Freitag, 29. Mai 2015

Das kleine rote Auto - Erinnerungsgeschichte






 Das kleine rote Auto


Manchmal ist es gar nicht so gut, wenn man einen tiefen gesunden Schlaf hat.
Wir haben unserer Tochter den Führerschein bezahlt und von dem Geld, das sie sich bei einem Praktikum verdient hat, kaufte sie sich ein kleines rotes Auto.
Und nun machten sie und ihre Freundinnen jedes Wochenende die Gegend unsicher.
In den Ferien beschlossen sie eine Fahrt quer durch Deutschland zu machen.
Übernachten wollten sie in Jugendherbergen oder im Zelt.
Vier Mädels, übermütig, fröhlich und mit dem Gefühl:
Mir gehört die ganze Welt!“, düsten sie los.
Damals gab es noch kein Handy und so rief meine Tochter immer wenn es ihr möglich war, von einer Telefonzelle aus an, da sie wusste, dass ich mir Sorgen machte.
 Als die Reise sich dem Ende näherte, beschloss eines der Mädchen noch ein paar Tage bei ihrem Freund zu verbringen und sie fuhren sie in Aachen an den Bahnhof.

Da es zu spät zum weiterfahren war, beschlossen sie gleich auf dem Parkplatz im Auto zu übernachten.
Die drei Grazien in der Sardinenbüchse.
So etwas kann man nur machen, wenn man jung ist.
Es war heiß und sie ließen die Fenster herunter und das Mädel, das auf der Rückbank schlief, hatte die Füße auf dem offenen Fenster abgestützt.
Mitten in der Nacht wurde meine Tochter wach, stieß ihre Freundin, die neben ihr auf dem Beifahrersitz schlief, an und grummelte: „ Ich glaube, da draußen ist jemand.“
Unsinn! Schlaf weiter!“



Strahlender Sonnenschein empfing sie am nächsten Morgen und eine böse Überraschung.
Während sie tief und fest schliefen wie die Murmeltiere hatte man ihnen die Radkappen und die Nummernschilder geklaut.




Lachen konnten sie erst später, denn erst einmal kamen einige Probleme auf sie zu.
Ein Glück, dass die Aachener Polizei so freundlich und hilfsbereit war.


© Lore Platz

Nun wünsche ich euch ein schönes Wochenende, Wetter momentan noch mies, aber angeblich soll es ja nächste Woche schöner werden, wird aber auch Zeit. (schmunzeln)