Freitag, 30. Oktober 2026
November, die graue Eminenz (aus dem Archiv)
Freitag, 22. Mai 2026
Die Legende der Pfingstrosen - neu gepostet
3.Juni 2025
In Bayern werden auch die Ochsen geschmückt, daher stammt auch der Ausdruck Pfingstochse.
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| (c) Werner Borgfeldt |
Passt auf am Sonntag, dass ihr nicht zu spät aufsteht.
Im altbayrischen nennt man denjenigen, der an Pfingstsonntag zuletzt aufsteht scherzhaft einen Pfingstochsen.
In manchen Dörfern wird der Langschläfer zum Gaudium der Dorfbewohner auf einer Schubkarre durch den Ort gefahren.
Der Pfingstochse ist auch ein noch vereinzelt gepflegtes Brauchtum.
Das Vieh wird am Pfingstsonntag zum ersten Mal auf die Weide gebracht und in einer Prozession durch den Ort geführt.
Das kräftigste Tier wird mit Blumen, Stroh und Bändern geschmückt und führt die Herde als Pfingstochse an.
Daher auch die Redensart:
Geschmückt wie ein Pfingstochse.
Am Wochenende ist ja schon das Pfingstfest.
Pfingsten geht auf das jüdische Schawuot-Fest zurück, an dem die Jünger Jesu den Heiligen Geist empfangen haben und an diesem Tag viele Menschen überzeugen konnten, die sich dann taufen ließen.
Deshalb feiern wir Pfingsten als Beginn des Christentums.
Der Pfingstmontag ist dem ersten Märtyrer Stephanus geweiht.
Ich kann mich noch erinnern, wie begehrt die Blüten der schnell verblühenden Pfingstrosen bei uns Kindern waren.
Hatten wir doch die wichtige Aufgabe bei der Fronleichnam Prozession Blumen zu streuen.
Die Legende erzählt, dass in Galiläa eine Frau namens Ruth lebte, die eine große Verehrerin von Jesus war.
Als sie hörte, dass dieser gekreuzigt worden ist, lief sie in ihren Rosengarten und weinte bitterlich.
Da erklang eine wunderschöne Musik und sie fühlte sich getröstet.
Einige Zeit später begegnete sie einem Jünger Jesus, der ihr freudestrahlend erzählte, dass Jesus auferstanden sei und er erzählte ihr auch von dem Pfingstfest.
Da lief Ruth voller Freude in ihren Rosengarten und siehe da, alle Rosen hatten ihre Dornen verloren.
Und Ruth dachte:
" Gott hat das Leid in Freude verwandelt!"
Donnerstag, 2. April 2026
Wie ich wegen dem Osterhasen einmal den Hintern versohlt bekam
Noch
unterwegs ist Papa Osterhase mit seinem Sohn,
um
viele bunte Ostereier zu verteilen, denn die Kinder warten bestimmt
schon.
Dem
Sohn fiel es schwer, so lange zu laufen, er fragt seinen Papa: Können
wir nicht mal verschnaufen!!!
Meine
Pfoten tun mir schon so weh, jeder Schritt, den ich jetzt noch geh`
!!!
Nein
sprach Papa zu ihm schon ganz ärgerlich, das Ende ist noch nicht in
Sicht.
Was
sollen die Kinder denken, wenn alle Nester sind leer, darum eilen wir
uns geschwind und jammern nicht mehr.
Der
Sohn murrte trotzdem, aber lief brav weiter, aber er fand es nicht
gerade heiter.
Warum
haben wir jedes Jahr die Lauferei, sollen doch die Hühner losgehen,
schließlich legen sie doch auch das Ei!
Die
Tradition hat es nun mal so bestimmt, dass der Osterhase, die bunten
Eier bringt.
Verstehen werden die meisten Menschen es nicht, hier endet auch das
Ostergedicht…lach!
Die
vielen Kinder bekommen weiter vom Osterhasen die bunten Eier,
wenn
sie nicht gestorben sind, verteilen sie auch noch weiter!!!!
(c) Irmgard Brüggemann
Wie ich wegen dem Osterhasen einmal den Hintern versohlt bekam
Wir wohnten in einem Mietshaus, das einem Bauern gehörte und hinter dem sich ein riesiger Obstgarten befand.
Der Garten war so groß, dass sich Jahre später die Erben drei Bungalows auf das Grundstück bauten.
Für uns Kinder war dieser Garten ein richtiges Paradies und wir durften darin nach Herzenslust spielen.
Eines Tages, zwei Wochen vor Ostern, bauten mein kleiner Freund, der auch in dem Haus wohnte und ich im hintersten Winkel des Gartens unter einem Holzstoß ein Osternest.
Wir erzählten niemanden davon, das war unser großes Geheimnis,von dem nur wir und wohl auch der Osterhase wussten.
Jeden Nachmittag liefen wir hinauf zu unserem Geheimversteck und waren schrecklich enttäuscht, als wir das Nest leer fanden.
Doch unser Glaube an den Osterhasen ließ sich durch nichts erschüttern.
Es war ja auch noch ein wenig hin bis Ostern, sicher war der Osterhase zu beschäftigt.
Schließlich musste er doch alle die Eier bemalen.
Doch kurz vor den Osterferien wurden wir doch leicht ungeduldig.
Und statt am Nachmittag liefen wir zwei Erstklässler gleich nach der Schule hinauf in den Garten.
Enttäuscht stellten wir fest, dass unser kunstvoll angefertigtes Osternest noch immer leer war.
Ich weiß nicht wie viel Zeit inzwischen vergangen war, denn Kinder haben noch keinen richtigen Zeitbegriff, aber auf jeden Fall machten sich unsere Eltern inzwischen schon Sorgen.
Wir beide aber trotteten mit hängenden Köpfen den langen Weg durch den Garten und befürchteten, dass der Osterhase uns vergessen würde.
Als ich an unserer Wohnungstür klingelte, öffnete mein Vater mit finsterem Gesicht und kaum hatte ich den Tornister abgeschnallt, da wurde ich auch schon übers Knie gelegt.
Waren halt die Fünfziger!
Aber der Osterhase hat uns nicht vergessen.
Am Ostersonntag lag zwar nichts in unserem geheimen Nest, aber im Vorgarten hatte der Osterhase etwas für uns Kinder versteckt.
© Lore Platz
Freitag, 20. März 2026
Blumen für Lore - zur ewigen Erinnerung an sie und zur Begleitung auf ihrem letzten Weg am 21.3.2026 um 10.00 Uhr
Wir werden dich nie vergessen, liebe Lore! 💓
Von deiner Monika aus Dresden kommt dieser Begleiter, liebe Lore! <3
Dienstag, 3. März 2026
Frühlingszauber - ein Gedicht von Lore

Frühling - KI generiertes Bild
Frühlingszauber
Mittwoch, 11. Februar 2026
Der alte Puppenspieler - neu belebt am 11.2.2026
Ein Facharzt für alle Körperteile, nein, man hat keine Langeweile.
Erst werden die Organe gecheckt, Herz, Lunge, Leber, Bauch, Probleme im Kopf vielleicht auch.
Bei jedem positiven Befund, ist man noch ein wenig Gesund.
Jetzt sind die anderen Teile im Körper dran, ob man da etwas entdecken kann.
Vom Radiologen, zum Kardiologen, Neurologen, doch, es ist wirklich nicht gelogen.
Die Gelenke, Blut, Kreislauf und Puls, wer ist für das Missbehagen schuld?
Auch die Nervenschmerzen, was soll ich sagen, nein nicht noch zusätzlich klagen.
Auch die Augen offenbar, haben den Grauen Star.
Gegen die Schmerzen einige Tabletten dreimal am Tag, auch wenn ich sie nicht mag.
Zum Schluss bleibt nur noch der Psychiater, kein Wunder, bei all dem Theater!
Ja, nur die Termine für all diese schlauen Ärzte sind vielleicht gleich und sofort, dengste.
Monate gehen ins Land, das bringt mich um den Verstand.
Vieleicht fange ich mit dem Termin beim Psychiater an, so dass ich vielleicht dann viele andere Termine vergessen kann ❗ 😁
Oh je, habe ich vielleicht ein Körperteil vergessen, die Vergesslichkeit, kann es vielleicht noch nicht ganz ermessen?
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| (c) meine Tochter |
Mittwoch, 4. Februar 2026
Närrische Tage - neubelebt am 4.2.26
heute ist der unsinnige Donnerstag oder auch Weiberfastnacht.
Heute möchte ich euch erzählen, wie ich zum ersten und letzten Mal in meinem Leben total betrunken war.
Ich selbst konnte mich kaum noch daran erinnern, aber mein Mann erzählte es mir am nächsten Tag mit einem unverschämten Grinsen.
Mein Mann war Matrose und fuhr auch nach unserer Hochzeit weiter zur See, aber er heuerte auf einem Schiff an, das alle zwei Monate nach Europa kam und außerdem wurde ihm als verheirateter Matrose
eine Einzelkabine zugeteilt.
Dank meines wunderbaren Chefs, durfte ich alle zwei Monate eine Woche Urlaub nehmen, wenn das Schiff einen europäischen Hafen anlief.
Einmal fuhr ich wieder los, diesmal nach Rotterdam.
Dort lag das Schiff aber nicht direkt am Kai, sondern etwas außerhalb.
Man musste eine steile eiserne Leiter an der Kaimauer hinunter und dann in ein wackeliges Ruderboot klettern.
Keine leichte Übung für eine Landratte wie mich.
Als Kurtl mit seiner Arbeit fertig war, schlug er einen Ausflug an Land vor.
Obwohl mir ein wenig bange war vor dem schaukelnden Ruderboot, stimmt ich zu.
Wir gelangten glücklich an Land und verbrachten einen wunderschönen Nachmittag in Rotterdam.
Gegen Abend kehrten wir in einer Kneipe in der Nähe der Kaimauer ein.
Mein Mann bestellt sich ein Bier und mir einen Martini.
Ich vertrage so gut wie keinen Alkohol und nippte nur an meinem Glas.
Da ging plötzlich die Tür auf und einige Matrosen von unserem Schiff betraten die Kneipe.
Als sie uns sahen gab es ein großes Hallo und sie setzten sich zu uns.
Sie bemerkten, dass ich einen Martini vor mir stehen hatte und spendierten mir gleich den nächsten.
Wie gesagt, ich war Alkohol nicht gewohnt und trank höchstens einmal ein Glas Wein oder Sekt.
Aber ich wollte mich vor den Kumpels meines Mannes nicht blamieren und trank tapfer das zweite Glas und schon fing ich an zu kichern.
Diese Wirkung hat Alkohol auf mich.
Nach dem dritten Glas redete ich wie ein Wasserfall
und die Jungs wieherten vor Lachen.
Nicht weil ich so witzig oder geistreich war, sondern weil ihnen mein bayrischer Dialekt so gefiel.
Mein Mann hatte schon längst mit dem Trinken aufgehört und betrachtete das Ganze mit etwas Besorgnis.
Schließlich musste er mich ja noch sicher aufs Schiff bringen.
Als wieder, wie durch Zauberhand, ein Glas Martini vor mir stand, da ergriff er meine Hand und zerrte mich zum Ausgang.
An der Tür drehte ich mich noch einmal um und winkte den Jungs neckisch zu, dann stolperte ich hinter meinem Herrn und Meister aus dem Lokal.
War ich auf der Hinfahrt ängstlich wie ein Hase, so fühlte ich mich jetzt mutig wie ein Löwe.
An der Kaimauer angekommen packte ich das Geländer und schwang todesmutig mein Bein auf die erste Stufe der Leiter.
Mein Mann konnte sich gerade noch schnell über mich schwingen, sodass ich zwischen ihm und der steilen Leiter war.
Doch ich verfehlte keine einzige Sprosse und auch in das schaukelnde Ruderboot ließ ich mich vergnügt plumpsen.
Anschließend schob mein Mann mich dann die Gangway hinauf, die ich immer wieder kichernd als Hühnerleiter bezeichnete.
Erst als ich in der Koje lag, begann sich alles zu drehen.
Doch bald schlief ich ein.
Doch das Erwachen war fürchterlich.
Mein Mann, der überhaupt kein Mitleid mit meinem brummenden Schädel hatte, erzählte mir grinsend von meinen gestrigen Eskapaden.
Ich schwor nie wieder einen Martini auch nur anzusehen, so schlecht fühlte ich mich.
Auch genierte ich mich an Deck zu gehen.
Doch als ich den Jungs später begegnete, da lachten sie mich nur freundlich an und keiner erwähnte den vergangenen Abend.
Ich habe nie mehr so eine Kameradschaft kennengelernt wie auf dem Schiff.
© Lore Platz 31.05.2019




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