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Montag, 28. Februar 2022

Lilaluna, Anneliese genießen das Fliegen

 Die heutigen Reizwörter sind:  Luftballon, Zwiebel, rosa, allein, kichern

 

 


 Lilaluna, Anneliese  genießen das Fliegen

Ein leises Kichern lässt Anneliese aufschauen. Mit unterschränkten Beinen sitzt Lilaluna auf der Fensterbank und grinst über das ganze Gesicht. 

" Was hast du denn auf der Nase, ist das eine Brille, sieht aber komisch aus."  

Das Mädchen zieht sich die Taucherbrille vom Kopf und lacht. Nachdem sie sich gründlich die Hände gewaschen hat, deutet sie auf ihre Schulter und die Elfe schwirrt durch die Luft und lässt sich darauf nieder. 

Anneliese erklärt ihrer kleinen Freundin, dass sie für heute Abend vorkocht, denn ihre Mutter hat Doppelschicht im Krankenhaus. Und das komische Ding ist eine Taucherbrille, die man eigentlich beim Schwimmen zum Tauchen  benutzt, aber sie hat sie aufgesetzt, damit der scharfe Dunst der Zwiebel ihr nicht so in die Augen steigt. 

Die kleine Elfe sitzt auf der Arbeitsplatte neben dem  Ofen und sieht zu, wie Anneliese die Bolognese zubereitet und ist ganz glücklich, als sie mit ihren kleinen Händen das Salz in das Geprutzel in der Pfanne streuen darf. 

Zufrieden stellt  Anneliese  den Topf zur Seite. 

" So nun muss ich heute Abend nur noch die Nudeln kochen und den Salat zubereiten. Meine Hauaufgaben habe ich auch schon gemacht, ich bin bereit für einen Ausflug." 

Lilaluna lässt den Zauberstab kreisen, Funken sprühen, und das Mädchen wird so klein wie ihre Freundin. Diese tupft ihr mit dem Stab auf die Schultern und kleine Flügel beginnen zu wachsen. Lachend fliegen sie durch das offene Küchenfenster hinaus in den Sonnenschein.. 

Die Elfe dreht sich um, ein Schlenker mit dem Zauberstab und die Fenster schließen sich. 

Anneliese liebt das Fliegen. Die Welt sieht ganz anders aus von hier oben. Unter ihnen taucht das rote Dach der Kirche auf, daneben im Garten des Pfarrhauses toben die vier Kinder des Pastor und eine Straße weiter geht Frau Hinterhaber gerade die drei Stufen zur Bäckerei hoch. Anneliese erkennt sie an ihrem komischen Hut, den sie immer trägt. 

Bald haben sie das Dorf hinter sich gelassen und fliegen nun über die Gemeindwiese, über die der Frühling vor einiger Zeit geschritten ist  und eine bunte Pracht von Blumen hinterlassen hat. 

Blausterne, weiße Buschwindröschen, violette Duftnelken, Gänseblümchen mit ihren weißen Sternchen, purpurne Kuhschellen und die bescheidenen kleinen blauen Leberblümchen, vereinzelt dazwischen, wie kleine gelbe Sonnen der Löwenzahn, breiten sich auf der Wiese aus. 

Anneliese kann sich gar nicht satt sehen an dieser Blumenpracht. Lilaluna schwirrt, mit beiden Händen winkend auf sie zu. 

" Sieh doch da oben!" ruft sie aufgeregt. Und nun entdeckt auch Anneliese den rosa Luftballon.  Die kleine Elfe fasst sie an der Hand. "Komm wir fliegen mit ihm und lachend hängen sie sich an die baumelnde Schnur. 

Langsam und bedächtig gleitet der Ballon über die Wiese und in den Wald. Die Mädchen winken einem Eichhörnchen zu, das erstaunt auf einem Ast verharrt und das seltsame fliegende Ding betrachtet. 

Der Wald lichtet sich und sie erblicken das Häuschen von Doktor Wichtel vor dem viele verletzte Tiere geduldig warten. Erstaunt deuten sie nach oben und winken heftig zurück, als sie die beiden Mädchen erkennen. 

Als der Ballon den Wald verlässt und die Lichtung der Elfen ansteuert, bemerkt Anneliese, dass der Ballon immer mehr Luft verliert und langsam nach unten sinkt. Kichernd springen sie ab, bevor er den Boden erreicht und betrachten lachend das kleine Gummigebilde, das wie ein verschrumpelter Apfel aussieht. 

Als Anneliese spät abends zuhause in ihrem Bett liegt , denkt sie wie schön es doch ist eine Elfe zur Freundin zu haben und immer wieder schöne Abenteuer zu erleben. Seit Lilaluna in ihr Leben getreten ist fühlt sie sich nie mehr so einsam.

(c) Lore Platz


Sicher wollt ihr wissen, wie Regina und Martina die Wörter verwendet haben.


 

Mittwoch, 17. November 2021

Lila - Luna , Anneliese und der Schmetterling im Weihnachtsbaum



An Stelle der Plauderecke eine weihnachtliche Geschichte.
Und denkt daran ja kälter die Welt wird, umso mehr Liebe braucht sie, also fangt in eurer Umgebung an. 
Liebe die man gibt, ist niemals verschwendet.

Viel Spaß beim Lesen!
 




Lila-Luna, Anneliese und der Schmetterling im Weihnachtsbaum


Anneliese kehrt die letzten mit Reif überzogenen Blätter auf die Schaufel und leert sie in die Biotonne.
Bi-bi bist du endlich fertig?“
Anneliese sieht sich um und entdeckt Lila-Luna die beide Arme um sich geschlungen auf dem untersten Ast des Kirschbaumes sitzt.
Was machst du denn hier? Solltest du nicht schon längst unter der Erde zum Überwintern sein?
Ja, aber ich möchte diesmal bei dir überwintern, aber nun lass uns schnell hingehen, bevor ich erfriere.“
Wenig später sitzt die kleine Elfe neben dem Ofen und allmählich hört sie auf zu zittern.
Du hast mir soviel letztes Jahr von dem Weihnachtsfest erzählt, dass ich auch einmal eines erleben möchte. 
Die Elfenkönigin hat es erlaubt, besonders weil du ihr letztes Jahr das Leben gerettet hast. Nur meinen Zauberstab durfte ich nicht mitnehmen, da sie nicht eingreifen kann, wenn ich mal wieder einen Fehler mache.“
Anneliese lacht. „Ist auch besser so, du würdest uns bestimmt in eine Klemme bringen.“
Naja,“ dann muss die kleine Elfe aber auch lachen.
Das Telefon klingelt.
Hallo Süße,“ hört sie ihre Mutter. „Bei uns ist der Teufel los, wir haben einige Notfälle herein bekommen und ich kann nicht früher nach Hause
gehen.“
Aber wir wollten doch heute zusammen in die Stadt fahren,“ meint Anneliese traurig.
Morgen habe ich frei, dann holen wir es nach.“
Wann kommst du nach Hause.“
Es kann spät werden.“
Okay, dann bis heute Abend.“ Anneliese legt den Hörer auf.
Was ist los?“ fragt Lila-Luna, als sie das traurige Gesicht ihrer Freundin sieht.
Mama kommt erst heute Abend nach Hause und wir wollten doch in die Stadt.“
Warum gehen wir nicht zusammen.“
Das ist eine gute Idee, dann kann ich auch gleich Mamas Weihnachtsgeschenk besorgen.“
Was willst du denn deiner Mama schenken?“
Den neuesten Krimi von J:D:Robb.“
Hast du denn Geld?“ fragte die kleine Elfe, die wusste, dass ihre Freundin und deren Mutter nicht sehr reich waren.
Ja, in den Sommerferien war ich doch bei meinem Papa und der hat mir zum Abschied 50 € gegeben und die habe ich aufgehoben.“
Magst du jetzt deinen Papa wieder?“
Ja, am Anfang war ich ja schrecklich wütend auf ihn, weil er uns verlassen hat, aber nun ist soviel Zeit vergangen. Seine neue Frau ist eigentlich ganz nett und ich habe zwei Halbgeschwister, Zwillinge Paul und Paula.“
Und deine Mama?“
Die ist auch darüber hinweg. Sie hat mir mal erzählt. Papa und sie hätten viel zu jung geheiratet und dann sich auseinander gelebt. Mama liebt ihren
Beruf als Krankenschwester und ist zufrieden,doch nun lass uns in die Stadt fahren.“
Anneliese zieht sich warm an und lässt die kleine Elfe unter ihre Wollmütze schlüpfen.
Anfangs hielt sie das für eine gute Idee, doch schnell bereute sie es. Während der Busfahrt war es noch ruhig unter ihrer Mütze, aber sobald sie in der Stadt waren, krabbelte Lila-Luna von einer Seite auf die andere, denn es gab soviel zu sehen.
Gib endlich Ruhe!“ zischt Anneliese und geht mit schnellen Schritten in das nächste Kaufhaus direkt in die Spielzeugabteilung. 
Bald hat sie gefunden was sie gesucht hat. Sie bezahlt an der Kasse und geht zu den Damentoiletten. 
Nachdem sie sich vergewissert hat, dass die Kabinen leer sind, zieht sie die Mütze vom Kopf und die Elfe setzt sich auf das Waschbecken. 
Anneliese fährt mit der Bürste kräftig durch ihre Haare.
Ich fühle mich, als wäre eine Kompanie Ameisen über meinen Kopf gewandert.“ brummt sie.



Dann öffnet sie die kleine Geschenkschachtel und hilft der Elfe in den roten warmen Mantel.
Entzückend sah sie aus in dem bodenlangen Mantel mit Kapuze. Wie eine kleine Puppe.
Lila-Luna schlägt begeistert die Hände zusammen, als Anneliese sie hochhebt und sie sich im Spiegel sieht.
So nun kannst du in meine Manteltasche kriechen und viel besser sehen.“
In der Buchabteilung hat Anneliese bald das Buch für ihre Mutter gefunden, das auf dem Tisch für Neuerscheinungen liegt.
Auch ein dickes Geschichtenbuch, hübsch illustriert, liegt auf dem Tisch und Anneliese blättert darin.
Gefällt es dir, ich könnte es dir in deine Tasche zaubern?“
Welch ein Glück, dass du deinen Zauberstab nicht hast, du würdest mich ganz schön in die Klemme bringen, denn sie würden mich als Dieb verhaften.“
Ach ja, habe ich ja ganz vergessen,“ seufzt die Elfe, „ Dabei wollte ich dir doch eine Freude machen.“
Anneliese grinst nur und geht an die Kasse.
Sie bummelt nun durch die Stadt und beantwortet Lila-Lunas unermüdliche Fragen.
Erklärt ihr, warum der Weihnachtsbaum aufgestellt war und was die vielen Holzbuden darum bedeuten.
Die kleine Elfe quiekt vor Freude, als ihr Anneliese berichtet, dass sie Morgen Abend mit ihrer Mutter auf den Weihnachtsmarkt gehen.
Zuhause macht Anneliese für sie beide einen Kakao den Lila -Luna aus einen Fingerhut trinkt und gar nicht genug bekommen kann.
Später kommt die Mutter nach Hause, todmüde und Anneliese umsorgt sie. Die Elfe aber versteckt sich ganz oben auf dem Schrank.
Später schläft sie dann mit Anneliese im Bett, auf dem Kopfkissen.
Am nächsten Tag ist Samstag und die Mutter hat frei. Sie schläft sehr lange und Anneliese und ihre kleine Freundin bereiten das Frühstück.
Als die Mutter noch etwas verschlafen in die Küche taumelt verschwindet die Elfe schnell wieder auf den Schrank.
Abends darf sie dann wieder in ihr hübsches Mäntelchen schlüpfen und die drei machen sich auf den Weg in die Stadt zum Weihnachtsmarkt.



Lila-Luna kommt aus dem Staunen nicht heraus. All diese Lichter und Sterne. Was gab es auch alles zu sehen. Lebkuchen und alle Arten von Süßigkeiten, Kugeln in allen Farben, Glöckchen, Krippenfiguren
und vieles mehr.
Plötzlich bleibt die Mutter stehen und hebt eine Schneekugel hoch. „Genauso eine hatte ich als Kind, dass es die heute noch gibt.“
Was wurde aus deiner Kugel?“ will Anneliese wissen.
Ich weiß nicht, aber irgendwie ist sie verloren gegangen.“
Bedauernd legt ihre Mutter die Kugel zurück, für sie war dies Luxus.
Sie gehen weiter,dann ruft Anneliese.
Ich habe meinen Handschuh verloren.“
Gut wir treffen uns am Würstelstand.“
Das Mädchen läuft zurück.
Da hast doch deinen Handschuh eben in die Manteltasche gesteckt.?“
Ja aber ich brauchte doch eine Ausrede, denn ich möchte die Schneekugel für meine Mama kaufen.“
Oh, noch ein Weihnachtsgeschenk.“
Anneliese gibt keine Antwort, denn sie haben nun den Stand erreicht. Bald ist die Kugel hübsch verpackt in ihrer Tasche.
Ihre Mutter wartet an der Imbissbude und nachdem sie genüsslich eine Bratwurst verspeist haben und einen alkoholfreien Glühwein getrunken, gehen sie
zum Bus.
Am nächsten Tag ist der zweite Advent und Lila-Luna staunt, als Anneliese mitten auf den Tisch einen Adventskranz stellt und zwei Kerzen anzündet.
Als die Mutter in die Küche kommt verschwindet die kleine Elfe wieder auf dem Schrank und sieht mit glücklichen Augen hinunter. Nein sie hat es nicht bereut, dass sie diesen Winter bei ihrer Freundin verbringt. So viel schönes hat sie nun schon erlebt.
Später backen Anneliese und ihre Mutter und ein herrlicher Duft zieht durch die Küche.
Abends als die beiden Freundinnen in Annelieses Zimmer sind darf Lila-Luna ein Plätzchen probieren.
Die Elfe ist etwas traurig, sie wollte doch auch so gerne Plätzchen backen. Doch Anneliese
verspricht ihr morgen wenn die Mutter in der Arbeit ist, mit ihr zu backen.
Vor Aufregung kann Lila-Luna kaum schlafen und sobald Anneliese aus der Schule komm drängt sie ihre Freundin nun endlich mit dem Backen anzufangen.
Gutmütig holt diese die Schüssel aus dem Schrank und was sie sonst noch brauchen.
Die Beiden haben viel Spaß zusammen und albern und kichern. 
Die Elfe wäre beinahe einmal in den Teig geplumpst, wenn Anneliese sie nicht geistesgegenwärtig davor bewahrt hätte.
Aber trotzdem füllten sie eine Dose nach der anderen mit Plätzchen.
Eine davon ist für die alte Kräuterfrau bestimmt, die damals der Elfenkönigin geholfen hatte und die Anneliese seitdem immer wieder einmal besucht.



Die alte Frau lebt ganz allein in einem Häuschen am Rande des Waldes und würde auch Weihnachten allen sein. 
Anneliese will sie am HL. Abend besuchen und ihr ein Geschenk und die Plätzchen vorbei bringen.
Die Tage vergehen sehr schnell und die beiden Freundinnen haben viel Spaß zusammen.
Während das Mädchen in der Schule ist, sitzt die Elfe meistens am Fenster und beobachtet wie der Schnee in dicken Flocken vom Himmel fällt.
Auch den Vögeln, die sich am Futterhäuschen tummeln sieht sie so gern zu.
Trotzdem freut sie sich, wenn Anneliese endlich von der Schule nach Hause kommt.
Einmal fahren sie noch miteinander in die Stadt und das Mädchen kauft in der besten Konditorei Pralinen für ihre Mutter, die diese so gerne aß.
Dann entdeckt sie in einem Schaufenster kleine Jutensäckchen.
Sie nur, das wäre ein Geschenk für die Kräuterfrau.“
Anneliese kauft fünf Stück und noch einen Bogen mit leeren Aufklebern.
Nun habe ich alle Geschenke.“
Dann kannst du doch für dich das Buch kaufen.“
Nein, dazu reicht das Geld nicht mehr.“
Zwei Tage vor Weihnachten wird von der Gärtnerei der Baum geliefert und der Gärtner ist sogar so nett, ihn aufzustellen.
Lila-Luna fühlt sich als wäre sie im Wald.
Sie ist ein bisschen traurig, weil Anneliese mit ihrer Mutter am Abend den Baum schmücken will. Doch das Mädchen verspricht ihr, dass sie dafür am nächsten das Lametta aufhängen darf.
Bei fröhlicher Weihnachtsmusik, bei der sie vergnügt mitsingen schmücken Anneliese und ihre Mutter den Baum.



Lila-Luna hat sich auf die Vorhangstange gesetzt und betrachtet fasziniert das Geschehen. Dabei kann sie keinen Moment stillsitzen und fliegt immer wieder von der Vorhangstange zum Schrank und zurück.
Plötzlich schüttelt die Mutter den Kopf uns sieht sich im Zimmer um.
Hast du das auch gesehen. Ich glaube wir haben einen Schmetterling im Zimmer.“
Anneliese lacht etwas gekünstelt.
Ach Mama, da hast du dich getäuscht.“
Achselzuckend nimmt die Mutter die nächste Kugel und hängt sie an den Baum.
Als sie dann das Lametta im Karton sucht, nimmt Anneliese sie am Arm und führt sie zum Sofa.
Das mache ich Morgen, gleich fängt auch der Weihnachtsfilm an. Ich mache uns nur schnell einen Kakao.“

Am nächsten Tag, während Anneliese in der Schule und die Mutter im Krankenhaus, fliegt die kleine Elfe immer wieder staunend um den geschmückten Baum herum.
Dann setzt sie sich neben die Krippe und betrachtet das kleine Kind, das so lieblich lächelt und von dem ihr Anneliese soviel erzählt hat.
Weihnachten hat viel mit Liebe zu tun, das durch die Geburt diesen Kindes wieder in die Welt gekommen ist. 
Und deshalb beschenken sich auch die Menschen um einander zu zeigen, wie lieb sie sich haben.
Auch Lila-Luna hat sich ein Geschenk für ihre Freundin ausgedacht und hofft so sehr, dass es geklappt hat.
Als Anneliese aus der Schule kommt ruft sie überglücklich.
Wir haben Ferien!“
Wollen wir jetzt das Lametta auf dem Baum verteilen.“
Anneliese lacht.
Nun lass uns erst mal essen.“
In dem Moment klingelt es.
Der Postbote drückt ihr ein großes Paket in die Hand.
Von Papa,“ ruft das Mädchen überrascht. 
Sie unterschreibt den Zettel und stellt das Paket in den Flur.
Willst du es denn nicht aufmachen!“
Lila-Luna ist aufgeregter als ihr Freundin.
Diese lacht. „Das macht Mama heute Abend. Sie legt die Geschenke unter den Weihnachtsbaum.“
Ach das dauert doch soooo lange!“

Am nächsten Morgen weckt die Elfe das Mädchen schon ziemlich früh, sie selbst hat vor Aufregung kaum geschlafen.
Obwohl Anneliese noch müde ist steht sie doch auf, denn sie versteht die kleine Freundin und deren Aufregung.
Ist es doch Lila - Lunas erstes Weihnachtsfest.
Leise schleichen sie in die Küche, um die Mutter nicht zu wecken und bei Kakao und Plätzchen erzählt Anneliese von vergangenen Weihnachten, als sie noch ein kleines Kind war und ihr Vater noch bei ihnen war.
Die Elfe fliegt schnell auf den Schrank als die Mutter in die Küche kommt.
Diese schüttelt den Kopf.
Ich glaube ich habe schon wieder den Schmetterling gesehen.“
Anneliese senkt den Kopf und grinst.
Später gehen die beiden Freundinnen zu der alten Kräuterfrau.



Über Nacht hat es geschneit und es ist wunderschön durch den schneebedeckten Wald zu wandern.
Noch schöner aber ist die Freude der alten Frau über die Geschenke.




Und dann ist es endlich soweit!
Lila-Luna kann sich gar nicht sattsehen an dem leuchtendem Baum. Im Hintergrund ist leise Weihnachtsmusik zu hören.
Die Mutter freut sich so sehr über die Geschenke, besonders über die Schneekugel und immer wieder umarmt sie ihre Tochter.
Doch Anneliese staunt als sie die Geschenke ihres Vaters aufmacht. Neben Winterstiefeln, einem Mantel, sogar einem Muff, ist auch das von ihr so sehr gewünschte Geschichtenbuch.
Sie wirft einen fragenden Blick zu Lila-Luna, die vergnügt grinst und dann ganz nach oben auf den Weihnachtsbaum fliegt und sich direkt neben den Engel sitzt.
Die Mutter ruft.
Ich hatte doch Recht, sieh mal da oben auf dem Weihnachtsbaum sitzt ein Schmetterling.
Später als die beiden Freundinnen in Annelieses Zimmer sind fragt diese:
Hast du etwas mit dem Buch zu tun?“
Die Elfe nickt heftig.
Ich habe einen der Vögel, die am Futterhäuschen sind zur Elfenkönigin geschickt und sie gebeten einen Telepathie -zauber zu deinem Vater zu schicken.“
Anneliese schüttelt staunend den Kopf.
Dann ist das Buch eigentlich ein Geschenk von dir und ich habe gar nichts für dich.“
Du hast mir doch den schönen Mantel und die wunderbare Zeit die wir zusammen verbringen geschenkt.
Hast du nicht gesagt :
Weihnachten bedeutet Liebe und füreinander da zu sein?“


© Lore Platz



Donnerstag, 21. Oktober 2021

Lilaluna, Anneliese und der gelbe Ballon






Lila -Luna, Anneliese und der gelbe Ballon


Mit gesenktem Kopf trottete Anneliese den Gehweg entlang. Sie war traurig.
Vorgestern war Evelyn wieder nach Hause gefahren, weil die Pfingstferien vorbei waren und heute die Schule wieder begonnen hatte.
Die zehn Tage mit Evelyn waren so schön gewesen und seit sie fort war, fühlte sich Anneliese einsamer als vorher.
Immer noch hatte sie hier keine Freundin gefunden.
Die Gartentür klemmte wieder mal und das Mädchen musste  kräftig dagegen drücken.
Als sie das Haus betrat, erwartete sie eine freudige Überraschung.
Ihre Mutter stand am Herd und rührte in einem Topf, aus dem es köstlich duftete.
Lächelnd drehte sie sich um.
Hallo meine Kleine, du warst kurz weg, da rief eine Kollegin an und bat, mit ihr die Schicht zu tauschen. Ich habe also die kurze Nachmittagsschicht von vier bis acht. Und da dachte ich mir, wenn ich schon zuhause bin, dann könnte ich dir etwas Leckeres kochen, Spagetti mit Bolognese, das magst du doch?“
Als ob du das nicht weißt!“ grinste Anneliese, deren Herz plötzlich so leicht war.
Sie schnallte den Ranzen ab, stellte ihn in die Ecke und begann flink den Tisch zu decken.
Die Mutter reichte ihr die Schüssel mit Salat, dann schüttete sie die Nudel ab und gab sie in die Schüssel mit der Fleischsoße. Während ihre Mama gekonnt die Nudeln um die Gabel
rollte warf sie einen forschenden Blick auf ihre Tochter.
Du bist traurig, dass Evelyn wieder weg musste?“
Anneliese nickte, denn sie hatte gerade den Mund voll. Als sie hinunter gegessen hatte, sagte sie leise.
Sie geht mir so ab und Wiesbaden liegt auch so weit weg und hier kann ich einfach keine Freundin finden. Sie sind schon nett zu mir, aber sie kennen sich alle untereinander und dann habe ich auch Schwierigkeiten die Sprache zu verstehen.“
Und ich muss dich auch immer allein lassen, weil ich arbeiten muss,“ sagte Frau Baumann traurig.
Erschrocken sah Anneliese sie an.
Das ist doch nicht schlimm, wir verbringen doch viel Zeit zusammen und wir haben uns doch geschworen, dass wir es gemeinsam schaffen werden, das Leben ohne Papa.“
Ein Schatten zog über das Gesicht ihrer Mutter.
Erst kürzlich hatte sie erfahren, dass ihr Ex wieder Vater geworden war, doch das verschwieg sie lieber.
Anneliese litt sowieso darunter, dass ihr Vater sich so gar nicht bei ihr meldete, seit er seine neue Familie hatte.
Deshalb fragte sie munter: „Ich habe noch zwei Stunden, bevor ich zur Arbeit gehe, was wollen wir zwei Hübschen denn unternehmen.“
Bald saßen sie draußen im Garten und spielten ein Brettspiel, das Anneliese besonders liebte und bei dem sie immer gewann.
Viel zu schnell verging die Zeit und Anneliese sah traurig ihrer Mutter nach, die mit energischen Schritten zur Bushaltestelle ging.
Nun war sie wieder allein.
 
 

Hallo, was guckst du denn so traurig?“
Erfreut sah das Mädchen auf.“
Lila-Luna!“
Ja, wir haben uns ja lange nicht mehr gesehen, da deine Freundin da war. Ein nettes Mädchen übrigens.“
Woher weißt du das denn?“
Oh, ich habe oben im Apfelbaum gesessen und euch zugesehen.“ grinste die Elfe spitzbübisch.
Dann gefällt dir Evelyn, vielleicht willst du sie ja mal kennen lernen.“
Mal sehen! Aber nun will ich dir erst mal vorführen was wir in Zauberkunde gelernt haben. Ich habe ganz fest geübt und sogar einige extra Stunden bei Frau Zauberwurz genommen, weil es für dich so wichtig ist, dass ich diesen Zauber gut beherrsche.“
Gespannt beobachtete Anneliese wie ihre kleine Freundin den Zauberstab zückte und einige Worte murmelt.
Dann lagen plötzlich zwei kleine zarte Flügel auf dem Tisch.
Das sind deine Flügel! In Zukunft kannst du selbst fliegen.
Mit Brummer ist sowieso nichts mehr anzufangen, seit er Vater geworden ist.“
Anneliese betrachtete staunend die zarten Federn und wagte gar nicht sie anzufassen.
Möchtest du sie ausprobieren?“
Das Mädchen nickte und die Elfe hob wieder ihren Stab, murmelte leise vor sich hin und Anneliese stand klein wie eine Elfe auf dem Tisch.
Die Federn erhoben sich und setzten sich auf ihren Rücken.
Nun versuche zu fliegen, sieh wie du deine Flügel bewegen musst.“
Lila-Luna zeigte es ihr und Anneliese versuchte es ihr nachzumachen.
Sie erhob sich auch ein wenig in die Luft, landete dann aber wieder ziemlich unsanft auf dem Tisch.
Lila-Luna kicherte: „ Du darfst nicht so hektisch schlagen, langsam musst du sie bewegen, komm!“
Sie fasste sie an beiden Händen und flog mit ihr nach oben und bald hatte Anneliese den Rhythmus erfasst und als die Elfe ihre Hände losließ, da schwirrt sie fröhlich durch die Luft.
Nun flogen sie gemeinsam durch den Garten, dicht über das Gras, an den Blumen vorbei, tanzten mit den Schmetterlingen, umkreisten die Bäume, wirbelten jubelnd durch die Luft und ließen sich dann atemlos auf dem Ast des Apfelbaumes nieder.
Still saßen sie nun neben einander und Annelieses Herz war voller Freude, was für ein herrliches Erlebnis.
Sie mal da fliegt die Sonne, so tief habe ich sie noch nie gesehen!“ rief Lila-Luna überrascht.
Anneliese lächelte, denn ein gelber Luftballon schwebte langsam auf den Garten zu.
Das ist nicht die Sonne, das ist nur ein Luftballon,“ erklärte sie.
Was ist das?“
Das ist ein Gebilde aus Gummi!“
Was ist Gummi?“
Gummi ist ein Material, das sich dehnen kann und wenn man in den Ballon Luft hinein pustet, bis er zu einer Kugel wird und dann die Öffnung verschließt, damit die Luft nicht entweichen kann, dann kann er fliegen.“
Dass man einen Ballon auch mit Gas füllen kann, das verschwieg sie lieber, denn dann würde die Elfe nur fragen was das sei und so genau wusste Anneliese das auch nicht.
Komm wir wollen ihn uns näher betrachten!“ rief Lila-Luna und schon flogen sie dem sich langsam nähernden Ballon entgegen, hängten sich an die baumelnde Schnur und ließen sich durch den Garten treiben.
Doch dann verhedderte sich der Ballon in den Ästen des Apfelbaumes und durch den Ruck verloren die Mädchen ihren Halt, wirbelten in einem Salto durch die Luft und landeten kichernd im Gras.
Lila-Luna stand auf, klopft sich ihr reizendes Kleidchen sauber und meinte bedauernd.
Ich muss wieder nach Hause, meine Tante feiert heute ihren Geburtstag und da darf ich nicht zu spät kommen.“
Und ich muss noch meine Hausaufgaben machen,“ erklärte Anneliese.
Sie haben diesmal auch wieder eine Menge Hausaufgaben auf und das Mädchen ist gerade fertig, als ihre Mama nach Hause kam.
Sieh mal, was ich draußen unter dem Apfelbaum gefunden habe.“
Frau Baumann hob den gelben inzwischen verschrumpelten Luftballon in die Höhe und nun erst bemerkte Anneliese, dass am Ende der Schnur eine Karte baumelte.
Lächelnd legte die Mutter diese auf den Tisch und das Mädchen las erstaunt.
Hallo mein Name ist Bärbel, ich bin 11 Jahre alt und erst vor kurzem aus Norddeutschland hierher gezogen und kenne noch niemanden. Wenn jemand diesen Ballon findet, dann würde ich mich freuen, wenn er mir schreiben würde.“
Als Anneliese dann die Adresse liest, rief sie erstaunt:
Aber das ist ja gar nicht so weit von hier!“
Nur ein paar Kilometer und das Mädchen fühlt sich noch genauso fremd wie du hier. Vielleicht könntest du ihr schreiben?“
Anneliese nickte begeistert und beschließt gleich morgen an Bärbel zu schreiben.

© Lore Platz








Freitag, 4. Juni 2021

Lila- Luna die kleine Elfe


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Obwohl ja bis zu 20° angesagt, war das Wetter bei  uns eher durchwachsen.
Aber heute ist es sonnig und ich kann es wohl wagen meine kleine Elfe Lila-Luna zu euch ins Wohnzimmer zu schicken.
Viel Spaß beim Lesen!

 
(c) eigenes Foto



Lila- Luna die kleine Elfe


Anneliese kaut gedankenverloren an ihrem Bleistift.
Traurig sieht sie durch das Fenster hinaus in den Garten. Es ist so schönes Wetter und sie muss Hausaufgaben machen, die wie immer viel zu viel sind.
Eine Hummel kommt brummend angeflogen, stößt gegen die Scheibe und landet dann auf der Fensterbank.
Anneliese grinst, was für ein Tolpatsch, dann stutzt sie, denn der lila Punkt auf ihrem Rücken, der ihr jetzt erst auffällt, bewegt sich.
Das Mädchen springt auf und geht zum Fenster.
Doch wie staunt sie über das kleine zarte Wesen in einem lila Kleid, das sie freundlich ansieht.
Wer bist denn du?“
Das kleine Wesen strahlt.
Ich bin Lila–Luna eine Elfe, leider noch ohne Flügel,“ 
nun wird ihr Gesicht traurig, 
„ und so wie es aussieht werde ich auch dieses Jahr ohne Flügel bleiben, dabei habe ich alle zehn Aufgaben gelöst und die Prüfung bestanden.“
Auf den fragenden Blick von Anneliese erklärt sie ihr, dass ihr Freund Brummer sie auf die große Festwiese hinter dem Wald bringen wollte, wo heute alle Absolventen der Elfenschule ihre Flügel bekommen.
Leider hatte sich Brummer gestern erkältet und Fieber bekommen und ist nun zu schwach, um weiter zu fliegen.
Kann ich dir helfen?“ fragt Anneliese spontan.
Die kleine Elfe betrachtet sie einen Moment nachdenklich, dann strahlt sie.
Du könntest mich auf die Festwiese tragen, mit deinen
Riesenfüßen sind wir bestimmt bald da.
Aber vorher müssen wir Brummer noch zu Doktor Wichtel bringen.“
Anneliese legt die Hummel vorsichtig in ein Taschentuch, setzt die zierliche kleine Elfe auf ihr Schulter und verlässt mit den Beiden das Haus.
Den Wald haben sie bald erreicht und Lila-Luna bittet das Mädchen sie bei einer großen knorrigen Eiche herunterzulassen.



                           (c) Elli M.

Während Anneliese die Hummel vorsichtig ins Gras legt, klopft die Elfe an die kleine Tür.
Ein Wichtel steckt seinen Kopf heraus und erschrickt ein wenig als der Anneliese sieht, doch dann bemerkt er die Elfe und kommt heraus.
Guten Tag Doktor Wichtel, Brummer ist sehr krank, kannst du ihm helfen.“
Der Wichtel hat sich schon über die Hummel gebeugt und murmelt. „Er hat hohes Fieber, aber das wird schon wieder, am besten wir bringen ihn ins Haus.“
Auf seinen Ruf kommen zwei weitere Wichtel heraus mit einer Tragbahre, auf die sie die Hummel legen und ins Haus bringen.
Doktor Wichtel wendet sich nun an die Elfe.
Du brauchst dir keine Sorgen um deinen Freund zu machen, ich kümmere mich um ihn, aber nun spute dich, die Glockenblume hat schon zum zweiten geläutet und du weißt beim dritten Mal beginnt die Zeremonie.“
Lila-Luna nickt ernst und bittet.
Das Menschenmädchen hat mir sehr geholfen und ich möchte sie gerne mitnehmen, aber mit ihren Riesenfüßen kann sie viel Unheil anrichten auf der Festwiese. Kannst du sie bitte klein machen, du weißt, solange ich keine Flügel habe darf ich nicht zaubern.“
Doktor Wurzel nickt und murmelt ein paar Wörter und Anneliese spürt plötzlich ein Kribbeln am ganzen Körper
und ist auf einmal so klein wie ihr neu gewonnene
Freundin.
Kichernd fassen sie sich an den Händen und laufen los.
Doktor Wichtel aber verschwindet kopfschüttelnd in seinem Häuschen.
Die beiden Mädchen haben die Festwiese fast erreicht, da zieht Lila-Luna Anneliese ganz schnell unter einen Himbeerstrauch.
Siehst du dort drüber im Gras,“ wispert sie, „ da schleichen sich einige Kobolde an, die wollen sicher das Fest stören.“
Schweigend beobachten die Freundinnen, wie die frechen Gesellen sich lautlos durch das hohe Gras schieben.
Komm, wir gehen zur Bienenkönigin.“
Kurze Zeit später klopft Lila-Luna an den Stamm, in dem das Bienenvolk lebt.
Eine Biene steckt der Kopf heraus.
Was willst du?“
Ich bin Lila-Luna und muss ganz schnell die Frau Königin sprechen.“
Wenig später kommt die Königin zu ihnen herunter geflogen und als die kleine Elfe ihr aufgeregt von den Kobolden erzählt, handelt diese schnell.
Bald darauf schwirrt ein Schwarm Soldatinnen aus.
Die beiden Mädchen halten sich angstvoll umschlungen und lauschen.
Stachel ausfahren!“ ruft die Anführerin der Bienen und auf einmal wird es lebendig im Gras.
Die Kobolde fliehen nach allen Seiten, verfolgt von den Bienen.
Lila-Luna und Anneliese jubeln und hüpfen im Kreis herum , doch die Bienenkönigin mahnt: „Beeilt euch, die Glockenblume läutet gerade zum dritten Mal .“
Atemlos kommen die Mädchen auf der Festwiese an.
Eben verlässt die letzte Elfe mit ihren neuen Flügeln das Podium.
Frau Professor Elektra wirft einen grimmigen Blick auf
Lila-Luna und kommt ihnen entgegen.
Du bist zu spät, deine Flügel bekommst du dieses Jahr nicht.“
Aber ich habe die Prüfung doch bestanden,“ ruft die kleine Elfe verzweifelt, „ und dass ich zu spät komme hatte seinen Grund“
Keine Ausreden, Pünktlichkeit ist eine Tugend und dir fehlt es entschieden an Disziplin!“
Frau Elektra wendet sich ab und die kleine Elfe lässt traurig den Kopf hängen.
Tröstend legt Anneliese ihren Arm um die Freundin.
Unruhe entsteht auf der Festwiese und Doktor Wichtel und die Bienenkönigin bahnen sich einen Weg durch die Menge.
Auf ein Wort Frau Elektra,“ ruft der Wichtel und diese bleibt stehen.
Und nun erzählen die Beiden, wie Lila-Luna ihren kranken Freund zu Doktor Wichtel gebracht und die Elfen vor einem Überfall der Kobolde bewahrt hat.
Mit jedem Wort wird das strenge Gesicht der Professorin milder.
Sie nimmt die kleine Elfe bei der Hand und führt sie auf das Podium.
Ich muss mich bei dir entschuldigen, denn ich habe dir Unrecht getan.
 Du hast uns allen einen großen Dienst erwiesen und statt dich zu tadeln, hätte ich dich anhören müssen. 
Natürlich bekommst du deine Flügel.“
Sie holt ein wunderschönes Flügelpaar und befestigt es auf dem Rücken der kleinen glücklichen Elfe.
Ganz vorsichtig bewegt Lila-Luna die Flügel, dann immer schneller und schließlich fliegt sie laut singend in die Luft, überquert die Festwiese unter dem begeisterten Jubel der kleinen Gesellschaft und landet direkt neben Anneliese.
Liebevoll umarmt sie das Mädchen und raunt. „Ohne dich hätte ich es nie geschafft!“
Anneliese aber feiert nun fröhlich mit, tanzt ausgelassen
nach den Klängen der Grillen, probiert von der
Blütengrütze und dem Honigmet und wird auf einmal furchtbar müde.
Als sie erwacht, liegt sie in ihrem Bett und ihre Mutter beugt sich über sie.
Du musst aber müde gewesen sein, wenn du am helllichten Tag schläfst, „ lacht diese.
Aber nun komm nach unten und mach deine Hausaufgaben fertig. Es liegt alles noch auf dem Tisch.“
Als die Mutter das Zimmer verlassen hat, grübelt Anneliese darüber nach, ob sie tatsächlich mitten unter dem Hausaufgaben machen eingeschlafen ist und alles nur geträumt hat.
Aber es war ein sehr realer Traum.
Als sie hinüber zum Fenster sieht, stutzt sie.
Auf der Fensterbank liegt eine lila Blüte.
War alles wirklich nur ein Traum?

© Lore Platz