Samstag, 11. September 2021

Danke ihr Lieben! Drei gute Freunde

 


Ich bedanke mich bei allen lieben Freunden und Verwandtten, dass sie mein erstes Buch gekauft und ihm so eine kleine Starthilfe gegeben haben. Durch eure Hilfe wurde mein Buch bisher 15mal verkauft. Es ist schön so gute Freunde zu haben.


Eine kleine Geschichte zum Wochenende.

 

 


 

Drei gute Freunde


Der Bauernhof lag etwas abseits in einer schönen Gegend.

Doch wie sah es hier aus. Alte verbogene Milchkannen lagen herum. Verrostete Maschinenteile lehnten an der Wand des Stalles, von der der Verputz bröckelte und aus dem Stall drang ein Gestank, als wäre er schon wochenlang nicht mehr ausgemistet worden.

Eben führt der Bauer, der genauso verwahrlost aussah, wie sein Hof, eine Stute aus dem Stall.

Er zerrte sie mehr, als dass er sie führte. 

Das arme Tier sah schrecklich aus. Es war so dünn, dass man die Rippen zählen konnte. Sein glanzloses Fell war total verdreckt und auf der Hinterhand waren Narben zu sehen, die wohl von Schlägen herrührten. 

Es trottete traurig neben seinem Herrn, nur als es an seinem Freund, dem Hofhund vorbeikam, der an einer Kette vor seiner Hütte lag, hob es kurz den Kopf.

Der Hofhund bellte zum Gruß, doch der Bauer brüllte:

Halt´s Maul!“

Er spannte das Pferd vor einen voll beladenen Wagen und ließ die Peitsche auf den Rücken des armen Tieres sausen.

Die Stute zuckte zusammen und bemühte sich verzweifelt, den Wagen vorwärts zu ziehen, doch sie war einfach zu schwach. 

Der Bauer fluchte und schlug wütend auf das Tier ein, doch der Wagen bewegte sich nicht. Rot im Gesicht vor Jähzorn schirrte der Bauer das Pferd aus, führte es zur Seite und begann erbarmungslos auf es einzuschlagen.

Die Stute wieherte vor Schmerz und bemühte sich verzweifelt den Schlägen auszuweichen. Sein Freund der Hofhund bellte lärmend und versuchte ihr zu Hilfe zu kommen, doch die Kette riss ihn immer wieder zurück. Die Bäuerin von dem Lärm angelockt stürzte aus dem Haus.Simon, du schlägst sie ja tot!“ rief sie verzweifelt.Ruf den Abdecker an,“ knurrte der Unhold und wandte sich ab. Im Vorbeigehen trat er mit dem Fuß nach dem bellenden Hund, stieß seine Frau in den Hausgang und brüllte:

Hab´ich dir nicht gesagt, du sollst den Abdecker anrufen!“

Er gab ihr eine Ohrfeige und beide verschwanden im Haus. Der Hund, nennen wir ihn Randi, starrte zur Stute, die wir Herta nennen wollen, hinüber. Sie bewegte sich nicht, ob sie wohl tot war. Er legte sich nieder, den zotteligen Kopf auf den Pfoten und starrte vor sich hin.

Ein kleiner Hase hoppelte über die Wiese, schlüpfte durch das Loch im Zaun und knabberte genüsslich an den Salatblättern.

Erstaunt hob er den Kopf. Es war ja heute so still. Sonst bellte Randi immer, wenn er ihn sah. Mit großen Sprüngen überquerte der Hase den Hof un blieb bei Randi stehen.

Weinst du?“ wollte er wissen.

Der Hund sah ihn traurig an.

Der Alte hat Herta tot geschlagen.“

Der Hase erschrak und seine Nase zuckte aufgeregt.

Er hüpft hinüber zu der Stute und stupst sie mit der Nase an.

Herta öffnet die Lider und sah ihn aus ihren schönen braunen Augen traurig an. Der Hase hoppelt zurück.

Sie lebt noch,“ verkündet er.

Randi rührt sich nicht.

Ich kann ihr doch nicht helfen,“ seufzt er mutlos.

Der Hase besah sich die Kette.

Die ist aus Eisen, die kann ich nicht durchbeißen“, murmelte er vor sich hin, „ aber dein Halsband ist doch aus Leder, leg deinen Kopf zur Seite.“ Randi gehorchte teilnahmslos und der Hase schlug seine kräftigen Zähne in das Lederband.

Plötzlich öffnete sich die Tür und der Bauer stapfte zu seinem alten Auto. Der Hase war blitzschnell in der Hundehütte verschwunden. Nach einer Weile spähte er zitternd hervor.

Ist er weg?“ wisperte er.

Ja, er fährt jetzt zum Wirt und wenn er zurück kommt, ist er noch schlimmer.

Der Hase machte sich wieder an die Arbeit und bald war Randi frei.

Er schüttelte seinen zotteligen Kopf und sie liefen zu Herta hinüber. Randi stupste sie an.

Herta, bitte wach` doch auf. Wir müssen hier fort. Wenn der Bauer zurück kommt und sieht, dass du noch lebst, dann schlägt er dich tot.“

Die Stute versuchte verzweifelt auf die Beine zu kommen, doch immer wieder kippte sie um. Doch Randi gab nicht auf.

Er feuerte sie an, sprach ihr Mut zu, bettelte und flehte.

Endlich stand die Stute zitternd auf ihren vier Beinen.

Der Hund nahm die Zügel ins Maul und führte seine Freundin hinter dem Hasen her, der ihnen im Wald eine geheime Höhle zeigen wollte.

Herta wankte mit halb geschlossenen Augen neben ihren Freunden und Randi war froh, als sie endlich den schützenden Wald erreichten.

Als sie in die Höhle kamen, war es mit Hertas Kraft vorbei und sie stürzte zu Boden.

Ist sie tot?“ fragte ein Eichhörnchen, das neugierig näher gekommen war.

Randi beobachtete die zitternden Flanken seiner Freundin und sah auch, dass ihr Brustkorb sich hob und senkte und schüttelte den Kopf.

Ich muss Hilfe holen!“ In großen Sprüngen eilte er ins Dorf.

Zwei Mädchen spielten im Garten. Das kleinere der Beiden wandte sich schreiend um, als es den Hund kommen sah.

Doch ihre Schwester Karin ging beherzt auf das Tier zu und streckte ihm die Hand entgegen, damit er ihren Geruch aufnehmen konnte und streichelte den Hund dann vorsichtig.

Komm Elli, er ist ganz lieb.“

Ängstlich ging die Kleine näher, doch als der Hund sie liebevoll mit der Nase stupste, legte sie vorsichtig ihre Hand auf seinen Kopf und als er sich nicht bewegte, begann sie ihn behutsam zu streicheln.

Randi, der noch nicht viel Liebe erfahren hatte, genoss es von den beiden Mädchen geknuddelt zu werden.

Doch dann fiel ihm seine schwer verletzte Freundin wieder ein. Er packte die Kleinere am Rock und zerrte sie Richtung Wald. Elli schubste ihn lachend weg. Randi bellte kurz und packte Karin am Rock.

Ich glaube er will uns etwas zeigen,“ meinte diese.

Als hätte der Hund sie verstanden, lief er los, drehte sich um und bellte auffordernd.

Die beiden Mädchen folgten ihm und standen wenig später erschüttert vor dem gequälten Pferd.

Karin liefen die Tränen über die Wangen und auch Elli schluchzte laut.

Sie knieten beide nieder und strichen zart über den Kopf des Pferdes.

Dieses bewegte sich nicht, nur am Heben des Brustkorbs stellten sie fest, dass es noch lebte.

Wer kann nur so grausam sein,“ flüsterte Elli, als sie die offenen, blutenden Striemen betrachtete.Wir müssen ihm helfen!“

Karin nickte, „ komm wir holen den Tierarzt.“

Die beiden Mädchen nahmen sich an der Hand und liefen durch den Wald ins Dorf.

Atemlos polterten sie ins Wartezimmer.

Eine ältere Frau mit einem Korb auf den Knien, in dem eine siamesische Katze fauchte, sah die Mädchen missbilligend an.

Könnt ihr nicht manierlich ein Zimmer betreten und wie ihr bloß ausseht, schmutzig und zerzaust.“

Ein Junge in Lederhosen, auf dessen rechtem Oberschenkel eine Schildkröte saß, lächelte die Mädchen freundlich an.

Hallo Karin, hallo Elli, wo habt ihr denn euer krankes Tier?“

Die Mädchen erzählten ihm aufgeregt von dem verletztem Pferd im Wald.

Anderl sprang so schnell auf, dass die Schildkröte beinahe auf den Boden gefallen wäre. Doch gekonnt fing er sie auf und rannte gefolgt von den Mädchen in das Zimmer des Arztes.

Dieser verabschiedete sich gerade von einem kleinen Mädchen, das vorsichtig einen Käfig mit einem Wellensittich vom Tisch hob.

An der Tür erschien die Sprechstundenhilfe mit hochrotem Kopf.

Entschuldigen sie Herr Doktor, die Kinder sind einfach an mir vorbei gerannt.“

Schon gut Margret.“

Die junge Frau verließ mit dem kleinen Mädchen und seinem Sittich das Zimmer.

Der Tierarzt wendete sich an die Kinder.

Wo brennt`s denn?“

Der Junge und die Mädchen erzählten nun von dem misshandelten Pferd im Wald.

Der Doktor nahm mit ernstem Gesicht seine schwarze Tasche und verließ mit den Kindern das Zimmer. Im Vorbeigehen sagte er seiner Sprechstundenhilfe, dass er zu einem Notfall müsse. Anderl legte grinsend seine Schildkröte auf den Schreibtisch.

Pass gut auf sie auf!“

Im Hof kletterten sie in den dunkelblauen Geländewagen und waren bald im Wald.

Erschüttert stand der Tierarzt wenig später vor dem übel zugerichteten Pferd.

Das ist die Stute vom Huberbauern, diesmal ist er dran,“ brummte er grimmig.

Er gab dem Pferde eine Spritze und säuberte dann vorsichtig die Wunden.

Die Kinder halfen ihm die Salbe aufzutragen und Randi saß zufrieden daneben und beobachtete alles aus klugen Augen.

Wird es wieder gesund?“ fragt Elli ängstlich.

Ich hoffe es,“ seufzt der Arzt, „aber wir können es nicht hier liegen lassen.“

Ich hol den Vater!“ rief Anderl

Ja und schau auch beim Gendarm vorbei!“

Karin hatte den Kopf des Pferdes in ihren Schoß gebettet und streichelte es liebevoll.

Elli kniete neben Randi und hatte tröstend die Arme um ihn gelegt.

Das Geräusch eines Bulldozers war zu hören und Anderl mit seinem Vater und drei kräftigen Männern, sowie dem Dorfpolizisten betraten die Höhle.

Randi bellte begrüßend und Anderl kraulte ihn hinter den Ohren.

Entsetzt standen die Männer vor dem Pferd und nur die Anwesenheit der Mädchen hinderte sie daran einen kräftigen Fluch auszustoßen.

Der Polizist nahm seinen Block und machte sich Notizen.

Ich werde dafür sorgen, dass der Huberbauer keine Tiere mehr halten darf,“ versprach er grimmig.

Am besten, wir bringen die Stute zu uns,“ meinte Anderls Vater und sah den Polizisten fragend an.

Dieser nickt und Anderl fragt: „Dürfen wir den Hund auch behalten?“

Auch das wurde erlaubt.

Es war einen verflixte Schinderei das Pferd auf den Wagen zu schaffen und die Männer kamen ganz schön ins Schwitzen.

Doch endlich lag es auf der Plane und Randi sprang auf den Wagen und legte sich neben seine Freundin. Anderl kletterte ebenfalls hinauf und streichelte beruhigend den Hals der Stute, die unruhig mit den Beinen zappelte.

Tuckernd setzte sich der Bulldozer in Bewegung.

Der Gendarm sah ihnen eine Weile nach.

Ich werde jetzt zum Huberbauern gehen,“ brummte er mit grimmigem Gesicht und stapfte davon. Karin und Elli kletterten zu dem Doktor in den Geländewagen und er fuhr sie nach Hause.

Ein kleiner Hase, der alles aus sicherer Entfernung beobachtete hatte, hoppelte zufrieden davon.

Der Huberbauer aber bekam eine kräftige Geldstrafe und durfte keine Tier mehr halten.

Herta aber wurde wieder gesund und tollte zusammen mit Randi glücklich über die Wiese.

Karin und Elli besuchten sie fast täglich.


© Lore Platz




Freitag, 3. September 2021

E - Book

Ich freue mich wie ein Schneekönig, mein erstes E-Book ist fertig und man kann es für 0,99€ bei Amazon kaufen.

https://www.amazon.de/s?k=Nur+ein+Päckchen+Kaffee

Mein nächstes Objekt, werden die vier Zwurrli Geschichten und dann werde ich mich auf Weihnachten vorbereiten, mal sehn was ich schaffe.

Nun wünsche ich ein schönes Wochenende, eure glückliche Märchenfee!




Montag, 23. August 2021

Zwurrli und der Professor

Heute will ich euch erzählen wie Zwurrli und der Professor sich kennen gelernt haben. Mit dieser Geschichte wünsche ich euch einen schönen Wochenanfang.

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 


 

Zwurrli und der Professor


Nach langen Regentagen scheint wieder die Sonne.

Die Luft ist reingewaschen vom Regen und geschwängert vom Duft der Blüten.

Blumen und Pflanzen recken sich den wärmenden Strahlen entgegen und die Käfer und Insekten wagen sich wieder an die Oberfläche.

 


Das Summen der Bienen übertönt alle Geräusche, denn nach ihrem unfreiwilligem Hausarrest gehen sie nun mit doppeltem Eifer ihrer Arbeit nach.

Auch Zwurrli klettert zwischen den Wurzeln des Birnbaums hervor, unter dem er und seine Familie wohnt.

Aus der Ferne klingt das Klappern von Geschirr. Sicher wird seine Menschenfreundin im Garten frühstücken und bei dem Gedanken an die leckere Erdbeermarmelade läuft ihm das Wasser im Mund zusammen.

So schnell ihn seine kurzen Beine tragen eilt er durch das hohe Gras.

Biggi sitzt auf einem Stuhl einen Zeichenblock auf dem Schoß und ihr Stift fährt schnell über das Papier.

 


 

Zwurrli will gerade an ihrem Stuhl hochklettern, da kommt der große Mann aus dem Haus und schnell versteckt sich der Wichtel unter dem Tisch.

Ricky stellt eine der Kaffeetassen vor seine Frau und wirft einen Blick auf den Block, dann prustet er los.

Ist das der Wichtel, der angeblich in unserem Garten haust!“

Biggi zieht ärgerlich die Stirn in Falten.

Er existiert tatsächlich und ich werde mein nächstes Buch über ihn schreiben.“

Biggi ist nämlich Kinderbuchautorin und illustriert ihre Geschichten auch selbst.

Ricky grinst frech: „Ach Liebes, du hast dir gerade eine Geschichte ausgedacht und Fantasie und Wirklichkeit verwechselt. Denk daran, dass Karl May so mit seinen Figuren verwachsen war, dass er am Ende behauptete er wäre Old Schatterhand.

Aber keine Angst solltest du dich eines Tages als Wichtelfrau fühlen, ich werde dich immer lieben!“ tröstet er feixend.

Oller Döskopp!“ grollt Biggi, muss aber doch grinsen.

Zwurrli seufzt leise, es wäre schön wenn Biggi eine Wichtelfrau wäre, denn er war ein wenig in seine Menschenfreundin verliebt. Und den Mann konnte er gar nicht leiden! Vielleicht war es ja auch Eifersucht.

Der Wichtel läuft hinüber und zwickt Ricky kräftig in den nackten Fuß.

Aua!“ ruft der junge Mann und guckt unter den Tisch, doch Zwurrli hat sich schnell hinter einem Stuhlbein versteckt und kichert leise.

 


Ein beleibter Herr in einem rotkarierten Anzug , einen großen Strohhut auf dem Kopf, eilt beschwingt die Straße entlang.

Dabei schweifen seine fröhlichen Augen umher und studieren die Straßennamen.

Amselweg 4, dann muss Amselweg 6 die nächste sein.“ murmelt er.

Gegenüber im Haus Amselweg 5 steht eine alte Frau in gekrümmter Haltung hinter einem Busch und beobachtet den Garten gegenüber aus dem fröhliches Lachen erklingt.

Der Herr schwenkt seinen Hut und grüßt freundlich, „ Guten Morgen!“

Die alte Frau zuckt zusammen, wirft ihm einen giftigen Blick zu und verschwindet ihm Haus.

Kopfschüttelnd betritt der alte Herr den Garten seiner Nichte Biggi und folgt den fröhlichen Stimmen.

Guten Morgen Biggi, guten Morgen Ricky!“

Onkel Theobald wie schön du kommst gerade rechtzeitig zum Frühstück !“ jubelt die junge Frau und fällt dem Bruder ihrer Mutter um den Hals.

Auch Ricky schüttelt ihm kräftig die Hand.

Und bald sitzt Professor Theobald Fleckenstein am Tisch trinkt genüsslich seinen Kaffee und lässt seinen Blick über den Garten schweifen.

Es ist genauso schön wie du es beschrieben hast, liebe Biggi!“

Hat sie dir auch geschrieben, dass bei uns ein Wichtel wohnt!“

Fängst du schon wieder an!“ faucht seine Frau.

Doch der Professor bleibt ernst.

Warum denn nicht, es gibt viele Dinge zwischen Himmel und Erde. Außerdem so ein Wichtel ist doch etwas nettes und kann ein freundlicherer Nachbar sein als mancher Mensch.“

Zwurrli unter dem Tisch strahlt, der Professor gefällt ihm.

Ach übrigens Nachbarn, gegenüber lauerte eine alte Frau hinter einem Busch und beobachtet euch und als ich ihr einen freundlichen Gruß zurief, da sah sie mich an als hätte ich ihr ein unsittliches Angebot gemacht.“

Ach das ist Fräulein Kunigunde Neumeier, eine Lehrerin, aber zwangsweise frühzeitig pensioniert.“ erklärt Ricki.

Sie hatte ein kleines Mädchen nachsitzen lassen und dann vergessen und die Schule abgeschlossen.

Eine Hundertschaft der Polizei hat mit Spürhunden die Gegend abgesucht, als die Kleine nicht nach Hause kam.

Später fand man das Mädchen völlig verängstigt und verheult im Schulhaus.

Die Lehrerin musste den Einsatz der Polizei bezahlen und wurde pensioniert.

Seitdem spioniert sie ihre Nachbarn aus und schreibt bitterböse Briefe über sie an die Gemeinde.

Doch die nehmen sie nicht ernst.“

Das ist die besondere Spezies des Homo sapiens, von

denen meine Mutter, deine Großmutter, liebe Biggi, immer behauptete, der Herrgott habe sie nur zu unserer Prüfung geschaffen.“

Das fröhliche Lachen, das nun erklingt, lässt die alte Schreckschraube Kunigunde ihren Kopf aus dem Gebüsch strecken.

Später holt Ricky sein Fahrrad aus dem Schuppen, klemmt den Anhänger daran und ruft.

Onkel Theobald, ich hole jetzt dein Gepäck vom Bahnhof!“

Pass aber auf mein Angelzeug auf!“

Ricky winkt und verlässt einen Gassenhauer pfeifend den Garten.

Du willst angeln?“

Ach Biggi du hast mir so anschaulich die Gegend, in der ihr lebt beschrieben und als du dann den Bach, in dem es vor Fischen nur so wimmelt, erwähntest, da habe ich kurzentschlossen auch mein Angelzeug eingepackt. Es ist doch erlaubt?“

Ja, der Bach gehört der Gemeinde und meist fischt die Dorfjugend.

Übrigens kannst du morgen angeln gehen, denn Ricky und ich machen einen Ausflug mit dem Fahrrad und wenn du was fängst, dann werden wir abends grillen.“

Gut, aber nun möchte ich ein wenig deinen Garten besichtigen.“

Zwurrli folgt dem Professor, der sich immer wieder bückt, um eine Pflanze genauer zu betrachten oder dem Gewurrle der Insekten zuzuschauen, vorsichtig darauf bedacht, keine zu zertreten.

Der Wichtel sieht plötzlich etwas großes rundes auf sich zukommen und dahinter steht ein riesengroßes Auge.

 


Vor Schreck fällt er auf den Rücken, rappelt sich auf und rennt davon und verschwindet unter der Wurzel des Birnbaums.

Der Professor aber richtet sich langsam auf und lässt sein Vergrößerungsglas in der Tasche verschwinden.

Kopfschütteln geht er zurück ins Haus.

Sollte das etwa Biggies Wichtel gewesen sein?

Am nächsten Morgen rumort es schon sehr früh in dem kleinen Haus. Türen schlagen, Schritte laufen treppauf, treppab und die Schuppentür öffnet sich quietschend.

Angelockt von dem Lärm streckt Zwurrli seinen Kopf aus dem Gewirr der Wurzeln.

Heute war doch Sonntag und da schliefen Biggi und ihr Mann doch immer viel länger.

Neugierig läuft er zum Haus.

Er macht einen großen Bogen um Ricky, der zwei Fahrräder aus dem Schuppen geholt hat und daran herum hantiert.

Über die offene Terrassentür schlüpft der Wichtel ins Haus folgt den Stimmen und landet in der Küche. Hier duftet es lecker nach frisch aufgebackenem Baguette.

Biggi bereitete gerade Sandwich und beim Anblick all der leckeren Sachen auf dem Tisch läuft Zwurrli das Wasser im Mund zusammen.

Schritte ertönen und Zwurrli klettert schnell in den Korb, der auf dem Boden steht.

Hast du unser Picknick fertig?“ hört er die Stimme Rickys.

Ja, der Korb auf dem Tisch, ich will nur noch den Korb für Onkel Theobald richten, dann können wir fahren.“

Der Deckel öffnet sich und Zwurrli drückt sich in die Ecke.

Eine Thermoskanne, eine Flasche mit Wasser und eine große Plastikdose werden im Korb verstaut, dann fallen noch ein paar Äpfel von oben und Zwurrli muss zur Seite springen, um nicht getroffen zu werden.

Er hört die Stimme des Professors, der nun die Küche betritt.

Guten Morgen, Biggi, ich freue mich schon so auf das Angeln. Am frühen Morgen ist es am schönsten.“

Guten Morgen Onkelchen, du weißt den Weg zum Bach?“

Ja, du hast es mir doch gestern wunderbar erklärt, durch die hintere Tür des Gartens bis zum Rande des Waldes und dann rechts ab.“

Prima, ich muss nun los! Da habe ich dir einen Picknickkorb gerichtet, denn fischen macht sicher hungrig. Wenn du gehst, dann zieh einfach die Tür ins Schloss. Den Hausschlüssel hast du.“

Ja mein Kind, ich bin zwar Professor, aber kein zerstreuter.“

Biggi lacht, umarmt ihn, gibt ihm einen Kuss auf die Wange und verlässt das Haus.

Schmunzelnd nimmt Theobald den Korb und zieht die Tür hinter sich zu.

An der Hauswand lehnt seine Angel und mit Angel und Eimer in der einen Hand und dem Korb in der anderen Hand wandert er vergnügt pfeifend durch den Garten.

Zwurrli wird es ein wenig schwindelig bei dem Geschaukel, dann wird der Korb abgestellt und er atmet erleichtert auf.

Vorsichtig öffnet er die Klappe und späht hinaus.

Der Professor sitzt am Bach und hält seine Angel ins Wasser.

Zwurrli setzt sich neben ihn und starrt gespannt in das klare Wasser in dem es vor Fischen nur so wimmelt.

Da! Einer beißt an und der Angler zieht ihn aufgeregt an Land.

Ein prächtiger Bursche!“

 


Da fällt sein Blick auf Zwurrli. „Du bist doch der kleine Wicht, den ich gestern im Garten sah?“

Der Wichtel nickt heftig grinsend.

Ich heiße Zwurrli!“

Angenehm, ich bin Theobald.“

Da ruckt es wieder an der Angel und der Wichtel springt aufgeregt auf und ab, als der Professor den Fisch an Land zieht.

Nachdem auch der dritte Fisch im Eimer schwimmt, beschließen die beiden, die inzwischen gute Freunde geworden sind, dass es genug ist.

Der Professor packt die Leckereien aus dem Korb und einträchtig sitzen sie nebeneinander und lassen es sich schmecken.

Dabei erzählt Zwurrli dem Professor von seiner Familie und warum sie zu Biggi in den Garten gezogen sind.

Und Theobald erzählt, dass er in Pension ist, seine Haushälterin aber im Krankenhaus liegt und er deshalb so lange bei Biggi wohnen wird.

Später legen sich beide ins Gras, jeder einen Halm im Mund und die Arme hinter dem Kopf verschränkt und gucken in den Himmel.

Und auf einmal sind sie eingeschlafen.

Auf dem Rückweg sitzt Zwurrli auf der Schulter seines neuen Freundes.

Sie lassen den Eimer mit den Fischen im Schuppen stehen und setzen sich dann in den Garten.

Fröhliches Klingeln kündet die Ankunft der jungen Leute und nach einem schnellen Abschied rennt Zwurrli zum Birnbaum und verschwindet zwischen den Wurzeln.

In Rickys Gegenwart erzählt der Professor nichts von Zwurrli, denn er fürchtet dessen Spott.

Doch als sein Neffe in den Schuppen geht, um die Fische fürs Grillen herzurichten sagt er leise zu Biggi.

Dein Wichtel heißt Zwurrli!“

Du hast ihn gesehen,“ jubelt die junge Frau und lässt sich auf den Küchenstuhl sinken.

Auch ihr Onkel setzt sich und dann erzählt er, dass Zwurrli in dem Picknickkorb war und dass sie inzwischen gute Freunde geworden sind.

Auch von der Familie des Wichtels und dem gespaltenen

Baum im Park erzählt er und Biggi beschließt darüber eine Geschichte zu schreiben.

Ricky verraten sie natürlich nichts, doch ab und zu zwinkern sich Onkel und Nichte verschwörerisch zu.



© Lore Platz





 





Freitag, 13. August 2021

Wie Zwurrli in den Marmeladentopf fiel

Am Sonntag kommt die neue Reizwortgeschichte und ich habe wieder ein neues Abenteuer von dem kleinen Wichtel Zwurrli geschrieben. Da ihn vielleicht nicht alle meine Leser kennen, bin ich in mein Archiv gegangen und will euch den Zwurrli vorstellen.
Viel Spaß beim Lesen!




Wie Zwurrli in den Marmeladentopf fiel

Es war ein schöner sonniger Frühlingstag. Schmetterlinge tanzten vergnügt um die bunten Tulpen im Bett.
Bienen krabbelten summend in die weit geöffneten Narzissen, um dann mit schweren Körbchen wieder herauszukommen.
Auf dem Liegestuhl lag eine Frau, sie war nicht mehr ganz jung, denn die Jahre hatten ihre einst dunklen Haare ergrauen lassen.
Ihre Augen waren geschlossen, doch sie schlief nicht.
Sie ließ ihre Gedanken wandern und genoss das Summen der Bienen und das Zwitschern der Vögel.
Nach langer Zeit fühlte sie sich wieder frei und glücklich.
Lange hatte es gedauert, bis sie den großen Schmerz um den Verlust ihres Mannes überwunden hatte.
Und die erste Zeit fühlte sie sich sehr einsam, sie wusste nichts mit sich selbst anzufangen und oft dachte sie, wie sollte sie nur weiterleben ohne den geliebten Partner an ihrer Seite.
Doch dann hatte ihr Sohn vorgeschlagen, dass sie in die kleine Anliegerwohnung bei ihnen einziehen sollte.
Nun hatte sie eine eigene kleine Wohnung in Parterre mit Familienanschluss.
Und ihre beiden kleinen Enkelinnen Felizitas, genannt Fee und Minerva, kurz Minni genannt sorgten schon dafür, dass sie nicht zu oft ins Grübeln kam.
Sie liebte die beiden Mädchen.
Und als ob ihre Gedanken sie herbei gewünscht hätten, hörte sie leise Schritte und ein Wispern.

Wir dürfen Oma nicht aufwecken,“ mahnte Fee.
Aber sie soll doch sehen, wie toll wir uns verkleidet haben,“ schmollte Minni.
Nun wir setzen uns hier ins Gras neben sie und warten bis sie wach wird“, schlug die vernünftige Fee vor.
Doch das dauerte Minni viel zu lange.
Wenn wir ihr ein Küsschen geben, dann haben wir sie doch nicht aufgeweckt?“
Die Oma unterdrückte ein Schmunzeln, dann spürte sie rechts und links ein feuchtes Küsschen.
Langsam schlug sie die Augen auf und fing an zu lachen.
Die Beiden hatten sich als Damen verkleidet, doch ihre Gesichter sahen wie Clowns aus, denn beim Nachfahren der Lippen mit dem Lippenstift waren sie viel zu weit daneben geraten.
Die Mädchen fielen in ihr Lachen mit ein.
Oma, deine Backen sind ganz rosa!“
Frau Kaspari stutzte.
Sollte die Sonne doch stärker sein, als angenommen.
Sie kramte aus der Tasche neben ihrem Liegestuhl den kleinen Handspiegel heraus und als sie ihr Gesicht sah musste sie wieder lachen.
Zwei große Lippenstiftflecke zierten ihre Wangen.
Ich glaube wir gehen lieber rein und waschen uns,“ schmunzelte sie und einträchtig verließen sie den Garten.

Am Nachmittag saß die Oma mit den Kindern auf der Hollywoodschaukel.
Fee und Minni hatten sich rechts und links an sie gekuschelt und forderten eine Geschichte, denn Oma konnte sich die schönsten ausdenken.
Und diese begann zu erzählen:





Wie Zwurrli in den Marmeladentopf fiel

Es war einmal ein Garten, der sah etwas anders aus wie die üblichen Gärten.
Verwildert nannten ihn die Menschen, die vorüber gingen missbilligend.
Doch das junge Pärchen, das in dem kleinen Holzhaus wohnte, zu dem der Garten gehörte, lachte nur.
Ökonomisch sagten sie. Wir wollen keinen Ziergarten, sondern die Pflanzen sollen frei wachsen, damit die Insekten und Käfer sich hier wohlfühlen können.
In diesem Garten stand auch ein riesiger Birnbaum, der schon sehr alt war und sein Wurzelgeflecht sich weit unter der Erde verbreitete und ihn stark machte, damit er jedem Sturm sich widersetzten konnte.
Vor kurzem war in die Wurzeln unter dem Boden eine Wichtelfamilie eingezogen.
Sie gehörten zu den Wurzelwichtel und lebten erst im nahe gelegenen Stadtpark unter einer Eiche.
Doch als diese vom Blitz getroffen und gespaltet wurde, mussten sie fluchtartig ihr Heim verlassen.
Mutter Fuchsia weinte bittere Tränen, denn sie musste alle ihre schönen Möbel, Kissen und Decken zurücklassen, auch konnten sie nur mit den Kleidern auf dem Leib ihre Wohnung verlassen.
 
(c) meine Tochter

Das Eichhörnchen Knusperle erzählte ihnen von den netten jungen Leuten, die nicht einmal eine Ameise zertraten und dem großen Birnbaum mit den vielen unterirdischen Wurzeln.
Sie ließen sich von Fräulein Knusperle zu dem Garten bringen und standen dann wenig später vor dem mächtigen Birnbaum.
Vater Donar und seine Söhne Trollo und Zwurrli begannen
einen Gang in den Boden zu graben, während Fuchsia und ihre Tochter Tauperle Gräser zupften, damit sie heute Nacht ein weiches Lager hatten.
Bald fanden sich viele Tiere ein.
Die Ameisen schleppten Brotkrümmel heran, die sie unter den Tisch im Garten gefunden hatten.
Die Bienen brachten Honig und die Schmetterlinge eine Glockenblume voller Tautropfen.
Jeder wollte helfen. Ein Regenwurm erbot sich einen Kamin für den Ofen zu schaffen und der Maulwurf, der nicht weit vom Birnbaum entfernt wohnte, wollte beim Graben der Zimmer helfen.
Dazu waren seine schaufelartigen Klauen bestens geeignet.
Und so dauerte es nicht lange, bis eine schöne große Wohnung unter dem Birnbaum entstand.
Stolz führte Donar seine Fuchsia durch die Zimmer und sie strahlte, war diese Wohnung doch viel größer und schöner als die im Park.
Trotzdem dachte sie wehmütig an ihre schönen Möbel. Donar aber legte ihr den Arm um die Schulter und tröstete, „ich werde dir neue Möbel machen.“
Die Kinder hatten inzwischen schon ihre Zimmer ausgesucht.
Nun wurden die Grasbündel nach unten gebracht und in jedem Zimmer ein provisorisches Lager gerichtet.
Dann gingen sie wieder nach oben und setzten sich mit all ihren neuen Freunden unter den Birnbaum und dann wurde erzählt.
Als die Wichtel die Vögel in der Ferne zwitschern hörten, waren sie besorgt um ihre neuen Freunde, doch Max der Regenwurm deutete nach oben.
Auf dem Ast des Birnbaum lag ein getigerte großer Kater.
Das ist unser Freund Kasper, er wacht über uns,“ erklärte Max.
Kasper der seinen Namen gehört hatte sprang geschmeidig zu Boden und macht sich mit den neuen Bewohnern der
Wiese bekannt.
Als es kühler wurde und die Dämmerung ihre Schleier ausbreitete, gingen die neuen Freunde nach Hause.


(c) Werner B.

Auch die Wichtelfamilie kletterte hinunter in ihre Wohnung und bald lag jeder auf seinem Bett aus Gras und müde von den Aufregungen des Tages schliefen sie ein.
Als sie am nächsten Morgen ihren Kopf unter dem Birnbaum hervor streckten, staunten sie.

Alle Wichtel aus dem Park waren hier versammelt und jeder hatte ein Möbelstück oder einen Korb in der Hand.
Graubart ließ einen Korb voller Geschirr auf den Boden plumpsen und erklärte.
Wir haben gestern Nacht noch eure Wohnung ausgeräumt, denn heute soll die Eiche gefällt werden.“
War das eine Freude. Alle halfen nun die Möbel hinunter zu schaffen und dann wurde noch gefeiert, bevor die Wichtel wieder zurück in den Park gingen.
Am nächsten Tag schlüpfte Zwurrli leise aus der Wohnung, alle schliefen noch, aber er wollte seine neue Heimat erkunden.
Vergnügt lief er durch das hohe Gras und stieß gegen einen Holzstamm.
Er rieb sich die Stirn und sah nach oben. Das war kein Baum sondern sah aus wie ein Tisch.
Er kletterte empor und zog sich an der Kante nach oben.
Neugierig sah er sich um. Da stand eine geblümte Tasse mit einer dunkelbraunen Brühe.
Vorsichtig beugte sich Zwurrli drüber und steckte die Zunge in die Brühe.
Pfui war das bitter!
Entsetzt fuhr er zurück und stieß mit dem Rücken an ein Glas.
Er drehte sich um und erblickte eine rote Masse und ein Teil davon rann außen am Glas herab.
Klüger geworden kostete er nicht mit der Zunge, sondern steckte seinen Finger in das rote klebrige Gerinnsel und
leckte vorsichtig mit der Zunge daran.
Hmmm!, schmeckte das lecker, wie Erdbeeren.
Davon wollte er mehr. Er sprang in die Höhe, doch er
verfehlte den Rand des Glases.
Suchend sah er sich um, denn er brauchte etwas worauf er sich stellen konnte.
In einem Glas lagen viereckige weiße Felsbrocken. Vorsichtig hob er einen an.
So schwer war er gar nicht.
Er schleppte den Würfelzucker zu dem Glas und stellte sich darauf.
Immer noch zu kurz.
Erst als er mühsam ein zweites Stück auf den anderen gesetzt hatte, konnte er mit den Fingerspitzen das Marmeladenglas erreichen.
Er sprang hoch und der Würfelzucker unter im kippte um und kullerte über den Tisch.
Doch Zwurrli zog sich empor und setzte sich auf den Rand des Glases.
Er beugte sich hinunter um mit den Fingern das köstliche süße Erdbeergemisch zu erreichen, da verlor er das Gleichgewicht und stürzte in die Marmelade.
Verzweifelt ruderte er mit Händen und Füßen, als wollte er
schwimmen.
Doch je mehr er strampelte, um so tiefer zog ihn die schwere klebrige Masse nach unten.
Auf einmal erschien ein Gesicht über dem Marmeladenglas und jemand sagte:
Nanu wen haben wir denn da?“
Zwei Finger erschienen und zogen ihn heraus.
Zwurrli sah in das Gesicht einer jungen Frau, doch das war so freundlich, dass er gar keine Angst hatte.
Sie setzte ihn auf dem Tisch ab und der Wichtel schenkte ihr ein strahlendes Grinsen und begann eifrig die Marmelade von seinen Kleidern ab zu schlecken.
Du bist mir ja ein Leckermäulchen, aber ich ich denke ich
sollte dich lieber waschen!“
Sie nahm ihn vorsichtig auf die Hand und während sie ins
Haus ging, murmelte sie:
In unserem Garten wohnen sogar Wichtel, wenn ich das Ricky erzähle, der wird staunen.
Nachdem sie den kleinen Dreckspatzen gesäubert hatte, setzte sie ihn vorsichtig im Gras ab und Zwurrli lief los.
Dann drehte er sich noch einmal um und winkte ihr fröhlich
zu.“

Nun hat euch die Geschichte gefallen?“ fragte die Oma und die Mädchen nickten begeistert.
Fee aber sah sich nachdenklich in ihrem Garten um und meinte:
Unser Garten ist aber nicht Ökonomisch, der ist viel zu ordentlich. Könnten wir denn nicht auch etwas für die Insekten und Käfer tun?“
Frau Kaspari erschrak.
Da hatte sie ja etwas angerichtet, denn ihre Schwiegertochter war viel zu konservativ und gab viel auf die Meinung der Anderen.
Niemals würde sie dem zustimmen.
Dann fiel ihr Blick auf den Komposthaufen und das darum brach liegende Land.
Vielleicht wäre dort hinten in der Ecke ja was zu machen.
Sie beschloss zuerst einmal mit ihrem Sohn darüber zu reden.

© Lore Platz