Montag, 11. November 2024

St. Martin

 


 

 Einen guten Start in die Woche

 St. Martin


Heute ist überall der St. Martinsumzug.
Kinder laufen mit ihren Laternen durch die Straßen, anschließend geht es in die Kirche und dort wird an die Kinder am Schluss des Gottesdienstes eine Martinssemmel und ein Apfel verteilt.
Als Erinnerung, dass St. Martin einst seinen Mantel mit einem Bettler geteilt hat.
St. Martin war bereits als Kind mein liebster Heiliger, besonders wegen den Geschichten und den Legenden die sich um sein Leben rankten.
Die Geschichte mit dem Bettler hat mir mächtig imponiert und über die schnatternden Gänse, die ihn verraten haben musste ich herzlich lachen.
Natürlich war St. Martin nicht so rachsüchtig, dass er befohlen hat an seinem Gedenktag Gänse zu verspeisen.
Wie es zu diesem Brauch kam, könnt ihr in meinem nachfolgenden Bericht lesen.
Martin von Tours wurde im Jahr 316 in Sabaria (heute Szombathely in Ungarn) geboren,
Martinus war von Geburt Römer und stammte aus einer Familie mit militärischer Tradition.
Der Name Martinus leitet sich vom Kriegsgott Mars ab.
Durch Martin erhielt dieser Name eine besondere Bedeutung.
Er wurde ein Soldat Gottes.
Mit 15 Jahren musste er auf Wunsch seines Vaters in den Soldatendienst bei einer römischen Reiterabteilung in Gallien eintreten.
Da sich der Militärdienst aber nicht mit seinem christlichen Glauben vereinbaren ließ, schied er mit 18 Jahren wieder aus.
Er ging zurück nach Pannonien, damals eine Provinz im heutigen Ungarn.
Dort wirkte er als Missionar, wurde aber ausgewiesen und zog über Mailand auf die kleine Insel Gallinaria im Golf von Genua.
Er führte ein Einsiedlerleben bis ihn der Bischof Hilarius nach Portiers zurück rief.
Hier errichtete Martin im Jahr 361 in Linguge in der Nähe von Portiers eine Einsiedelei aus der später das erste Kloster in Gallien wurde.
371 wurde Martin auf Drängen des Volk und gegen seinen Willen und des Klerus zum Bischof von Tours.
Beim Volk war Martin als gerechter, treusorgender Bischof beliebt, der sich überall um Missstände kümmerte.
Alle Legenden betonen Martins schlichte und demütige Haltung.
Er starb auf einer Missionsreise am 8.11.397 und zu seiner Beisetzung am 11.11.397 (daher der Gedenktag) kam eine riesige Menschenmenge.
Martin war der erste Nichtmärtyrer , der als Heiliger verehrt wurde.
Der Lichterbrauch geht auf Martin Luther zurück.
An seinem Geburtstag, dem 10.11. und Vorabend des Festes seines Namenspatrons versammelten sich die Kinder auf dem Erfurter Platz abends mit Papierlaternen, um dem Reformer zu gedenken.
Der Martinsumzug ist nun in der katholischen Kirche ein Teil der Lichtsymbolik, welche an Allerseelen (2. Nov. ) beginnt und bis Lichtmess am 2. Februar dauert.
Der volkstümliche Brauch der Martinsgans entstand dadurch, dass am Martinstag das neue Wirtschaftsjahr der Bauern begann.
An diesem Tag wurde das Gesinde bezahlt, die Steuern abgeführt und Pachtverträge geschlossen.
Knechte und Mägde konnten wie an Lichtmess den Dienstplatz wechseln.
Zu Martin wurde auch das Vieh geschlachtet, das aus Kostengründen nicht den ganzen Winter gefüttert werden konnte.
Dazu gehörten auch die Gänse.
So ergab sich der Brauch vor dem großen Fasten im Advent , Gänsebraten zu essen.

(C) Lore Platz 11.11.13

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