Sonntag, 30. März 2014

Die Sache mit der Zeit



Nun haben sie uns also wieder die Stunde gestohlen, die uns im Herbst geschenkt wurde.
Mein Nachbar, der Schicht arbeitet, stöhnte, weil er heute Nacht eine Stunde weniger schlafen darf.
Ich weiß zwar nicht, ob diese Zeitumstellung überhaupt einen Sinn hat.
Die Natur jedenfalls hat sich nicht umgestellt, denn meine Vögel vor dem Fenster jubilierten erst um fünf statt um vier.
Lange konnte ich mir nicht merken, wann die Stunde vor und wann sie zurück gestellt wurde.
Doch dann gab mir eine Bekannte einen Tipp.
"Im Sommer stellt man die Blumen vor das Haus, im Winter wieder zurück!"
Ist doch einfach und leicht zu merken.
Ich jedenfall weiß jetzt Bescheid.




Ich habe ja unlängst über Dialekte geschrieben und ich liebe ja die Bayern, schon allein wegen ihrem schlitzohrigen Humor.
Wie das folgende Gedicht (Verfasser unbekannt) beweist.


Hier ruhen unter Fels und Eis
Ein toter Bayer und a Preiss
Bet für den Bayern, Wandersmann
Der Preiss geht dich an scheißdreck an
Doch wenn du betest, dann bete leis,
Sonst wacht er wieder auf der Preiss

Dieses Gedicht hat meine Schwiegermutter für uns gemalt, leider ist das Foto nicht gut gelungen.
Aber so ist es, nichts kann brennen so heiß, wie die heimliche Liebe zwischen Bayern und Preiss.

Nun wünsche ich euch einen schönen Sonntag.





Samstag, 29. März 2014

Der Garten - Gedicht - Erinnerung






Nun sieht man sie wieder, die fleißigen Gärtner, überall wird geharkt, gesät, die ersten vorwitzigen Unkrautpflänzchen beseitigt.
Ich habe ja zwei scharze Daumen und jede Pflanze, die ich in die Finger bekomme, verdorrt.
Meine leider inzwischen verstorbene Bekannte Josefa schenkte mir einmal einen Kaktus mit den Worten:
"Den bekommst nicht mal du kaputt."
Ich schaffte es!
Danach hat sie mir nie wieder eine Pflanze anvertraut und alle meine Freunde und Bekannten wissen, der Lore nur ja keinen Blumentopf schenken.
Josefa hatte ja zwei grünen Daumen und wurde in dem Dorf in dem ich damals lebte nur die Blumenfrau genannt.
Ihr kleines Häuschen am Rande des Dorfes war im Sommer das reinste Blumenmmeer.
Ringsum blühte und wucherte es in allen Farben, herrlich anzusehen.
Und obwohl ich so eine Niete in puncto Pflanzen war, mochte sie mich doch gerne und ich habe manche Tasse Kaffee mit ihr getrunken.
Für die "Wurzel" in Aurelia diente Josefa mir als Vorbild, denn so war sie.
Rauh aber herzlich, sie nahm kein Blatt vor den Mund und hielt mit ihrer Meinung nie hinterm Berg, aber sie hatte ein Herz aus Gold und wenn man in Not war, konnte man auf sie zählen.

Gegenüber unserer derzeitigen Wohnung wohnt ein Mann, der ist schon über neunzig Jahre alt, aber er arbeitet immer noch in seinem Garten.
Bewundernswert!

Der Schwiegervater meiner älteren Schwester ging jeden Morgen barfuß durch das taufrische Gras.
Er wurde auch weit über neunzig!

Also arbeiten im Garten ist gesund und erhöht die Lebenserwartung.
Arme Lore und dabei will ich doch uralt werden!

Nun noch ein Gedicht von meinem Freund "Die Nachtigall"
Ich weiß, dass es aus Kummer über seinen Garten entstanden ist, den er aus gesundheitlichen Gründen
nicht mehr pflegen kann.



Der traurige Garten

Wie weh tut doch ein Scheiden,
das Herz wird mir ganz wund,
so lauf ich in den Weiten,
und traure in stiller Stund.

Der Stunden sind`s noch  viele,
mein Herz trägt heimlich Leiden,
ich mit den Gedanken spiele,
so kann es doch nicht bleiben.

Viele Gärten hatte ich beschauet,
mit Blumen und grünen Klee,
hatte selbst mein Gärtchen gebauet,
jetzt tut es meinem Herzen weh.

Ist alles kahl im Mondenschein,
Unkraut wächst hier viel lieber,
kein Blümlein findet hier sich ein,
ich glaub das Gärtchen liegt im Fieber.

Die Blümlein die ich meine,
Die sind von edler Art,
in aller Tugend nur noch Steine,
ist nicht die feine Art.

Mich dünkt in meinen Sinnen,
wenn ich das alles seh`,
ist es in meiner Brust hier drinnen,
genau wie ein toter See.

Wird nicht mehr daran denken,
die Zeiten sind vorbei,
ein anderes tut mir Blümlein schenken,
und ich bin glücklich dann dabei.

Die Nachtigall


Donnerstag, 27. März 2014

Dialekte - Erinnerung




Als ich kürzlich mit meiner Kusine Christa in Winterbach telefonierte, kamen wir auch auf einige saarländische Wörter zu sprechen über die ich mich früher immer köstlich amüsieren konnte.
Oder wisst ihr, dass es sich bei  "Gehannsdrouwe"  um Johannisbeeren handelt?
Oder gar das "Drooschele" Stachelbeeren sind?
Klingt ein wenig wie das bayrische "Trutscherl", so nennt man bei uns eine einfältige Person. 
Ich kann mich noch errinnern, wie meine Mutter immer wenn sie mit ihrer Schwester im Saarland telefonierte unweigerlich in den saarländischen Dialekt verfiel.
Oder gar mein Mann. Er stammt aus dem Elsaß und bisher hatte ich diesen Dialekt noch nie gehört.
Bei unserm ersten Besuch bei seiner Mutter wurden wir von seinem Bruder und dessen Frau am Bahnhof abgeholt und plötzlich verstand ich meinen Kurt nicht mehr.
Nein, er redete nicht französisch sondern einen Dialekt von dem ich kein Wort verstand.
Erst später, als ich mich daran gewöhnt hatte, begann ich die Gespräche zu verstehen und stellte sogar bei manchen Wörtern eine Ähnlichkeit mit dem saarländischen  Dialekt fest.
Im Internet wollte ich mich mal schlau machen und wissen wie viele Dialekte es eigentlich gab.
Doch selbst das Internet war damit überfordert.
Es gibt so viele Mundarten und da jede einzelne auch wieder viele Abweichungen hat, kann die genaue Zahl nicht ermittelt werden.
Allein in meiner Familie gibt es sechs Dialekte.
Mein Vater kam aus Pirmasens in der Pfalz.
Meine Mutter aus Landsweiler Reden im Saarland.
Wir drei Mädels sprachen ein gemäßigtes bayrisch.
Meine älteste Schwester heiratete einen Schwaben.
Meine jüngste Schwester einen Franken.
Und ich einen Elsässer.
Ziemlich verwirrend was? Nun stellt euch mal unsere Famileintreffen vor.
Das Dialekte auch peinlich werden können, das passierte meiner Schwester Karin.
In der Verlobungszeit trafen sich meine Schwester und mein Schwager mit dessen besten Freund, der auch Trauzeuge werden sollte.
Nach einem angenehmen fröhlichen Abend wollten sie gehen und Karin meinte seufzend: "O weh, morgen muss ich zum Fotzenspangler!"
Der junge Mann wurde rot wie eine Tomate.
Später klärte mein Schwager meine Schwester auf.
 "Fotze" bedeutet im Bayrischen " Mund"  und "Fotzenspangeler" Zahnarzt.
Im Schwäbischen aber bezeichnet das Wort "Fotze" einen anderen Teil des weiblichen Körpers, der den jungen Mann zum Erröten brachte.
Ein Glück, dass wir alle Deutsche sind und uns so gut verstehen.
 

Dienstag, 25. März 2014

Reizwortgeschichte

Wie schnell die Zeit doch vergeht. Nun ist schon wieder Dienstag und wir drei Mädels stellen euch wieder eine neue Geschichte vor, die diesmal aus den Wörtern:  Mond, Auto, bitter, gereizt, alt
entstanden ist. 
Nun wünsche ich euch viel Vergnügen beim Lesen






Herr Oskar und Fräulein Katrin



Tuckernd quält sich der alte Pritschenwagen den steilen Berg hinauf.
Er gehört dem Schrotthändler Karl und ist voll beladen mit altem Gerümpel, sogar ein kleines rotes Auto ist dabei.
Ein Reh springt auf die Straße und Karl muss scharf bremsen.
Die Ladeklappe springt auf und das kleine rote Auto fällt auf die Straße und rollt den steilen Abhang hinunter.
Karl springt aus dem Führerhaus, kratzt sich am Kopf, schließt die Ladeklappe und fährt weiter.
Er hat keine Lust dem ollen Ding nach zu fahren.
Das kleine rote Auto aber wird immer schneller und schneller und bei einer scharfen Kurve gerät es zu weit nach links und stürzt die Böschung hinunter.
Mit rasender Geschwindigkeit saust es über den felsigen Grasboden und mitten durch einen tiefen Wald, bis ein Gebüsch es bremst.
Erschrocken schnappt es nach Luft, der Aufprall war doch etwas heftig.
Ein zeternde Stimme ist zu hören und eine Häsin hoppelt aus dem Gebüsch.
Kannst du nicht aufpassen, beinahe hättest du mich überfahren!“
Entschuldigen sie bitte, aber die Sache entglitt meiner Kontrolle.“
Schon gut, ich war nur sehr erschrocken, ich heiße übrigens Stupsi und wer sind sie?“
Oh, ich bin ein Auto und manche Menschen nennen mich „Ente“!“
Stupsi lacht, „wie eine Ente sehen sie aber nicht gerade aus.“
Das kleine rote Auto grinst, dann fällt ihm etwas ein.
Meine erste Besitzerin nannte mich Oskar.“
Nun dann werde ich sie auch Oskar nennen, ein schöner Name.“
Ein Hase und drei Hasenkinder kommt aus dem Gebüsch.
Liebste wo bleibst du denn, die Kinder werden ungeduldig.“
Kommt mal her, das ist Herr Oskar und das sind meine Kinder Herbert, Cornelia und Friedrich und der alte Brummbär da, ist mein Mann Mummelschwanz.“
Guten Tag Herr Oskar!“ rufen die Kleinen im Chor und sausen dann kichernd um das Auto herum.
Stupsi lächelt liebevoll stolz.
Eine Rasselbande! Aber nun müssen wir weiter, heute wollen wir unseren Kindern zeigen, wo die besten Kräuter wachsen. Schließlich muss man sie auf das Leben vorbereiten.“
Familie Hase hoppelt davon.
Oskar aber ist glücklich. Wie freundlich sie doch waren.
In dem Schuppen, in dem er viele Jahr stand war er nur von mürrischen und griesgrämigen alten Gerümpel umgeben.
Und wenn er mal ein Gespräch anfangen wollte, dann reagierten sie gleich gereizt.
Hier aber gefiel es ihm.
Ein stattlicher Hirsch kommt auf ihn zu.
Guten Tag, mein Name ist Armin von Hohenwalde, ich hörte von deiner Ankunft. Möchtest du hier bleiben?“
Oskar muss sich erst räuspern, so ehrfürchtig ist ihm zumute.
Ich bin Oskar und durch Zufall hier gelandet, wenn mich die Menschen hier nicht weg holen, würde ich gerne
bleiben.“
Nun es verirren sich selten Menschen hierher, seien sie also herzlich willkommen bei uns Herr Oskar.“
Der Hirsch schreitet davon.
Ein Eichhörnchen springt vom Baum direkt auf die Kühlerhaube.
Ziemlich beeindruckend unser König, nicht wahr?“ kichert es.
Kann man wohl sagen.“
Oskar ist glücklich, denn es gefällt ihm hier immer besser.
Nachdem das Eichhörnchen ihn verlassen hat, döst er ein wenig vor sich hin.
Er lauscht dem Zwitschern der Vögel, aus der Ferne ist der Ruf eines Kuckucks zu hören und die Sonne brennt warm auf seine Karosserie.
Schön ist es hier.
Immer wieder mal kommt ein Tier vorbei und begrüßt ihn und hält ein kleines Schwätzchen.
Die Dämmerung legt ihren Schleier über das Land und der Mond klettert immer höher und wirft sein silbernes Licht über den Wald.
Oskar döst vor sich hin.
Plötzlich weckt ihn ein ängstliches Quieken, etwas klettert durch das Fenster und verschwindet unter dem Sitz.
Eine Eule rauscht vorbei.
Lange Zeit bleibt es still im Auto, dann kommt ein kleines Mäuschen unter dem Sitz hervor und setzt sich auf den Beifahrersitz.
Danke, das war knapp, beinahe hätte Frau Eule mich erwischt.“
Keine Ursache, aber sie sind noch sehr jung, sollten sie um diese Zeit nicht schon zuhause sein?“
Ich habe kein Zuhause,“ seufzt die kleine Maus und ihre Stimme klingt traurig und auch ein wenig verbittert.
Das tut mir leid, auch ich bin heimatlos, übrigens mein Name ist Oskar.“
Guten Tag Herr Oskar, entschuldigen sie meine
Unhöflichkeit. Ich heiße Katrin und komme aus der Stadt.
Nachdem meine Familie einem Giftanschlag zum Opfer fiel bin ich ausgewandert und erst heute hier angekommen und habe noch keine Wohnung gefunden.“
Das tut mir leid, auch ich bin erst heute hier gelandet.“
Eine Weile schweigen sie beide, dann hat Oskar eine Idee.
Wie wäre es, wenn sie bei mir wohnen würden, Platz genug ist hier doch.“
Herr Oskar, das wäre schön!“
Die kleine schwarzen Knopfaugen von Fräulein Katrin leuchten vor Freude und schnell saust sie durch den Wagen, um nach einem passenden Platz zu suchen.
Auf der Rückbank ist ein Riss im Leder und die graue Füllwolle spitzt hervor.
Fräulein Katrin erweitert das Loch bis sie hindurch passt und rollt sich mit einem wohligen Seufzer in dem weichen Bett zusammen.
Hier ist es gemütlich, gute Nacht Herr Oskar.“
Gute Nacht Fräulein Katrin!“
Am nächsten Morgen setzt sich Fräulein Katrin auf den Beifahrersitz und während sie sich putzt, unterhalten sie sich.
Ich werde jetzt etwas zu Essen suchen, kann ich ihnen etwas mitbringen Herr Oskar?“
Dieser lacht. „Nein danke, ich brauche nichts zu essen.“
Die Tage vergehen, tagsüber ist Fräulein Katrin unterwegs und sobald es dunkel wird kommt sie in den Schutz des alten Autos zurück.
Und bis tief in die Nacht erzählen sich die beiden Geschichten aus ihrem Leben.
Eines Tages kommt die Maus von ihrem Spaziergang zurück mit strahlenden Augen und auf den Wangen liegt eine zarte Röte.
Herr Oskar ich habe mich verliebt! Er heißt Maximilian und kommt auch aus der Stadt.“
Hat er auch seine Familie durch einen Giftanschlag
verloren?“
Nein seine Familie lebt noch. Er wollte nur die Welt kennen lernen.“
Oh ein Vagabund?,“ meint Oskar etwas besorgt.
Nein, nein keine Sorge, er will sesshaft werden und, und, er hat mir einen Heiratsantrag gemacht! Wir suchen nur noch eine Wohnung.“
Oskar wird traurig, nun würde er seine kleine Freundin verlieren, dann aber hat er eine Idee.
Er könnte doch bei ihnen einziehen, es ist doch genügend Platz vorhanden.“
Das wäre schön, ich habe nicht gewagt zu fragen, danke, ich werde Maximilian holen, damit sie in kennen lernen.“
Der Mäuserich gefällt Oskar sehr gut.
Er hat gute Manieren und man merkt, dass er seine Katrin von Herzen liebt.
Die Wohnung gefällt ihm und er bedankt sich höflich bei Oskar.
Einige Tage später findet die Hochzeit statt.
Viele Waldtiere sind gekommen.
Zum Glück schläft Frau Eule um diese Zeit, denn Maximilians Verwandte sind aus der Stadt zur Hochzeit angereist.
Das glückliche Brautpaar steht auf der Kühlerhaube und Maximilians Onkel Sebastian, der in einer Kirche wohnt, traut sie.
Als Maximilian und Katrin sich nach der Zeremonie küssen ist Oskar ganz gerührt und wenn er gekonnt hätte , dann hätte er geweint.
Bald darauf bekommt Katrin Drillinge und Oskar ist genauso aufgeregt wie der werdende Vater.
Doch besonders glücklich und stolz ist er, als die jungen Eltern ihren Erstgeborenen Oskar nennen.





Sonntag, 23. März 2014

Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch

Zuerst einmal möchte ich Anita begrüßen, die eine neue Leserin ist und auch eine, die kommentiert, das freut mich ganz besonders.
Guten Tag Anita

Obwohl die Vögel vor meinem Fenster bereits fröhlich ihr Morgenlied angestimmt haben, sieht es doch nicht so toll aus. Es scheint es liegt Regen in der Luft.
Aber macht nichts, wir haben ja Sonne im Herzen.
Vor einigen Tagen besuchte mich eine Freundin und brachte mir, wie so oft schon eine neue kleine Elfe für meine Sammlung mit.




Ist sie nicht süß, wie sie so verschämt guckt.
Erinnert mich ein bisschen an mich in meiner Kindheit. Ich wurde auch bei jeder Gelegeneheit rot wie eine Tomate. Oh, wie ich das hasste.
Ja, ich wurde sogar rot, wenn andere was angstellt hatten und das ließ mich dann wie der arme Sünder persönlich wirken.
Manchmal ist es direkt von Vorteil, wenn man älter wird! Lach!
Nun wünsche ich euch einen schönen Sonntag, doch bevor ich gehe möchte ich euch noch ein wenig von den Amseln erzählen,dazu hat mich eine Begegnung gestern im Garten inspiriert.


Die Amsel

Früher war die Amsel ein scheuer Waldbewohner, den man selten zu sehen bekam.
Davon bemerkte ich nichts, als ich gestern mit meinem Rollator im Garten spazieren fuhr.
Stand doch nicht nicht weit von mir ein frecher kleiner Amselmann und sein gelboranger Schnabel bewegte sie heftig, als wollte er mir  etwas erzählen oder mich auch schimpfen.
Schade, dass ich die Vogelsprache nicht beherrsche.
Die Amsel gehört zur Familie der Sperlingsvögel und ist unsere dunkelste Drosselart.
Während die Männchen in einem schwarzes Gefieder glänzen, sind die Weibchen bräunlich gefiedert und wirken eher unscheinbar.
Die Amseln sind sehr lebhaft, was ich an meinem kleinen Freund im Garten sehr wohl bemerken konnte, denn Angst hatte er keine vor mir und sein Schnabel ging ziemlich aufgeregt.
Auch können sie wunderschön flötend singen und sie haben auch Talent als Stimmenimitator.
Ihr Gesang ist besonders im Frühjahr bei Tagesanbruch zu hören, wenn das Männchen sein Revier absteckt.
Es sitzt dann auf einem Baum oder Dachfirst, lässt seine Lieder erklingen und fordert damit seine Artgenossen heraus.
Die Amsel ist sehr robust und Anpassungsfähig und der frühere scheue Waldvogel ist heute oft in Dörfern und Städten zu sehen.
Sein mystisch schwarzes Gefieder lässt ihn in Geschichten oft als Begleiter von Zauberern und Druiden auftreten.
So erzählt die Legende von Rhibannan, dass drei Amseln auf dem Weltenbaum sitzen und mit ihrem Gesang setzen sie die Zuhörer in Trance und lassen sie in eine andere Welt reisen und mit geheimem Wissen wieder zurück kommen.
Nun meine Amsel hat mich nicht mit geheimen Wissen zurück gelassen, aber sie hat mich doch inspiriert über sie zu schreiben.






Ich habe sogar ein Gedicht von Frau Ammerich dazu gefunden.

Erster Amselschlag

Hörst du die Amsel im Garten
Sie singt ihr erstes Lied
Das nach langem Warten
Voll Glück ins Herz uns zieht

In geheimnisvolle Tiefen
Dringt seine Zaubermacht
Die Knospen, die noch schliefen
Sind farbenfroh erwacht

Und jedes Lied weckt auf`s neue
Blüten ohne End und Zahl
Es leuchtet des Himmels Bläue
Frühling wird`s überall

Die Menschen hoffen und träumen
Ihr Herz das weint und lacht
O Amsel sing ohne Säumen
Hast ein Wunder vollbracht

E. Ammerich





Freitag, 21. März 2014

Heute ist der Tag des Waldes





Heute ist der Tag des Waldes, das ist auch für mich ein ganz besonderer Tag, denn ich liebe den Wald und ich hatte das Glück auf dem Land aufzuwachsen, umgeben von herrlichen Wäldern.
Wie schön war es frühmorgens mit meinem Vater, nachdem wir Pilze gesammelt hatten, noch ein wenig auf einem Hochsitz zu verweilen und die Stille zu genießen und besonders schön war es wenn wir das Glück hatten, einige Rehe zu beobachten.
Auch der Geruch des Waldes ist so einzigartig. Die Luft ist so rein und sauber, es riecht nach Harz, Moos und Laub und Pilzen.
Kein Wunder, dass so viele meiner Geschichten im Wald spielen, denn dort fühle ich mich wohl und zuhause.

Vor einigen Tagen kam im Radio, dass 80% der bayrischen Wälder wieder gesund sind.
Eine schöne Nachricht, denn der Wald ist so wichtig für uns.
Er schützt uns vor Hochwasser.
Mit Hilfe des Humus, den Wurzelkanälen und Tiergängen kann der Waldboden viel Wasser aufnehmen und schützt uns so bei Dauerregen und Schmelzwasser.
Auch reinigt er das Wasser, denn das im Boden versickerte Wasser ist sauerstoffreich, sauber und als Trinkwasser geeignet.
Dabei liegt die Wassermenge bei Laubbäumen höher als bei Nadelbäumen, da bei diesen das Wasser schneller verdunstet.
Der Wald gleicht auch Temperaturschwankungen aus, erhöht die Luftfeuchtigkeit und steigert die Tau - Bildung.
Außerdem filtert der Wald Staub, Ruß und gasförmige Luft und schützt uns vor schädlichen Wind und Frost.
Durch die zahlreichen Wurzelkanäle verhindert er das Abrutschen des Bodens.

2007 hielt der 9jährige Felix Finkbeiner aus Bayern, ein Referat über den Klimaschutz und beendete es mit dem Ausruf:
Wir Kinder sollten in jedem Land eine Million Bäume pflanzen!“
Und so wurde eine Idee geboren und mittlerweile sind weltweit Milliarden von Bäumen gepflanzt worden.
Viele reden über die Klimakrise, doch die Kinder der Welt haben begonnen zu handeln.

Ein Gramm Handeln ist besser als eine Tonne Predigt“
 
Mahatma Gandhi
(1869 – 1848 )
 







Der Baum ohne Wurzel

Es kommt ein kleiner Wind,
der Baum fällt um, ganz geschwind.
Da gehe mal zum Mensch zurück,
ohne Wurzeln hat er auch kein Glück.

Was ist ein Mensch ohne Wissen,
da ist das Leben ganz beschissen.
Beruhigten sind die Wurzeln des Menschen,
lerne sie suchen und auch denken.

Fange an, die Wurzeln zu finden,
die Stärke wird dich fester binden.
Die Erfahrung macht das Leben reicher,
du wirst stärker und niemals weicher.

Die Wurzeln sind wie ein Labyrinth,
in der Mitte sie doch am stärksten sind.
Versuche ständig die Mitte zu finden,
brauchst keine Angst haben vor Winden.

Die Stärke des Labyrinth .in der Mitte
suche, zähle nicht die Schritte.
Je näher du der Mitte kommst,
merkst du, das Leben ist nicht umsonst.

Du siehst die Welt mit ganz anderen Augen,
das kannst du mir ruhig glauben.
Das Interesse wird n dir entdeckt, und du hast
Die Erkenntnis, das Wissen glücklich macht.

Die Nachtigall


Mittwoch, 19. März 2014

Freundschaft - Ein kleines Dankeschön

Was für den Vogel die Kraft der Schwingen, das ist für den Menschen die Freundschaft, sie erhebt ihn über den Staub der Erde.

Zenta Maurina

(1897 - 1978 )







Und ich bin so ein Glückspilz, denn ich besitze gleich zwei wunderbare Freundinnen, die mir in guten wie in schlechten Zeiten zur Seite stehen.
Die Glückpilztasse von Martina erinnert mich jedes Mal wenn ich genussvoll meinen Tee trinke, daran was für ein Glück ich doch habe, dass sie meine Freundin ist.
Und der kleine Igel, dessen Stacheln ganz weich sind, lassen mich immer an Regina denken, die mir soviel geholfen hat und immer für mich da ist.
Schön, dass es euch gibt.

Ach zum Schluss noch ein kleines boshaftes Zitat zum Thema Freundschaft, natürlich von Georg, Bernhard Shaw:

" Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte "
 
 


Dienstag, 18. März 2014

Der magische Stein

Diesmal waren die Wörter: Stein, Kind, beliebt, staunen und locker






Der magische Stein

Mucksmäuschenstill ist es im Klassenzimmer, man hört nur das Quietschen der Kreide mit der Herr Hartleitner eine Gleichung an die Tafel schreibt.
Rainer versucht schnell im Kopf die Aufgabe zu lösen, denn wenn der Mathelehrer ihn nach vorn an die Tafel ruft, dann würde wieder voller Aufregung sein Hirn wie leer gefegt sein.
Mit hochrotem Kopf würde er zu stottern anfangen und die anderen würden lachen.
Wie er das hasste.
Dabei war er gut in Mathe, nur wenn er aufgerufen wurde, dann war er so aufgeregt, dass er zu stottern anfing.
Und im Sport war er erst recht eine Niete, ängstlich und feige.
Seine Mitschüler hatten schon einen Spottvers auf ihn gedichtet, den sie nach der Melodie der Vogelhochzeit sangen.

Der Rainer, der Rainer
der hat so Angst wie keiner

Nun schweift der Blick des Lehrers durch die Klasse und Rainer versucht sich ganz klein zu machen.
Zum Glück ruft er Paul auf, den coolsten und beliebtesten
Jungen der Schule, in Sport eine Ass aber in Mathe?
Rainer freut sich ein ganz klein wenig, als Paul plötzlich auch zu stottern beginnt, weil er die Gleichung nicht lösen kann.

Nach der Mathe - Stunde haben sie Sport.
Buben und Mädchen getrennt.
In der Umkleidekabine wird Rainer von Paul verspottet, weil er bestimmt wieder beim Klettern in die Hose machen würde und er schlägt ihm vor, doch bei den Mädchen zu turnen.
Und dann beginnt er noch die Melodie der Vogelhochzeit zu summen und die Jungs singen lautstark.

Der Rainer, der Rainer
der hat so Angst wie keiner

Rainer legt still seine Sachen in den Spind und geht in die Sporthalle, verfolgt von dem lauten Gelächter seiner Mitschüler.
Heute sollen sie am Klettergerüst turnen und Rainer hält sich so lang wie möglich im Hintergrund.
Doch dann kommt auch er dran.
Die ersten Sprossen sind noch leicht, doch je höher er kommt, desto mehr fängt er an zu schwitzen.
Die Jungs feuern ihn an und Rainer macht den Fehler hinunter zu schauen.
Als er sieht wie weit der Boden weg ist, wird ihm schwindelig und in seinen Ohren beginnt es zu rauschen.
Verzweifelt klammert er sich fest.
Er wagt sich nicht mehr vorwärts noch rückwärts zu klettern.
Wie durch einen Nebel hört er die Stimme des Sportlehrers, der plötzlich neben ihm auftaucht.
Keine Angst, ich helfe dir, wir werden zusammen hinunter klettern, du musst loslassen.“
Der Lehrer muss seine Worte einige Male wiederholen bis sie zu Rainer durchdringen.
Auf dem Boden angekommen, befiehlt ihm Herr Berger, sich zu setzen und den Kopf zwischen die Knie zu stecken und tief durchzuatmen.
Die anderen Jungs sind auffallend ruhig und erschrocken beobachten sie ihren Mitschüler, der kreideweiß ist und am ganzen Körper zittert.
Herr Berger schickt sie nach draußen, dann setzt er sich neben Rainer und wartet bis wieder Farbe in dessen Gesicht kommt.
Rainer, du hast Höhenangst, besorge dir ein Attest beim Arzt, dann bist du vom Klettern befreit.“
Der Junge nickt nur.
Geht`s wieder?“
Ja,“ murmelt Rainer und steht auf, er schämt sich so.
Herr Berger legt ihm die Hand auf die Schulter.
Hör mal mein Junge, Höhenangst haben auch Erwachsene und du bist noch ein Kind, deshalb musst du dich nicht schämen.“

Nach der Schule trottet er mit hängenden Kopf nach Hause, er beachtet nicht einmal den Dackel Poldi, der ihm schwanzwedelnd entgegen läuft und zur Begrüßung bellt.
Und obwohl die Oma, die seit dem Tod des Opas bei ihnen wohnt, seine Lieblingsspeise gekocht hat, stochert er nur lustlos in seinem Essen herum.
Die Schule hat angerufen,“ meint die Oma leise.
Rainer hebt den Kopf und Tränen funkeln in seinen Augen.
Dann weißt du ja, was für ein Versager ich bin!“
Du bist doch kein Versager!“ ruft die Oma erschrocken.
Sicher, ich bin doch kein richtiger Junge, mag nicht Fußball spielen, klettere nicht auf Bäume und stecke nur den ganzen Tag meine Nase in Bücher, wie ein Mädchen!“
Die Oma muss schmunzeln, doch dann sagt sie ernst.
Wer sagt denn, dass Jungen dies alles können müssen, denk doch nur an Marietta von nebenan, die klettert auf Bäume, spielt besser Fußball als ihre Brüder und mit einem Buch in der Hand habe ich sie noch nie gesehen.“
Aber ich habe doch immer vor allem Angst, ich bin ein richtiger Angsthase und die Jungs in meiner Klasse haben
sogar einen Spottvers auf mich gedichtet!“ ruft Rainer verzweifelt und nun laufen die Tränen über sein Gesicht.
Die Oma reicht ihm ein Taschentuch.
Jeder Mensch hat Angst in seinem Leben, es sind nur verschiedene Ängste.“
Du auch?“
Aber sicher, ich habe oft in meinem Leben Angst gehabt.
Warte einen Moment!“
Die alte Frau geht in ihr Zimmer und als sie zurück kommt legt sie einen roten kleinen Stein auf den Tisch.
Rainer nimmt ihn in die Hand und betrachtet ihn staunend
von allen Seiten.
Da ist ein Kristall! Als ich deinen Opa kennenlernte und wir zum ersten Mal in den Berge wanderten, kamen wir auch in eine Kristallhöhle.
Dieser Stein saß ganz locker in der Felswand und dein Opa hat ihn heraus gebrochen und ihn mir als Pfand unserer Liebe gegeben.
In den fünfzig Jahren unserer Ehe hat dieser Stein mir oft geholfen. Immer wenn ich Sorgen und Angst hatte, dann habe ich den Stein in die Hand genommen und er gab mir Kraft.
Ich brauche ihn nun nicht mehr, aber vielleicht hilft er jetzt dir.“
Rainer nickt und legt den Stein vorsichtig auf sein flache Hand und umschließt ihn mit den Finger.
Er spürt wie ihm auf einmal leichter ums Herz wird und lächelnd sagt er:
Danke, Oma!“
Unser Essen ist nun kalt geworden. Ich habe heute morgen gebacken, wie wäre es mit einer Tasse Kakao und Keksen!“

Seit diesem Tag trägt Rainer den Stein immer bei sich und er wird tatsächlich von Tag zu Tag mutiger.
Wenn er an die Tafel muss, wird er nicht mehr rot und
fängt zu stottern an, sondern löst die Aufgaben.
Beim Sport wagt er Übungen vor denen er sonst gezittert hat.
Nur auf die Kletterwand muss er wegen dem Attest vom Arzt nicht mehr.
Rainer wird von Tag zu Tag selbstbewusster.
Und eines Tages grübelt er darüber nach, ob denn der Stein ihm nicht auch helfen könnte, seine Höhenangst zu besiegen.
Und nun beginnt er an dem großen Birnbaum im Garten zu üben.
Es ist schwer, denn jedes Mal beginnt er wieder zu zittern, doch täglich schafft er es ein Stückchen höher und dann sitzt er eines Tages auf dem höchsten Ast.
Und als er hinunter sieht, vorsichtshalber den Stein in der Hand fest umschlossen, wird ihm kein bisschen schwindelig.
Er hat es geschafft.
In der nächsten Sportstunde geht er zu Herrn Berger und bittet ihn, diesmal auch beim Turnen am Klettergerüst mit machen zu dürfen.
Bist du sicher?“ fragt dieser und als Rainer nickt, meint er
gut, aber ich werde neben dir klettern.“
Rainer klettert flink wie ein Affe die Sprossen hoch.
Oben angekommen dreht er sich um und winkt, dann klettert er genau so schnell wieder hinunter.
Auf dem Boden angekommen, verneigt er sich wie ein Künstler auf der Bühne.
Begeistert klatschend umringen ihn seine Mitschüler.

Was so ein kleiner Stein doch für Wunder bewirken kann.
Vielleicht aber liegt seine Magie an dem
Glauben an sich selbst.“











Montag, 17. März 2014

Ankündigung

Morgen ist es wieder soweit und wir stellen euch eine neue Kurzgeschichte, entstanden aus fünf vorgegebenen Wörtern, vor.
Es ist wirklich erstaunlich, wie drei völlig unterschiedliche Geschichten entstehen, die doch denselben Ursprung haben.
Lasst euch überraschen, bin gespannt auf eure Meinung. 

Leider wird das schöne Wetter ja nun von Wind und Regen abgelöst, dazu ein Gedicht von "Die Nachtigall"









 Regenwetter

Nun hör mal du kleine Regenwolke,
ich weiß nicht was ich sagen sollte,
warum lässt du es denn regnen heute,
das bringt mir ja gar keine Freude.

Wo nimmst du denn nur all das Wasser her,
wird denn dein Bauch niemals leer,
voll sind schon alle Flüsse und Seen,
was soll denn nun noch gescheh`n.

Wenn die Luft der Erde ist warm,
verdampft das Wasser wie ein Schwamm,
so ist es aber kalt und windig,
und für uns Menschen sehr empfindlich.

Der Wasserdampf steigt in die Luft
Und es gibt dann den Regenduft,
oben bei dir ist es aber kalt,
der Dampf kühlt ab dann bald.

Hier unten kleine Tröpfchen die entsteh`n,
die kondensieren, man kann nichts seh`n,
und alles setzt eine Wolkenbildung in Gang,
und es regnet wieder Tagelang.

Klar musst du es mal regnen lassen,
dann kann in der Natur alles schon wachsen,
wir wollen aber auch mal Sonnenschein,
nur immer Regen bringt doch nichts ein.

Liebe Regenwolke du wirst es doch versteh`n
Wir wollen auch mal blauen Himmel seh`n,
wir brauchen dich aber auch lebenslang,
Liebe Regenwolke unseren herzlichen Dank.


Die Nachtigall
 

Samstag, 15. März 2014

Traurigkeit - Gedicht: Tränen








Auch die Traurigkeit gehört zum Leben. 
Zur Zeit hat mich wieder eine große Traurigkeit umfasst.
Mein Mann ist nun seit einem halben Jahr schon in der anderen Welt, von wo es keine Wiederkehr gibt.
An manchen Tagen bin ich voller Zuversicht und mit klaren Blick in die Zukunft, die ja nun ohne ihn statt finden muss.
Aber dann wird mir wieder bewusst, dass er niemals mehr mit grummeligen Gesicht frühmorgens in die Küche schlurft und erst nach der ersten Tasse Kaffee mir ein Lächeln schenkt.
Dass ich nie wieder sein Lachen hören kann und er hat gerne gelacht.
Auch vermisse ich sein  liebevolles  "na du Vogel!" Zugegeben am Anfang unserer Beziehung war ich sein Spatz, da kann ich doch froh sein, dass sich im Laufe der Jahre die Tier nicht vergrößert haben.
Ich vermisse seine Geradlinigkeit und Ehrlichkeit, in einer Welt in der man diese Tugenden immer seltener antrifft.
Ich kann mich noch erinnern, als er mit der Seefahrt aufhörte und seinen ersten Job an Land annahm, wie frustriert er war, über das "hintenherum Gemauschel" seiner neuen Kollegen.
Ich vermisse einfach ihn.
Irgendwann wird er Schmerz sich lindern, Zeit heilt alle Wunden und die Erinnerung wird ewig bleiben.
Vielleicht versteht ihr jetzt auch, warum ich zur Zeit nicht in meinen Blog hier schreibe.
Mit einem Gedicht von "Die Nachitgall" wünsche ich euch ein schönes Wochenende.

 
 Tränen

Jedes Lebewesen wird mal weinen,
Auch wenn es nur will scheinen,
Tränen sind oft sehr nah,
Geben einen Ausdruck dar.

Wenn einer meint er darf niemals weinen,
Der werfe mal zuerst mit Steinen,
Als Kind und auch Erwachsen dann,
Fließen Tränen mal irgendwann.

Ist ein Schmerz mal ganz groß
Und man tapfer keine Träne vergoss,
Ist das vielleicht nur zur Schau gestellt,
Aber einmal kommen die Tränen hervor gequellt.

Wenn tiefe Trauer uns erschüttert,
Und das Leben ist total zerrüttet,
Da muss man weinen dann und wann,
Weil das uns dann erleichtern kann.

Tränen sind für Frau und Mann
Niemals eine Schande dann,
Der Körper wird gewaschen rein,
Von viel Schmerz und Pein.

Nun gibt es auch noch andere Tränen,
Die uns lassen vor Freude erbeben,
Hat jemand denn mal so gelacht,
So dass der Bauch uns Schmerzen macht?

Egal ob Trauer oder Fröhlichkeiten,
Tränen können vieles bedeuten,
Und zeigen sie sich dann im Gesicht,
Braucht man sich zu schämen nicht.

Warum kommen denn die Tränen an,,
Sie zeigen uns den Gemütszustand,
Worauf ein Jeder auch kann schließen,
Ist es Trauer oder Vergnügen.

Nicht verzagen, man kann es glauben,
Auch wenn sie strömen aus den Augen,
Weinen darf man zu jeder zeit,
Vor allem, man ist dazu bereit.

Die Nachtigall