Sonntag, 31. Mai 2020

Frohe Pfingsten





Heute ist Pfingstsonntag und ich hoffe ihr seid nicht der Pfingstochse gewesen.
Im altbayrischen nennt man denjenigen, der an Pfingstsonntag zuletzt aufsteht scherzhaft einen Pfingstochsen.
In manchen Dörfern wird der Langschläfer zum Gaudium der Dorfbewohner auf einer Schubkarre durch den Ort gefahren.



Der Pfingstochse ist auch ein noch vereinzelt gepflegtes Brauchtum.
Das Vieh wird am Pfingstsonntag zum ersten Mal auf die Weide gebracht und in einer Prozession durch den Ort geführt.
Das kräftigste Tier wird mit Blumen, Stroh und Bändern geschmückt und führt die Herde als Pfingstochse an.
Daher auch die Redensart:
Geschmückt wie ein Pfingstochse.
Nun wünsche ich euch schöne Feiertage und am Dienstag treffen wir uns wieder.




Sonntag, 24. Mai 2020

Mäxchen, der Dieb



 
Vor einigen Tagen besuchte mich ein ehemaliges Tageskind.
Ihre Mutter wohnt hier im Ort und wenn sie diese besucht, dann schaut sie auch bei mir vorbei.
Sie nimmt sich die Zeit, um mit mir Rommé zu spielen, denn dieses Spiel liebe ich ganz besonders.
Sicher ich habe es auch im Computer, aber so macht es natürlich noch mehr Spaß.
Wenn Nadine ihre Mutter besucht, dann darf sie sich aussuchen, was ihre Mutter für sie kocht.
Diesmal war es Sauerbraten und Spätzle.
Nach dem herrlichen Mahl lehnten sich die beiden entspannt zurück, da kam der Kater Mäxchen aus der Küche und leckte sich genießerisch mit seiner kleinen roten Zunge das Mäulchen.
Um Himmels Willen!“ rief Nadines Mutter und stürzte in die Küche.
Entsetzt starrten die Beiden auf den Boden, wo noch die Hälfte des großen Stücks Sauerbraten lag.
Mäxchen angelockt von dem verführerischen Duft war auf den Ofen gesprungen hatte das wirklich große Stück Sauerbraten zwischen die Zähne genommen und eine Spur Soße hinterlassend, das Fleisch auf den Boden fallen lassen.
Genüsslich hatte er dann die Hälfte verzehrt.
Nadine durfte also nur noch die Reste der Spätzle und der Soße mit nach Hause nehmen, während Mäxchen am nächsten Tag wieder ein Festmenü erwartete.

Hund und Katze sind doch angeblich Feinde, aber nicht wenn es ums Essen geht.
Mein Mann arbeitete Schicht und wenn er Frühschicht hatte, aß er immer im Wohnzimmer beim Fernsehen.
Während er duschte, machte ich ihm eine dicke Scheibe Schinken mit Spiegeleiern  stellte sie auf den Wohnzimmertisch und eilte in die Küche um noch Brot zu holen. 
Als ich zurück kam, sah ich voller Entsetzen , der Teller war leer eine gelbe Eierspur führte vom Tisch über die Couch und unter dem Tisch saßen friedlich vereint Hund und Katze und teilten sich den Schinken.














Montag, 18. Mai 2020

Freundschaft - Ein kleines Dankeschön

Was für den Vogel die Kraft der Schwingen, das ist für den Menschen die Freundschaft, sie erhebt ihn über den Staub der Erde.

Zenta Maurina

(1897 - 1978 )







Und ich bin so ein Glückspilz, denn ich besitze gleich zwei wunderbare Freundinnen, die mir in guten wie in schlechten Zeiten zur Seite stehen.
Die Glückpilztasse von Martina erinnert mich jedes Mal wenn ich genussvoll meinen Tee trinke, daran was für ein Glück ich doch habe, dass sie meine Freundin ist.
Und der kleine Igel, dessen Stacheln ganz weich sind, lassen mich immer an Regina denken, die mir soviel geholfen hat und immer für mich da ist.
Schön, dass es euch gibt.

Ach zum Schluss noch ein kleines boshaftes Zitat zum Thema Freundschaft, natürlich von Georg, Bernhard Shaw:

" Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte



Regina, Martina, ich hoffe, dass wir drei noch lange Reizwortgeschichten zusammen schreiben werden.

Freitag, 15. Mai 2020

Warum Heinzelmännchen eine grüne Mütze haben

 Heute ist wieder Reizworttag.


Reizwörter:

Kerl - Angebot - segnen – fertig -wuschelig


Außerdem versuche ich mich gerade am Malen, 
denkt bitte daran:

Es ist noch keine Meister vom Himmel gefallen, ich übe noch.








Warum Heinzelmännchen eine grüne Mütze haben


Elke hatte den Kopf in die Hände gestützt und sah trübsinnig aus dem Fenster.
Es hörte nicht auf zu regnen.
Da ihr Vater auf Geschäftsreise war und die Mutter ihn begleitete durfte sie bei den Großeltern bleiben.
Bisher war das Wetter ja auch schön und sie konnte Oma im Garten helfen oder Opa nahm sie mit in den Wald.
Doch heute regnete es bereits den ganzen Vormittag.
Komm Kind, das Essen steht auf dem Tisch.“ Liebevoll strich die Oma über das blonde Lockenköpfchen.
Mit einem tiefen von Herzen kommenden Seufzer folgte ihr Elke in die Küche.
Der Opa saß bereits am Tisch.
Na Lütte, mach kein so miesepetriges Gesicht, die Natur hat Durst, da muss es auch mal regnen.
Setz dich, du darfst auch das Tischgebet sprechen.“
Elke kletterte auf den Stuhl, faltete die Hände und sprach.
Herr Jesus sei unser Gast und segne was du uns bescheret hast.“
Amen!“ brummte der Opa

Nach dem Essen legte sich der Opa auf das Sofa und bald ertönten leise Schnarchgeräusche.
Die Oma setzte sich mit ihrem Strickzeug auf ihren Lieblingssessel und bald begleitete das fröhliche Klappern der Nadeln das Schnarchen ihres Mannes.
Elke aber legte sich bäuchlings auf den Boden und bemalte die Märchenbilder in ihrem Malbuch mit Buntstiften.
Der schwarzweiße Kater Rambo legte sich dicht neben das Mädchen, schloss die Augen und schnurrte.
Elke kramte in ihren Stiften nach dem lila und wollte gerade die Zipfelmütze eines Heinzelmännchens ausmalen, als dieses sich bewegte und die Mütze vom Kopf riss.
Hör sofort auf,“ schrie es, „Heinzelmännchen haben doch keine lila Mützen sondern grüne, du dummes Mädchen!“
Ich bin nicht dumm!“, empörte sich Elke,“ woher soll ich denn wissen, dass Heinzelmännchen grüne Mützen haben, wenn ich noch nie einem begegnet bin.“
Hm,“ brummte der Wichtel, fuhr sich durch seine wuscheligen Haare und und setzte seine Mütze wieder auf.
Du hast Recht, woher solltest du das auch wissen. Es sind ja schon einige hundert Jahre vergangen, seit wir die Menschen verlassen haben.“


Nachdenklich krauste er die Nase.
Hör mal ich mache dir ein Angebot, wenn du meine Mütze grün anmalst, dann zeige ich dir wo wir heute leben.“
Schnell suchte Elke den grünen Stift und malte ganz besonders vorsichtig und genau die Mütze des Wichtels aus, der ganz still hielt.
Kaum war sie fertig, da wellte sich das Papier und der Wichtel sprang heraus.
Rambo, der schon lange nicht mehr schlief, erhob sich und betrachtete den kleinen Kerl mit geschlitzten Augen, der erschrocken einen Schritt zurück sprang.
Das Mädchen gab dem Kater einen Schups.
Benimm dich, das ist unser Gast. Wie heißt du überhaupt?“
Das Heinzelmännchen trat einen Schritt zurück, riss seine Mütze vom Kopf und verbeugte sich schwungvoll.
Gestatten ich bin Reginald, doch nun komm.“
Er drehte seine Mütze nach links und Elke begann zu schrumpfen bis sie so klein war wie er.
Rambo aber richtete sich hinter den beiden auf und seine Zunge glitt genüsslich über seine Lippen.
Reginald packte Elkes Hand, drehte die Mütze nach rechts und die beiden waren verschwunden.
Rambo guckte sich verdattert im Zimmer um.







Elke und Reginald standen plötzlich im Wichtelreich. Staunend sah das Mädchen sich um.

Mitten in eine bunt blühende Wiese eingebettet stehen viele Häuschen in der Form von Fliegenpilzen, deren Türen sich jetzt öffnen und Heinzelmännchen jubelnd auf sie zu laufen.
Reginald ist wieder da, Reginald ist wieder da! Wen hast du denn mitgebracht?“
Ein Menschenkind.“
Ein Mensch, du hast einen Menschen mitgebracht“ rief eine grollende Stimme.
Ein Wichtel mit weißem Bart, schwer auf einen Stock gestürzt kam über die Wiese auf sie zu.
Er betrachtete Elke mit einem finsteren Blick, die versuchte sich noch kleiner zu machen.
Dann warf er einen strengen Blick auf Reginald.
Ich habe es stillschweigend geduldet, dass du ab und zu in die Menschenwelt verschwindest, aber diesmal bist du entschieden zu weit gegangen!“
Es tut mit leid Adebar, aber ich musste ein Versprechen einlösen.“
Was hast du versprochen?“
Dass ich ihr das Heinzelmännchenreich zeige.“
Nun Versprechen muss man halten, zeigt dem Kind unsere Heimat und dann kommt zu mir zum Tee trinken. Und du Reginald darfst in Zukunft nicht mehr in die Menschenwelt, das verspreche ich dir.“
Adebar drehte sich um und humpelte über die Wiese.



Die Heinzelmännchen aber nahmen Elke in die Mitte.
Sie führten sie in die Fliegenpilze, die eingerichtet waren wie Puppenstuben, und zeigten ihr die Backstube, die Schneider- und Schuhwerkstatt. Heinzelmännchen sind gute Handwerker.
Elke schwirrte der Kopf von all den Eindrücken und war froh, als es zu Adebar ging vor dessen Haus eine lange Reihe von Tischen standen, gedeckt mit zierlichem Geschirr.
Und die Torten, Kuchen und vielerlei Gebäck waren ein erfreulicher Anblick.
Elke erhielt einen Ehrenplatz neben Adebar und nun wurde geschmatzt und geschwatzt.
Nach dem Essen halfen alle beim Abräumen und auch Elke wollte aufstehen.
Doch Adebar hielt sie zurück.
Erzähle mir etwas von dir.“
Und das Mädchen erzählt von ihren Eltern und Großeltern.
Adebar sah ein wenig traurig aus.
Ich war gerne bei den Menschen, schade, dass es so bitter enden musste. Aber es liegt wohl in der Natur der Menschen, dass sie oft immer etwas zerstören, was gut ist.“
Elke nahm all ihren Mut zusammen und fragte:
Warum ist es so wichtig, dass die Heinzelmännchen grüne Mützen tragen.“
Hm, wichtig, wie kommst du darauf?“
Elke erzählte Adebar wie sie Reginald kennengelernt hatte und wie empört er war weil sie seine Mütze lila ausmalen wollte.


Der alte Wichtel hielt sich den Bauch vor lachen.
Also in einem Bilderbuch hat er sich versteckt der Schlingel, also Ideen hat er ja .“
Dann wurde er wieder ernst.
Trotzdem darf er nicht mehr zu den Menschen. Wir haben die Bindung vor vielen hundert Jahren abgebrochen weil die Menschen sich als sehr undankbar erwiesen.
Du kennst die Geschichte von den Heinzelmännchen?“
Ja, meine Oma hat sie mir vorgelesen.“
Vor vielen Jahren ging es den Menschen schlecht, da hatten wir Mitleid und wollten ihnen helfen.
Also besuchten wir sie in der Nacht und halfen ihnen, wir fertigten die schönsten Schuhe, nähten die wertvollsten Kleider und backten die herrlichsten Brote und Kuchen und so verdienten sie mehr Geld und es ging ihnen besser.
Doch wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis.
Die Frau des Schneiders war besonders neugierig und wollte wissen, wer all die herrlichen Sachen herstellte.
Als schüttete sie grüne Erbsen auf die Kellertreppe, die zur Nähstube führte und als wir nachts mit unseren kleinen Laternen hinunter gehen wollten, da kullerten wir die Stufen hinab und waren zerschlagen und voll blauer Fleck.
Wütend kehrten wir in unser Reich zurück und haben die Menschenwelt nie mehr betreten.
Unsere roten Mützen aber haben wir in grüne umgefärbt, damit sie uns immer an die Erbsen erinnern und den Undank der Menschen.“
Über Elkes Gesicht liefen Tränen.
Das war gemein von der Frau, sie hätte sich doch denken können, dass ihr euch verletzt, wenn ihr die Treppen runter kollert.“
Ihre Neugier war stärker, aber du bist ein liebes Mädchen.“
Adebar streicht ihr über den Kopf und Elke wird auf einmal müde.


Elke, Elke wach auf!“
Das kleine Mädchen öffnet die Augen und sieht die Oma über sich gebeugt.
Na, nun bist du auch eingeschlafen, kein Wunder bei diesem Wetter.“
Komm der Opa ist schon wach und in der Küche wartet ein leckerer Kuchen.“

© Lore Platz


Nun seht noch was Regina und Martina aus den 

Wörtern zaubern



Sonntag, 3. Mai 2020

Das Findelkind Ende






Nun sind alle erleichtert, während die Erwachsenen noch diskutieren, schlendern Peter und Vanessa in den Obstgarten.
Sie setzen sich unter einen Apfelbaum ins Gras.
Die drei Elfen Hortensie, Rosemarin und Vergissmeinnicht gesellen sich zu ihnen.
Unsere Aufgabe ist erfüllt. Mariella ist jetzt da wo sie hingehört und wir können zurück zu unseren Familien.“
Ist der Weg nicht zu weit für eure zarten Flügeln?“
Hortensie zeigt nach oben.
Ein Vogel sitzt wartend auf einem Ast.
Er bringt uns nach Hause.
Mariella aber wird mit der Zeit vergessen, dass sie jemals Elfen gesehen hat und das ist auch gut so. Lebt wohl!“
Sie fliegen hinauf zu dem Vogel und setzen sich auf seinen Rücken.
Ein fröhliches Winken und bald sind sie zwischen den dichten Bäumen des Waldes verschwunden.
Ich bin froh, dass wir die Elfen nicht vergessen müssen, denn wir haben doch ein tolles Leben. Immer wieder dürfen wir ganz besondere Abenteuer erleben,“ grinst Peter und Vanessa lächelt.
Nein auch sie möchte ihre Herkunft nicht missen.
Und so schlimm war es eigentlich gar nicht, beide Welten miteinander zu verbinden.
Sie gehen zurück ins Haus.
Auf dem Flur begegnen sie Giovanni und als sie die Küche betreten hören sie Francesca jammern.
Nun haben ich extra Kuchen für Mariella gebacken und nun sie sein nicht mehr hier.“
Kränke dich nicht mein liebes Weib,“ lacht
Giovanni, „ eben hat der Baron angerufen und uns für morgen eingeladen.
Er gibt ein großes Fest und Vanessa und Peter sind sie Ehrengäste.“
Oh bravissimo! Dann können nehmen Kuchen mit und ich werde backen noch einen für kleine Barnoness.“
Verena lächelt.
Ich werde dir helfen, wo ist denn Michael.“
wendet sie sich an Giovanni.
Der ist noch in der Praxis. Schade dass ihr übermorgen schon nach Hause fahrt. Ich habe mich an seine Hilfe gewöhnt.“
Am nächsten Morgen herrscht reger Betrieb im Hause Markese.
Besonders Francesca ist ganz aufgeregt und läuft wie ein aufgescheuchtes Huhn umher.
Sie hat Angst die Kuchen würden nicht schmecken, dann jammert sie weil sie kein passendes Kleid für die feine Gesellschaft findet, denn in jedem sieht sie aus wie ein Ballon.
Die Männer haben sich schon längst in die Praxis verdrückt, die zwar heute geschlossen ist, aber sie haben dort ihre Ruhe.
Verena und die Kinder gehen auf die Terrasse.
Eigentlich sollte ich die Koffer packen,“ meint Verena unschlüssig.
Warum schnippst du nicht einfach mit den Fingern?“ fragt Vanessa.
Ihre Mutter seufzt.
Dein Vater mag es nicht, wenn ich zaubere.“
Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß,“
grinst Peter.
Verena sieht ihn strafend an, dann lacht sie.
Ich gebe ein schlechtes Beispiel für meine Kinder ab, aber schließlich habe ich Urlaub und von Viola möchte ich mich auch noch verabschieden.“
Sie schnippst mit den Fingern und meint zufrieden.
Alles erledigt!“
Dann lehnt sie sich an das Küchenfenster und ruft:
Francesca, ich gehe noch ein wenig spazieren,
wenn du mich nicht mehr brauchst.“
Ja, ja geh`nur," kommt es zerstreut zurück.
Als ihre Mutter an ihrem Ring gedreht hat und verschwunden ist, fragt Peter.
Und wir, was machen wir ?“
Gehen wir noch einmal zur Höhle, um uns  von dem Eichkätzchen zu verabschieden.
Sicher will es auch wissen, was aus Mariella geworden ist.“
Am Nachmittag fahren sie dann alle zusammen zu Baron Grazione.
Mariella läuft ihnen freudestrahlend entgegen und umarmt sie alle der Reihe nach.
Der Baron und die Baronin folgen langsam.
Die Baronin bedankt sich mit Tränen in den Augen bei Peter und Vanessa, die ganz verlegen werden.
Mariella aber ist wieder zurück ins Schloss gelaufen und nun kommt sie die Treppe herunter, ein Mädchen hinter sich herziehend.
Arianne!“ rufen die Kinder und eilen ihnen entgegen.
War das eine Freude.
Mariellas Plappermäulchen steht keine Minute still und aufgeregt erzählt sie, dass sie mit ihren Eltern heute am Grab ihrer Pflegemutter war
und dort Blumen nieder gelegt hätten.
Dann wären sie zu Beatrice und Arianne gefahren und hätten sie ins Auto gepackt und mitgenommen.
Sie werden für immer hier bleiben und Papa wird das alte Kutscherhaus für die zwei renovieren lassen und sie können dann dort wohnen.
Arianne und sie werden einen Hauslehrer bekommen und später einmal zusammen aufs Internat gehen und Papa lässt die Höhle für sie und Arianne als Spielhöhle einrichten.
Peter und Vanessa schwirrt der Kopf von all den Neuigkeiten.
Wo ist denn Beatrice?“ wollen sie wissen.
Arianne und Mariella deuten in den Garten, wo
die Diener gerade ein Büfett herrichten unter den wachsamen Augen von Beatrice.
Die Erwachsen haben sich in einer gemütlichen Sitzgruppe in der Nähe niedergelassen und beobachten amüsiert wie die vier Kinder Beatrice bestürmen und auf sie einreden.
Der Baron wendet sich an seine Gäste.
Wir waren heute morgen am Grab von Signoria Eposito und haben dann Beatrice und ihre Tochter gleich mit hierher genommen.
Die Kinder sollen zusammen aufwachsen, wie sie es vorher ja schon taten.“
Ja und Beatrice, die meint sie habe kein Talent zur feinen Dame und will sich lieber nützlich machen, haben wir die Stelle als Hausdame angeboten,“ lächelt die Baronin.
Die Genannte kommt nun herüber im Schlepptau die Kinder und begrüßt die Gäste und verkündet gleichzeitig, das Büfett sei eröffnet.
Ich sehe so viele leckere Sachen, da wird mein Kuchen wohl nicht erwünscht sein,“ meint Francesca.
Mariella quietscht : „Meinen Lieblingskuchen!“
Beatrice nimmt die beiden Kuchen entgegen und stellt sie auf den Tisch.
Für die Kinder wird eine Decke auf den Boden gelegt und so können sie ein richtiges Picknick
machen.
Später sitzen die Erwachsenen noch gemütlich bei einem Gläschen Rotwein, während die Kinder
irgendwo im Garten spielen.
Als es dunkel wird werden Lampions angezündet und Beatrice setzt sich zu ihnen und auch die Kinder vom Spielen müde, setzen sich ins Gras.
Der Baron betrachtet sinnend seine Tochter und meint lächelnd:
Wie schön sich alles geregelt hat.
Aber zu gerne wäre ich heute morgen bei Eposito vorbei gegangen und hätte ihm die Meinung gesagt, wie er mit meiner Tochter umgesprungen ist.
Aber meine Frau hat mich daran gehindert, denn wir haben der verstorbenen Signoria sehr viel zu verdanken.“
Verena aber meint mit feinem Lächeln:
Ich denke sie werden ihre Strafe finden, so wie sie ihren Sohn erziehen. Vielleicht verspielt er einst Haus und Hof und sie landen im Armenhaus.“
Gestern Abend hatte sie ein längeres Gespräch mit Moira.
Würde ich ihnen wünschen,“ brummt der Baron, dann winkt er Vanessa und Peter zu sich.“
Na, ihr zwei, ich habt sehr viel für meine Tochter getan.
Ich würde euch gern einen Wunsch erfüllen.“
Jeden?“ fragt Vanessa.
Der Baron nickt mit einem feinen Lächeln.
Das Mädchen nimmt Peter an der Hand und zerrt ihn etwas abseits, dort stecken sie die Köpfe zusammen.
Ich fürchte das wird teuer,“ schmunzelt der Baron.
Auch die anderen beobachten die Kinder gespannt.
Die beiden treten entschlossen näher und sehen dem Baron ernst an.
Wir wünschen uns, dass ihr Onkel Giovanni das Grundstück für seinen Naturpark zu einem günstigen Preis verkauft.“
sagt Vanessa entschlossen und Peter nickt bekräftigend.
Aber ich habe das Geld noch nicht zusammen!“
ruft Giovanni und sieht gleichzeitig bang zu dem Baron hinüber.
Dieser ist tief in Gedanken versunken.
Denken sie daran, dass die Tiere Mariella geholfen haben im Wald zu überleben,“ mahnt Peter.
Mariella und Arianne haben sich zu den Geschwistern gestellt und der Baron sieht die vier Kinder lächelnd an, dann schüttelt er langsam den Kopf.
Nein, ich werde das Grundstück nicht verkaufen.“
Papa!“ ruft Mariella empört.
Ich werde das Grundstück als Sponsor kostenlos für den Naturpark zur Verfügung stellen und gleichzeitig versuchen bei meinen Bekannten weitere Sponsoren zu finden.
Sie aber Herr Markese,“
wendet er sich an Giovanni
werden der Leiter des Naturparks sein.
Ich denke das zusätzliche Gehalt, wird ihnen gut tun, bei ihrer wachsenden Familie.“
Schmunzelnd wirft er einen Blick zu Francesca.
Giovanni aber springt auf und zerquetscht die Hand des Barons zwischen seinen Pranken, dass dieser schmerzhaft das Gesicht verzieht.
Danke, Danke!“
Der Baron aber sieht lächelnd zu den Kindern.
Zufrieden?“
Peter und Vanessa nicken freudestrahlend und Mariella fällt ihrem Vater um den Hals.
Lange sitzen sie dann noch beisammen, bis Michael mahnt, dass sie morgen sehr früh abfahren wollen.
Die Kinder sind etwas traurig, doch dann meint Francesca.
Keine Sorge, in ein paar Monaten sie kommen wieder, da sein Taufe für unsere Bambino.“
Nun war der Abschied nicht gar so schwer.

Am nächsten Morgen dann geht es wieder nach Hause.
Und obwohl es ein schönes Abenteuer war, freuen sich die Kinder auf Oma und Opa, Tante Lilofee und die Zwillinge!


Ich hoffe, die Geschichte hat euch gefallen und wünsche euch einen schönen Sonntag.
Eure Märchenfee

Samstag, 2. Mai 2020

Das Findelkind Teil 24





Maria empfängt sie strahlend und nach reichlich mangiare übernachten sie wieder im Schuppen.
Am nächsten Morgen nach Milchkaffee und Marmeladenbroten, mit reichlich mangiare für unterwegs und einem liebevollen Abschied von den beiden lieben alten Leuten geht es weiter.
Diesmal trödeln sie nicht, denn es zieht sie nach Hause.
Und es ist kurz nach Mittag, als sie bei der Höhle von Mariella ankommen.
Von dem Mädchen ist aber weit und breit nichts zu sehen.
Ein Eichkätzchen kommt den Weg entlang.
Eure Mutter hat sie gestern Abend mit genommen.“
Als Peter und Vanessa den Hof betreten, läuft ihnen Mariella freudestrahlend entgegen.
Doch wie sieht sie aus, nicht wiederzuerkennen.
Ihre Haar sind zu zu einer hübschen Frisur geschnitten und sie trägt ein weißes Kleid, das mit Margeriten bestickt ist.
Wow! Du bist ja eine kleine Prinzessin!“ staunt Peter.
Mariella strahlt, hebt das Röckchen und dreht sich geziert im Kreis.
Schön nicht? Francesca hat mir die Haare geschnitten und eure Mama hat mir das Kleid gekauft. Aber nun kommt, sie warten schon alle auf euch!“
Sie dreht sich um und rennt zurück ins Haus, als wäre sie hier schon immer daheim.
Kopfschüttelnd folgen ihr die Kinder.
Im Flur legen sie ihre Rucksäcke ab und werden von Francesca begrüßt, als sie die Küche betreten
Mariella eilt zum Kühlschrank, holt einen Krug Zitronenlimonade heraus , schüttet sie in zwei
Gläser und bringt sie ihren Freunden.
Du kennst dich ja hier schon ganz schön aus,“ 
grinst Peter.
Sie helfen mir soviel, dabei sollte sie doch gar nicht, schließlich ist sie eine Principessa!“ sagt Francesca und streicht dem Mädchen liebevoll über die Haare.
Aber mir macht es doch großen Spaß, basta!“
Peter und Vanessa grinsen.
Das scheue Waldkind war ja sehr selbstbewusst geworden.
So musste sie gewesen sein bevor man sie vertrieben hatte.
Verena kommt herein.
Ach da seid ihr ja, und Erfolg gehabt?“
Die Kinder nicken.
Mariella sei doch so nett und suche Giovanni und Michael, sie möchten bitte in die Küche kommen.
Wie der Blitz saust die Kleine hinaus.
Francesca sieht ihr mit Tränen in den Augen nach.
Wenn man bedenkt, da lebt dieses arme Kind ganz in der Nähe in einer Höhle und wir wissen von nichts.“
Aber wenigsten hat sich jetzt aufgeklärt, warum unsere Kuh jeden Morgen bevor sie auf die Weide ging einen ausgiebigen Waldspaziergang machte,“ lacht Giovanni, der gerade mit Michael in die Küche kommt.
Hallo, ihr zwei Helden!
Mariella hat uns ja gestern schon erzählt wie es ihr ergangen ist und eure Mutter hat uns auf die Ähnlichkeit mit der Baronin hingewiesen, die wirklich erstaunlich ist.
Und auch, dass ihr nach R. gegangen seid, um nach Beweisen zu suchen, hattet ihr Erfolg?“
Die Kinder nicken und beginnen den aufmerksam Lauschenden ihre Abenteuer zu erzählen.
Als sie an die Stelle mit dem Mehl kommen wird herzlich gelacht und als dann Peter erzählt wie Filippo Arianne an den Haaren gezogen, dann auch noch Vanessa angreifen wollte und er ihn tüchtig verkloppt hat, springt Mariella auf, fällt ihm um den Hals und drückt ihm einen Kuss auf die Wange.
Entsetzt schuppst Peter sie weg und fährt sich mit dem Handrücken über die Backe.
Igitt, lass das bloß sein sonst bin ich die längste Zeit dein Freund gewesen.“
Aber Peter in zehn Jahren denkst du sicher anders darüber,“ lacht Giovanni.
Niemals!“ ruft Peter im Brustton der Überzeugung.
Schallendes Gelächter erfüllt die Küche.
Während Peter im Flur die Blechdose aus dem
Rucksack holt, erzählt Vanessa noch den Rest ihrer Erlebnisse und gibt auch die lieben Grüße von Beatrice und Arianne an Mariella weiter.
Dann wird der Inhalt der Dose auf dem Tisch ausgebreitet.
Giovanni liest das Geständnis vor.
Er lässt die Blätter sinken und blickt in die Runde.
Das Geständnis des ehemaligen Kindermädchens dürfte Beweis genug sein, dass es sich bei Mariella um die entführte Baroness Evangelina handelt.“
Er streichelt dem Mädchen das zwischen ihm und Francesca sitzt, und ganz vertieft die Bilder ihrer Eltern in dem Medaillon betrachtet, über den Kopf.
Mariella legt das Medaillon vorsichtig auf den Tisch und murmelt so leise, dass man sie kaum verstehen kann.
Und wenn sie mich nun gar nicht haben wollen?“
Francesca nimmt sie in ihre molligen Arme und knuddelt sie.
Du Dummerchen, warum sollten sie so etwas liebes wie dich nicht haben wollen, dann bekommen sie es aber mit mir zu tun.“
Mariella lacht.
Vanessa aber sieht sich suchend auf dem Tisch um.
Wo ist eigentlich der kleine Zettel, der in dem Medaillon war?“
Keiner hat ihn gesehen.
Verena räuspert sich und als Vanessa zu ihr hinüber sieht, schüttelt ihre Mutter leicht den Kopf.
Das Mädchen zuckt die Schultern und meint:
Dann haben wir ihn verloren, aber ich denke nicht, dass er wichtig ist.“
Giovanni schüttelt den Kopf.
Das Medaillon und das Geständnis genügen, auch habt ihr gesagt, dass Beatrice euch den Zettel vorgelesen hat.“
Es wir nun ausgemacht, dass Giovanni und Michael zum Baron gehen und mit ihm sprechen und der kann dann entscheiden wie es weitergeht.
Peter nehmen sie mit, kann er doch alles besser erzählen.
Francesca, die sich sehr gefreut hat, als Mariella ihr erzählt hat, wie gut ihr der Mandelkuchen geschmeckt hat, will nun backen und das Mädchen möchte ihr helfen.
Vanessa setzt sich mit ihrer Mutter auf die Veranda.
Als sie alleine sind fragt sie nach dem verschwundenen Zettel.
Verena lacht.
Es befand sich gar kein Zettel in dem Medaillon.
Die Elfen haben am Abend bevor ihr zu Beatrice gekommen seid, den Zettel erst hinein gelegt.
Sie wollten die Sache für dich und Peter einfacher machen.“
Das hat uns auch wirklich sehr geholfen.“
Verena erhebt sich.
Will mal sehen, ob ich in der Küche helfen kann.“
Vanessa aber schlendert hinüber zu den Tieren und setzt sich auf das Gatter.
Nun erzählt sie den aufmerksam Lauschenden
was inzwischen alles geschehen ist und dass
Mariella eine Heimat gefunden hat.
Alle freuen sich sehr nur die Ziege meckert:
Dann brauche ich wenigstens nicht mehr mitten in der Nacht in den Wald zu laufen.“
Vanessa wirft ihr nur einen Blick zu und die Noemi dreht sich um und versteckt sich in der entferntesten Ecke.
Der Jeep des Tierarztes kommt zurück und Vanessa läuft ins Haus.
Sie stutzt, denn auch der Baron ist da.
Er hält Mariella an den Händen und betrachtet sie lächelnd.
Ich bräuchte die Beweise gar nicht, mein liebes Kind, du siehst deiner Mutter so ähnlich.“
Gerührt nimmt er das Mädchen in die Arme.
Bald verabschiedet sich der Baron und nimmt Mariella mit.
Die Zurückbleibenden sind in einer seltsamen Stimmung.
Wie wird die Baronin wohl reagieren?
Das Telefon schrillt und Giovanni nimmt den Hörer ab, grinst und stellt auf laut.
Mariella ruft mit übersprudelnder Stimme:
Meine Mama hat sich ganz doll gefreut und kann gar nicht mehr aufhören zu weinen, aber sie sagt das ist vor lauter Freude. Sie sind alle so lieb hier. Es ist wunderschön hier und ich muss nun wieder zu meiner Mama!
Danke Peter, danke Vanessa!“
Der Hörer wird aufgelegt.

Freitag, 1. Mai 2020

Das Findekind Teil 23





Wie staunt Beatrice als die Kinder all die feinen
Sachen auf dem Tisch ausbreiten.
Schnell stellt sie Wasser auf und dann schüttet sie Bohnen in die Kaffeemühle, klemmt sie zwischen die Knie und während sie den Kaffee mahlt , berichten ihr die Kinder wo sie Mariella begegnet sind, wie sie lebt und dass es ihr gut geht.
Ach die arme Kleine, so ganz allein in der Höhle, wenn ich nur helfen könnte.“ seufzt Beatrice traurig.
Sie haben ihr doch schon damals sehr geholfen und ohne ihre Hilfe wäre sie heute im Armenhaus,“ tröstet Vanessa.
Mariella ist doch ein Findelkind, gab es denn gar keine Hinweise auf ihre Herkunft,“ fragt Peter, denn sie konnten ja schlecht sagen was sie von den Elfen erfahren haben.
Beatrice löffelt den Kaffee in den Filter und gießt das kochende Wasser darüber.
Plötzlich dreht sie sich um und eilt ins Nebenzimmer.
Gleich darauf kommt sie zurück ein kleines Tuch in der Hand.
Sie legt es auf den Tisch.
Daran habe ich all die Monate nicht mehr gedacht.
Kurz vor ihrem Tod gab mir Signoria Elena ein Medaillon, das sie in Mariellas Sachen gefunden hatte.
Sie bat mich es dem Mädchen zu geben, wenn sie in Sicherheit wäre, als hätte sie geahnt, was nach ihrem Tod geschieht.
Kurz darauf ist sie gestorben, ich wurde
entlassen, meine Mutter war dann viele Monate sehr krank und ich habe nicht mehr daran gedacht. Vielleicht hilft es euch weiter.“
Sie wickelt es vorsichtig aus.
Eine Frau in einem altmodischen Kleid mit weißen hoch getürmten Haaren war auf dem Bild zu sehen.
Peter nimmt das Schmuckstück in die Hand und betrachtet es aufmerksam von allen Seiten.
Dann holt er sein Taschenmesser.
Willst du es kaputt machen!“ ruft Vanessa.
Ihr Bruder wirft ihr nur einen genervten Blick zu.
Ich denke man kann es öffnen, hier ist eine kleine Schraube. Ha!“
Das Medaillon springt auseinander.
Ein kleiner Zettel liegt darin.
Peter entfernt ihn, legt ihn auf den Tisch und nun sind zwei Bilder zu sehen.
Das ist ja die Baronin und ihr Mann, wie sie noch jünger waren,“ ruft Vanessa und schnell erzählen sie von der Ähnlichkeit die Mariella mit der Baronin hat und ihrer Vermutung, dass sie das entführte Kind wäre.
Ja, ich kann mich erinnern von der Entführung gehört zu haben, aber niemand hat damals vermutet, dass das Findelkind das entführte Kind ist.
Außerdem hatte es auf dem Po ein Muttermal in Form eines Sterns, das aber nach einigen Wochen verschwand.
Das ist ja wunderbar wenn Mariella die Baroness wäre.
Aber ob das Medaillon als Beweis genügt?“
Vielleicht gibt es ja noch mehr Beweise,“ ruft Araianne, die den kleinen Zettel an sich genommen hat.
Sie übersetzt:
Verzeih mir meine Kleine was ich dir angetan habe, suche in der Buche, dort sind Beweise für deine Herkunft versteckt.“
Vanessa und Peter sehen sich an.
Das geht ja einfacher als sie dachten, nun brauchten sie sich keine umständlichen Erklärungen mehr auszudenken.
Wir wollten uns sowieso den Fundplatz ansehen, wo unser Freundin gefunden wurde, wenn wir schon in der Gegend sind.“ murmelt Peter.
Arianne wird euch hinführen, passt aber auf, der Wald gehört den Epositos.
Ach wäre das schön, wenn ihr wirklich etwas finden würdet.“
Beatrice ist nun genauso aufgeregt wie die Kinder.
Wenig später stehen sie vor der Buche.
Von einer Vertiefung ihm Stamm ist aber nichts zu erkennen.
Peter geht langsam mit den Händen tastend um den Baum herum.
Hier ist etwas!“ ruft er aufgeregt.
Vorsichtig beginnt er die Lücke zu erweitern, da ertönt ein Schrei.
Arianne hat Walderdbeeren entdeckt und ist etwas zurück geblieben, um sie zu pflücken.
Plötzlich ist Filippo aufgetaucht und hat sie an den Haaren gepackt und als gemeine Diebin beschimpft.
Arianne schreit vor Schmerz auf.
Die Geschwister eilen ihr zu Hilfe.
Als Filippo Vanessa sieht werden seine Augen ganz klein vor Wut.
Duuuu!“ schnaubt er, lässt Arianne los und stürzt sich mit geballten Fäusten auf Vanessa.
Peter stellt sich schützend vor seine Schwester und meint verächtlich.
Du Feigling traust dich wohl nur an Mädchen.“
Mit einem Wutschrei stürzt sich Filippo auf ihn und bald liegen die beiden Jungen am Boden und kämpfen erbittert miteinander.
Arianne beide Hände erschrocken an die Wangen gepresst beobachtet fasziniert den Kampf der beiden Buben.
Vanessa aber geht zurück zu dem Baum und erweitert die Lücke und bald hält sie die blaue Blechdose in den Händen.
Sie verstaut sie in ihrem Rucksack, dann sieht sie grinsend nach oben.
Der Ast über ihr ist voll mit Elfen, die mit verbissenen Gesichtern ihre geballten Fäuste abwechselnd in die Luft schleudern, als würden sie mitkämpfen.
Vanessa geht hinüber zu den Buben und in dem Moment windet sich Filippo unter Peter hervor
und rennt mit blutender Nase und zerrissenen Hosen heulend davon.
Peter steht auf und klopft sich gelassen den Schmutz von den Kleidern.
Vanessa reicht ihm ein Taschentuch.
Deine Nase blutet.“
Peter grinst.
Das ist es wert. Es juckt mir schon in den Fäusten, seit mir Mariella erzählt hat wie gemein er zu ihr war.“
Arianne stolpert herbei und himmelt Peter an, als wäre er ein Ritter in weißer Rüstung.
Etwas verlegen brummt der Junge:
Lasst uns gehen, der kommt bestimmt bald mit seiner Maaaamaaaaa wieder!“
Lachend laufen sie zurück zur Hütte von Beatrice, die sie schon voll Spannung erwartet.
Gleich wird der Inhalt der Büchse untersucht.
Feine Babykleider, ein Schnuller in Form eines Schmetterlings und mehrere Seiten mit dem Geständnis des ehemaligen Kindermädchens sind darin verstaut.
Beatrice, die den Brief vorgelesen und gleich ins Deutsche übersetzt hat, lässt die Blätter sinken.
Sie blickt in die strahlenden Gesichter ringsum.
Es ist wahr, unsere Mariella ist eine Baroness!
Aber wie geht es jetzt weiter?“
Wir werden diese Unterlagen dem Baron bringen und dann sehen wir weiter, aber ich denke
die Beweise sind ausreichend und dann noch
Mariellas Ähnlichkeit mit der Baronin.“ erklärt Vanessa.
Peter hat inzwischen alles wieder in die Kiste gepackt und verstaut sie in seinem Rucksack.
Lass uns gehen.“
Nein, nein ich habe gekocht, esst noch etwas außerdem solltet ihr in der Mittagshitze nicht wandern.“
Ja, bleibt doch noch zum Essen, meine Mutter macht die beste Tomatensoße,“ bittet auch Arianne und wundert sich, warum die Geschwister plötzlich lachen.
Nach dem Essen machen sie sich auf den Weg.
Als sie an dem Wald vorbeikommen fliegt eine Elfe zu ihnen.
Der Markt in M. schließt um 18 Uhr, ihr könnt mit Alfredo mitfahren, wenn ihr euch beeilt.
Übrigens Peter du bist ein toller Kämpfer!“
Kichernd fliegt die Elfe davon.
Die Geschwister sehen sich an und grinsen.
Vanessa erzählt ihrem Bruder, dass die Elfen während seines Kampfes auf dem Baum gesessen hätten und vor Begeisterung in die Luft boxten.
Sie treffen Alfredo noch auf dem Markt und dürfen mitfahren.