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Montag, 17. Oktober 2022

Die Geschichte vom Urahn Maximilian








Die Geschichte von Urahn Maximilian


Die kleine Maus Liselotte stromert durch den Garten. Entkommen den wachsamen Augen ihrer Mutter konnte sie endlich einmal allein losziehen.
Ihre Mutter besuchte im Nachbargarten ihre Kusine Gretel und ihre Brüder Jonathan und Mäxchen die eigentlich auf sei aufpassen sollten spielten fangen.
Liselotte war das nur Recht.
Vergnügt lief sie dahin, was gab es doch alles zu sehen und welch herrliche Gerüche lagen in der Luft.
Ein Apfel lag unter dem Baum und das Mäuschen wollte gerade ihre kleinen Zähnen in die köstliche Frucht versenken, da schoss ein großer dicker Wurm aus dem Apfel.
„Verschwinde, das ist mein Apfel!“ schnarrte er unfreundlich.
Liselotte wich erschrocken zurück und lief blindlings davon
Atemlos versteckte sie sich unter einer Gartenbank.
Dann musste sie lachen. Hatte sie sich doch tatsächlich von einem Wurm einschüchtern lassen.
Neugierig sah sie sich um.
Ein langer weißer Streifen baumelte von der Bank und Liselotte sprang hoch und kletterte nach oben.
Der Streifen gehörte zu einer weißen Schürze, die von ihrer Besitzerin achtlos liegen gelassen wurde.
Die kleine Maus untersuchte das komische Ding, fand eine Öffnung und verschwand in der Schürzentasche.
Genüsslich verspeiste sie die Krümmel eines leckeren Keks, die sie vorfand, dann rollte sie sich zusammen und schloss die Augen.
So ein aufregender Spaziergang machte eben müde.
Die Mäusemama Gertrude verabschiedet sich von ihrer Kusine.
Sie warf einen besorgten Blick zum Himmel. Ein Sturm braute sich zusammen. Sie musste sofort ihre Kinder in Sicherheit bringen.
Doch sie fand nur ihre Söhne vor, die ermattet vom Spielen im Gras lagen.
„Wo ist eure Schwester, solltet ihr nicht auf sie aufpassen?“
Schuldbewusst sahen die beiden Jungen ihre Mutter an. Sie hatten gar nicht bemerkt, dass Liselotte nicht mehr bei ihnen war.
„Es gibt einen Sturm, lauft zur alten Buche, schlüpft in das Loch darunter und wartet auf uns. Ich werde Liselotte suchen.“
Ein Windstoß fuhr durch die Bäume und ließ die Blätter erzittern. Die Jungen rasten los.
Gertrude aber machte sich auf die Suche nach ihrer Tochter.
Es war nicht leicht, denn der Wind trieb nun sein tolles Spiel. Er fuhr durch das Gras, knickte die Blumen und schüttelte die Bäume.
Manchem Apfel, der sich nicht mehr festhalten konnte musste Gertrude ausweichen.
Dann aber hatte der wilde Geselle ein neues Spielzeug entdeckt. Die weiße Schürze auf der Gartenbank.
Liselotte war durch das Brausen und Toben ringsum erwacht. Ängstlich kauerte sie in ihrem Versteck und es wurde ihr ganz mulmig zumute.
Plötzlich wurde sie mitsamt der Schürze hochgehoben. Hektisch suchte sie den Ausgang und plumpste ziemlich unsanft ins Gras.
Der Wind aber wirbelte das Kleidungsstück in die Luft und trieb es wie einen Ball vor sich her.
Gertrude hatte ihre Tochter erreicht und eng aneinander geschmiegt, liefen sie zur schützenden Öffnung in dem Baum. Jonathan und Mäxchen waren erleichtert als sie ihre Mutter und Schwester sahen.
Zusammen liefen sie nun durch die unterirdischen Gänge bis sie einen großen schönen Raum erreichten.
Der Maulwurf Sebastian saß in seinem gemütlichen Sessel, eine warme Decke über den Knien, denn er hatte mal wieder das Reißen.
„Wer ist da?“
Er griff nach seiner Brille, die vor ihm auf dem Tisch lag, holte ein großes kariertes Taschentuch und putzte sorgfältig die Gläser, dann setzte er das Gestell auf seine spitze Nase.
„Ach Frau Gertrude,“ rief er erfreut,“ wie schön, dass sie mich mal wieder besuchen. Und das sind wohl ihre Kinderchen?“
„Jonathan, Mäxchen und meine Jüngste, Liselotte,“ stellte die stolze Mama ihre Kinder vor.
„Entschuldigen sie, dass wir sie so überfallen und in ihrer Ruhe stören, aber oben tobt ein schrecklicher Sturm und wir suchen Schutz.“
„Aber sie stören mich doch nicht, nehmen sie bitte Platz, kann ich ihnen was anbieten.“
„Nein danke, wenn wir nur hier den Sturm in Ruhe abwarten dürfen.“
Die Kinder die noch nie hier unten waren, hatten sich inzwischen neugierig umgesehen.
An der Wand hing ein großes Bild. Es zeigte einen Maulwurf, der eine Schärpe aus geflochtenen Blumen trug.
„Wer ist das Onkel Sebastian?“ fragte Liselotte.
Sebastian betrachtete versonnen das Bild.
„Das ist mein Urahn Maximilian.
Er hat einmal die Schmetterlingsprinzessin Aurelia und ihre Untertanen gerettet.
Möchtet ihr die Geschichte hören?“
„Auja!“ die Mäuschen kauerten sich zu seinen Füßen und sahen ihn erwartungsvoll an.
Sebastian nahm die Brille von der Nase, denn sie drückte etwas, faltete die schaufelartigen Hände über dem dicken Bauch und begann zu erzählen.

„Mein Urahn Maximilian hatte seine riesige unterirdische Wohnung mitten im Schmetterlingsreich der Königin Aurelia. Er fühlte sich sehr wohl dort und war befreundet mit alle den kleinen Wesen die dort lebten. Die Wichtel, die für den Garten zuständig waren, freuten sich wenn er ihnen beim Graben half und die übermütigen Elfen trieben allerlei Schabernack mit ihm, die er sich aber gutmütig gefallen ließ.
Sie meinten es ja nicht böse und wenn er mal genug hatte, dann verzog er sich nach unten.
Königin Aurelia war nicht nur wunderschön, sondern hatte auch eine herrliche Stimme und oft drang ihr Gesang bis zu Maximilian hinunter, der andächtig lauschte.
Die Schönheit der Prinzessin und auch ihr herrlicher
Gesang lockte viele Freier an. Doch Aurelia verliebte sich in Gernot, den König des benachbarten Blumenreiches.
Aber auch der Koboldkönig Unwirsch wollte Aurelia zu seiner Frau nehmen und als sie ihn abwies, drohte er, ihr Reich in Schutt und Asche zu verwandeln.
Aurelia sandte den schnellsten Läufer zu ihrem Bräutigam, um ihn um Hilfe zu bitten.
Gerade noch rechtzeitig konnte der Wichtel Springinsfeld den Garten verlassen, denn bald darauf kam Unwirsch mit seinem großen Drachen und kettete ihn vor dem Schmetterlingsreich an und niemand konnte nun mehr das Reich verlassen oder betreten.
Da herrschte natürlich große Aufregung.
Die Elfen nahmen sich jeder einen der Wichtel und wollten mit ihnen über die Mauer fliegen, doch da riss der Drache sein großes Maul weit auf und eine riesige Flamme schoss in ihre Richtung und schnell flogen sie wieder zurück.
Verzweifelt überlegten sie, wie sie der Gefahr entkommen konnten.
Maximilian aber saß gemütlich in seiner Stube und ahnte nicht was über ihm los war.
Doch auf einmal erzitterte seine Zimmerdecke. Erbost stieg er die Leiter nach oben, um nachzusehen was die Erschütterung ausgelöst hatte.
Der ganze Garten schien in Bewegung zu sein, Wichtel und Elfen liefen alle durcheinander dem Schloss zu.
„Was ist denn los!“ rief er, doch niemand antwortete ihm.
Die Schnecke Esmeralda kam nur langsam voran, musste sie doch ihr Haus mit sich tragen und so war sie auch die Einzige, die Maximilians rufen hörte.
Etwas atemlos blieb sie stehen.
„Liebste Freundin, was bedeutet denn all diese Aufregung.“
„ Der Kobold Unwirsch will unser Reich vernichten.“
„Warum denn das?“
„Er möchte unsere Königin zur Frau nehmen, und wenn sie nicht einwilligt, dann wird sein Drache hier alles verbrennen und wir müssen sterben. Der Drache wartet schon draußen und wir können nicht fliehen. Deshalb hat uns Aurelia ins Schloss gerufen. Ich fürchte sie will sich opfern und die Frau des Kobolds werden, nur um uns zu retten.“
Esmeralda stieß einen tiefen Seufzer aus.
Maximilian runzelte die Stirn. Was er hörte gefiel ihm gar nicht, obwohl ihm ja das Feuer unter der Erde nichts ausmachen würde.
Dann kam ihm eine Idee.
„Liebste Freundin, eilt sofort zu der Königin übermittelt ihr meine besten Wünsche und teilt ihr mit, dass in meinem Reich unter der Erde alle in Sicherheit vor dem Feuer sind.“
Esmeralda strahlte und kroch so schnell wie möglich dem Schloss zu.
Maximilian aber klettert hinab und öffnete sämtliche Türen für seine Gäste.
War das ein Jubel, als die Schnecke Maximilians Botschaft verkündete.
Und nun begann ein emsiges Treiben. Decken, Kissen und Proviant wurde nach unten geschafft. Die Glühwürmchen ließen sich an den Wänden nieder und spendeten das nötige Licht.
Und die Spinnen webten starke Fäden über die Eingänge, die keinen Funke aber doch genügend Luft durch ließen.
Aurelia bedankte sich höchst persönlich bei Maximilian.
Was diesem sehr schmeichelte und ihn versöhnte mit der Unruhe die nun in seinem Reich herrscht.
Jeden Tag schickte die Königin einen Wichtel nach oben, der die Lage peilen sollte.
Und eines Tages kam der Bote freudestrahlend zurück und rief, dass Gernot und Springinsfeld oben wären und der Drache besiegt worden sei, noch ehe er das Schmetterlingsreich zerstören konnte.
Ein Jubel brach los und alles drängte nach oben.
Wenige Tage später wurde ein Fest gefeiert und mein Urahn als Ehrengast eingeladen.
Und die Königin schlug ihn zum Ritter und seit dieser Zeit tragen wir den Namen 'Maulwurf vom Elfenhügel'“,
beendet Sebastian stolz seine Geschichte.
Lieselotte stieß einen tiefen Seufzer aus und betrachtete das Bild.
„Wie stattlich er doch aussieht,“ schwärmte sie und Jonathan rief etwas enttäuscht: „aber warum trägt er denn kein Schwert wie ein echter Ritter!“
Nur Mäxchen jammerte: „Mama ich hab Hunger!“
Alle lachten.
„Liebste Gertrude in der Küche steht eine große Schüssel mit Regenwurmsalat, bitte bedienen sie sich.“
Die Kinder verzogen die Gesichter, was Sebastian aber nicht sehen konnte, da er ja seine Brille nicht aufhatte.
„Vielen Dank, Herr Sebastian, aber es ist spät, die Kinder müssen zu Bett. Vor einiger Zeit hat sich der Sturm gelegt, sodass wir wieder nach Hause gehen können. Danke für ihre Gastfreundschaft.“
Als seine Gäste ihn verlassen hatten, lehnte sich Sebastian zurück und gähnte laut.
Ein schöner unterhaltsamer Nachmittag war das gewesen, aber nun war er müde.
Er schloss die Augen und bald ertönten leise Schnarchtöne.

© Lore Platz  2015




Montag, 23. August 2021

Zwurrli und der Professor

Heute will ich euch erzählen wie Zwurrli und der Professor sich kennen gelernt haben. Mit dieser Geschichte wünsche ich euch einen schönen Wochenanfang.

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 


 

Zwurrli und der Professor


Nach langen Regentagen scheint wieder die Sonne.

Die Luft ist reingewaschen vom Regen und geschwängert vom Duft der Blüten.

Blumen und Pflanzen recken sich den wärmenden Strahlen entgegen und die Käfer und Insekten wagen sich wieder an die Oberfläche.

 


Das Summen der Bienen übertönt alle Geräusche, denn nach ihrem unfreiwilligem Hausarrest gehen sie nun mit doppeltem Eifer ihrer Arbeit nach.

Auch Zwurrli klettert zwischen den Wurzeln des Birnbaums hervor, unter dem er und seine Familie wohnt.

Aus der Ferne klingt das Klappern von Geschirr. Sicher wird seine Menschenfreundin im Garten frühstücken und bei dem Gedanken an die leckere Erdbeermarmelade läuft ihm das Wasser im Mund zusammen.

So schnell ihn seine kurzen Beine tragen eilt er durch das hohe Gras.

Biggi sitzt auf einem Stuhl einen Zeichenblock auf dem Schoß und ihr Stift fährt schnell über das Papier.

 


 

Zwurrli will gerade an ihrem Stuhl hochklettern, da kommt der große Mann aus dem Haus und schnell versteckt sich der Wichtel unter dem Tisch.

Ricky stellt eine der Kaffeetassen vor seine Frau und wirft einen Blick auf den Block, dann prustet er los.

„Ist das der Wichtel, der angeblich in unserem Garten haust!“

Biggi zieht ärgerlich die Stirn in Falten.

„Er existiert tatsächlich und ich werde mein nächstes Buch über ihn schreiben.“

Biggi ist nämlich Kinderbuchautorin und illustriert ihre Geschichten auch selbst.

Ricky grinst frech: „Ach Liebes, du hast dir gerade eine Geschichte ausgedacht und Fantasie und Wirklichkeit verwechselt. Denk daran, dass Karl May so mit seinen Figuren verwachsen war, dass er am Ende behauptete er wäre Old Schatterhand.

Aber keine Angst solltest du dich eines Tages als Wichtelfrau fühlen, ich werde dich immer lieben!“ tröstet er feixend.

„Oller Döskopp!“ grollt Biggi, muss aber doch grinsen.

Zwurrli seufzt leise, es wäre schön wenn Biggi eine Wichtelfrau wäre, denn er war ein wenig in seine Menschenfreundin verliebt. Und den Mann konnte er gar nicht leiden! Vielleicht war es ja auch Eifersucht.

Der Wichtel läuft hinüber und zwickt Ricky kräftig in den nackten Fuß.

„Aua!“ ruft der junge Mann und guckt unter den Tisch, doch Zwurrli hat sich schnell hinter einem Stuhlbein versteckt und kichert leise.

 


Ein beleibter Herr in einem rotkarierten Anzug , einen großen Strohhut auf dem Kopf, eilt beschwingt die Straße entlang.

Dabei schweifen seine fröhlichen Augen umher und studieren die Straßennamen.

„Amselweg 4, dann muss Amselweg 6 die nächste sein.“ murmelt er.

Gegenüber im Haus Amselweg 5 steht eine alte Frau in gekrümmter Haltung hinter einem Busch und beobachtet den Garten gegenüber aus dem fröhliches Lachen erklingt.

Der Herr schwenkt seinen Hut und grüßt freundlich, „ Guten Morgen!“

Die alte Frau zuckt zusammen, wirft ihm einen giftigen Blick zu und verschwindet ihm Haus.

Kopfschüttelnd betritt der alte Herr den Garten seiner Nichte Biggi und folgt den fröhlichen Stimmen.

„Guten Morgen Biggi, guten Morgen Ricky!“

„Onkel Theobald wie schön du kommst gerade rechtzeitig zum Frühstück !“ jubelt die junge Frau und fällt dem Bruder ihrer Mutter um den Hals.

Auch Ricky schüttelt ihm kräftig die Hand.

Und bald sitzt Professor Theobald Fleckenstein am Tisch trinkt genüsslich seinen Kaffee und lässt seinen Blick über den Garten schweifen.

„Es ist genauso schön wie du es beschrieben hast, liebe Biggi!“

„Hat sie dir auch geschrieben, dass bei uns ein Wichtel wohnt!“

„Fängst du schon wieder an!“ faucht seine Frau.

Doch der Professor bleibt ernst.

„Warum denn nicht, es gibt viele Dinge zwischen Himmel und Erde. Außerdem so ein Wichtel ist doch etwas nettes und kann ein freundlicherer Nachbar sein als mancher Mensch.“

Zwurrli unter dem Tisch strahlt, der Professor gefällt ihm.

„Ach übrigens Nachbarn, gegenüber lauerte eine alte Frau hinter einem Busch und beobachtet euch und als ich ihr einen freundlichen Gruß zurief, da sah sie mich an als hätte ich ihr ein unsittliches Angebot gemacht.“

„ Ach das ist Fräulein Kunigunde Neumeier, eine Lehrerin, aber zwangsweise frühzeitig pensioniert.“ erklärt Ricki.

„Sie hatte ein kleines Mädchen nachsitzen lassen und dann vergessen und die Schule abgeschlossen.

Eine Hundertschaft der Polizei hat mit Spürhunden die Gegend abgesucht, als die Kleine nicht nach Hause kam.

Später fand man das Mädchen völlig verängstigt und verheult im Schulhaus.

Die Lehrerin musste den Einsatz der Polizei bezahlen und wurde pensioniert.

Seitdem spioniert sie ihre Nachbarn aus und schreibt bitterböse Briefe über sie an die Gemeinde.

Doch die nehmen sie nicht ernst.“

„Das ist die besondere Spezies des Homo sapiens, von

denen meine Mutter, deine Großmutter, liebe Biggi, immer behauptete, der Herrgott habe sie nur zu unserer Prüfung geschaffen.“

Das fröhliche Lachen, das nun erklingt, lässt die alte Schreckschraube Kunigunde ihren Kopf aus dem Gebüsch strecken.

Später holt Ricky sein Fahrrad aus dem Schuppen, klemmt den Anhänger daran und ruft.

„Onkel Theobald, ich hole jetzt dein Gepäck vom Bahnhof!“

„Pass aber auf mein Angelzeug auf!“

Ricky winkt und verlässt einen Gassenhauer pfeifend den Garten.

„Du willst angeln?“

„Ach Biggi du hast mir so anschaulich die Gegend, in der ihr lebt beschrieben und als du dann den Bach, in dem es vor Fischen nur so wimmelt, erwähntest, da habe ich kurzentschlossen auch mein Angelzeug eingepackt. Es ist doch erlaubt?“

„Ja, der Bach gehört der Gemeinde und meist fischt die Dorfjugend.

Übrigens kannst du morgen angeln gehen, denn Ricky und ich machen einen Ausflug mit dem Fahrrad und wenn du was fängst, dann werden wir abends grillen.“

„Gut, aber nun möchte ich ein wenig deinen Garten besichtigen.“

Zwurrli folgt dem Professor, der sich immer wieder bückt, um eine Pflanze genauer zu betrachten oder dem Gewurrle der Insekten zuzuschauen, vorsichtig darauf bedacht, keine zu zertreten.

Der Wichtel sieht plötzlich etwas großes rundes auf sich zukommen und dahinter steht ein riesengroßes Auge.

 


Vor Schreck fällt er auf den Rücken, rappelt sich auf und rennt davon und verschwindet unter der Wurzel des Birnbaums.

Der Professor aber richtet sich langsam auf und lässt sein Vergrößerungsglas in der Tasche verschwinden.

Kopfschütteln geht er zurück ins Haus.

Sollte das etwa Biggies Wichtel gewesen sein?

Am nächsten Morgen rumort es schon sehr früh in dem kleinen Haus. Türen schlagen, Schritte laufen treppauf, treppab und die Schuppentür öffnet sich quietschend.

Angelockt von dem Lärm streckt Zwurrli seinen Kopf aus dem Gewirr der Wurzeln.

Heute war doch Sonntag und da schliefen Biggi und ihr Mann doch immer viel länger.

Neugierig läuft er zum Haus.

Er macht einen großen Bogen um Ricky, der zwei Fahrräder aus dem Schuppen geholt hat und daran herum hantiert.

Über die offene Terrassentür schlüpft der Wichtel ins Haus folgt den Stimmen und landet in der Küche. Hier duftet es lecker nach frisch aufgebackenem Baguette.

Biggi bereitete gerade Sandwich und beim Anblick all der leckeren Sachen auf dem Tisch läuft Zwurrli das Wasser im Mund zusammen.

Schritte ertönen und Zwurrli klettert schnell in den Korb, der auf dem Boden steht.

„Hast du unser Picknick fertig?“ hört er die Stimme Rickys.

„Ja, der Korb auf dem Tisch, ich will nur noch den Korb für Onkel Theobald richten, dann können wir fahren.“

Der Deckel öffnet sich und Zwurrli drückt sich in die Ecke.

Eine Thermoskanne, eine Flasche mit Wasser und eine große Plastikdose werden im Korb verstaut, dann fallen noch ein paar Äpfel von oben und Zwurrli muss zur Seite springen, um nicht getroffen zu werden.

Er hört die Stimme des Professors, der nun die Küche betritt.

„Guten Morgen, Biggi, ich freue mich schon so auf das Angeln. Am frühen Morgen ist es am schönsten.“

„Guten Morgen Onkelchen, du weißt den Weg zum Bach?“

„Ja, du hast es mir doch gestern wunderbar erklärt, durch die hintere Tür des Gartens bis zum Rande des Waldes und dann rechts ab.“

„Prima, ich muss nun los! Da habe ich dir einen Picknickkorb gerichtet, denn fischen macht sicher hungrig. Wenn du gehst, dann zieh einfach die Tür ins Schloss. Den Hausschlüssel hast du.“

„Ja mein Kind, ich bin zwar Professor, aber kein zerstreuter.“

Biggi lacht, umarmt ihn, gibt ihm einen Kuss auf die Wange und verlässt das Haus.

Schmunzelnd nimmt Theobald den Korb und zieht die Tür hinter sich zu.

An der Hauswand lehnt seine Angel und mit Angel und Eimer in der einen Hand und dem Korb in der anderen Hand wandert er vergnügt pfeifend durch den Garten.

Zwurrli wird es ein wenig schwindelig bei dem Geschaukel, dann wird der Korb abgestellt und er atmet erleichtert auf.

Vorsichtig öffnet er die Klappe und späht hinaus.

Der Professor sitzt am Bach und hält seine Angel ins Wasser.

Zwurrli setzt sich neben ihn und starrt gespannt in das klare Wasser in dem es vor Fischen nur so wimmelt.

Da! Einer beißt an und der Angler zieht ihn aufgeregt an Land.

„Ein prächtiger Bursche!“

 


Da fällt sein Blick auf Zwurrli. „Du bist doch der kleine Wicht, den ich gestern im Garten sah?“

Der Wichtel nickt heftig grinsend.

„Ich heiße Zwurrli!“

„Angenehm, ich bin Theobald.“

Da ruckt es wieder an der Angel und der Wichtel springt aufgeregt auf und ab, als der Professor den Fisch an Land zieht.

Nachdem auch der dritte Fisch im Eimer schwimmt, beschließen die beiden, die inzwischen gute Freunde geworden sind, dass es genug ist.

Der Professor packt die Leckereien aus dem Korb und einträchtig sitzen sie nebeneinander und lassen es sich schmecken.

Dabei erzählt Zwurrli dem Professor von seiner Familie und warum sie zu Biggi in den Garten gezogen sind.

Und Theobald erzählt, dass er in Pension ist, seine Haushälterin aber im Krankenhaus liegt und er deshalb so lange bei Biggi wohnen wird.

Später legen sich beide ins Gras, jeder einen Halm im Mund und die Arme hinter dem Kopf verschränkt und gucken in den Himmel.

Und auf einmal sind sie eingeschlafen.

Auf dem Rückweg sitzt Zwurrli auf der Schulter seines neuen Freundes.

Sie lassen den Eimer mit den Fischen im Schuppen stehen und setzen sich dann in den Garten.

Fröhliches Klingeln kündet die Ankunft der jungen Leute und nach einem schnellen Abschied rennt Zwurrli zum Birnbaum und verschwindet zwischen den Wurzeln.

In Rickys Gegenwart erzählt der Professor nichts von Zwurrli, denn er fürchtet dessen Spott.

Doch als sein Neffe in den Schuppen geht, um die Fische fürs Grillen herzurichten sagt er leise zu Biggi.

„Dein Wichtel heißt Zwurrli!“

„Du hast ihn gesehen,“ jubelt die junge Frau und lässt sich auf den Küchenstuhl sinken.

Auch ihr Onkel setzt sich und dann erzählt er, dass Zwurrli in dem Picknickkorb war und dass sie inzwischen gute Freunde geworden sind.

Auch von der Familie des Wichtels und dem gespaltenen

Baum im Park erzählt er und Biggi beschließt darüber eine Geschichte zu schreiben.

Ricky verraten sie natürlich nichts, doch ab und zu zwinkern sich Onkel und Nichte verschwörerisch zu.



© Lore Platz





 





Freitag, 13. August 2021

Wie Zwurrli in den Marmeladentopf fiel

Am Sonntag kommt die neue Reizwortgeschichte und ich habe wieder ein neues Abenteuer von dem kleinen Wichtel Zwurrli geschrieben. Da ihn vielleicht nicht alle meine Leser kennen, bin ich in mein Archiv gegangen und will euch den Zwurrli vorstellen.
Viel Spaß beim Lesen!




Wie Zwurrli in den Marmeladentopf fiel

Es war ein schöner sonniger Frühlingstag. Schmetterlinge tanzten vergnügt um die bunten Tulpen im Bett.
Bienen krabbelten summend in die weit geöffneten Narzissen, um dann mit schweren Körbchen wieder herauszukommen.
Auf dem Liegestuhl lag eine Frau, sie war nicht mehr ganz jung, denn die Jahre hatten ihre einst dunklen Haare ergrauen lassen.
Ihre Augen waren geschlossen, doch sie schlief nicht.
Sie ließ ihre Gedanken wandern und genoss das Summen der Bienen und das Zwitschern der Vögel.
Nach langer Zeit fühlte sie sich wieder frei und glücklich.
Lange hatte es gedauert, bis sie den großen Schmerz um den Verlust ihres Mannes überwunden hatte.
Und die erste Zeit fühlte sie sich sehr einsam, sie wusste nichts mit sich selbst anzufangen und oft dachte sie, wie sollte sie nur weiterleben ohne den geliebten Partner an ihrer Seite.
Doch dann hatte ihr Sohn vorgeschlagen, dass sie in die kleine Anliegerwohnung bei ihnen einziehen sollte.
Nun hatte sie eine eigene kleine Wohnung in Parterre mit Familienanschluss.
Und ihre beiden kleinen Enkelinnen Felizitas, genannt Fee und Minerva, kurz Minni genannt sorgten schon dafür, dass sie nicht zu oft ins Grübeln kam.
Sie liebte die beiden Mädchen.
Und als ob ihre Gedanken sie herbei gewünscht hätten, hörte sie leise Schritte und ein Wispern.

„Wir dürfen Oma nicht aufwecken,“ mahnte Fee.
„ Aber sie soll doch sehen, wie toll wir uns verkleidet haben,“ schmollte Minni.
„Nun wir setzen uns hier ins Gras neben sie und warten bis sie wach wird“, schlug die vernünftige Fee vor.
Doch das dauerte Minni viel zu lange.
„Wenn wir ihr ein Küsschen geben, dann haben wir sie doch nicht aufgeweckt?“
Die Oma unterdrückte ein Schmunzeln, dann spürte sie rechts und links ein feuchtes Küsschen.
Langsam schlug sie die Augen auf und fing an zu lachen.
Die Beiden hatten sich als Damen verkleidet, doch ihre Gesichter sahen wie Clowns aus, denn beim Nachfahren der Lippen mit dem Lippenstift waren sie viel zu weit daneben geraten.
Die Mädchen fielen in ihr Lachen mit ein.
„Oma, deine Backen sind ganz rosa!“
Frau Kaspari stutzte.
Sollte die Sonne doch stärker sein, als angenommen.
Sie kramte aus der Tasche neben ihrem Liegestuhl den kleinen Handspiegel heraus und als sie ihr Gesicht sah musste sie wieder lachen.
Zwei große Lippenstiftflecke zierten ihre Wangen.
„Ich glaube wir gehen lieber rein und waschen uns,“ schmunzelte sie und einträchtig verließen sie den Garten.

Am Nachmittag saß die Oma mit den Kindern auf der Hollywoodschaukel.
Fee und Minni hatten sich rechts und links an sie gekuschelt und forderten eine Geschichte, denn Oma konnte sich die schönsten ausdenken.
Und diese begann zu erzählen:





„ Wie Zwurrli in den Marmeladentopf fiel

Es war einmal ein Garten, der sah etwas anders aus wie die üblichen Gärten.
Verwildert nannten ihn die Menschen, die vorüber gingen missbilligend.
Doch das junge Pärchen, das in dem kleinen Holzhaus wohnte, zu dem der Garten gehörte, lachte nur.
Ökonomisch sagten sie. Wir wollen keinen Ziergarten, sondern die Pflanzen sollen frei wachsen, damit die Insekten und Käfer sich hier wohlfühlen können.
In diesem Garten stand auch ein riesiger Birnbaum, der schon sehr alt war und sein Wurzelgeflecht sich weit unter der Erde verbreitete und ihn stark machte, damit er jedem Sturm sich widersetzten konnte.
Vor kurzem war in die Wurzeln unter dem Boden eine Wichtelfamilie eingezogen.
Sie gehörten zu den Wurzelwichtel und lebten erst im nahe gelegenen Stadtpark unter einer Eiche.
Doch als diese vom Blitz getroffen und gespaltet wurde, mussten sie fluchtartig ihr Heim verlassen.
Mutter Fuchsia weinte bittere Tränen, denn sie musste alle ihre schönen Möbel, Kissen und Decken zurücklassen, auch konnten sie nur mit den Kleidern auf dem Leib ihre Wohnung verlassen.
 
(c) meine Tochter

Das Eichhörnchen Knusperle erzählte ihnen von den netten jungen Leuten, die nicht einmal eine Ameise zertraten und dem großen Birnbaum mit den vielen unterirdischen Wurzeln.
Sie ließen sich von Fräulein Knusperle zu dem Garten bringen und standen dann wenig später vor dem mächtigen Birnbaum.
Vater Donar und seine Söhne Trollo und Zwurrli begannen
einen Gang in den Boden zu graben, während Fuchsia und ihre Tochter Tauperle Gräser zupften, damit sie heute Nacht ein weiches Lager hatten.
Bald fanden sich viele Tiere ein.
Die Ameisen schleppten Brotkrümmel heran, die sie unter den Tisch im Garten gefunden hatten.
Die Bienen brachten Honig und die Schmetterlinge eine Glockenblume voller Tautropfen.
Jeder wollte helfen. Ein Regenwurm erbot sich einen Kamin für den Ofen zu schaffen und der Maulwurf, der nicht weit vom Birnbaum entfernt wohnte, wollte beim Graben der Zimmer helfen.
Dazu waren seine schaufelartigen Klauen bestens geeignet.
Und so dauerte es nicht lange, bis eine schöne große Wohnung unter dem Birnbaum entstand.
Stolz führte Donar seine Fuchsia durch die Zimmer und sie strahlte, war diese Wohnung doch viel größer und schöner als die im Park.
Trotzdem dachte sie wehmütig an ihre schönen Möbel. Donar aber legte ihr den Arm um die Schulter und tröstete, „ich werde dir neue Möbel machen.“
Die Kinder hatten inzwischen schon ihre Zimmer ausgesucht.
Nun wurden die Grasbündel nach unten gebracht und in jedem Zimmer ein provisorisches Lager gerichtet.
Dann gingen sie wieder nach oben und setzten sich mit all ihren neuen Freunden unter den Birnbaum und dann wurde erzählt.
Als die Wichtel die Vögel in der Ferne zwitschern hörten, waren sie besorgt um ihre neuen Freunde, doch Max der Regenwurm deutete nach oben.
Auf dem Ast des Birnbaum lag ein getigerte großer Kater.
„Das ist unser Freund Kasper, er wacht über uns,“ erklärte Max.
Kasper der seinen Namen gehört hatte sprang geschmeidig zu Boden und macht sich mit den neuen Bewohnern der
Wiese bekannt.
Als es kühler wurde und die Dämmerung ihre Schleier ausbreitete, gingen die neuen Freunde nach Hause.


(c) Werner B.

Auch die Wichtelfamilie kletterte hinunter in ihre Wohnung und bald lag jeder auf seinem Bett aus Gras und müde von den Aufregungen des Tages schliefen sie ein.
Als sie am nächsten Morgen ihren Kopf unter dem Birnbaum hervor streckten, staunten sie.

Alle Wichtel aus dem Park waren hier versammelt und jeder hatte ein Möbelstück oder einen Korb in der Hand.
Graubart ließ einen Korb voller Geschirr auf den Boden plumpsen und erklärte.
„ Wir haben gestern Nacht noch eure Wohnung ausgeräumt, denn heute soll die Eiche gefällt werden.“
War das eine Freude. Alle halfen nun die Möbel hinunter zu schaffen und dann wurde noch gefeiert, bevor die Wichtel wieder zurück in den Park gingen.
Am nächsten Tag schlüpfte Zwurrli leise aus der Wohnung, alle schliefen noch, aber er wollte seine neue Heimat erkunden.
Vergnügt lief er durch das hohe Gras und stieß gegen einen Holzstamm.
Er rieb sich die Stirn und sah nach oben. Das war kein Baum sondern sah aus wie ein Tisch.
Er kletterte empor und zog sich an der Kante nach oben.
Neugierig sah er sich um. Da stand eine geblümte Tasse mit einer dunkelbraunen Brühe.
Vorsichtig beugte sich Zwurrli drüber und steckte die Zunge in die Brühe.
Pfui war das bitter!
Entsetzt fuhr er zurück und stieß mit dem Rücken an ein Glas.
Er drehte sich um und erblickte eine rote Masse und ein Teil davon rann außen am Glas herab.
Klüger geworden kostete er nicht mit der Zunge, sondern steckte seinen Finger in das rote klebrige Gerinnsel und
leckte vorsichtig mit der Zunge daran.
Hmmm!, schmeckte das lecker, wie Erdbeeren.
Davon wollte er mehr. Er sprang in die Höhe, doch er
verfehlte den Rand des Glases.
Suchend sah er sich um, denn er brauchte etwas worauf er sich stellen konnte.
In einem Glas lagen viereckige weiße Felsbrocken. Vorsichtig hob er einen an.
So schwer war er gar nicht.
Er schleppte den Würfelzucker zu dem Glas und stellte sich darauf.
Immer noch zu kurz.
Erst als er mühsam ein zweites Stück auf den anderen gesetzt hatte, konnte er mit den Fingerspitzen das Marmeladenglas erreichen.
Er sprang hoch und der Würfelzucker unter im kippte um und kullerte über den Tisch.
Doch Zwurrli zog sich empor und setzte sich auf den Rand des Glases.
Er beugte sich hinunter um mit den Fingern das köstliche süße Erdbeergemisch zu erreichen, da verlor er das Gleichgewicht und stürzte in die Marmelade.
Verzweifelt ruderte er mit Händen und Füßen, als wollte er
schwimmen.
Doch je mehr er strampelte, um so tiefer zog ihn die schwere klebrige Masse nach unten.
Auf einmal erschien ein Gesicht über dem Marmeladenglas und jemand sagte:
„Nanu wen haben wir denn da?“
Zwei Finger erschienen und zogen ihn heraus.
Zwurrli sah in das Gesicht einer jungen Frau, doch das war so freundlich, dass er gar keine Angst hatte.
Sie setzte ihn auf dem Tisch ab und der Wichtel schenkte ihr ein strahlendes Grinsen und begann eifrig die Marmelade von seinen Kleidern ab zu schlecken.
„Du bist mir ja ein Leckermäulchen, aber ich ich denke ich
sollte dich lieber waschen!“
Sie nahm ihn vorsichtig auf die Hand und während sie ins
Haus ging, murmelte sie:
„In unserem Garten wohnen sogar Wichtel, wenn ich das Ricky erzähle, der wird staunen. „
Nachdem sie den kleinen Dreckspatzen gesäubert hatte, setzte sie ihn vorsichtig im Gras ab und Zwurrli lief los.
Dann drehte er sich noch einmal um und winkte ihr fröhlich
zu.“

„Nun hat euch die Geschichte gefallen?“ fragte die Oma und die Mädchen nickten begeistert.
Fee aber sah sich nachdenklich in ihrem Garten um und meinte:
„Unser Garten ist aber nicht Ökonomisch, der ist viel zu ordentlich. Könnten wir denn nicht auch etwas für die Insekten und Käfer tun?“
Frau Kaspari erschrak.
Da hatte sie ja etwas angerichtet, denn ihre Schwiegertochter war viel zu konservativ und gab viel auf die Meinung der Anderen.
Niemals würde sie dem zustimmen.
Dann fiel ihr Blick auf den Komposthaufen und das darum brach liegende Land.
Vielleicht wäre dort hinten in der Ecke ja was zu machen.
Sie beschloss zuerst einmal mit ihrem Sohn darüber zu reden.

© Lore Platz