Mittwoch, 18. Mai 2016

Krankmeldung

Ihr Lieben,

leider muss ich unsere liebe Lore für heute entschuldigen. Sie ist krank und kommt nicht an den PC. Ich denke, dass sie in ein paar Tagen aber wieder bei uns sein wird.

Liebe Grüße soll ich allen ausrichten
Regina

Sonntag, 15. Mai 2016

Frohe Pfingsten

Heute sollte eigentlich die Reizwortgeschichte kommen, aber wir haben sie diesmal auf den Mittwoch den 18. verschoben.
Mit einem Gedicht meines Freundes 'Die Nachtigall' möchte ich euch ein frohes Pfingstfest wünschen.



Pfingsten

Wenn es Pfingsten sieht nach Regen aus,
und man schaut nach dem Wetterhaus,
steht das Wettermännchen mit gespreizten Beinen,
da und lässt die Sonne gar nicht scheinen.

Schäme dich du alter Wettermann,
zu Ostern gabst du noch dicke an,
zu Pfingsten das schönster Wetter sei,
der Mai wär heuer doch da vorbei.

Wenn es regnen tu, du liebe Not,
der macht dann all die schönen Blumen tot,
sie würden liegen wie nasser Schnee,
und auf den Wegen wäre See an See.

Wenn wir darinnen baden könnten,
Wie die Spatzen und die Enten,
da aber wird doch gar nichts daraus
wir sehen dann wie die Maulwürfe aus.

Der Kuchen riecht so lecker her,
das schöne Wetter lockt so sehr,
und in unserem Feiertagsgewand,
das Pfingsten nun kam aus dem Schrank.

Nun schäme dich du böser Wettermann,
wir haben heut die schönsten Kleider an,
verschwinde in dein Wetterhaus,
und schicke schnell die Sonne raus.

Und der Wettermann der hört,
der Regen uns nun nicht stört,
weg ist der böse Wettermann,
die Sonne scheint doch schön warm.

(c) Die Nachtigall



Samstag, 7. Mai 2016

Eine kleine Geschichte zum Muttertag

Es ist keine neue Geschichte, aber aus passendem Anlass habe ich sie wieder heraus gekramt.
Mit dieser Geschichte wünsche ich allen Müttern morgen einen schönen Muttertag.


Die ersten Sonnenstrahlen spitzen bereits durch die Fensterscheiben und Vanessa streckt sich genüsslich im Bett.
Heute ist ja Muttertag!“ fällt ihr ein und Teddy brummt , weil er im Schlaf gestört wurde.
Leichtfüßig springt das Mädchen aus dem Bett und tapst barfuß in Peters Zimmer.
Kopfschüttelnd sieht Vanessa sich um, was war der Peter doch schlampig.
Sein Zimmer sieht wieder schrecklich aus.
Das Mädchen kickt den roten Ball in die Ecke, steigt vorsichtig über das Feuerwehrauto und wäre noch beinahe über den Baukasten gestolpert.
Peter schläft noch tief und Vanessa bedauert, dass sie ihn wecken muss.
Vorsichtig packt sie ihn an der Schulter.
Peter knurrt, „Lass mich in Ruhe!“ und schüttelt ihre Hand ab.
Da zieht ihm seine Schwester einfach die Decke weg.
Wie der Blitz springt der Junge auf und sieht sie wütend an.
Vorsichtshalber tritt Vanessa einen Schritt zurück.
Peter, heute ist doch Muttertag.“
Mürrisch verlässt der Junge das Bett.
Wenig später schleichen sie aus dem Haus, klettern über den Gartenzaun und rennen den Hang hinunter auf die Wiese vom Bauern Moser.
Lachend laufen sie barfuß durch das taufrische Gras und bald hat jeder von ihnen einen bunten Strauß gepflückt.
Während Vanessa noch einige Wiesenschwengel sucht, setzt Peter sich ins Gras und mault.
Wir haben doch genug Blumen, was willst du noch mit diesem Gras!“
Es sieht hübsch aus, wenn wir die Wiesenschwengel zwischen die Blumen stecken,“ ruft Vanessa, die sich schon weiter entfernt hat.
Peter stützt die Ellbogen auf die Knie und legt den Kopf in die Hände.
Mitten in seine Gedanken hört er einen schwachen Hilferuf.
Neugierig sieht er sich um, spielte ihm seine Fantasie einen Streich?
Da, wieder hört er es. „Hilfe, Hilfe!“
Vorsichtig bückt sich der Junge nach vorn und bemerkt einen Schmetterling, der in einem Spinnennetz hängt und verzweifelt versucht loszukommen.
Doch je mehr er zappelt, umso fester legen sich die feinen klebrigen Fäden um seinen Körper.
Am Ende des Spinnennetzes sitzt eine dicke schwarze Spinne, die sich jetzt langsam in Bewegung setzt.
Der kleine Schmetterling kämpft verzweifelt gegen die heimtückischen Stricke … und das Ungeheuer kommt immer näher.
Peter sieht sich suchend nach einem Stöckchen um, dann fällt ihm sein Taschenmesser ein.
Schnell klappt er es auf und durchtrennt das Spinnennetz und beide purzeln auf die Erde.
Während die Spinne auf ihren acht Beinen schnell davon läuft, bleibt der Schmetterling jammernd auf dem Boden liegen.
Auweh, ausweiohwei! Ich habe überall blaue Flecken, hättest du nicht besser aufpassen können?“
Du bist gut, mir blieb schließlich nicht viel Zeit,“ empört sich Peter.
Ja, ja, ist ja schon gut, vielen Dank auch, aber könntest du mich jetzt von diesen klebrigen Dingern befreien.“
Peter lacht , nimmt den Falter vorsichtig in die Hand und löst ganz sachte die Spinnfäden.
Ach ist das schön!“ Der kleine Geselle dehnt sich.
Beinahe wäre es mit mir aus gewesen.“
Er schüttelt sich bei diesem Gedanken, doch dann lacht er wieder.
Überhaupt schien er ein lustiges Kerlchen zu sein.
Gestatte, dass ich mich vorstelle, Gaukel, königlicher Ballettmeister.“
Er verbeugt sich zierlich.
Peter grinst.
Königlicher Ballettmeister, wo gibt es das denn?“
Nun lache nicht, ich unterrichte die hübschesten Tänzerinnen an König Mirzels Hof.“
Peter, mit wem redest du da?“
Vanessa ist unbemerkt näher gekommen.
Der Schmetterling auf Peters Hand verbeugt sich elegant.
Gestatten, Gaukel, königlicher Ballettmeister seiner Hoheit des Zwergenkönigs Mirzel.“
Vanessa knickst.
Schönen guten Morgen, Herr Gaukel, freut mich ihre Bekanntschaft zu machen. Aber wo wohnt denn der Zwergenkönig?“
Natürlich im Zwergenreich, unweit des Zauberwaldes, den bisher noch kein Mensch betreten hat.“
Und warum habt ihr das Zauberland verlassen?“
Ich wollte meine Verwandten besuchen, denn ich habe gehört, dass eine meiner Kusinen eine sehr talentierte Tänzerin sein soll.
Oh, ich muss mich beeilen. Adieu!“
Er breitet seine schönen Flügel aus und fliegt von Peters Hand hinauf in den Himmel, dreht eine Runde, wirft ihnen eine Kusshand zu und ist bald ihren Blicken entschwunden.
Doch sie müssen nun zurück, nicht dass die Mutter schon wach ist, bevor sie mir ihrer Überraschung fertig sind.
Geschwind klettern sie wieder über den Zaun und schleichen ins Haus.
Während Peter mit der Kaffeemaschine beschäftigt ist, deckt Vanessa den Tisch.
In der Mitte prangt der wunderschöne Wiesenblumenstrauß und unter der Vase legt das Mädchen die Geschenke.
Sie tritt einen Schritt zurück und betrachtete ihr Werk. Hübsch sieht es aus.
Der Kaffee ist durch,“ meldet Peter aus der Küche.
Hand in Hand huschen sie zur Schlafzimmertür und klopfen an.
Herein!“ ertönt die kräftige Stimme des Vaters.
Die Mutter sitzt aufrecht im Bett und streckt beide Arme aus.
Jubelnd fallen ihr die Kinder um den Hals.
Alles Gute zum Muttertag!“
Danke euch, hier duftet es ja so herrlich nach Kaffee.“
Verena hatte das Mauscheln in der Küche längst gehört.
Die Kinder zerren sie aus dem Bett.
Überrascht steht diese wenig später vor dem hübsch gedeckten Tisch, sie drückt ihre Kinder an sich und wechselt einen zärtlichen Blick mit Michael.
Ja Verena war sehr glücklich mit ihrer kleinen Familie.




Montag, 2. Mai 2016

Pinselchen - Drei gute Freunde auf Tour

Mit einem neuen Abenteuer von Pinselchen will ich euch einen schönen Wochenanfang wünschen.
Viel Spaß beim Lesen!



Pinselchen - drei gute Freunde auf Tour

Ein neuer Morgen war angebrochen und  keine Sonne in Sicht, nur Regen und wieder Regen.
Ein Grünspecht schmetterte sein Lied, wenn man es so nennen möchte, in die Lüfte und gleich darauf war er wieder veschwunden.
Pinselchen schaute nach draußen und hatte so gar keine Lust auf Abenteuer. Da wollte er doch lieber drinnen mit seinen Geschwistern spielen. Mama kam nach Hause und Wasser tropfte aus ihrem schönen Pelz und kurz darauf war auch Papa wieder da.
Kein schöner Tag, um Beute zu machen. Aber sie waren alle satt geworden, wenn es auch nur Mäuse waren.
Endlich hörte es auf zu regnen und einige mutige Sonnenstrahlen stahlen sich durch die Tannen und kitzelten Pinselchen, der gerade mal wieder seinen Kopf aus dem Bau streckte.
Vergnügt schlüpfte er heraus und lief hinüber zum Nachbarbau, um Felix das Füchslein zu treffen.
Gemeinsam wollten sie nun etwas unternehmen und Mutter Fuchs ermahnte sie nicht zu weit weg zu laufen.
Doch wie Kinder nun einmal sind, riefen sie nur ein halbherziges "Ja, ja" und weg waren sie.
Einer versuchte schneller als der andere zu laufen und sie purzelten über kleine Steine und dicke Moospolster, jagten über kleine Hügel und Baumwurzeln und entfernten sich immer weiter von ihrem Zuhause.
Endlich hielten sie an, um Atem zu holen.
"Hallo, was macht ihr denn da?" fragte ein feines Stimmchen.
Ein kleines Wildkätzchen tauchte vor ihnen auf.
"Wir machen ein Wettrennen, wer bist denn du?" antwortete Pinselchen.
"Ich bin Fine, das kleine Waldkätzchen und mir ist sooo langweilig."
"Ich bin Pinselchen, der kleine schlaue Luchs und das ist mein Freund Felix, der Fuchs. Willst du nicht mit uns kommen, wir wollen Abenteuer erleben."
"Oh ja fein, Aberteuer will ich auch erleben."
Nun tollten sie zu Dritt durch den Wald, zwickten sich und schubsten sich und hatten eine Menge Spaß.
Auf einmal hörten sie einen Hund bellen. Ein Jäger mit einer Flinte über der Schulter kam den Waldweg entlang, an einer Leine führte er seinen Dackel.
Die drei Freunde sahen sich erschrocken an. Fine kletterte auf einen Baum und Pinselchen und Felix versteckten sich im dichten Gebüsch.


Vorsichtig spähten sie durch die Zweige und sahen, dass der Jäger stehen geblieben, um sich mit zwei Wanderen zu unterhalten.
Nun hatten sie Zeit sich ein besseres Versteck zu suchen und fanden zum Glück weiter hinten einen verlassen Fuchsbau und krochen schnell hinein. Fine aber beobachtete vom höchsten Ast des Baumes die Menschen und den Hund.
Dieser bekam auf einmal einen Geruch in die Nase und fing an zu bellen. Der Jäger machte ihn los und der Dackel lief zu dem Baum auf dem Fine saß und kläffte nach oben.
Die kleine Katze zitterte und drückte sich ängstlich in das Laub.
Der Mann war dem Hund gefolgt und blickte ebenfalls nach oben, dann lachte er.
"Ist doch nur eine kleine Katze, du Dummerle, komm lass sie ihn Ruhe."
Enntäuscht wandte der Hund sich ab, doch dann hatte er eine anders Witterung aufgenommen. Er sauste los und verschwand in dem Fuchsbau.
"Benni, komm sofort zurück," rief der Jäger streng.
Doch dieser hörte nicht, hier roch es so interessant nach Fuchs und noch etwas anderem.
Pinselchen und Felix krochen immer tiefer in den Bau, draußen lockte und schimpfte der Jäger.
Der Dackel hielt inne, hob noch einmal schnüffelnd die Schnauze dann krabbelte er rückwärts wieder ans Tageslicht. Er war ziemlich schmutzig und wurde nicht gerade liebevoll von seinem Herrchen empfangen.
" Sieh dich nur an wie schmutzig du bist! Was willst du nur in dem alten Fuchsbau, der ist doch schon lange leer!"
Benni mimte den armen Sünder, dabei wusste er ganz genau, dass  in der Fuchshöhle jemand war, denn auf seine Nase konnte er sich verlassen. Aber aus Erfahrung war im bekannt, dass die Menschen alles besser wussten und so folgte er seinem Herrn, ohne sich noch einmal umzudrehen.

Pinselchen und Felix lauschten und als sie Herr und Hund sich entfernen hörten, kamen sie langsam wieder nach vorne.
Doch aus dem Bau wagten sie sich noch nicht.
Plötzlich tauchte Fine am Eingang auf und erklärte, dass die Luft rein sei.
Noch immer ein wenig zitternd von der überstandenen Aufregung wanderten sie nun weiter.
Auf einem großen Ast saß ein großer Habicht mit einem weißen Federkranz um die Brust und beoachtete aus scharfen die drei Freunde.
Da wurde er von Fine entdeckt.
"Schnell ein Feind!", rief sie und veschwand auf einem Baum.
Pinselchen und Felix sahen ihr etwas ratlos nach, doch dann verschwanden auch sie schnell im Gebüsch.
Da rauschte es auch schon über ihren Köpfen und Hugo, der Habicht landetet auf der Lichtung. Mit einer unvrosichtigen Maus in der Krallen erhob er sich und schwebte davon.
"Das ist noch einmal gut gegangen," seufzte Fine und kam wieder vom Baum herunter.
"Wer war denn das?" wollte Pinselchen wissen.
"Das war ein Habicht und er kann niemals für uns ein Freund werden, denn so kleine Beutetiere wie wir sind seine Nahrung."
Als Pinselchen nach Hause kam, konnte er seinen Geschwistern, die nicht so abenteuerlustig wie er waren, viel erzählen.
Auch Mutter Fuchs war froh, als Felix wieder wohlbehalten in die Fuchshöhle gekrochen kam.
Katzenmutter Trine, atmete erleichert auf, als Fine sich zu ihr kuschelte. Sie hatte sich große Sorgen gemacht, doch sie wusste aber auch, dass ihr Kind viel zu neugierig war und sie es nicht einsperren konnte.
Auch hatte sie beobachtet, dass sie mit einem jungen Luchs und einem kleinen Fuchs unterwegs war. Zu dritt war es wohl nicht so gefährlich, aber trotzdem würde sie ein wachsames Auge auf die drei weierhin haben. Sie mussten ja nicht wissen, dass sie in ihrer Nähe war.
Sie lächelte, putzte sich, rollte sich zusammen schlief schnurrend ein.
In weiter Ferne war der Habicht auf seinem Nest gelandet. Zwei hungrige kleine Jungen warteten auf die Beute, die nun schabelgerecht zerrupft und verteilt wurde.
Die kleine Mieze, der Luchs oder der Fuchs wären ein guter Fang 
gewesen. Vielleicht beim nächsten Mal.
Wieder war ein Tag für Pinselchen voller Abenteuer, aber auch voll neuer Erfahrungen zu Ende gegangen.

(c) Roswitha Borgfeldt