenn du vor hast heute zu bügeln, ich glaube auf dem Dachboden liegt noch ein altes Eisen von meiner Oma.“
Ach und wo nimmst du das Feuer her,“ grinste Helga.
Wir könnten ja ein Lagerfeuer machen!“ rief Tim und alle lachen.
Nun aber grinste Helga ihrerseits ihren geliebten Ehegatten an.
Weißt du Liebling, wenn du heute Rasen mähen möchtest, ich glaube, dass Bauer Meier noch eine Sense in seinem Stall hat.“
In das fröhliche Gelächter rief Lena „ und Papa wie willst du dich denn heute rasieren!“
Dieser fuhr mit der Hand über die Stoppeln an seinem
Kinn.
Gar nicht, sehe doch so ganz sexy aus, oder Helga?“
Er beugte sich vor und gab ihr einen Kuss.
Genervt verdrehen die Geschwister die Augen.
Ihre Eltern waren wirklich manchmal peinlich. Sie waren doch schon sooooo alt und knutschten immer noch wie Teenager herum.
Nachdem das Frühstück beendet war, gingen Helga und Lena zum Einkaufen und Alexander und seine Söhne mussten das Geschirr waschen.
Dass ihr mir ja nicht die Spülmaschine benutzt!“ drohte Frau Brandl.
Nein, nein wir mogeln nicht!“
Es war beschlossen worden, dass sie an den, einige Kilometer, entfernten See wanderten und dort ein Picknick machten.
Am Abend spielten sie dann bei Kerzenschein Monopoly.
Als sie zu Bett gingen, wobei die Eltern ihnen den Weg mit der Kerze beleuchteten, waren sie sich alle einige, dass es ein gelungener Tag war.
Aber so schnell wollten sie diesen Tag aber auch nicht mehr wiederholen.
Mit Strom lebte es sich doch wesentlich bequemer.

© Lore Platz


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Donnerstag, 17. April 2014

Mein erster Kochversuch - Erinnerungsgeschichte



 Mein erster Kochversuch





Kennt ihr das Märchen vom süßen Brei?
Die Brüder Grimm haben es aufgeschrieben und ich will es kurz skizzieren.
Ein braves Mädchen bekam von einer alten Frau einen Topf geschenkt, der selber kochen konnte.
Als das Mädchen einmal das Haus verließ wollte die Mutter kochen.
Bald blubberte und brodelte der leckere Brei im Topf, doch die Mutter hatte vergessen wie man ihn wieder abstellt und so vermehrte sich der Brei, verließ das Haus und ergoss sich über das Dorf, bis das Mädchen im Einhalt gebot.

So wäre es mir beinahe einmal ergangen.
Meine Mutter hatte ein kleines Handarbeitsgeschäft, das auch am Samstag bis Mittag geöffnet war.
Meine große Schwester half ihr, meine kleine Schwester spielte im Hof mit ihren Freunden und ich fläzte im Sessel und hatte wie immer ein Buch vor der Nase.
Unser Vater übernahm das Kochen.
Es sollte eine Rindfleischsuppe geben, die schon lecker duftend auf dem Ofen köchelte.
Da klingelte das Telefon und mein Vater kam zu mir und meinte, dass er schnell zu Mutti fahren müsste, weil sie seine Hilfe braucht. Er würde bald wiederkommen, ich sollte nur auf die Suppe aufpassen.
Ich nahm also meinen Schmöker und setzte mich in die Küche.
Ab und zu sah ich in den Topf und vertiefte mich wieder in mein Buch.
Die Uhr tickte und der Zeiger wanderte unerbittlich auf
Mittag zu und mein Vater kam nicht.
Er wollte doch die Suppe fertig kochen.
Ich beschloss meinen Eltern eine Freude zu machen und sie zu überraschen.
Was würden sie für Augen machen, wenn sie nach Hause kamen und das Essen wäre fertig.
Schnell lief ich zum Küchenschrank, stellte mich auf die Zehenspitzen und angelte nach dem Karton mit Reis.
Doch als ich diesen dann geöffnet hatte, wurde ich sehr nachdenklich.
Wie viel Reis machte man in die Suppe.
Unschlüssig wanderte mein Blick zwischen dem großen Topf und den mickrigen weißen Körnern hin und her und kurz entschlossen kippte ich allen Reis in die Suppe und rührte mit dem Kochlöffel um.
Vergnügt deckte ich den Tisch.




Als ich wieder in den Topf sah, wurden meine Augen rund vor Schrecken.
Die mickrigen kleinen Körner waren gequollen und jeden Tropfen Flüssigkeit verschlingend an den Rand des Topfes gewandert.
Zum Glück hörte ich in diesem Moment die Flurtür und meine Eltern konnten das Schlimmste verhindern.
An diesem Tag gab es statt Reissuppe einen Reisbrei, gewürzt mit spöttischen Bemerkungen über meinen ersten Kochversuch.

Mit dieser kleinen Geschichte aus meiner Kindheit verabschiede ich mich in die Osterferien.
Voraussichtlich soll ja das Wetter wieder besser werden und der Osterhase kann seine Eier im Garten verstecken.
Ich wünsche euch ein schönes, frohes und gemütliches Osterfest.
Pünktlich am Dienstag treffen wir uns hier wieder zu einer neuen Reizwortgeschichte.
Bis dahin habt eine gute Zeit!

Eure Märchenfee



Dienstag, 15. April 2014

Reizwortgeschichte Noch mal gut gegangen

Wieder ist es so weit und es ist Dienstag unser gemeinsamer Reizwort-Geschichten - Tag.
Wir drei Mädels haben viel Freude beim Schreiben unserer Geschichten und hoffen, dass ihr genauso viel Vergnügen beim Lesen habt.
Diesmal sind die Wörter 
"Operette, Amtsschimmel, grübeln, schwitzen, lachen "zu verarbeiten gewesen und beim "Amtsschimmel" kam ich ganz schön ins schwitzten.




Nochmal gut gegangen



Trixie steht an der Seite der Bühne und wartet auf ihren Einsatz.
Heute ist Generalprobe für die Operette „Gräfin Mariza“
und Trixie kann immer noch nicht glauben, dass sie die Rolle der Schwester des Verwalters bekommen hat.
Aus den Augenwinkeln sieht sie den Kater Pablo, der wie immer oben auf der Brüstung der Galerie liegt und mit geschlossenen Augen der Musik lauscht.
Sie war erst einige Tage hier engagiert, als sie den jungen halb verhungerten Kater in einer Gasse hinter dem Theater gefunden hat. Leider durfte sie das Tier nicht in die Künstlerpension, in der das Ensemble wohnt, mitbringen.
Direktor Tümpel hat ihr deshalb erlaubt Pablo im Keller des Theaters unterzubringen.
Mittlerweile war der Kater das Maskottchen der Theaterleute und versäumte keine Probe.
Ihr Einsatz!
Trixie läuft auf die Bühne und beginnt mit dem Tenor Rudolf das Lied „Oh schöne Kinderzeit, Brüderlein, Schwesterlein“ zu singen.
Die Tür zum Zuschauerraum klappert und ein Mann in einem braunen Anzug, einer Hornbrille auf der Nase und einer abgeschabten Aktentasche unter dem Arm, kommt den Gang herunter.
Schon auf halben Weg ruft er: „Direktor Tümpel!“
Unwillig dreht dieser sich um: „Mann, sehen sie denn nicht, dass wir mitten in der Probe sind!?“
Der Mann reicht ihm ein braunes Kuvert und meint lakonisch:
Die Räumungsklage, in drei Tagen müssen sie das Theater verlassen.“
Wie bitte!“
Der Gesang verstummt und die Schauspieler drängen nach vorne.
Ich habe dem Bürgermeister, doch erklärt, dass sobald die Premiere vorbei ist, ich die ausstehende Miete bezahlen werde und er war einverstanden!,“ ruft der Direktor.
Der Amtsdiener zuckt die Schultern, dreht sich um und geht.
Betroffen stehen alle da, nur der unverbesserliche Felix ruft: „ Es wiehert der Amtsschimmel!“ und er lässt ein fürchterliches Wiehern erklingen, doch niemand lacht.
Ich gehe ins Rathaus!“ verkündet Direktor Tümpel.
Pablo, der bemerkt hat, dass etwas nicht in Ordnung ist, läuft die Treppe hinunter und drängt sich gerade noch mit dem Direktor durch die Tür.
Dieser bemerkt gar nicht, dass der Kater ihm in das Rathaus folgt, so wütend ist er.
Die Vorzimmerdame grübelt gerade darüber nach, warum der Nachtclubbesitzer Almanzo schon wieder beim Bürgermeister ist, als Direktor Tümpel herein stürmt und direkt auf das Arbeitszimmer ihres Chef zu.
Halt, der Chef hat Besuch!“
Da erblickt Frau Braun den Kater.
Scht, scht, verschwinde, was willst du hier!“
Sie wedelt mit den Händen.
Doch Pablo macht einen großen Bogen um sie und rast hinter Direktor Tümpel ins Zimmer.
Wie ein Verrückter saust er durch den Raum, springt auf den Schreibtisch, schlittert über die Papiere, kippt eine halb gefüllte Tasse Kaffee um und als er mit einem Sprung dann unter dem Schrank verschwindet, segeln mehrere Blätter zu Boden.
Die beiden Männer im Raum starren fassungslos auf das Durcheinander.
Frau Braun kreischt und tupft verzweifelt mit einem Tuch die Kaffeeflecken auf.
Nur Direktor Tümpel bleibt gelassen.
Er bückt sich und sammelt die Papiere zusammen, dann stutzt er und beginnt zu lesen.
Das ist ja ein Ding! Deshalb also haben sie uns die Räumungsklage geschickt, weil sie das Theater an den Nachtclubbesitzer verkaufen wollen.“
Er wendet sich an den elegant gekleideten Mann.
Und was wollen sie aus unserem schönen Theater machen, einen Pornoclub?“
Dieser verzieht spöttisch den Mund.
Ich denke, ich habe hier nichts mehr verloren!“
Direktor Tümpel wendet sich nun an der Bürgermeister, der leichenblass in seinem Stuhl hängt.
Schweißperlen stehen auf seiner Stirn.
Er schwitzt vor Angst.
Ich konnte nicht anders, ich habe Spielschulden bei ihm,“ stammelt er.
Direktor Tümpel wirft ihm einen verächtlichen Blick zu.
Und dafür wollten sie unser schönes Theater opfern!“
Bitte geben sie mir den Brief, ich nehme auch die Räumungsklage zurück,“ fleht der Bürgermeister.
Doch der Direktor schüttelt den Kopf.
Ich denke, dafür werden sich einige Herren im Stadtrat interessieren.“
Er dreht sich um und verlässt das Zimmer.
Pablo flitzt unter dem Schrank hervor und folgt ihm.
Auf der Straße beugt sich Direktor Tümpel zu dem Kater hinunter und krault ihn hinter dem Ohr.
Das hast du gut gemacht, mein Junge, aber nun geh zurück ins Theater. Den Rest schaffe ich alleine.“
Als hätte Pablo ihn verstanden läuft er die Straße entlang zum Theater.
Direktor Tümpel aber verschwindet im Gebäude des "Tagesboten", dessen Redakteur im Stadtrat sitzt.

Eine Woche später findet die Premiere der „Gräfin Mariza“
statt und wird ein voller Erfolg.
Besonders lachen die Zuschauer, wenn Pablo, der inzwischen als Held gefeiert wird, immer wieder über die Bühne läuft.
In der Loge für die Ehrengäste fehlt der Bürgermeister, denn der ist aus gesundheitlichen Gründen zurück getreten.

© Lore Platz


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Montag, 14. April 2014

Ein wenig plaudern






Ich sitze eben so am Tisch und sortiere meine  "Erinnerungsgeschichten", denn ich möchte für meine Tochter bis Weihnachten ein Buch zusammenstellen.
Als ich den Kopf hebe, staune ich.
Es schneit, das kann nicht sein! Dann muss ich lachen ja, es schneit, aber es sind weiße Blüten, die vor meinem  Fenster herunter rieseln.
Viel zu schnell ist das wunderbare Schauspiel wieder vorbei, ich konnte es nicht mal mit dem Fotoapparat festhalten.
Ich lehne mich zurück und denke an das Gespräch mit meiner Tochter gestern.
Mein Mann ist ja in einem Friedwald bei Berlin beerdigt worden und meine Tochter hatte im Internet recherchiert, dass ihm Frühjahr dort alles voller Maiglöckchen ist.
Am Freitag bevor sie und ihr Freund zu mir fahren, wollen sie noch den Papa besuchen und sie ist gespannt, ob dort  schon die Maiglöckchen blühen.
Da erzählte ich ihr von meiner Lieblingsgeschichte, die Regina geschrieben hat und bei der es auch um Erinnerung an eine Verstorbene geht.
Sie heißt "Buschwindröschen" und ist so wunderbar, einfühlsam und auch tröstend geschrieben.
Später dann fiel mir ein, dass diese Geschichte ja in dem neuen Buch von Regina: "Oma und ich und die Frühlingszeit " auf Seite 30 steht und glücklich dachte ich, dass ich, wenn mich wieder die schwarzen Wolken der Trauer um wehen, ich nur nach diesem Büchlein greifen muss und die tröstende Geschichte lesen kann.

Morgen ist wieder "Reizwort- Geschichten - Tag", also nicht vergessen vorbeizuschauen.