Mittwoch, 25. September 2024

Pension Eulenspiegel 1

Gestern habe ich gar nicht bemerkt dass in drei Monaten schon der heilige Abend ist. Wie gut, dass ich wieder eine meiner schlaflosen Nächte habe, da kann ich nachher gleich weiter schreiben.

Viel Spaß beim Lesen!


 

 

Hurra!“

Der Junge umarmt den alten Mann.

Sachte, sachte, ich musste dem alten Geizkragen versprechen, dass wir während dessen die Arbeit des Esels übernehmen, bis er kräftig genug ist.“

Kein Problem, schaffe ich eben die Säcke mit der Schubkarre zu den Bauern!“

Der alte Knecht betrachtet traurig die kräftige Gestalt .

Viel zu viel musste der Junge schon arbeiten.

Ob sein Vater wusste, was er ihm angetan hatte, als er ihn bei seinem Vetter ablieferte?  Doch dann schüttelt er die traurigen Gedanken ab und fragt vergnügt: Hast du schon einen Namen für unseren kleinen Freund?“

Patrick sieht in die verschmitzt funkelnden Augen des kleinen Esels und grinst.

Eulenspiegel!“

Tobias lacht, dann nickt er.

Er muss so gewitzt wie Eulenspiegel sein, um mit dem Bauern klar zu kommen. Aber nun an die Arbeit, sonst gibt es Ärger!“

Wieder sind einige Wochen vergangen und Eulenspiegel entwickelt sich prächtig.

Nur er wird nicht größer.

Er hat immer noch die Gestalt eines Füllens.

Tobias betrachtet dies mit Sorge, denn ein richtiger Arbeitsesel wird Eulenspiegel wohl nie.

Noch konnte der alte Knecht dies vor dem Bauern verbergen, aber irgendwann würde der alte Geizkragen es merken und was dann?

Seine Befürchtungen teilte Tobias nur mit Trude der Wirtschafterin und sie beschlossen, es dem Jungen nicht zu sagen.

Patrick aber war selig.

Mittlerweile waren die polnischen Saisonarbeiter gekommen, um bei der Ernte zu helfen.

Und da diese auf dem Heuboden schliefen, war der Junge zu Eulenspiegel in den Stall gezogen.

Glücklich schlief er neben dem Esel und versorgte ihn gleich am Morgen, bevor er selbst in die Kuchel zum Frühstück ging, das dank Trude immer reichlich war.

Denn Trude ließ sich von dem Bauern nichts gefallen und bestand darauf, dass die schwer arbeitenden Männer ordentlich zu Essen bekamen.

Zähneknirschend ließ sie der Bauer walten, denn er wollte die alte Wirtschafterin nicht verlieren.

Der Sommer war vorbei und die Saisonarbeiter wieder weg, trotzdem blieb Patrick im Stall bei seinem Freund, dem Esel.

Mittlerweile war auch dem Bauern aufgefallen, dass der Esel für sein Alter ziemlich klein war und manch scheelen Blick warf er auf das Tier.

 


Die Kartoffelernte und die Obsternte waren vorbei und nun begann für Patrick eine schönere Zeit, denn jeden Tag durfte er mit Trude auf den Wochenmarkt und helfen den Stand aufzubauen und beim Verkaufen dabei zu sein.

Er tütete die Waren ein, half freundlich den älteren Damen die Taschen zum Auto tragen und genoss den Trubel auf dem Markt.

Vergnügt beobachtete er Trude, die mit forscher Stimme ihre Waren anbot und ein fröhliches Schwätzchen mit den Kunden hielt.

Abends wenn Patrick dann an Eulenspiegel gekuschelt im warmen Stall lag, erzählte er seinem Freund vom Treiben auf dem Wochenmarkt und es war ihm, als würde der Esel alles verstehen.



Der Winter kam und auch auf dem Hof begann eine ruhige Zeit.

Zwar musste das Vieh versorgt und an Haus und Hof Ausbesserungen vorgenommen werden, aber es war doch geruhsamer und Trude sorgte immer für eine gemütliche warme Stimmung.

Patrick hatte auch wieder mehr Zeit, um einen Blick in seine Schulbücher zu werfen.

Und so lag er abends an Eulenspiegel gekuschelt und lernte oder er las den Tieren aus dem großen Geschichtenbuch vor, das ihm sein Vater zu Weihnachten geschenkt hatte.

Matthias war am Weihnachtsabend überraschend gekommen und Patrick hatte schon gehofft er würde ihn mitnehmen. Doch der Vertrag mit der Ölfirma lief noch ein Jahr.

Nun war das neue Jahr bereits eine Woche alt.

Patrick kippt den letzten Milcheimer durch den Seier in die große Milchkanne und drückt den Deckel drauf. Fertig!

Hinter ihm muhen die Kühe dankbar und befreit und der Junge lächelt.

Eigentlich macht ihm seine Arbeit Spaß, wenn er nur etwas mehr Freizeit und vor allem in die Schule gehen könnte.

Tobias betritt den Stall:

Der Milchfahrer ist da.“

Er packt eine der Kannen, doch Patrick wehrt ab, denn er weiß, dass der alte Mann zur Zeit große Probleme mit seinem Rücken hat.

Lass nur Tobias, ich mach das schon, geh nur in die Kuchel.“

Rechts und links eine Milchkanne in der Hand geht er in den Hof zu dem wartenden Lastwagen.

Sepp, der Westernfilme über alles liebt und deshalb Django genannt wird, springt aus dem Auto und kommt ihm entgegen.

Lass dir helfen, ist wohl nicht leicht für den alten Geizkragen zu arbeiten.“

Patrick zuckt die Schulter.

Django verstaut die beiden Kannen auf dem Wagen und folgt dem Jungen in den Stall. Zusammen tragen sie noch die restlichen Milchkannen zum Wagen.

Als alles verstaut ist, springt Django in den LKW, hupt noch einmal grüßend und fährt vom Hof.

Feierabend für heute!

 


Aufatmend wendet sich Patrick dem Haus zu. Im Flur streift er seine Stiefel ab und schlüpft in die Holzpantoffeln.

Der Bauer und Tobias sitzen bereits am Tisch und aus der Schüssel in der Mitte duftet es köstlich.

Patrick setzt sich auf seinen Platz und Trude kommt mit einem frisch gebackenen Brot aus der Küche und reicht es dem Bauern, der für jeden eine dünne Scheibe abschneidet.

Dann lässt er sich die Teller reichen und füllt sie, wobei er nur in seinen Teller Fleisch gibt.

Doch Trude hat vorgesorgt.

Der Bauer geht, sobald er gegessen hat, in die Wirtschaft zum Karten spielen und sobald er weg ist, schlurft Trude in die Küche und holt das Fleisch, das sie zurück behalten hat und dann wird getafelt.

 


Auch heute schlingt Bertl schnell und gierig sein Essen hinunter, steht auf und stülpt sich seinen Hut auf den Kopf und geht zur Tür.

Dort wendet er sich noch einmal um und fixiert Patrick mit finsterem Blick.

Morgen kommt der Xaver und holt den Esel ab.“ Der Xaver, der Abdecker?“ stammelt der Junge entsetzt.

Bertl grinst hämisch.

Ja, oder glaubt ihr, ich habe nicht bemerkt, dass der Esel eine Missgeburt ist und aus ihm nie ein richtiges Arbeitstier wird? Außerdem brauchen wir keinen Esel. Ihr habt die Arbeit bisher auch geschafft, dann könnt ihr es auch in Zukunft.“

Lachend öffnet er die Tür, dreht sich noch einmal um und mit böse glitzernden Augen sieht er Patrick an.

Übrigens, der Xaver kennt einen Metzger, der sich auf Eselwurst spezialisiert hat und so junge Esel schmecken besonders gut.“

Laut lachend geht er hinaus. Patrick laufen die Tränen über das Gesicht.

Kann er das denn?“ Ich fürchte ja, er ist der Bauer,“ murmelt Tobias.

Patrick springt auf und läuft hinaus in den Stall. Dort wirft er sich schluchzend ins Heu.

 

Morgen geht es weiter



Dienstag, 24. September 2024

Pension Eulenspiegel

 Wie diese Geschichte entstanden ist. Als meine Tochter acht Jahre alt wurde und in der Schule das Lesen lernte durfte sie sich zum Geburtstag und zu Weihnachten eine Geschichte von mir wünschen. Einmal wünschte sie sich eine, die von einem Esel namens Amadeus, der nicht wachsen wollte, handelte. Als ich dann einen eigenen Blog hatte und auf Ideensuche war, fiel mir diese kleine Geschichte in die Hände. So entstand aus der kleinen Grundidee eine große lange Geschichte.

Viel Spaß beim Lesen!


 


 

Rumpelnd fährt das Fahrzeug in den Hof. Der Mann auf dem Kutschbock dreht sich um.

Wir sind da, Patrick.“

Der Junge macht ein missmutiges Gesicht und klettert vom Wagen.

Neugierig sieht er sich auf dem verwahrlosten Hof um. Matthias, tritt neben seinen Sohn und legt ihm liebevoll die Hand auf die Schulter.

Patrick, es muss sein, mach es mir bitte nicht so schwer.“

Der Junge nickt. Er will ja tapfer sein.

Die Tür des Hauses öffnet sich und der Bauer tritt heraus. Kritisch mustert er die Beiden.

Was wills`n Vetter?“

Kein Willkommen, kein freundliches Grüß Gott, das kann ja heiter werden, denkt Patrick.

Matthias streckt dem Vetter freundlich die Hand entgegen.

Grüß dich Gott, Bertl!“

Der Bauer ignoriert die Grußhand, spuckt seinen Zigarrenstummel in hohem Bogen aus und nuschelt ungnädig.

Kommt herein, aber ich habe nicht viel Zeit.“

Sie folgen ihm in die spärlich eingerichtete Wohnstube.

Nicht Armut herrscht hier, sondern Geiz! Der Bauer lässt sich auf der Bank nieder, ohne seinen Gästen einen Platz anzubieten.

Matthias setzt sich ihm gegenüber, während der Junge am Fenster stehen bleibt und hinaus sieht.

Du hast sicher gehört, dass die Firma Merzig Konkurs anmelden musste und ich deshalb meinen Arbeitsplatz verloren habe.

Hab davon gehört, Vetter, aber wenn du Geld brauchst, ich hab keins!“

Nein Vetter, Geld brauche ich nicht und Arbeit habe ich auch schon. Ich habe mich für zwei Jahre auf einer Bohrinsel in der Nordsee verpflichtet.

Nur kann ich meinen Buben nicht mitnehmen und deshalb bitte ich dich, dass er so lange bei dir bleiben kann.“

Der Bauer runzelt die Stirn und presst die Augen zusammen.

Bertl, du bist mein einziger Verwandter. Ich werde dir auch jeden Monat Kostgeld schicken.“

Nun gut,“ der Bauer taxiert mit schlauem Blick die kräftige Gestalt des Jungen.

Unter einer Bedingung, der Junge muss mir auf dem Hof und in der Mühle helfen. Mein Geselle ist mir nämlich davon gelaufen.“

Matthias atmet auf.

Sicher Bertl, Patrick ist ein lieber fleißiger Junge und wird dir nur Freude machen.“

Schnell, damit der Vetter es sich nicht noch einmal überlegen kann, verabschiedet er sich und verlässt die Stube.

Patrick folgt seinem Vater langsam.

Matthias holt den Rucksack vom Wagen und räuspert sich.

Ich wollte, ich müsste das nicht machen, aber zwei Jahre sind schnell vorbei und im Urlaub komme ich dich besuchen. Außerdem habe ich auf der Bohrinsel die Möglichkeit sehr viel Geld zu verdienen und vielleicht können wir uns dann ein kleines Anwesen kaufen.“

Beide haben Tränen in den Augen.

Matthias springt auf den Wagen. Die Peitsche zischt über den Kopf des Pferdes und ohne sich noch einmal umzusehen verlässt der Vater den Hof.

Patrick schaut ihm lange nach, bis er nur noch ein kleiner schwarzer Punkt in der Ferne ist.

Dann wendet er sich um und geht mit schleppenden Schritten in sein neues Zuhause.



Wochen vergingen.

Matthias hatte seinem Sohn kurz nach der Ankunft in Hamburg einen Brief geschrieben, seitdem hatte der Junge nichts mehr von ihm gehört.

Naja, es war ja auch nicht so einfach von der Bohrinsel aus Post zu versenden.

Patrick liegt auf dem Heuboden und beobachtet durch die Luke die langsam verblassenden Sterne.

Bald muss er aufstehen und dann würde er bis tief in die Nacht arbeiten müssen.

Außer dem alten Tobias und Gertrude der Wirtschafterin waren keine Helfer am Hof, denn niemand hielt es bei dem alten Geizkragen lange aus.

Zur Schule ging Patrick schon lange nicht mehr, denn der Bauer hielt dies für verschwendete Zeit.

Patrick hatte seine Schulbücher hier oben versteckt, doch wenn er abends herauf kam, fielen ihm vor Müdigkeit die Augen zu.

Nur am Sonntag hatte er manchmal Zeit zum Lernen.

Quietschend wird die Tür des Stalles geöffnet und Tobias holt Amanda, die einzige Eselstute des Bauern heraus.

Diese ist trächtig und trotzdem muss sie sich mit den schweren Mehlsäcken abplagen.

Plötzlich schreit Amanda qualvoll auf und gleich darauf hört man die grobe Stimme des Müllers poltern.

Was soll das, warum liegt die Eselstute hier mitten auf dem Hof?“

Patrick springt vom Heuboden, ohne die Leiter zu benützen und saust wie der Blitz hinaus auf den Hof.

Er sieht gerade noch, wie der Müller die Eselstute mit dem Fuß tritt und diese qualvoll aufschreit.

Nein!“ schreit der Junge und stellt sich schützend vor das arme Tier.

Sie bekommt doch ihr Junges!“

Der Bauer sieht ihn an, als hätte er nicht übel Lust nun Patrick zu verprügeln, doch da mischt sich der alte Tobias ein.

Lasst es gut sein Herr, der Bub hat recht, es ist soweit und wenn ihr Amanda tot schlägt, habt ihr keinen Esel mehr.“

Der Bauer wendet sich stumm um und stapft ins Haus.

Nun schnell, bevor er es sich anders überlegt!“

Tobias holt ein paar alte Mehlsäcke und vorsichtig rollen sie die kläglich wimmernde Eselstute darauf und schleifen sie in den Stall.

Nach qualvollen Minuten ist der kleine Eselhengst geboren und versucht tollpatschig auf die Beine zu kommen.

Amanda ist viel zu schwach, um sich um ihren Sohn zu kümmern, aber der alte Knecht und der Junge reiben den kleinen Esel mit Stroh kräftig trocken.

Amanda wimmert und Patrick ist sofort an ihrer Seite.

Mit großen fiebrig glänzenden Augen sieht die Eselstute den Jungen an. Liebevoll streichelt er den Hals der todkranken Freundin und wie unter Zwang sagt er plötzlich:

Keine Angst Amanda. Ich werde für deinen Sohn sorgen!“

Als hätte die Eselstute ihn verstanden schließt das arme Tier die Augen, ein Zittern geht durch den geplagten Körper und Amanda ist tot.

Schluchzend wirft sich Patrick über das tote Tier. Tobias streicht ihm unbeholfen über das Haar. 

Der Bauer erscheint an der offenen Tür.

Wie sieht`s aus?“

Amanda ist tot!“ ruft Patrick anklagend.

Grabt sie ein und das Junge gleich mit!“

Nein!“ schreit Patrick und spürt die Hand von Tobias auf der Schulter, der ihn beruhigend drückt.

Lass mich nur machen,“ flüstert dieser.

Der alte Knecht nimmt den Bauern am Arm und führt ihn hinaus.

Mit bangem Herzen, beide Arme um den kleinen Esel geschlungen, wartet Patrick.

Endlich kommt Tobias zurück und zwinkert verschmitzt.

Wir dürfen den kleinen Esel mit der Milchflasche groß ziehen. Der Gedanke, Geld für einen neuen Esel auszugeben, hat ihn in Angst und Schrecken versetzt.

 

Morgen geht es weiter

Montag, 23. September 2024

Oazapft is

Ich wünsche euch einen schönen Wochenanfang. 
Am Samstag war großer festlicher Einzug zum Beginn des Oktoberfestes.
Damals als ich noch ein Kind war, gab es am ersten Tag  der Volksfeste auch so festliche Einzüge, auch in meinem Heimatort, und ich durfte als kleines Mädel auf so einem, geschmückten Wagen mitfahren.
Die Kleine links in dem weißen Kleid bin ich.
 

Sicher habt ihr euch auch schon gefragt, warum das Fest in München eigentlich Oktoberfest heißt wenn es doch im September ist. 
Viel Spaß beim Lesen!
 
   Oazapft is
 
Mit diesen Worten wurde vom Bürgermeister von München am Samstag mittag um zwölf das Oktoberfest eröffnet.




Habt ihr euch auch schon mal Gedanken gemacht, warum dieses Fest Oktoberfest heißt, obwohl es doch eigentlich im September beginnt.
Mich hat das interessiert und so habe ich mich mal schlau gemacht.

Am 12. Oktober 1810, 4 Jahre nach der Erhebung Bayerns zum Königreich, wurde die Hochzeit des Kronprinzen Ludwig mit der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen gefeiert. Fünf Tage dauerte das Fest und wurde ein richtiges Volksfest und zum Abschluss fand auf der vor den Toren gelegenen Wiese ein Pferderennen statt. Diese Wiese wurde zu Ehren der Prinzessin „Theresienwiese“ genannt.

Nun fanden hier jedes Jahr Pferderennen statt und gleich im ersten Jahr kam auch noch eine landwirtschaftliche Ausstellung dazu.
1818 erhielt Anton Gruber die Lizenz in seiner Bude Speisen und Bier zu verkaufen.
Auch das erste Karussell, zwei Schaukeln und ein Tontauben-Schießstand wurden aufgestellt.
Da im Oktober aber das Wetter schon sehr kalt war und oft bereits Schneestürme wüteten, stellte man den Antrag das Fest um einen Monat vorzuverlegen.
Der Stadtrat lehnte ab, da die Umgebung der „Wiesn“ noch landwirtschaftlich genutzt wurde und erst die Ernte abgewartet werden musste, bevor die Besucher über die Felder trampelten.
Erst als 1872 die Felder ringsum in Bauland umgewandelt wurden, konnte man den Beginn des Oktoberfestes auf den September verlegen.

 




ERINNERUNGEN AN 1980

Dass das Leben manchmal an einem seidenen Faden hängt musste ich am 26.9.1980 feststellen.
An diesem Tag ging um 22.20 an einem der Eingänge des Festplatzes eine Bombe hoch und tötete vier Menschen und verletzte 140 Menschen, viele mit Spätfolgen.
Unsere Firma machte an diesem Tag einen Betriebsausflug auf die Wiesn.
Ein Lehrmädchen aus unserem Betrieb, das in meiner Nähe wohnte wurde später von ihrem Freund abgeholt und bot mir an, dass ich mit ihnen fahren könnte.
Da sie nicht in unserer Abteilung arbeitete verabredeten wir uns an eben diesem Eingang.
Während wir dem jungen Mann durch einige Seitengassen zu seinem Auto folgten, hörten wir schon die Sirenen.
München ist eine Großstadt und wir dachten uns nichts dabei.
Auch hatte der junge Mann in seinem alten VW keinen Autoradio und so fuhren wir unbeschwert die fast 70 Kilometer nach Hause.
Als ich die Wohnungstür aufschloss ,fand ich meinen Mann total verzweifelt im Wohnzimmer.
Er hatte von dem Attentat in den Nachrichten gehört und machte sich große Sorgen.
Auch meine Mutter hatte schon bei ihm angerufen, denn auch sie war voller Angst um mich. Damals gab es ja noch kein Handy!
Zuerst beruhigten wir meine Eltern, dann verfolgte ich die schreckliche Tragödie im Fernsehen.
Kein schöner Abschluss eines fröhlichen Abends.


(c) Lore Platz  22.09.2022

Sonntag, 22. September 2024

Hieronymus Ende



Diese Geschichte entstand 2002 und wurde noch auf meiner gelben kleinen Reiseschreibmaschine geschrieben. Leider ist der letzte Teil verloren gegangen, also muss ich ihn neu schreiben. Und  da ich in den 22 Jahren als armer Poet sehr viel dazu gelernt habe wird er viel besser, als das Original.
Dann wünsche  ich Euch einen schönen Sonntag.
 
 
 
 
 
Und wieder vergehen einige Wochen.
Noch immer wissen sie nicht, wo die Puppeninsel liegt.
Niemand hat je von ihr gehört und das Kasperle wird immer mutloser.
Eines Tages gastiert der Zirkus in einer Hafenstadt.
Es ist Nachmittag.
Die Tiere sind versorgt und die Artisten ruhen sich aus, um abends bei der Vorstellung fit zu sein.
Nur Hieronymus findet keine Ruhe.
Allein mit seinen traurigen Gedanken schlendert er durch die Straßen und erreicht schließlich den Hafen.
Dort lehnt er sich an die Kaimauer und sieht sehnsüchtig hinüber zu den Schiffen.
Ach könnte ihn doch eines zu der Puppeninsel bringen.
Eine Möwe trippelt auf langen Beinen eilig die Mauer entlang und pickt sich ihr Futter aus den Ritzen.
He! Warum guckst du so traurig,“ fragt sie und betrachtet ihn mit schief geneigtem Kopf.
Ich hab soooo großen Kummer,“ jammert das Kasperle und dicke Tränen laufen über seine Wangen.
Na, na wird schon nicht so schlimm sein,“ brummt die Möwe und tritt verlegen von einem Bein auf das andere.
Erzähl mir`s doch, vielleicht kann ich dir helfen.“
Das glaube ich nicht,“ lächelt das Kasperle unter Tränen, „ oder weißt du vielleicht wo die Puppeninsel ist?“
Natürlich weiß ich das!
He was machst du denn!“ stammelt der Vogel, denn Hieronymus hat ihn in seiner Aufregung gepackt und schüttelt ihn heftig.
Mit einem kräftigen Schnabelhieb befreit sich die Möwe.
Du verrückter Kerl knickst mir ja die ganzen Federn.“
Tut mir leid, aber ich war so aufgeregt, aber bitte sag mir doch, wo liegt die Puppeninsel!“
Die Möwe zupft an ihren Federn, dabei wirft sie ab und zu einen ärgerlichen Blick auf das Kasperle, dann muss sie doch lachen.
Du bist schon ein komisches Kerlchen, aber
wo die Puppeninsel liegt, kann ich dir schlecht erklären, das müsste ich dir schon zeigen. Versuche ein Schiff zu finden, das dich mitnimmt und komme morgen wieder hierher, ich werde dich dann begleiten.“
Kasperle aber rennt zurück zum Zirkus und stürmt in die Manege.
Angela wäre vor Schreck beinahe vom Seil gefallen.
Bist du verrückt geworden!“
Unsinn, tut mir leid, aber stell dir vor ich habe jemanden getroffen, der die Puppeninsel kennt.“
Angela schwingt sich vom Seil.
Das ist ja prima, erzähl doch!“
Nein, nein, ich muss erst Fridolin suchen.
Wir treffen uns nachher alle in Kasimirs Wagen.
Wenig später sitzen die Freunde alle zusammen im Wohnwagen und Kasperle erzählt ihnen von der Möwe.
Wie aber willst du denn auf die Insel kommen?“ fragt Don Fernando.
Heute Abend nach der Vorstellung werde ich zum Hafen in die Kneipen gehen, vielleicht finde ich dort einen Kapitän der mich mitnimmt,“ meint Hieronymus hoffnungsvoll.
Aber sei vorsichtig, es gibt auch Spelunken im Hafen, in denen sich allerlei Gesindel herum treibt,“ warnt Kasimir, der schon einmal hier war.
Ein heftiges Pochen an der Tür stört die Versammlung und Samson steckt den Kopf durch den Türspalt.
Hallo, ihr Trödler, beeilt euch die Vorstellung beginnt gleich.“
Nun beginnt ein hektisches Gerenne.
Wie immer verläuft die Vorstellung reibungslos und die begeisterten Zuschauer applaudieren heftig.
Nach der Vorstellung begleiten der Direktor und alle Artisten das Kasperle zum Hafen und sie finden tatsächlich einen Kapitän, der sich bereit erklärt Hieronimus auf die Puppeninsel zu bringen.
Das Geld aber bekommt er von Direktor Quirin als Abschiedsgeschenk.

(c) Lore Platz 
 
Ob und wie Hieronymus Meister Martin  findet erzähle  ich euch ein anderes Mal



Samstag, 21. September 2024

Hieronymus Fortsetzung 4

Wie schnell die Zeit doch vergeht, in zehn Wochen ist der 1.Dezember und ich muss noch zwei Adventsgeschichten schreiben. Ausgedacht ist so eine Geschichte ja schnell aber bis sie dann auf dem Papier steht, das dauert. Ich wünsche euch einen schönen Samstag. Heute beginnt ja das Oktoberfest in München.
 
 



Viele Wochen sind vergangen.
Kasimir, der Clown, hat mit Hieronymus, Gina und Eulenspiegel eine neue Nummer einstudiert, die ein großer Erfolg wird.
Besonders die Kinder sind ein dankbares Publikum und ihr herzliches, fröhliches Lachen erinnert das Kasperle an den Rummelplatz und Meister Martin.
Ach ja, Meister Martin!
Überall wohin sie kamen, hat Hieronymus sich nach seinem lieben alten Freund erkundigt, doch keiner kannte ihn oder hatte ihn gesehen.
Inzwischen ist er ziemlich mutlos geworden.
Auch jetzt sitzt er auf der Holzumrandung in der Manege und malt mit den Zehen Kreise in den Sand.
Angela betritt das Zelt.
Hier also steckst und bläst wieder Trübsal, hast du eigentlich bemerkt, dass draußen die Sonne scheint? Komm, wir wollen uns die Stadt ansehen.“
Lächelnd folgt das Kasperle dem Mädchen.
Muck und Puck und auch Kasimir, der Cäptn Cook auf den Schultern trägt, schließen sich ihnen an.
Königstein ist eine hübsche Kleinstadt, mit netten sauberen Häusern und freundlichen Menschen.
Dazu scheint noch die Sonne herrlich warm vom Himmel und spiegelt sich in den blank geputzten Fenstern und wirft grün goldene Sprenkel in die Bäume.
Die kleine Gesellschaft bummelt vergnügt durch die Gässchen, bleibt geduldig wartend stehen, wenn Angela ein Schaufenster betrachtet und landet schließlich in einem Straßencafé.
Ein Kellner eilt herbei und fragt nach ihren Wünschen und wird prompt von dem Papagei aufgefordert sich die Füße abzuputzen und kein so dummes Gesicht zu machen.
Mit einem entsetzten Blick auf den Vogel eilt der Kellner zurück ins Café und Cäptn Cook schnarrt:
Warum läuft der dumme Esel nicht!“
Die Zirkusleute lachen immer noch als der Kellner mit ihren Milchshakes zurück kommt.
Hieronymus lehnt sich in seinen Stuhl zurück und betrachtet versonnen die Umgebung, während die anderen sich leise unterhalten und der Papagei neugierig zwischen den Gläsern herum trippelt.
Auf einmal springt das Kasperle auf, dass die anderen erschrocken verstummen und der Papagei laut schimpfende auf einen Ast flattert.
Hieronimus aber stürzt hinaus auf die Straße und fällt einem jungen Mann um den Hals.
Mensch Fridolin alter Junge!“
Hieronymus!“
Die Beiden klopfen sich auf die Schulter und hüpfen wie verrückt im Kreis herum.
Als sie sich wieder beruhigt haben, führt das Kasperle den Freund zu den anderen und stellt ihn vor.
Nachdem auch vor Fridolin ein Milchshake steht, erzählt er ihnen was inzwischen alles geschehen ist:
Als Sandor mit dir verschwunden ist konnte ich mich aus der Kiste befreien und bin sofort zu Meister Martin gelaufen.
Dieser verständigte die Polizei und als Sandor zurück kam wurde er verhaftet, er wurde auch wegen andere Vergehen bereits gesucht.
Doch er hat nie gesagt wohin er dich gebracht hat.
Meister Martin und die Polizei haben die ganze Gegend abgesucht, aber dich nicht gefunden.
Schließlich hat Meister Martin seine Sachen zusammen gepackt und meinte, ohne dich hätte es keinen Sinn weiter zu spielen und er würde sich auf die Puppeninsel zurückziehen.“
Hieronymus laufen die Tränen über das Gesicht.
Der arme Meister Martin! Weißt du denn wo die Puppeninsel ist?“
Fridolin hebt hilflos die Schultern.
Aber nun erzähle doch, wie ist es dir denn inzwischen ergangen.“
Schnell von seinem Kummer abgelenkt berichtet ihm nun das Kasperle wie er zum Zirkus gekommen ist.
Als sie später zurück gehen nehmen sie Fridolin mit.
Während der Vorstellung darf er hinter der Bühne zugucken und als Hieronymus fertig ist nimmt er den Freund mit zu Direktor Quirin.
Das Kasperle stürzt in den Wohnwagen und brüllt:
Herr Direktor wissen sie wo die Puppeninsel ist?“
Sachte, sachte, junger Freund, was ist denn los?“
Hieronymus stellt nun Fridolin vor und erzählt aufgeregt, dass Meister Martin auf der Puppeninsel ist.
Beruhigend hebt der kleine dicke Direktor die Hand.
Das ist doch kein Grund so zu schreien, wo liegt denn diese Puppeninsel?“
Das Kasperle zieht ein langes Gesicht und lässt sich auf den Stuhl fallen.
Ich dachte, das wüssten sie?“
Von einer Puppeninsel habe ich noch nie gehört,“ bedauert der Direktor.
Er watschelt zum Schrank und holt einen dicken Atlas hervor.
Die nächste Stunde verbringen sie nun damit, den dicken Wälzer nach der Puppeninsel zu durchforschen, doch leider vergebens.
Nichts zu machen, die Insel muss so klein sein, dass sie nicht eingetragen ist,“ seufzt Direktor Quirin und klappt das Buch zu.
Aber das gibt`s doch nicht,“ flüstert Hieronymus und dicke Tränen kullern aus seinen Augen.
Nun lass den Kopf nicht hängen. Überall wohin wir kommen werden wir nach der Puppeninsel fragen und du wirst sehen, irgend jemand kennt sie ganz sicher,“ tröstet der Direktor und Fridolin legt
kameradschaftlich den Arm um Hieronymus Schulter.
Und es gelingt den Freunden ihn wieder aufzuheitern.
 
Morgen geht es weiter

Freitag, 20. September 2024

Hieronymus Fortsetzung 3

Guten Morgen, wünsche einen schönen Freitag. Eine
meiner treuesten Leserinnen, die auch Bilder malt für meine Geschichten muss ins Krankenhaus. Liebe Monika
du hast soviel schweres besonders im letzten Jahr durchmachen müssen, du wirst auch die OP bewältigen. Manchmal gibt uns der Körper ein Zeichen, kürzer zu treten.

 
(c)  Karin Opitz

 
 Und du weißt, dieser Engel wird über dich wachen





Hieronymus wandert durch die menschenleeren Straßen.
Langsam erlöschen die Lampen, denn der Morgen dämmert herauf.
Fritz, der Zeitungsjunge radelt fröhlich pfeifend vorbei und wirft eine Zeitung schwungvoll in einen Garten.
Dabei blickt er sich grinsend um und hätte beinahe ein parkendes Auto gerammt.
Geschickt ausweichend setzt er pfeifend seinen Weg fort.
Hieronymus aber geht gedankenverloren die Straße entlang, bis ihn das schrille Klingeln des Bäckerjungen aufschreckt.
Der Junge lacht und bremst am Randstein.
Na, Kleiner, hab dich wohl erschreckt?“
Er greift hinter sich in den Korb mit frischen Semmeln und reicht eine davon dem Kasperle.
Hier für den Schrecken.“
Grüßend tippt er an sein Käppi und radelt weiter.
Hungrig in die knusprige Semmel beißend marschiert Hieronymus weiter.
Bald hat er das Ortsende erreicht.
Er setzt sich ins Gras direkt unter das gelbe Schild.
Die Sonne ist inzwischen höher geklettert und beleuchtet die saftigen Wiesen, auf denen die braun gefleckten Kühe träge stehen oder liegen.
Weiter entfernt sieht er einen Schäferkarren, neben dem ein Hund liegt und ringsum sich die Schafe ausgebreitet haben.
Hinter den dunkelgrünen Wäldern erheben sich die Berge, deren Spitzen im Sonnenlicht leuchten.
Hieronymus lässt seinen Blick auf die andere Seite wandern und stutzt.
Dort hinten das ist doch...“
Er hebt die Hand an die Augen und nun kann er es ganz deutlich sehen.
Dort unten in einer Mulde steht ein Zirkuszelt.
Das Kasperle springt auf und jagt den Hang hinunter, sodass die Schafe erschrocken blöken und auch die Kühe erstaunt muhen.
Dort unten ist ein Zirkus und ich werde vielleicht Arbeit finden!“ ruft Hieronymus ihnen zu, stößt einen Jodler aus, schlägt einen Purzelbaum und läuft weiter.
Atemlos hält er inne, als er den Festplatz erreicht.
Als er die Wohnwägen sieht schlägt sein Herz höher.
Es erinnert ihn an seine Heimat, den Jahrmarkt.
Er tritt zu dem größten Wohnwagen und klopft an.
Die Tür wird aufgerissen und ein lustiges Gesicht mit verschlafenen Kulleraugen guckt heraus.
He, was soll das mitten in der Nacht an die Tür zu donnern!“
Guten Morgen,“ grinst das Kasperle,
ich möchte gerne den Herrn Direktor sprechen.“
Ich bin Direktor Quirin und mir gehört der Zirkus, na dann komm herein, hast mich ja schon aufgeweckt.“
Hieronymus klettert die drei Holzstufen hoch und betritt den gemütlichen Wohnraum.
Der kleine dicke Direktor räumt die Bettdecke beiseite und bittet seinen Gast sich zu setzen.
Er watschelt zum Schrank und holt eine bauchige Kaffeekanne heraus.
Während er einen Topf Wasser auf den Ofen stellt fragt er:
Du willst doch Kaffee?“
Du willst doch Kaffee, du willst doch Kaffee“, ertönt eine krächzende Stimme über Hieronymus Kopf und ein schauerliches Lachen ertönt.
Was ist denn das?“ ruft das Kasperle entsetzt.
Der Direktor grinst und zieht die Decke von einem großen Käfig, in dem ein blau gefiederter Papagei sitzt.
Halt den Schnabel alter Dummkopf, steh gerade, warum läuft der dumme Esel nicht!“ schnarrt der Vogel den Direktor an, dessen Bauch vor lauter Lachen wackelt.
Darf ich vorstellen, das ist Cäpt`n Cook.“ kichert der Direktor.
Langsam erscheint auch auf dem Gesicht des Kasperles ein Lächeln.
Er tritt an den Käfig.
Guten Morgen, Cäptn Cook,“ begrüßt er den Vogel, der ihn mit schief geneigtem Kopf misstrauisch mustert.
Steh nicht so krumm, putz dir die Füße ab, steh gerade, mach kein so dummes Gesicht, halt den Schnabel dummer Vogel,“ schnarrt er plötzlich los.
Hieronymus lacht herzlich.
Er ist immer bei den Proben dabei,“ erklärt Direktor Quirinn,“ aber nun komm, der Kaffee ist fertig.“
Das lässt das Kasperle sich nicht zweimal sagen.
Vergnügt mit beiden Backen kauend, fragt er dann:
Habt ihr Arbeit für mich? Ich mache alles, Ställe ausmisten, Manege säubern, jede Arbeit, die so anfällt.“
Und mit einem flehenden Blicke, bittet er: Wenn ich nur mit euch reisen darf.“
Nachdenklich mustert ihn Direktor Quirin.
Warum möchtest du denn unbedingt mit uns reisen? Wirst du von der Polizei gesucht?“
Hieronymus schüttelt heftig den Kopf und erzählt nun seine Geschichte, und dass er Meister Martin suchen möchte.
Das ist ja eine tolle Geschichte!“ ruft der Direktor, „ natürlich kannst du mit uns kommen. Wir kommen weit im Land herum und vielleicht finden wir deinen Meister Martin.“
Das Kasperle wirft seine rote Zipfelmütze in die Luft und brüllt: „Hurra!“
Sofort erschallt es über ihm.
Halt den Schnabel, dummer Vogel“
Später lernt dann Hieronymus die anderen der Truppe kennen.
Angela, die Seiltänzerin, Don Fernando, den Dressurreiter, Kasimir den Clown, Samson den Kraftmenschen und die Liliputaner Muck und Puck.
Während er sich mit jedem bekannt macht, kommt plötzlich über den Platz ein behaartes Ding gelaufen, es hat die klauen artigen Hände über den Kopf gehalten, fletscht ein beängstigend großes Gebiss und kreischt, dass Kasperle eine Gänsehaut bekommt.
Vor Schreck fällt er rückwärts in eine Pfütze.




Hinter ihm tönt ein fröhliches „Iaaaah“ und eine weiche Schnauze stößt ihm in den Rücken.
Nachdem das brüllende Gelächter ringsum endlich verstummt ist, wird ihm dann noch Gina, der Schimpanse und der Esel Eulenspiegel vorgestellt.
Hieronymus weiß nicht soll er zornig sein oder lachen, doch als er in die vergnügten Gesichter ringsum blickt, muss auch er lachen.
Kasimir legt ihm kameradschaftlich den Arm um die Schultern.
Komm in meinen Wohnwagen, da kannst du dich umziehen auch kannst du bei mir wohnen.
Sie haben doch nichts dagegen Herr Direktor?“
Nein, das ist eine gute Idee, du bist der Einzige, der noch Platz hat.“
So wird das Kasperle in die große Zirkusfamilie aufgenommen und hat vorerst einmal eine Heimat.
 
Morgen geht es weiter 


 Eulenspiegel und Gina haben ihre eigene Geschichte, die ich  demnächst erzählen werde.

Nun habt einen schönen  Donnerstag. 
Danke, dass ihr mich besucht und mir damit eine große Freude macht, denn Applaus ist das Brot des Künstlers.