Dienstag, 29. September 2015

Die Geschichte vom Urahn Maximilian - Reizwortgechichte



Reizwörter:
Maulwurf, Schürzentasche, verschwinden,
sorgfältig, mulmig
Viel Spaß beim Lesen!



Die Geschichte von Urahn Maximilian


Die kleine Maus Liselotte stromert durch den Garten. Entkommen den wachsamen Augen ihrer Mutter konnte sie endlich einmal allein losziehen.
Ihre Mutter besuchte im Nachbargarten ihre Kusine Gretel und ihre Brüder Jonathan und Mäxchen die eigentlich auf sei aufpassen sollten spielten fangen.
Liselotte war das nur Recht.
Vergnügt lief sie dahin, was gab es doch alles zu sehen und welch herrliche Gerüche lagen in der Luft.
Ein Apfel lag unter dem Baum und das Mäuschen wollte gerade ihre kleinen Zähnen in die köstliche Frucht versenken, da schoss ein großer dicker Wurm aus dem Apfel.
Verschwinde, das ist mein Apfel!“ schnarrte er unfreundlich.
Liselotte wich erschrocken zurück und lief blindlings davon
Atemlos versteckte sie sich unter einer Gartenbank.
Dann musste sie lachen. Hatte sie sich doch tatsächlich von einem Wurm einschüchtern lassen.
Neugierig sah sie sich um.
Ein langer weißer Streifen baumelte von der Bank und Liselotte sprang hoch und kletterte nach oben.
Der Streifen gehörte zu einer weißen Schürze, die von ihrer Besitzerin achtlos liegen gelassen wurde.
Die kleine Maus untersuchte das komische Ding, fand eine Öffnung und verschwand in der Schürzentasche.
Genüsslich verspeiste sie die Krümmel eines leckeren Keks, die sie vorfand, dann rollte sie sich zusammen und schloss die Augen.
So ein aufregender Spaziergang machte eben müde.
Die Mäusemama Gertrude verabschiedet sich von ihrer Kusine.
Sie warf einen besorgten Blick zum Himmel. Ein Sturm braute sich zusammen. Sie musste sofort ihre Kinder in Sicherheit bringen.
Doch sie fand nur ihre Söhne vor, die ermattet vom Spielen im Gras lagen.
Wo ist eure Schwester, solltet ihr nicht auf sie aufpassen?“
Schuldbewusst sahen die beiden Jungen ihre Mutter an. Sie hatten gar nicht bemerkt, dass Liselotte nicht mehr bei ihnen war.
Es gibt einen Sturm, lauft zur alten Buche, schlüpft in das Loch darunter und wartet auf uns. Ich werde Liselotte suchen.“
Ein Windstoß fuhr durch die Bäume und ließ die Blätter erzittern. Die Jungen rasten los.
Gertrude aber machte sich auf die Suche nach ihrer Tochter.
Es war nicht leicht, denn der Wind trieb nun sein tolles Spiel. Er fuhr durch das Gras, knickte die Blumen und schüttelte die Bäume.
Manchem Apfel, der sich nicht mehr festhalten konnte musste Gertrude ausweichen.
Dann aber hatte der wilde Geselle ein neues Spielzeug entdeckt. Die weiße Schürze auf der Gartenbank.
Liselotte war durch das Brausen und Toben ringsum erwacht. Ängstlich kauerte sie in ihrem Versteck und es wurde ihr ganz mulmig zumute.
Plötzlich wurde sie mitsamt der Schürze hochgehoben. Hektisch suchte sie den Ausgang und plumpste ziemlich unsanft ins Gras.
Der Wind aber wirbelte das Kleidungsstück in die Luft und trieb es wie einen Ball vor sich her.
Gertrude hatte ihre Tochter erreicht und eng aneinander geschmiegt, liefen sie zur schützenden Öffnung in dem Baum. Jonathan und Mäxchen waren erleichtert als sie ihre Mutter und Schwester sahen.
Zusammen liefen sie nun durch die unterirdischen Gänge bis sie einen großen schönen Raum erreichten.
Der Maulwurf Sebastian saß in seinem gemütlichen Sessel, eine warme Decke über den Knien, denn er hatte mal wieder das Reißen.
Wer ist da?“
Er griff nach seiner Brille, die vor ihm auf dem Tisch lag, holte ein großes kariertes Taschentuch und putzte sorgfältig die Gläser, dann setzte er das Gestell auf seine spitze Nase.
Ach Frau Gertrude,“ rief er erfreut,“ wie schön, dass sie mich mal wieder besuchen. Und das sind wohl ihre Kinderchen?“
Jonathan, Mäxchen und meine Jüngste, Liselotte,“ stellte die stolze Mama ihre Kinder vor.
Entschuldigen sie, dass wir sie so überfallen und in ihrer Ruhe stören, aber oben tobt ein schrecklicher Sturm und wir suchen Schutz.“
Aber sie stören mich doch nicht, nehmen sie bitte Platz, kann ich ihnen was anbieten.“
Nein danke, wenn wir nur hier den Sturm in Ruhe abwarten dürfen.“
Die Kinder die noch nie hier unten waren, hatten sich inzwischen neugierig umgesehen.
An der Wand hing ein großes Bild. Es zeigte einen Maulwurf, der eine Schärpe aus geflochtenen Blumen trug.
Wer ist das Onkel Sebastian?“ fragte Liselotte.
Sebastian betrachtete versonnen das Bild.
Das ist mein Urahn Maximilian.
Er hat einmal die Schmetterlingsprinzessin Aurelia und ihre Untertanen gerettet.
Möchtet ihr die Geschichte hören?“
Auja!“ die Mäuschen kauerten sich zu seinen Füßen und sahen ihn erwartungsvoll an.
Sebastian nahm die Brille von der Nase, denn sie drückte etwas, faltete die schaufelartigen Hände über dem dicken Bauch und begann zu erzählen.

Mein Urahn Maximilian hatte seine riesige unterirdische Wohnung mitten im Schmetterlingsreich der Königin Aurelia. Er fühlte sich sehr wohl dort und war befreundet mit alle den kleinen Wesen die dort lebten. Die Wichtel, die für den Garten zuständig waren, freuten sich wenn er ihnen beim Graben half und die übermütigen Elfen trieben allerlei Schabernack mit ihm, die er sich aber gutmütig gefallen ließ.
Sie meinten es ja nicht böse und wenn er mal genug hatte, dann verzog er sich nach unten.
Königin Aurelia war nicht nur wunderschön, sondern hatte auch eine herrliche Stimme und oft drang ihr Gesang bis zu Maximilian hinunter, der andächtig lauschte.
Die Schönheit der Prinzessin und auch ihr herrlicher
Gesang lockte viele Freier an. Doch Aurelia verliebte sich in Gernot, den König des benachbarten Blumenreiches.
Aber auch der Koboldkönig Unwirsch wollte Aurelia zu seiner Frau nehmen und als sie ihn abwies, drohte er, ihr Reich in Schutt und Asche zu verwandeln.
Aurelia sandte den schnellsten Läufer zu ihrem Bräutigam, um ihn um Hilfe zu bitten.
Gerade noch rechtzeitig konnte der Wichtel Springinsfeld den Garten verlassen, denn bald darauf kam Unwirsch mit seinem großen Drachen und kettete ihn vor dem Schmetterlingsreich an und niemand konnte nun mehr das Reich verlassen oder betreten.
Da herrschte natürlich große Aufregung.
Die Elfen nahmen sich jeder einen der Wichtel und wollten mit ihnen über die Mauer fliegen, doch da riss der Drache sein großes Maul weit auf und eine riesige Flamme schoss in ihre Richtung und schnell flogen sie wieder zurück.
Verzweifelt überlegten sie, wie sie der Gefahr entkommen konnten.
Maximilian aber saß gemütlich in seiner Stube und ahnte nicht was über ihm los war.
Doch auf einmal erzitterte seine Zimmerdecke. Erbost stieg er die Leiter nach oben, um nachzusehen was die Erschütterung ausgelöst hatte.
Der ganze Garten schien in Bewegung zu sein, Wichtel und Elfen liefen alle durcheinander dem Schloss zu.
Was ist denn los!“ rief er, doch niemand antwortete ihm.
Die Schnecke Esmeralda kam nur langsam voran, musste sie doch ihr Haus mit sich tragen und so war sie auch die Einzige, die Maximilians rufen hörte.
Etwas atemlos blieb sie stehen.
Liebste Freundin, was bedeutet denn all diese Aufregung.“
Der Kobold Unwirsch will unser Reich vernichten.“
Warum denn das?“
Er möchte unsere Königin zur Frau nehmen, und wenn sie nicht einwilligt, dann wird sein Drache hier alles verbrennen und wir müssen sterben. Der Drache wartet schon draußen und wir können nicht fliehen. Deshalb hat uns Aurelia ins Schloss gerufen. Ich fürchte sie will sich opfern und die Frau des Kobolds werden, nur um uns zu retten.“
Esmeralda stieß einen tiefen Seufzer aus.
Maximilian runzelte die Stirn. Was er hörte gefiel ihm gar nicht, obwohl ihm ja das Feuer unter der Erde nichts ausmachen würde.
Dann kam ihm eine Idee.
Liebste Freundin, eilt sofort zu der Königin übermittelt ihr meine besten Wünsche und teilt ihr mit, dass in meinem Reich unter der Erde alle in Sicherheit vor dem Feuer sind.“
Esmeralda strahlte und kroch so schnell wie möglich dem Schloss zu.
Maximilian aber klettert hinab und öffnete sämtliche Türen für seine Gäste.
War das ein Jubel, als die Schnecke Maximilians Botschaft verkündete.
Und nun begann ein emsiges Treiben. Decken, Kissen und Proviant wurde nach unten geschafft. Die Glühwürmchen ließen sich an den Wänden nieder und spendeten das nötige Licht.
Und die Spinnen webten starke Fäden über die Eingänge, die keinen Funke aber doch genügend Luft durch ließen.
Aurelia bedankte sich höchst persönlich bei Maximilian.
Was diesem sehr schmeichelte und ihn versöhnte mit der Unruhe die nun in seinem Reich herrscht.
Jeden Tag schickte die Königin einen Wichtel nach oben, der die Lage peilen sollte.
Und eines Tages kam der Bote freudestrahlend zurück und rief, dass Gernot und Springinsfeld oben wären und der Drache besiegt worden sei, noch ehe er das Schmetterlingsreich zerstören konnte.
Ein Jubel brach los und alles drängte nach oben.
Wenige Tage später wurde ein Fest gefeiert und mein Urahn als Ehrengast eingeladen.
Und die Königin schlug ihn zum Ritter und seit dieser Zeit tragen wir den Namen 'Maulwurf vom Elfenhügel'“,
beendet Sebastian stolz seine Geschichte.
Lieselotte stieß einen tiefen Seufzer aus und betrachtete das Bild.
Wie stattlich er doch aussieht,“ schwärmte sie und Jonathan rief etwas enttäuscht: „aber warum trägt er denn kein Schwert wie ein echter Ritter!“
Nur Mäxchen jammerte: „Mama ich hab Hunger!“
Alle lachten.
Liebste Gertrude in der Küche steht eine große Schüssel mit Regenwurmsalat, bitte bedienen sie sich.“
Die Kinder verzogen die Gesichter, was Sebastian aber nicht sehen konnte, da er ja seine Brille nicht aufhatte.
Vielen Dank, Herr Sebastian, aber es ist spät, die Kinder müssen zu Bett. Vor einiger Zeit hat sich der Sturm gelegt, sodass wir wieder nach Hause gehen können. Danke für ihre Gastfreundschaft.“
Als seine Gäste ihn verlassen hatten, lehnte sich Sebastian zurück und gähnte laut.
Ein schöner unterhaltsamer Nachmittag war das gewesen, aber nun war er müde.
Er schloss die Augen und bald ertönten leise Schnarchtöne.

© Lore Platz


Dienstag, 15. September 2015

Manuela will nicht verreisen - Reizwortgeschichte

Heute geht es um die Reizwörter: 
Urlaub, Abschied, pink, langweilig, singen
Viel Spaß beim Lesen!






Manuela will nicht verreisen
  
Manu warte doch!“ Atemlos erreicht Ilse ihre Freundin.
Dann stutzt sie. „Du weinst ja?“
Manu schnieft und fährt sich mit dem pinkfarbenen Ärmel ihrer Jacke über die Augen.
Meine Eltern wollen nach Dubai. Nächste Woche schon fliegen wir los.“
Aber das ist doch toll. Stell dir bloß vor Luxushotels, Meer, Sand und vielleicht darfst du sogar auf einem Kamel reiten. Wir fahren nur an die Ostsee.“
Aber ich will nicht mitfahren. Dort werde ich mich zu Tode langweilen und außerdem darf Kalimero nicht mit. Er muss in eine Hundepension!“
Ilse ist entsetzt. Wenn sie daran denkt, dass sie sich drei Wochen von ihrem Hund Fussel trennen müsste. Zum Glück haben ihre Eltern ein Ferienhaus gemietet, in dem Haustiere erlaubt sind.
Mitfühlend legt sie den Arm um ihre Freundin.
Und wenn du bei deiner Oma bleibst?“
Die ist gerade zur Kur und kommt erst in vier Wochen wieder,“ seufzt Manu.
Als das Mädchen den Garten betritt kommt ihr der schwarze Mischling schon entgegen und Manu umarmt ihn stürmisch und vergräbt schluchzend das Gesicht in dem dicken Fell.
Bedrückt betrachtet die Mutter die beiden durch das Küchenfenster.
Missmutig betritt Manu die Küche, während Kalimero vergnügt neben ihr herspringt.
Tag,“ murmelt sie, sieht aber ihre Mutter nicht an.
Manuela, ich weiß, dass es für euch beide nicht leicht wird, aber sieh doch drei Wochen gehen schnell vorbei und Kalimero wird es sicher in der Hundepension gefallen.“
Das glaubst du doch selbst nicht! Ich habe übrigens keinen Hunger. Komm Kalimero!“
Einige Tage später fahren sie alle zusammen zur Hundepension Sonnenschein.
Es ist ein hübsches Anwesen und verschiedene Tiere tummeln sich in eingezäunten Wiesen.
Eine nette junge Frau kommt ihnen entgegen. Sie streichelt den Hund und meint: „Wir zwei werden uns schon verstehen.“ Und zu den Bergmanns gewandt,“ machen sie sich keine Sorgen. Es wird ihm bei uns gut gehen.“
Der Abschied zwischen Manuela und Kalimero ist herzzerreißend.
Zu Hause angekommen verschwindet sie sofort in ihrem Zimmer.
Die Eltern sehen ihr besorgt nach. Es gefällt ihnen ja auch nicht Kalimero weg zu geben, aber es geht nun mal nicht anders.
Sie können ihre zwölfjährige Tochter und den Hund nicht alleine zu Hause lassen.
Sie wird sich schon wieder beruhigen und Kalimero hat es gut in der Pension und drei Wochen sind doch schnell vorbei.“ meint Herr Bergmann, aber er glaubt selbst nicht daran und irgendwie freut auch er sich nicht mehr auf den Urlaub.
Kalimero aber liegt teilnahmslos in dem Zimmer, in das man ihn gebracht da.
Den gefüllten Futternapf neben sich beachtet er gar nicht. Er ist traurig und kann die Welt nicht mehr verstehen. Warum nur hatte man hierher gebracht?
Gegen Abend kommt der Praktikant, wechselt das Futter aus und bringt auch frisches Wasser.
Liebevoll streichelt der den Hund und meint:
Wirst dich schon bei uns eingewöhnen, morgen darfst du auch zu den anderen Hunden auf die Wiese, das wird dir gefallen und bald kommt auch dein Frauchen wieder zurück.“
Kalimero hebt nicht einmal den Kopf und der junge Mann verlässt das Zimmer.
Als die Tür mit einem Klick ins Schloss fällt springt der Hund auf. Plötzlich ist ihm eingefallen, was Manuela ihm beigebracht hat.
Er stemmt sich an das weißlackierte Holz und drückt mit der Pfote den Griff nach unten. Nach einigen vergeblichen Versuchen gelingt es.
Der Weg zur Freiheit ist offen.
Unbemerkt saust Kalimero durch das Haus und findet glücklicherweise das Haupttor nicht verschlossen.
Und nun ist er nicht mehr zu halten.
Zwei Stunden später, es ist bereits dunkel, hat er die Heimat erreicht.
Er rennt mit hängender Zunge durch den Garten, zwängt sich durch die Hundeklappe, saust die Treppe nach oben und kratzt an der Tür von Manuelas Zimmer.
Das Mädchen, das noch nicht geschlafen hat, lässt ihn herein und kniet sich auf den Boden und umarmt ihren geliebten Freund.
Und als wenig später der Mond durch das Fenster guckt sieht er einen schwarzen Hund und ein kleines Mädchen eng umschlungen im Bett liegen und tief und friedlich schlafen.
Am nächsten Morgen ist die Mutter sehr erstaunt, als Manuela und Kalimero gemeinsam in die Küche kommen.
Etwas trotzig sieht das Mädchen ihre Mutter an.
Ich habe es doch gleich gewusst, dass es ihm dort nicht gefällt. Er ist ausgerückt!“
Kalimero aber setzt sich vor Frau Bergmann und sieht sie erwartungsvoll an.
Diese lacht und füllt den Futternapf über den sich der Hund begeistert drüber stürzt.
Stellt euch vor, die Hundepension hat gerade angerufen, Kalimero ist ausgerückt. Aber da ist er ja?“
Herr Bergmann sieht erstaunt auf den Hund, der gerade mit der Zunge die letzten Reste aus dem Napf leckt.
Er grinst. „Außerdem haben sie gesagt, dass er sein Futter gestern nicht angerührt hat.“
Doch dann wird sein Gesicht ernst.
Ich denke es wird wohl nichts aus dem Flug nach Dubai.“
Vielleicht doch!“ ruft Manuela,“ich habe eine Idee!“
Sie saust aus dem Zimmer, gefolgt von dem Hund.
Einige Minuten später kommt sie wieder.
Mama, Ilses Mutter möchte mit dir sprechen.“
Den Arm um Kalimero geschlungen wartet sie nun auf ihre Mutter, die kurze Zeit später vergnügt lächelnd wieder die Küche betritt.
Manuela und Kalimero können mit Ilse und ihren Eltern an die Ostsee fahren. Die haben dort ein Ferienhaus gemietet, in dem Haustiere erlaubt sind.
Und wir beide können nach Dubai fliegen.“
Manuela stößt einen Jubelschrei aus und umarmt abwechselnd ihr Eltern, während Kalimero laut bellend um alle herum springt.
Nun muss ich aber schnell meine Koffer packen!“
Das Mädchen verlässt die Küche, gefolgt von ihrem treuen Begleiter.
Auf dem Weg nach oben hört man sie laut singen.
Frau Bergmann betrachtet ihren Mann, der ein ganz komisches Gesicht macht.
Freust du dich denn nicht, dass wir das Problem lösen konnten?“
Naja schon, aber es ist doch ein komisches Gefühl, wenn man bei seiner Tochter erst an zweiter Stelle kommt. Die Trennung von uns scheint ihr gar nichts auszumachen.“
Seine Frau lacht vergnügt.
Bist du etwas eifersüchtig auf den Hund.“
Liebevoll legt sie die Arme um seinen Hals und schmiegt ihren Kopf an sein Gesicht, dann flüstert sie in sein Ohr.
Denk doch daran, wie schön es auch für uns sein wird mal ohne Manuela zu vereisen. Fast wie zweite Flitterwochen.
Herr Bergmann grinst zieht seine Frau auf seinen Schoß und besiegelt ihre Wort mit einem langen zärtlichem Kuss.

© Lore Platz